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  • Das Tier mit dem gemütvollen Gesichtsausdruck
    Erwachet! 1982 | 8. März
    • Das Tier mit dem gemütvollen Gesichtsausdruck

      ER SIEHT aus wie ein Bär, kann aufrecht stehen wie ein Bär, ist aber kein Bär. Sein Gesicht ist weiß, doch seine Augen sind in zwei schräge schwarze Flecken eingebettet, die dem Tier ein gemütvolles Aussehen verleihen. Auch die glänzende schwarze Nase trägt dazu bei, uns an einen traurigen Clown zu erinnern. Die beiden runden schwarzen Ohren, die sich vom weißen Fell des Kopfes abheben, vervollständigen das faszinierende Gesicht — das Gesicht des Großen Pandas.

      Er ist ein Einzeltier, das im Gebirge im Südwesten Chinas und im Osten Tibets ein einsames Leben führt. Nur während der Paarungszeit leben Männchen und Weibchen zusammen. Bevor das Junge kommt, sucht sich das Weibchen eine Baumhöhle, um es dort zur Welt zu bringen und zu säugen.

      Im Winter wandert der Große Panda bergab, in Regionen unter 2 500 m, weil er dort mehr Nahrung findet. Aber im Sommer klettert er wieder in Höhen über 2 700 m, wo es kühl ist und viel süßer Bambus wächst. Sein Appetit ist enorm. Ein einziger Panda verschlingt am Tag 10 bis 20 Kilo Nahrung, um seinen 90 bis 135 Kilo schweren Körper zu ernähren. Nach der Mahlzeit trinkt er noch Wasser — nicht aus einem fließenden Gewässer, sondern aus einem Loch, das er direkt neben einem Gewässer gräbt. Häufig trinkt er aus mehreren dieser privaten Wasserlöcher, bevor sein Durst gestillt ist.

      Du magst auf einen Zoo angewiesen sein, um die gemütvoll dreinblickenden Pandas zu Gesicht zu bekommen. Die tibetanischen Bauern dagegen, die im Baishui-Naturschutzgebiet leben, haben sie zu Nachbarn. Die Tibetaner bezeichnen sie als „weiße Bären“. Manchmal holen sie sich auf Maisfeldern einen Imbiß, aber die Bauern rufen nur, um sie zu vertreiben. Hin und wieder schleicht sich ein Panda in eine Bauernhütte, um etwas Eßbares zu stibitzen, doch der Bauer lächelt dann nur und ruft: „Weißer Bär, sei in meinem Haus zum Essen willkommen!“ Man sagt, daß sich die Bauern um verlassene Junge kümmern und sie mit zarten Bambusschößlingen füttern, bis sie für sich selbst sorgen können.

      Da Bambus die reguläre Nahrung der Großen Pandas ist, kann eine Katastrophe eintreten, wenn nach einer bestimmten Anzahl von Jahrzehnten die Bambuspflanzen in Massen absterben. Genau das passierte im Jahre 1975 im Baishuigebiet. Viele Pandas verhungerten. Als die Tibetaner etwas über die Notlage verlauten ließen, wurden Rettungsmannschaften eingesetzt, um nach verhungernden Pandas zu suchen. Die Mannschaften brachten die Pandas zu einer Sammelstelle, wo sie mit Mais oder Reis, gemischt mit Süßkartoffeln, gefüttert wurden. Einzelne Helfer suchten die Berghänge sogar nach übriggebliebenen Bambusschößlingen ab. Den alten und schwachen Pandas gab man eine Brühe aus chinesischen Heilkräutern, um ihre Genesung zu beschleunigen. Kranke Pandas wurden Tag und Nacht gepflegt. Der Rettungseinsatz dauerte zwei Monate, aber alle Pandas erholten sich.

      Vor kurzem sind Große Pandas in Gebieten aufgetaucht, wo man sie jahrelang nicht mehr gesehen hatte. Aber die Zahl der in Freiheit lebenden Exemplare beträgt nicht mehr als 1 000, und man macht sich immer mehr Sorgen um ihren Fortbestand. Doch es besteht die Hoffnung, daß die „weißen Bären“ zahlreicher werden. Es wäre wirklich traurig, wenn diese Tiere mit dem gemütvollen Gesichtsausdruck von der Erdoberfläche verschwinden würden.

  • Putzerfische & Co.
    Erwachet! 1982 | 8. März
    • Putzerfische & Co.

      GEDULDIG wartet ein Fisch hinter dem anderen, bis er an der Reihe ist. Vielleicht ist sogar einer jener Riesenhaie darunter, die bis zu einer Tonne wiegen. Aber worin besteht die Attraktion?

      Selbst in den Tiefen des Meeres gibt es kleine Geschöpfe, die die Fische ebenso plagen wie die Zecken die Landtiere. Außerdem müssen Wunden von wildem Fleisch befreit werden. Fische, die unter Parasiten und Verletzungen leiden, haben offensichtlich eine Reinigung nötig. Für diese Arbeit gibt es Experten. Es handelt sich dabei um Putzerfische, die genau die richtige Ausrüstung haben — ein Maul, das einem Schnabel ähnelt, und Zähne, die wie eine Pinzette arbeiten. Unter diesen Putzerfischen gibt es keine Arbeitslosigkeit.

      Im Fall des Riesenhaies tritt ein ganzer Schwarm kleiner Putzerfische in Aktion. Das Unternehmen ist für sie ein Festmahl, bei dem sie Parasiten, Pilze, Bakterien und wildes Fleisch verspeisen.

      Die Fische, die gereinigt werden, arbeiten gut mit. Zum Beispiel öffnen sie zuerst den einen Kiemendeckel und dann den anderen, so daß der kleine Putzerfisch nach innen gelangen kann, um dort seinen Dienst zu verrichten. Bestimmte Arten der Haie öffnen das Maul, damit die Putzerfische hineinschwimmen und der lästigen Parasiten habhaft werden können. Man hat auch schon Muränen beobachtet, die sich auf diese Weise die Mundhöhle säubern ließen. Auch nach getaner Arbeit bleibt der Putzerfisch unversehrt, wohingegen andere Fische der Muräne zum Opfer fallen würden.

      Bestimmte Garnelenarten haben großes Geschick darin, als einzelne oder in Gruppen Hautparasiten zu entfernen. Selbst wenn sich eine solche Garnele in ihrem Loch versteckt, warten Fische so lange, bis sie herauskommt. Hat ein Fisch eine Wunde nahe am Schwanz, dann lenkt er die Aufmerksamkeit zuerst auf diese Stelle. Der Fisch verhält sich völlig ruhig, während die Garnele über seinen Körper krabbelt und mit den Scheren Parasiten herauszieht und Einschnitte macht, um auch die Schmarotzer unter der Haut zu erreichen.

      Selbst riesige Wale werden von Parasiten geplagt. Die Pottwale kommen bei ihren Wanderungen in bestimmte Gebiete, wo Wassertreter — kleine Küstenvögel — zu Hause sind. Sie tauchen aus dem Wasser, und die Vögel landen auf ihrem Rücken, um die Krustentiere zu verspeisen, die sich in der Haut eingenistet haben.

      Die Reinigungsdienste für die Bewohner der Meerestiefe veranschaulichen, daß mehr als blinder Zufall am Werk ist. Man erkennt zweckmäßige Konstruktionen und liebevolle Fürsorge. Gewiß gebührt die Ehre dafür dem Schöpfer, Jehova Gott, der in seiner Weisheit für „Putzerfische & Co.“ gesorgt hat.

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