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Das Paradies — eine Stätte, wo das Leben lebenswert istErwachet! 1976 | 22. März
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Das Paradies — eine Stätte, wo das Leben lebenswert ist
WORAN denkst du, wenn jemand von einem Paradies spricht? Wie stellst du dir das Paradies vor?
Vielleicht siehst du im Geiste einen herrlichen Park, einen, schönen, friedlichen Ort. Vielleicht denkst du dabei auch an Bäume und Blumen, an zwitschernde Vögel und andere Tiere. Eine solche Vorstellung ist verständlich, denn in vielen Sprachen stammt das Wort „Paradies“ von alten Wörtern ab, die einen Park mit Bäumen oder einen parkähnlichen Garten bezeichnen.
Doch wie wäre es, wenn nicht nur ein abgegrenzter Park, sondern die ganze Erde ein Paradies wäre? Was würde das für dich bedeuten?
Auf einer paradiesischen Erde gäbe es eine endlose Vielfalt von Pflanzen und Tieren; es wäre dann ganz anders als heute, wo die Menschen in großen Gebieten viele Lebensformen ausgerottet haben.
Es gäbe auch eine Vielzahl herrlicher Landschaften. Du könntest an eine felsige oder sandige Küste fahren, ohne befürchten zu müssen, daß sie durch Müll oder Industrieabfälle verschmutzt wäre. Dort könntest du den Wellen lauschen und Seemöwen und Meerestiere beobachten. Im Landesinnern würdest du verschiedene Wälder finden, jeden mit seinen besonderen Tier- und Pflanzenarten, und nirgendwo würdest du Anzeichen dafür entdecken, daß habgierige Menschen Raubbau getrieben hätten.
Natürlich gäbe es auch Berge, einige hochaufragend und mit Schnee bedeckt, andere mit sanften Abhängen, wo du wandern könntest, ohne über weggeworfene Bierdosen und anderen Abfall zu stolpern. Hinter diesen Bergen lägen dann die trockeneren Ebenen. Doch statt durch menschliche Einwirkung entstandene Dürregebiete zu sein, hätten sie ihre eigene natürliche Vegetation, und große und kleine, wilde und zahme Tiere würden dort leben. Woanders würdest du Heideland vorfinden, wo niedrige Bäume und zart gefärbte Büsche wachsen.
Es wäre eine Menge Arbeit erforderlich, ein solche weltweites Paradies zu erhalten und zu pflegen, nicht wahr? Aber das würde dir sicher nichts ausmachen, wenn dich nicht ein strenger Chef hetzen oder ausnutzen würde. Du könntest deine Kräfte und Fähigkeiten so einsetzen, daß du selbst einen Nutzen davon hättest, aber auch deine Familie und alle anderen Menschen, weil alle zusammenarbeiten würden. Es würde dir bestimmt gefallen, einen Beitrag zum Paradies zu leisten.
Da du einen persönlichen Anteil an der Wiederherstellung des Paradieses hättest, würden dir die Arbeit sowie die Gelegenheiten, dich zu entspannen, zu reisen und mehr über die Wunder der Erde zu lernen, bestimmt viel Freude bereiten.
Denkst du, all das sei nur ein phantastischer Traum? Hältst du es nicht für möglich, daß die ganze Erde eine solch schöne Stätte wird? Glaubst du aufgrund dessen, was du gesehen und gelesen hast, daß eher das Gegenteil zu erwarten ist — noch mehr Verschmutzung, Raubbau und Zerstörung?
Offen gesagt, so trostlos die Zukunft der Erde auch aussehen mag, es gibt doch vernünftige Gründe für die Erwartung, daß unser Planet zu einem weltweiten Paradies wird.
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Ein weltweites Paradies — eine Utopie?Erwachet! 1976 | 22. März
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Ein weltweites Paradies — eine Utopie?
HEUTE vertreten viele gut unterrichtete Personen die Auffassung: „Ein weltweites Paradies wäre eine wunderbare Sache, aber es ist eine Utopie. Niemals könnte die ganze Erde in ein Paradies verwandelt werden.“ Neigst auch du zu dieser Ansicht?
