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  • Die theokratische Organisation wiederhergestellt
    Der Wachtturm 1952 | 1. März
    • Dienstposten beehrt. Starrköpfige Toren und gemeine, ruchlose, arglistige Personen werden als das erkannt, was sie sind, und werden für guten Dienst von irgendwelcher Art als ungeeignet zurückgewiesen. Es ist so, wie es in Jesaja 32:5-8 [AÜ] weiter geschildert wird: „Nicht mehr wird der Tor edel genannt werden, noch der Arglistige als fürstlich erachtet. Denn der Tor wird Torheit reden und sein Sinn Unheil schmieden, um Gottlosigkeit zu verüben und Falschheit zu reden über den Herrn [Jehova], um den Hungrigen ungesättigt zu lassen und den Trank dem Durstigen vorzuenthalten. Die Künste des Arglistigen sind auch übel; er heckt Pläne aus, um den Bedürftigen mit Lügenworten zu verderben, selbst wenn die Bitte des Armen recht ist. Aber der Edle plant Edles, und für Edles bezieht er Stellung.“

      11. Wie tritt Psalm 125:3 somit in Kraft?

      11 Für religiöse Heuchler gibt es unter Jehovas theokratischem Volke keinen Platz. Wenn sie die Gottlosigkeit und Torheit dieser Welt praktizieren wollen, wenn sie Falschheit wider Jehova reden und nicht arbeiten, sondern sich selbstsüchtig der Dinge erfreuen wollen, während sie jene, die nach Wahrheit und Gerechtigkeit hungern und dürsten, ungesättigt lassen, so haben sie keinen Platz in einer offiziellen Stellung, nein, keinen Platz unter Jehovas Zeugen. Der König der Gerechtigkeit wird sie durch seine Engel aus den Reihen derer hinauswerfen, die das Signal des Königreiches erheben. In diesen Tagen des Kriegszuges, der vom grösseren Assyrer, von Satan, dem Teufel, wider den Überrest geführt wird, schützt Jehova durch seinen regierenden König sein organisiertes Volk, gleichwie die Berge das treue Jerusalem des Altertums schützend umgaben. Für unsere Tage hat Jehova verordnet: „Die Rute [das Zepter, Me] der Gesetzlosigkeit wird auf dem Lose der Gerechten nicht ruhen, damit die Gerechten ihre Hände nicht ausstrecken nach Unrecht.“ (Ps. 125:3) Er hält die organisierten Herrschermächte dieser Welt davon zurück, sein Volk zu überwältigen und einen Einfluss über dieses Volk auszuüben, der es zum Unrecht oder zur Gesetzlosigkeit wider Jehova Gott zwingen würde, was zu seiner Verwerfung durch ihn führte. Er wird auch über den inneren Zustand seines Volkes wachen und dafür sorgen, dass sich keine gesetzlose Person erhebt und unter den Gliedern seines Volkes, die als Untertanen des Königs Gerechtigkeit und Demut suchen, an der Macht bleibt. Und die „Fürsten“, die der König durch seine theokratische Organisation dazu ernannt hat, ‚nach Recht zu herrschen‘, werden ebenfalls wachsam sein. Ein jeder wird zum Schutze dienen.

      12. Wie werden denn die sarím ernannt und ungeeignete ausgeschieden?

      12 Wir verhalten uns den politischen Mächten dieser Welt gegenüber nicht mehr in kriecherischer Untertänigkeit. Wir sind zugunsten der Gottesherrschaft in seiner Organisation hervorgetreten. Die Ernennung seiner sarím in seiner sichtbaren Organisation erfolgt nicht durch Volksherrschaft oder durch ein demokratisches Verfahren, sondern sie werden vom regierenden König durch seine theokratische Organisation ernannt. Irgend jemand, der töricht, gemein, arglistig und ungerecht wird und Übles schmiedet, wird hinausgetan.

      DURCH DIE WIRKSAMKEIT SEINES GEISTES

      13. Wen in solche Amtsstellungen einzusetzen, ist ebenfalls nötig geworden? Warum?

      13 Der Überrest derer, die mit Gottes Geist zu einem Platz mit Christus in seinem himmlischen Königreich gesalbt sind, ist jetzt gering an Zahl. Weil der König Christus Jesus so viele seiner andern Schafe zu seiner Rechten versammelt hat, und weil die Herde aller seiner Schafe auf der ganzen Erde so zahlreich geworden ist, ist es für ihn nötig gewesen, manche von diesen andern Schafen in eine Amtsstellung einzusetzen. Die Tatsachen zeigen, dass auch sie solch fürstliche Funktionen ausüben, sei es nun auf einer etwas höheren oder einer niedereren Stufe, selbst wenn es nur die Aufsicht über eine Gruppe von zehn oder noch weniger bedeutet. Diese „andern Schafe“ in Amtsstellungen erwarten, nach der Schlacht von Harmagedon, während des Tausendjahrkönigreiches, Kinder Christi Jesu, des „Ewigvaters“, zu werden.

      14. Was wird jetzt von Personen in solchen Amtsstellungen verlangt, und welcher Lohn wartet ihrer, wenn sie dieser Anforderung nachkommen?

