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  • Woran ist echte Reue zu erkennen?
    Der Wachtturm 1978 | 15. Februar
    • Menschen, und behaltet doch eure Freiheit nicht als einen Deckmantel für Schlechtigkeit, sondern als Sklaven Gottes“ (1. Petr. 2:16). Außerdem könnte der Übertreter eine leichtfertige Einstellung gegenüber der Sünde entwickeln, sich künftig noch weniger Zurückhaltung auferlegen und andere in eine Verfehlung hineinziehen. Der weise König Salomo bemerkte: „Weil das Urteil über ein schlechtes Werk nicht eilends vollzogen worden ist, darum hat sich das Herz der Menschensöhne in ihnen völlig darauf gerichtet, Schlechtes zu tun“ (Pred. 8:11). Wenn daher berechtigte Zweifel an der Echtheit der Reue eines Sünders bestehen und deutliche Beweise dafür vorliegen, daß mit einem verderblichen Einfluß zu rechnen ist, sollten die Ältesten ohne Zögern den Rat befolgen: „Entfernt den bösen Menschen aus eurer Mitte“ (1. Kor. 5:13).

      ÜBERTRETUNGEN VON ÄLTESTEN UND DIENSTAMTGEHILFEN

      16. Was sollte ein Ältester tun, der eine schwerwiegende Sünde begangen hat, und warum?

      16 Da Älteste eine so große Verantwortung in der Versammlung tragen, sollten sie bestimmt einen beispielhaften Wandel führen. Wenn daher ein Ältester eine schwerwiegende Sünde begeht, ist er moralisch verpflichtet, die Ältestenschaft davon zu unterrichten, selbst wenn er seine Verfehlung bereut haben mag. Warum? Weil er nun nicht mehr untadelig ist und daher nicht mehr die Voraussetzungen aufweist, als Aufseher zu dienen (1. Tim. 3:2). Daß Männer, die in geistiger Hinsicht einen ernsthaften Makel aufweisen, als Älteste dienen, würde nicht Gottes Maßstab der Heiligkeit entsprechen (1. Petr. 1:15, 16; vergleiche damit das Gesetz aus 3. Mose 21:17-23, das Männern aus dem Hause Aarons untersagte, Priesterpflichten auszuüben, wenn sie einen körperlichen Makel aufwiesen).

      17. Was sollte geschehen, wenn ein Ältester glaubt, er sei nicht mehr untadelig?

      17 Natürlich verfehlen Älteste wie alle anderen Glieder der Versammlung immer wieder, das Bild Jehovas in vollkommener Weise widerzuspiegeln. Ein Ältester mag aufgrund seines wiederholten Versagens das Empfinden haben, nicht mehr den biblischen Erfordernissen zu entsprechen, und dies den anderen Ältesten unterbreiten. Diese mögen, nachdem sie sich damit befaßt und auch das Gewissen der ganzen Versammlung in Betracht gezogen haben, jedoch zu dem Ergebnis kommen, daß Fehler dieser Art die Qualifikationen, als Aufseher zu dienen, nicht in Frage stellen. (Siehe Galater 2:11-14, wo berichtet wird, daß Petrus zurechtgewiesen wurde; seine Verfehlung machte ihn nicht ungeeignet, weiter als Ältester zu dienen.) Wenn aber das Gewissen des betreffenden Ältesten ihm dennoch sagt, daß er nicht mehr untadelig ist, sollten die anderen Ältesten sein Empfinden respektieren und ihn seiner Verantwortlichkeiten entheben.

      18. Welche Verantwortung haben die Ältesten gegenüber einem Mitältesten, der eine schwere Sünde begangen hat?

      18 Wenn andererseits eine stichhaltige Anklage gegen einen Ältesten erhoben wird oder er eine schwerwiegende Sünde bekennt, sollten die anderen Ältesten ihrer Verantwortung nachkommen und ihn von seiner Stellung als Ältester entbinden; sie sollten ihn nötigenfalls zurechtweisen und ihm die Beschränkungen auferlegen, die sie für ratsam erachten. Oder sie sollten ihm, falls es seine reuelose Haltung erforderlich macht, die Gemeinschaft entziehen.

      19. Was sollte ein Dienstamtgehilfe tun, der eine schwerwiegende Sünde begangen hat, und warum?

      19 Dienstamtgehilfen, die eine schwere Sünde begangen haben, sind moralisch genauso verpflichtet wie Älteste, die Ältestenschaft davon zu unterrichten. Nur Männer, die „frei von Anklage“ sind, eignen sich, in dieser Stellung zu dienen (1. Tim. 3:10). Daher wird im Falle von Dienstamtgehilfen, die gesündigt haben, genauso vorgegangen wie im Falle von Ältesten.