Wahrscheinlich ist dir einiges darüber bekannt, wie die Menschen auf der Erde Raubbau getrieben und dadurch anscheinend jegliche Hoffnung auf ein Paradies zunichte gemacht haben.
Zum Beispiel haben die Menschen unsere Luft mit Ruß und gefährlichen Gasen verschmutzt. Du hast schon solche Luft eingeatmet, nicht wahr? Sie schadet nicht nur unserer Gesundheit, sondern dem gesamten Planeten. Wieso? Ein Sachverständiger berichtete, daß „der Mensch die Wetterlage verschlechtert, indem er Staub, Rauch und andere Schmutzstoffe in die Atmosphäre pumpt“. Wie es heißt, werden dadurch das Klima und das Wetter verändert, und die Veränderungen sollen zur Ausdehnung von Wüsten und zu Hungersnöten beigetragen haben, wie es sie in den letzten Jahren in Afrika gegeben hat.
Wir können auch nicht die anderen schädlichen Formen der Umweltverschmutzung ignorieren, durch die unsere Erde alles andere als ein Paradies wird. Durch ausgelaufenes Öl wird Leben im Meer vernichtet. Die Flüsse sind oft mit so vielen chemischen Stoffen durchsetzt, daß das Wasser ungenießbar geworden ist und Millionen Fische sterben. Menschliche und tierische Nahrung wird durch Quecksilber, Kupfer, Blei und DDT verseucht.
Ein weltweites Paradies mag auch deshalb als Utopie erscheinen, weil die von Menschen verursachte Erosion bereits so viel Verwüstung angerichtet hat. Man hat die Wälder ausgeplündert, schützende Vegetation entfernt oder das Land übermäßig abgeweidet, wodurch Millionen Hektar Land nutzlos geworden sind. Und wie hat sich das ausgewirkt? Bioscience kam zu dem Schluß: „Der Mensch hat zum erstenmal in seiner Geschichte ein Stadium erreicht, in dem er tatsächlich die Möglichkeit hat, das biologische System der Erde absichtlich oder unabsichtlich zu zerstören.“
Ist Wiederherstellung möglich?
Ist die Erde so sehr geschädigt worden, daß sie sich nicht mehr erholen und nie ein Paradies werden kann? Rene J. Dubos, emeritierter Professor an der Rockefeller-Universität, sagte in diesem Zusammenhang: „Wir haben gewaltige Probleme, von denen die meisten nur noch schlimmer werden. ... Aber ich bin heute überzeugt, daß diese schlechte Situation rückgängig zu machen ist.“
Hast du schon einmal über die Fähigkeit der Erde, sich zu regenerieren, nachgedacht? Es ist wirklich erstaunlich, wenn man beobachtet, wie die Erde allmählich mit dem Schaden, den man ihr zugefügt hat, und dem Mißbrauch, den man mit ihr getrieben hat, fertig werden kann. In dem vor einiger Zeit erschienenen Buch Man and His Environment: Law heißt es diesbezüglich:
„Die lebende, sich selbst erneuernde Welt ist in Wirklichkeit so reich, daß keine Schatzkammer einem Vergleich standhält. Die Natur regeneriert sich ständig, wenn man sie nicht in ausgebeutete Bruchstücke zerteilt, die vom Erhaltungsprozeß abgeschnitten sind. ... Die Dynamik, die Bewegung und die Erneuerung in der Natur bleiben erhalten und spotten jedem Vergleich mit der reichsten menschlichen Schatzkammer.“
Es sind reichlich Beweise dafür vorhanden, daß sich die Erde regenerieren kann. Hast du zum Beispiel schon einmal von der Insel Krakatau gehört, die in der Nähe von Java liegt? Sie wurde bei einem Vulkanausbruch, der der Explosion einer 10 000-Megatonnen-Wasserstoffbombe entsprach, in die Luft gesprengt. Zurück blieb lebloses und keimfreies Land, das mit Asche und Bimsstein bedeckt war. Doch würde Krakatau ein Haufen lebloser Asche bleiben? Biologen warteten gespannt ab. Drei Jahre später waren schon wieder 26 Pflanzenarten zurückgekehrt. Nach zehn weiteren Jahren wuchsen dort bereits Kokospalmen, Zuckerrohr und Orchideen. Und zwölf Jahre danach lebten dort 263 Tierarten. Sogar ohne die Hilfe des Menschen wurde die Insel wieder ein tropisches Paradies mit Wäldern und hübschen Vögeln.
