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Fragen von LesernDer Wachtturm 1970 | 15. Januar
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Septuaginta wird das Wort mit „unvernünftige Dinge“ und in der lateinischen Vulgata mit „Dämonen“ wiedergegeben. Neuzeitliche Übersetzer und Wörterbuchverfasser machen sich dieselbe Ansicht zu eigen, indem sie den Ausdruck mit „Dämonen“, „Bocksgeister“, „Satyrn“ (Elberfelder Bibel; SB; HSK; Herder; Jerusalemer Bibel; Parallel-Bibel, Randbemerkung) oder „bocksgestaltige Dämonen“ übersetzen. — NW; Lexicon in Veteris Testamenti Libros, Wörterbuch zum hebräischen Alten Testament in deutscher und englischer Sprache.
Anscheinend waren die Israeliten in einem gewissen Maße von der falschen Anbetung, die in Ägypten ausgeübt wurde, beeinflußt. (Josua 24:14; Hes. 23:8, 21) So meinen einige Gelehrte, 3. Mose 17:7 und 2. Chronika 11:15 zeigten an, daß es unter den Israeliten eine Form der Ziegenbockverehrung gegeben habe, wie sie in Ägypten bekannt gewesen sei. Herodot behauptet, von einer solchen ägyptischen Verehrung hätten die Griechen ihren Glauben an Pan und an die Satyrn abgeleitet, lüsterne Waldgötter, die mit Hörnern, einem Ziegenschwanz und Ziegenbeinen dargestellt wurden.
Die Bibel erklärt nicht, was solche Haarigen oder Zottigen eigentlich waren. Der Ausdruck weist nicht unbedingt auf Götzen in Form von Ziegenböcken hin, denn die Verwendung des Ausdrucks „Ziegenböcke“ mag lediglich eine Äußerung der Verachtung sein, wie auch das Wort für „Götzen“ von einer Bezeichnung herrührt, die ursprünglich „Mistkugeln“ bedeutete. Es ist möglich, daß die Ausdrücke „Haarige“ oder „Ziegenböcke“ einfach anzeigten, daß sich diejenigen, die solche falschen Götter anbeteten, diese als bockähnlich in ihrer Form oder haarig in ihrer Erscheinung vorstellten.
Der Sinn des Wortes se‘irim in Jesaja 13:21 und 34:14 ist nicht so deutlich, da hier die falsche Anbetung nicht direkt verurteilt wird. Jesaja beschrieb die öde Trümmerstätte, zu der Babylon werden würde, mit den Worten: „Wüstentiere werden dort lagern, und ihre Häuser mit Uhus angefüllt sein; und Strauße werden dort wohnen und bockgestaltige Dämonen dort hüpfen.“ (Jes. 13:21, Fußnote) Es ist interessant, daß die Septuaginta in diesem Fall „Dämonen“ sagt; und in Offenbarung 18:2 wird in der Beschreibung Babylons der Großen erwähnt, daß sie die Heimat von unreinen Vögeln und von „Dämonen“ sei.
Wenn somit se‘irim in Jesaja 13:21 und 34:14 als etwas zu verstehen ist, das nicht nur „Ziegenbock“ bedeutet, ist die Wiedergabe „bocksgestaltige Dämonen“ passend, da sie mit der Wiedergabe in 3. Mose 17:7 und 2. Chronika 11:15 übereinstimmt.
Jesaja mag in seiner Aufstellung buchstäblicher Tiere einen Hinweis auf Dämonen eingeworfen haben, was nicht bedeutet, daß sie sich als Ziegenböcke verkörpert hätten, sondern daß sich die Heiden von Babylon und Edom solche Stätten als von Dämonen bewohnt vorstellten. Die Geschichte zeigt, daß die Bewohner von Syrien und Arabien lange Zeit abscheuliche Geschöpfe mit ähnlichen Trümmerstätten in Verbindung gebracht haben. Und wenn es an den öden Trümmerstätten von Edom und Babylon Tiere mit zottigem Haar gab, könnte das dazu geführt haben, daß Beobachter an Dämonen dachten.
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BekanntmachungenDer Wachtturm 1970 | 15. Januar
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Bekanntmachungen
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25. Januar: Achte auf „das prophetische Wort“. Seite 41. Lieder: Nr. 69, 59.
1. Februar: Ein Vorbild für unsere Tage. Seite 48. Lieder: Nr. 113, 116.
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