      20. Zu welchem guten Ergebnis mag ein Beispiel echter Reue führen?

      20 Wenn Gott von jedem Glied der Christenversammlung verlangt, darauf bedacht zu sein, ihm zu gefallen und sich für seinen Dienst rein zu erhalten, sollten Älteste und Dienstamtgehilfen bestimmt nicht weniger auf ihren Wandel achten. Sie haben im allgemeinen mehr Erfahrung in bezug auf die christliche Lebensweise, und Gott verlangt von ihnen mehr, weil sie Vorbilder sind. (Vergleiche Lukas 12:48; 1. Petrus 5:2, 3.) Deshalb geben sie selbst dann, wenn sie einen schweren Fehler begangen haben, ein gutes Beispiel, indem sie aufrichtig bereuen, was sich darin zeigt, daß sie sich von ihrer verkehrten Handlungsweise abwenden und ihren Fehler der Ältestenschaft bekennen. Das mag anderen, die eine schwerwiegende Sünde begangen haben, helfen, ebenfalls zu bereuen. Ihr Eifer, sich in Gottes Augen rein zu erhalten, ihre Ernsthaftigkeit, ihre Entrüstung über ihre eigenen Verfehlungen und ihr Bemühen, das Unrecht wiedergutzumachen, wird allen zur Rettung gereichen. Außerdem wird dadurch der Frieden in der Versammlung bewahrt werden — der Frieden mit Gott und untereinander (2. Kor. 7:11).

      21. Welchen Nutzen bringt Reue für uns mit sich?

      21 Wie wichtig doch echte Reue ist! Da wir alle unvollkommen sind, verfehlen wir täglich in irgendeiner Hinsicht, das Bild Jehovas in vollkommener Weise widerzuspiegeln. Das sollten wir zu Recht bedauern. Aber es sollte nicht dazu führen, daß wir uns über jeden kleinen Fehler grämen. Dennoch sollte uns die Erkenntnis, daß wir oft in Wort und Tat fehlen, demütig machen und uns helfen, barmherzig zu sein, wenn andere gegen uns sündigen. Wenn wir dann Gott um Vergebung unserer Übertretungen bitten, können wir davon überzeugt sein, daß er unsere Gebete gern erhören wird (Matth. 6:12, 14, 15). Auf diese Weise können wir ein reines Gewissen haben, während wir ständig seinen Willen zu tun suchen. Ja, wir werden wirklich glücklich sein, da wir wissen, daß Gott unsere Sünden vergeben hat und daß er uns als seine reinen Diener betrachtet, die die Aussicht auf ewiges Leben haben (Ps. 32:1, 2; 103:10-13).

  • Was wollte der Weise damit sagen?
    Der Wachtturm 1978 | 15. Februar
    • Was wollte der Weise damit sagen?

      Die mißliche Lage des Toren

      Salomo stellte die Wirkung der Worte des Weisen derjenigen der Worte eines Toren gegenüber und schrieb: „Die Worte vom Mund des Weisen bedeuten Gunst, aber die Lippen des Unvernünftigen verschlingen ihn“ (Pred. 10:12). Aus dem Munde weiser Menschen gehen Worte hervor, die für den Hörer gut und förderlich sind. (Vergleiche Epheser 4:29.) Ihre Äußerungen finden wahrscheinlich auch ein günstiges Echo. Der Unvernünftige hingegen bereitet sich durch seine Worte Schande; sie ruinieren oder „verschlingen ihn“ daher.

      Der „Unvernünftige“ äußert vom Anfang bis zum Ende Torheit und geht in seiner Argumentation oft von falschen Voraussetzungen aus und gelangt zu falschen Schlußfolgerungen. Salomo beschreibt dies wie folgt: „Der Beginn der Worte seines Mundes ist Torheit, und das nachherige Ende seines Mundes ist unglückbringender Wahnsinn. Und der Törichte redet viele Worte. Der Mensch weiß nicht, was werden wird; und das, was nach ihm werden wird, wer kann es ihm kundtun?“ (Pred. 10:13, 14). Der Tor meint, er könne es.

      Solche Personen machen sich das Leben auch in anderer Hinsicht schwer. Salomo sagt weiter: „Die harte Arbeit der Unvernünftigen ermüdet sie, weil nicht e i n e r erkannt hat, wie man zur Stadt geht“ (Pred. 10:15). Personen, die kein

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