Du brauchst nicht zu einer fernen Insel zu reisen, um diesen Regenerationsprozeß oder seine Auswirkungen sehen zu können. Wahrscheinlich gibt es auch in deinem Land Gegenden, die durch Umweltverschmutzung, Überschwemmungen, Kriege, Raubbau oder Erosion drastisch verändert worden sind. Doch sie mögen sich schon von diesen Änderungen erholt haben oder im Begriff sein, sich zu erholen.
Zum Beispiel wurden vor hundert oder mehr Jahren viele Gebiete im Staate New England (USA) in Ackerland umgewandelt. Urwälder wurden gerodet, Pflanzenwuchs wurde vernichtet, und an den Rändern der Felder wurden Steine aufgehäuft. Als jedoch die Landwirtschaft nach Westen verlagert wurde, wurden diese Felder verlassen. Bald begannen auf den unbebauten Feldern wilde Pflanzen zu wachsen: Unkraut, Gräser, Goldrute und verschiedene Beeren. Nach ein paar Jahren standen dort Pappelblättrige Birken, und die Samen von Mastbaumkiefern, die der Wind dorthin getragen hatte, entwickelten sich zu kleinen Bäumen. In der Umgebung einiger Kiefern gingen dann Samen von Vogelkirschen auf, die Vögel fallen gelassen hatten. Eine Zeitlang herrschten die Kiefern vor. Doch das war nur eine vorübergehende Phase, denn im Schatten unter dem dichten Unterholz konnten nur wenige Kiefernsamen Wurzeln schlagen. Doch Eiche und Ahorn konnten das, und so ersetzten sie allmählich die Kiefern. Später begannen zwischen den hohen Hartholzbäumen Gefleckter Schierling, Buchen und Linden zu wachsen. Und während diese Veränderungen vor sich gingen, gab es auch eine Verschiebung unter den Tierarten, die den Wald bewohnten; sie paßten sich dem sich verändernden Wald an.
Gehe jetzt einmal auf diesen Hügeln spazieren, atme den würzigen Waldgeruch ein, und achte auf die verschiedenen Tierarten. Hin und wieder wirst du eine langsam zerfallende Steinmauer finden, die stumm bezeugt, was dieses Land vor gar nicht allzu langer Zeit einmal war. Jetzt ist der Wald zurückgekehrt.
Was aber, wenn Menschen eingegriffen und nicht nur Wald eine Zeitlang in Ackerland verwandelt, sondern Land stark verschmutzt und ihm schweren Schaden zugefügt haben? Kann das Land sich dann noch regenerieren? Besteht dennoch die Möglichkeit, daß die Erde ein Paradies wird?
Verwüstet und wiederhergestellt
„Verschmutztes Paradies“ war der Titel eines Fernsehdokumentarfilms über den schrecklich verschmutzten Willamette River in Oregon. Der Mensch hatte den Fluß ausgebeutet und ihm schwere Schäden zugefügt. Aber war er für immer ruiniert? Nachdem durch eine entsprechende Gesetzgebung der schlimmsten Verschmutzung Einhalt geboten worden war, regenerierte sich der Fluß. Man konnte darin schwimmen, und bald wimmelte es darin wieder von Lachsen. Ähnliche Ergebnisse wurden 1975 über die Regenerierung der Themse in England berichtet: „Vor einem Jahr wurde in der Themse zum erstenmal nach 141 Jahren wieder ein Lachs gefangen. Diesen Sommer wurde ein zweiter Lachs im Fluß entdeckt.“
Nicht nur Seen und Flüsse, sondern auch das Land kann sich regenerieren, wenn der Mensch es verwüstet hat. Solltest du einmal in Frankreich, Belgien und Deutschland die Gebiete besuchen, die in den Weltkriegen verwüstet wurden, so wirst du ertragreiche Felder und große Wälder finden.