      14 Jene vom Überrest, die in irgendwelcher offizieller Weise dienen, sind Brüder des Königs der Gerechtigkeit. Damit sich ihre Hoffnung, mit ihm in der himmlischen Regierung Könige und Priester zu werden, verwirklichen kann, müssen sie jetzt den theokratischen Amtserfordernissen entsprechen. Sie müssen gerecht sein und müssen für Gerechtigkeit eintreten. Sonst werden sie verworfen, weil in wenigem untreu, und werden nun die Freude ihres Herrn verlieren und nicht zum himmlischen Königtum befördert werden. (Matth. 25:21) Die andern Schafe müssen ebenfalls in dem ihnen jetzt zugewiesenen Dienste treu sein. Wenn sie sich jetzt, in dieser Zeit der Prüfung, als treu erweisen, mögen sie weiterhin in ihrem Sonderdienst unter ihrem König, dem „Ewigvater“, verbleiben und nach Harmagedon an der Verwirklichung der Prophezeiung einen Anteil haben: „An deiner Väter Statt werden deine Söhne sein; zu Fürsten wirst du sie einsetzen auf der ganzen Erde.“ (Ps. 45:16, Fussn.) Treue Menschen der alten Zeit werden nach ihrer Auferstehung mit ihnen an diesem Dienste teilhaben.

      15. Warum besteht keine Rivalität zwischen den zwei Gruppen, und welches prophetische Drama erfüllen sie also?

      15 Sowohl die Überrestglieder wie die Glieder der grossen Menge anderer Schafe haben jetzt Anteil am Erfüllen der Prophezeiung Jesajas: „Fürsten werden nach Recht herrschen.“ Wiewohl die Überrestglieder, die sich als treu erweisen, zu höherem Dienst im himmlischen Königreich gelangen, während jene von den andern Schafen an einem niedrigeren Dienstplatz hier auf Erden bleiben, besteht doch heute zwischen den beiden Gruppen weder Neid noch Eifersucht noch Rivalität. Solch üble Dinge verursachen Reiberei, Streit und Spaltungen. Statt dessen besteht zwischen ihnen eine liebende Freundschaft, gleichwie sie zwischen Jonathan und David vor alters bestand. Jonathan war als Sohn des Königs Saul und als Anführer von tausend Kriegsleuten ein Fürst in Israel. David war ebenfalls ein Fürst als Anführer über tausend Mann und war zudem zum künftigen König von Israel gesalbt. (1. Sam. 13:2; 18:13) Die andern Schafe, welche die demütige Haltung Jonathans an den Tag legen, anerkennen Jehovas Einsetzung seines gesalbten Überrests und unterwerfen sich ihr. Sie reden zum Überrest so, wie Jonathan zu David bei ihrem letzten Treffen redete: „Du wirst König sein über Israel, und ich werde dir am nächsten sein.“ (1. Sam. 23:17, KJ) Sie suchen weder jetzt noch in der Zukunft die Oberhand über die Überrestglieder zu gewinnen. Sie halten an Gerechtigkeit fest und unterstützen den Überrest in seinen Bemühungen, Jehova treu zu dienen und den himmlischen Preis zu erlangen. Stets suchen sie diesen Brüdern des Königs Gutes zu tun, indem sie so handeln, als ob sie es ihm täten. Anderseits lieben die gesalbten Überrestglieder diese andern Schafe des Königs. Da sie das Recht handhaben müssen, schützen sie das Recht dieser ‚Fremdlinge in den Toren der Organisation‘ und missgönnen ihnen die verantwortlichen Dienstposten nicht, deren sie sich in Gottes sichtbarer Organisation seit 1935 erfreut haben.

      16, 17. Was hat Jehova von der Höhe ausgegossen, und mit welcher Wirkung auf sein Volk, dessen Organisation und Tätigkeit?

      16 Indem Jehova Gott, der Allmächtige, das theokratische System unter seinem Volke wiederherstellte, hat er seine grosse Macht auch innerhalb seiner sichtbaren Organisation auf Erden an sich genommen. (Off. 11:17, NW) Er hat seinen Geist auf seinen Überrest ausgegossen, der während des Ersten Weltkrieges durch den Feind einst verwüstet wurde. Durch diesen Geist hat er sie wieder lebendig gemacht für seinen Dienst, hat ihnen neue Kraft verliehen, damit sie als seine Zeugen und als Gesandte für den regierenden König dienen. Sie haben sich damit befasst, die theokratischen Dinge aufzubauen und zu verbessern, die lange verödet dagelegen hatten, und nun erblüht die theokratische sichtbare Organisation wie die Rose und trägt reichlich Früchte des Königreiches Gottes. Die andern Schafe essen von diesen Früchten, stellen sich auf die Seite des Königreiches und bieten diese Früchte andern dar, die sich nach Leben und Frieden unter einer gerechten Herrschaft sehnen. Durch diese Entwicklung der Dinge erfüllen sich die Schlussverse des zweiunddreissigsten Kapitels Jesaja:

      17 „Bis der Geist über uns ausgegossen wird aus der Höhe, und die Wüste zum Fruchtgefilde wird, und das Fruchtgefilde dem Walde gleichgeachtet wird. Und das Recht wird sich niederlassen in der Wüste, und die Gerechtigkeit auf dem Fruchtgefilde wohnen; und das Werk der Gerechtigkeit wird Friede sein, und der Ertrag [oder: Dienst] der Gerechtigkeit Ruhe und Sicherheit ewiglich. Und mein Volk wird wohnen an einer Wohnstätte des Friedens und in sicheren Wohnungen und an stillen Ruhestätten. — Und es wird hageln beim Niedersturz des Waldes, und die Stadt wird in Niedrigkeit versinken. — Glückselig ihr, die ihr an allen Wassern säet, frei umherschweifen lasset den Fuss der Rinder und Esel!“ — Jes. 32:15-20, Elb; ZB; Mo.

      18. Wofür danken wir daher Gott, und in welcher Weise werden wir weiterhin unter seinem Schutz in Sicherheit bleiben?

      18 Lang lebe unser himmlischer König, der in Gerechtigkeit regiert! Dank sei Jehova Gott für den Frieden, die Ruhe und die Sicherheit, die durch die gerechte Herrschaft seines Königs innerhalb der theokratischen Organisation aller seiner Schafe auf Erden herbeigeführt und bewahrt wird. Seine Herrschaft ist hier, um zu bleiben. Mögen wir uns alle bemühen, im Einklang mit seiner gerechten Herrschaft zu wirken und der Sache der Gerechtigkeit zu dienen. Dann werden wir weiterhin unter seinem Schutz in Sicherheit wohnen. Wenn der grosse Wald der bewaffneten Heere des grösseren Assyrers, Satans, des Teufels, durch Jehovas starken, vernichtenden Hagel niederstürzt, und wenn die grosse Stadt der Organisation des Assyrers bis auf den Grund niedergerissen und in Harmagedon dem Erdboden gleichgemacht ist, so werden unsere Augen die theokratische Organisation der Neuen-Welt-Gesellschaft dastehen sehen, völlig bereit für das Vorhaben des gerechten Königs während seiner Tausendjahrherrschaft.

      19. Was müssen alle Diener tun, und was ferner zu tun haben wir alle das Vorrecht?

      19 So dienet denn weiterhin, ihr alle, die ihr Stellungen von Verantwortlichkeit innehabt, nach Recht und in Treue! Und mögen wir alle Gebrauch machen von dem Vorrecht, noch hinzugehen und als Zeugen Jehovas den Samen der Königreichswahrheit an allen Wassern der Völkerschaften aller Nationen auszusäen und Gottes Feld, die Erde, zu pflügen und zu bebauen, um sie zu seinem Lobpreise fruchtbar zu machen, während unser König, Christus Jesus, in Gerechtigkeit regiert und seine Fürsten nach Recht herrschen.

  • Ein furchtloses Zeugnis belohnt
    Der Wachtturm 1952 | 1. März
    • Ein furchtloses Zeugnis belohnt

      ● Für unsern öffentlichen Vortragszyklus suchte ich einen Saal in Schulhäusern und an andern verfügbaren Orten zu erlangen, aber nachdem ich die Art unseres Werkes erklärt hatte, wurde ich überall abgewiesen. Als letzte Zuflucht sprach ich beim Ortsrichter vor und bat um die Erlaubnis, für unsere öffentlichen Vorträge den Gerichtssaal zu benutzen. Nach einer lebhaften Diskussion über die Art unseres Werkes sagte der Richter: „Sind Sie nicht mit jener Sekte verbunden, deren Mitglieder es ablehnen, für ihr Land zu kämpfen, und deren Kinder sich weigern, die Fahne zu grüssen? Und Sie haben den Mut, herzukommen und um den Gerichtssaal zu bitten, damit Sie Versammlungen abhalten und die Leute in solchen Dingen unterrichten können?“ Freimütig lenkte ich seine Aufmerksamkeit auf die Botschaft des Herrn und die Scheidung der Menschen, las einige Auszüge aus der [engl.] Broschüre Gott und der Staat über die Stellung, die Jehovas Zeugen eingenommen haben, und erwähnte dann, dass Jehovas Zeugen gesetzestreue Bürger sind, welche für die Gesetze der Vereinigten Staaten und die Prinzipien, welche die Fahne vertritt, den höchsten Respekt haben. Nach kurzem Schweigen sagte der Richter: „Sie scheinen in Ihrer Überzeugung ernst zu sein, und ich will daher keine übereilte Entscheidung hinsichtlich Ihrer Bitte treffen. Schreiben Sie einen Brief und legen Sie den Grund dar, warum Sie den Gerichtssaal gebrauchen möchten, so werde ich die Sache mit der Bezirksbehörde aufnehmen.“ Der Brief wurde geschrieben und abgesandt. Und das Ergebnis? Der Gerichtssaal wurde gegeben, und beim ersten Vortrag waren 53, beim zweiten 75 Zuhörer anwesend. — C. J., Virginia.

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