Manchmal kann der Mensch die Regenerierungsprozesse der Erde erfolgreich unterstützen. In Neuseeland rodeten die ersten Siedler große Wälder oder brannten sie nieder, um Weideland zu schaffen. Doch in vielen Fällen brachten sie mehr Tiere auf die Weiden, als Nahrung vorhanden war. Außerdem wurden die Kaninchen, die der Mensch in Neuseeland einführte, zu einer Plage, denn sie fraßen die Vegetation, die nötig war, um dem Boden Halt zu geben. Die Folge? Massive Erosion — ruiniertes Land. Später bemühten sich Experten auf dem Gebiet der Bodenerhaltung, den Schäden Einhalt zu gebieten, die in den Tara Hills entstanden waren, ja sie sogar wiedergutzumachen. Sie stellten die Fruchtbarkeit des Bodens wieder her, indem sie das Land düngten und Hülsenfrüchte anbauten und indem sie Maßnahmen ergriffen, um die Kaninchenplage einzudämmen. Im Laufe der Zeit wurden die Hügel wieder gutes Weideland, schön anzuschauen.
Wie steht es nun mit Gebieten, die der Mensch schon seit Jahrhunderten ruiniert? Können sich diese noch regenerieren und Bestandteile eines weltweiten Paradieses werden?
Ein einschlägiger Fall ist der Nahe Osten und Nordafrika. Wenn man an diese Gegenden denkt, stellt man sich darunter das vor, was sie in neuerer Zeit sind: „Sanddünen, malariaverseuchte Sümpfe und kahle Sandsteinhügel“. Doch der Agronom Walter C. Lowdermilk schrieb in der Zeitschrift Scientific American, es gebe Beweise dafür, daß „dieses Land einst ein idyllisches Paradies gewesen“, aber seit „mehr als 1 000 Jahren überweidet“ worden sei. Denke nur — ein „idyllisches Paradies“! Doch ist es nun, da das Land schon so lange verwüstet ist, zu spät für eine Wiederherstellung?
Als Vertreter der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der UNO untersuchte Mr. Lowdermilk, was in Israel in dieser Hinsicht unternommen wird. Er kam zu dem Schluß: „Israel stellt ein Land zur Bebauung wieder her, das durch tausend Jahre Mißbrauch geschädigt worden ist.“ Ja, mit der Hilfe des Menschen kann sich die Erde sogar nach Jahrhunderten des Mißbrauchs wieder erholen.
Hättest du gedacht, daß der Nahe Osten und Nordafrika einst ein „idyllisches Paradies“ waren und daß sie wieder in diesen Zustand gebracht werden könnten? Das ist nicht überraschend, wenn man es vom biblischen Standpunkt aus betrachtet.
Die Bibel erklärt, daß der Schöpfer zu Beginn der Menschheitsgeschichte für das erste Menschenpaar ein Paradies oder einen Garten angelegt hatte. Offensichtlich befand sich dieser Garten in der Gegend, die heute als der Nahe Osten bekannt ist. Der Geschichtsbericht darüber lautet wie folgt:
„Gott der Herr aber hatte das Paradies der Wonne [den Garten Eden] gepflanzt von Anbeginn, in welches er den Menschen setzte, den er gebildet. Und Gott der Herr brachte aus der Erde hervor allerlei Bäume, schön zu schauen und zu essen lieblich ... Und ein Fluß ging aus vom Orte der Wonne, um zu bewässern den Garten“ (1. Mose 2:8-10, Loch und Reischl).
Unsere Ureltern, Adam und Eva, waren dafür verantwortlich, diesen Garten oder Park zu pflegen und ihn auszudehnen, bis die ganze Erde ein Paradies geworden wäre (1. Mose 1:28; 2:15).
Aber die ersten Menschen rebellierten und wurden aus dem ursprünglichen Paradies verstoßen. Gott sagte dem Mann: „Der Erdboden [ist] deinetwegen verflucht. In Mühsal wirst du seinen Ertrag essen alle Tage deines Lebens. Und Dornen und Disteln wird er dir wachsen lassen ... Im Schweiße deines Angesichts wirst du Brot essen“ (1. Mose 3:17-19).
Erfüllte sich dieser Fluch? Ganz gewiß. Jahrhunderte danach sprach Lamech von der Notwendigkeit, „tröstende Erholung“ zu finden „von unserer Hände Mühsal, die vom Erdboden herrührt, den Jehova verflucht hat“ (1. Mose 5:29). Lamech sagte voraus, daß dieser Fluch in den Tagen Noahs aufgehoben würde, und das geschah auch. Durch die Sintflut rottete Gott die Bösen aus. Danach ließ er erkennen, daß er auch den auf dem Erdboden lastenden Fluch aufgehoben hatte (1. Mose 8:21).
Aus diesem Grund konnten später gewisse Gebiete der Erde mit dem Paradies verglichen werden: „... eine wohlbewässerte Gegend ..., wie der Garten Jehovas“ (1. Mose 13:10). Das Verheißene Land war sehr fruchtbar; man konnte wirklich sagen, daß es ‘von Milch und Honig floß’ (4. Mose 13:23-27; 5. Mose 8:7-9; 11:10-17). Ist der Ausspruch des Agronomen Lowdermilk, ein großer Teil dieses Gebietes sei „einst ein idyllisches Paradies“ gewesen, nicht eine Bestätigung für die Genauigkeit des Bibelberichts? Weißt du nicht selbst, daß bestimmte Gebiete der Erde wegen ihrer Schönheit und Fruchtbarkeit schon jetzt Paradiesen gleichena?
Woran fehlt es?
Eine ehrliche Einschätzung der Weltlage bringt uns jedoch zu dem Schluß, daß selbst die schönen Parks und Farmen, die heute Paradiesen gleichen, Ausnahmen sind. Der Mensch verdirbt die Erde immer mehr. Ja, der Mensch trägt dafür die Verantwortung. Es stimmt zwar, daß manchmal „Naturkatastrophen“ wie Überschwemmungen und Dürren Schaden anrichten. Aber das, was der Mensch getan hat und noch tut, ist das grundlegende Problem. Walter Lowdermilk erklärte diesbezüglich:
„So hart die [im Nahen Osten heute üblichen] Bedingungen auch sind, das Klima hat sich seit den Zeiten der Römer nicht wesentlich verschlechtert. ... Die ,Wüste‘, die in das einst blühende Land eindrang, war das Werk des Menschen, nicht das der Natur.“
Ähnlich heißt es in dem Buch Ecology:
„Der Mensch hat die Macht — und die Verantwortung — über eine Bestimmung gehabt, die ihm in der Genesis zugeschrieben wurde: ,Herrschet über die ganze Erde.‘ Aber während seiner Herrschaft hat er gegen fast jeden ökologischen Grundsatz verstoßen“ (Seite 165).
Jedoch könnten die technischen Errungenschaften, die dazu beigetragen haben, die Erde zu verschmutzen und zu verwüsten, gebraucht werden, um den Schaden wiedergutzumachen. In der Encyclopædia Britannica (1974) wird zugegeben: „Das wissenschaftliche und technische Wissen, das uns heute zur Verfügung steht, reicht völlig aus, um die meisten der bedeutenden Umweltprobleme auf der Erde zu lösen.“ Stell dir einmal vor, was man erreichen könnte, wenn man vereint daran arbeitete, dieses Wissen stets zum Nutzen der Erde anzuwenden! Denke nur daran, daß die Erde zur Erhaltung des Lebens ausgezeichnet geeignet ist und daß sie in der Lage ist, sich von dem Schaden zu erholen, den man angerichtet hat. Die Erde könnte wieder eine saubere, erholsame und gesunde Heimat für die Menschheit werden. Genau das braucht der Mensch.
Dr. Rene Dubos wies auf eines der großen Probleme der heutigen Zeit hin:
„Irgendwie fehlt dem heutigen Lebensstil etwas sehr Grundlegendes, das der Mensch braucht. Wenn man kaum die Möglichkeit hat, grundlegende Empfindungen des Lebens zu erfahren — den Kontakt mit der ungestörten Natur: ihre angenehmen Klänge zu hören und ihre angenehmen Düfte zu riechen —, dann hungert man danach und sucht nach einem Ersatz. Drogen bieten eine vorübergehende Gelegenheit, sich eine eigene Welt zu schaffen, eine Art von Befriedigung, die die reale Welt nach Ansicht der Süchtigen nicht mehr bietet.“
Zwar ist es nicht damit getan, in die Wälder zu entrinnen, denn einige Leute, die sich in die Wildnis zurückgezogen haben, suchen immer noch nach Nervenkitzel und versuchen mit Hilfe von Drogen, der Wirklichkeit zu entfliehen. Doch das ändert nichts an der Tatsache, daß wir alle durch den „Kontakt mit der ungestörten Natur“ Frieden und Befriedigung finden könnten, wenn die Erde ein weltweites Paradies wäre.
Doch warum ist die Erde kein Paradies, wenn sie doch eines sein könnte? Woran fehlt es? Und wieso kann zuversichtlich gesagt werden, daß es durchaus möglich ist, daß du erlebst, wie die Erde ein Paradies wird, und daß du darin leben kannst?
[Fußnote]
a Die Zeitschrift Newsweek berichtete in ihrer Ausgabe vom 1. September 1975, der Verkehr gefährde jetzt die Pflanzen und die Tiere, die durch Parks geschützt werden sollten. Die UNESCO bemühe sich daher, weitere unberührte Gebiet abzusondern. Wir lesen: „Um die Einwirkung des Menschen auf die Natur einzudämmen, errichtet die Körperschaft jetzt ein globales Netzwerk edenähnlicher Ökosysteme, die als ,biosphärische Reserven‘ bezeichnet werden“ (Seite 64).
[Bild auf Seite 4]
Auf Krakatau wurde durch einen Vulkanausbruch alles Leben vernichtet, doch selbst ohne Hilfe des Menschen wurde die Insel wieder ein tropisches Paradies.
[Bild auf Seite 5]
Auf Land, das einst von Pflanzenwuchs entblößt und später brachliegen gelassen wurde, ist wieder ein Wald entstanden.
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Wirst du miterleben, wie die Erde ein Paradies wird?Erwachet! 1976 | 22. März
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Wirst du miterleben, wie die Erde ein Paradies wird?
ES BESTEHT kein Zweifel — die Erde besitzt gewaltige, nahezu unerschöpfliche Reserven, sich zu regenerieren; man muß ihr nur die Gelegenheit dazu geben. Ebenso besteht kaum Zweifel, daß der Mensch die wissenschaftlichen und technischen Mittel hat, die es ihm ermöglichen, den auf der Erde wirksamen Kräften nachzuhelfen, um die Wiederherstellung und Aufrechterhaltung eines ökologischen Gleichgewichts zu erreichen. Sind daher die Wissenschaftler, wie zum Beispiel Biologen und Ökologen, optimistisch hinsichtlich der Zukunft? Nein.
Dr. Szent-Gyorgyi, einer der führenden Biologen Amerikas, sagte, der Mensch könne sich entscheiden, welchen Weg er gehen wolle: „In eine leuchtende Zukunft oder in die Selbstvernichtung? Gegenwärtig befinden wir uns auf dem Weg in die Vernichtung.“ Seiner Ansicht nach sieht die Zukunft „sehr düster“ aus. Und er spricht als hervorragender Wissenschaftler mit über fünfzig Jahren Erfahrung. Der Biophysiker Dr. John Platt äußerte sich ähnlich. Er machte den Vorschlag, alle Gelehrten, Natur- und Staatswissenschaftler, Ärzte, Ingenieure, Lehrer und Erfinder, sollten zur Rettung der Umwelt eingesetzt werden. Doch er sagte warnend, daß es selbst mit der Hilfe dieser Männer „keine Garantie dafür gibt, daß diese Probleme rechtzeitig gelöst werden können oder im Laufe der Zeit tatsächlich gelöst werden, ganz gleich, was wir tun“.
Warum sind diese Männer so pessimistisch? Weil der Mensch den Kampf gegen die Umweltverschmutzung verliert. Immer mehr schädliche Produkte fließen in die Meere, und die Verseuchung der Meere durch ausgelaufenes Öl nimmt fortwährend zu. In einigen Fällen haben Bemühungen, eine Ursache der Luftverschmutzung zu bekämpfen, zu anderen, noch schlimmeren Formen der Verschmutzung geführt. Ein Beispiel dafür ist der Kampf Kaliforniens gegen die Luftverschmutzung. Obwohl dieser Staat die strengsten Gesetze im ganzen Land hat, heißt es in Zeitungsberichten: „Kalifornien verliert den Kampf gegen die Verschmutzung an allen Fronten.“ „Die traurige Tatsache ist, daß die Luftverschmutzung schlimmer denn je ist.“
Warum?
Warum sind die Aussichten insgesamt so schlecht? Was ist dafür verantwortlich? Einer der Gründe ist zweifellos die Tatsache, daß es nicht die Sache einzelner Länder ist, die Umwelt lebenswert zu erhalten, sondern internationale Zusammenarbeit erfordert. Die Autoren Ward und Dubos erklären in ihrem Buch Only One Earth: „Einzelne Regierungen sind nicht in der Lage, für wirksamen Schutz gegen die weltweite Luftverschmutzung zu sorgen.“ Nach ihrer Ansicht „erfordert die heutige weltweite gegenseitige Abhängigkeit der Menschen ..., daß das Problem auf internationaler Ebene angepackt wird und daß Entscheidungen auf internationaler Ebene getroffen werden“, das heißt, „eine neue Bindung an globale Verpflichtungen ist erforderlich“. Doch ist zu erwarten, daß die Nationen globale Verpflichtungen übernehmen und auf internationaler Ebene zusammenarbeiten werden? Nach den Erfahrungen der Vergangenheit zu urteilen, sind die Aussichten dafür sehr gering.
Die Encyclopædia Britannica (1974) weist auf den Grund hin. Zunächst wird erklärt, daß der Mensch das technische Wissen hat, die Zerstörung der Erde zu verhindern, und dann heißt es weiter, daß die Probleme der 1970er Jahre „ihre Ursache nicht in der Wissenschaft und der Technologie haben, sondern in dem System und der Funktion menschlicher Einrichtungen und in der Einstellung des einzelnen“.
J. F. Cassel drückte sich in seinem Buch Environmental Ethics noch offener aus: „Das grundlegende Problem der heutigen menschlichen Ökologie ist die Selbstsucht — und Selbstsucht ist ,in‘. Der Sünde Sold ist der Tod. Die biotische Welt liegt im Sterben!“ Und welch eine kurzsichtige Selbstsucht das doch ist! Der Wissenschaftler Szent-Gyorgyi kommt zu dem Schluß, das Problem bestehe darin, daß die Menschen „der schrecklichen Belastung von Idioten ausgesetzt“ seien, „die die Welt regieren und die unausweichlich wie Geisteskranke auf die letzte Katastrophe zusteuern“.
Aus eigener Beobachtung kannst du wahrscheinlich dem besorgten prominenten amerikanischen Staatsmann zustimmen, der sagte: „Wenn sich jemand durch eine selbstsüchtige Handlung Vorteile verschaffen kann, auch wenn er dabei der Allgemeinheit schadet, so wird er es wahrscheinlich tun.“ Daß dem so ist, zeigt ein Bericht, in dem erklärt wurde, weshalb die öffentlichen Versorgungsbetriebe so viel Zeit verstreichen lassen, ehe sie den gesetzlichen Anordnungen nachkommen, umweltschützende Vorrichtungen zu installieren. Jedes Jahr, in dem ein Versorgungsbetrieb die Installierung einer solchen Anlage, die 1 000 000 Dollar kostet, hinausgezögert, spart er 250 000 Dollar. Das erklärt, weshalb die amerikanischen öffentlichen Versorgungsbetriebe für die Werbung achtmal soviel Geld ausgeben wie für die Forschung, obwohl sie dadurch bei der Lösung der Umweltprobleme mithelfen könnten, zu denen sie selbst beitragen. Mit Recht sagte Lord Ritchie-Calder: „Umweltverschmutzung ist ein Verbrechen, das auf Unwissenheit und Geiz beruht.“a
Der Mensch versagt — nicht Gott
Gibt es denn keine Hoffnung für die Zukunft? Wenn der Mensch mit all seiner Wissenschaft und Technologie aufgrund der eingewurzelten Selbstsucht einen verlorenen Kampf kämpft, woher sollte dann die Hilfe kommen? Hilfe kann und wird von Jehova Gott, dem großen Schöpfer, kommen. Von Gott? Ja, denn sein Wort, die Bibel, versichert uns, daß Gott an der Erde interessiert ist, und erklärt auch, was er mit der Erde vorhat. Schließlich hat er die Erde erschaffen. Sie gehört ihm. Es ist so, wie König David einst in einem Psalm sang: „Jehova gehört die Erde und das, was sie erfüllt, das ertragfähige Land und die, die darauf wohnen“ (Ps. 24:1).
Als Gottes Sohn, Jesus Christus, auf Erden war, bestätigte er wiederholt, daß sein Vater an seinen Geschöpfen auf Erden interessiert ist. Er wies darauf hin, daß Gott die Lilien des Feldes mit Schönheit bekleidet, daß er für die Vögel des Himmels sorgt, daß kein Sperling ohne sein Wissen zur Erde fällt. Ja, Jesus sagte, daß Gott sogar die Sonne über Gute und Böse scheinen und es über Gute und Böse regnen läßt (Matth. 5:45; 6:26-30). In Psalm 104 preist ein Diener Gottes Jehova Gott dafür, daß er für die Bäume des Feldes und für alle lebenden Geschöpfe der Erde, einschließlich des Menschen, so großzügig sorgt.
Darüber hinaus gibt uns Gottes Wort die Zusicherung: „Jehova ..., der Bildner der Erde und der sie gemacht hat, ... [erschuf] sie nicht einfach umsonst“, sondern bildete sie, „damit sie auch bewohnt werde“, ja, damit sie bewohnt, nicht damit sie vernichtet werde. Weiter sichert er uns zu: „Mein Wort ... wird nicht ergebnislos zu mir zurückkehren, sondern es wird gewißlich das tun, woran ich Gefallen gehabt habe, und es wird bestimmt Erfolg haben in dem, wozu ich es gesandt habe.“ Wir können daher ganz sicher sein, daß der Schöpfer nie zulassen wird, daß die Erde und die Menschheit zugrunde gehen (Jes. 45:18; 55:11).
Unter unvollkommenen Menschen sind es oft die wenig Begüterten, die mit den Hilfsbedürftigen Mitleid haben, während die Begüterten häufig nicht bereit sind zu helfen, obwohl sie die Mittel dazu haben. Doch mit dem Schöpfer verhält es sich anders. Er hat nicht nur den Wunsch, der Menschheit zu helfen — so daß er seinen einziggezeugten Sohn hingab, damit er uns erlöse —, sondern er hat auch die Mittel dazu, unerschöpfliche Mittel (Joh. 3:16).
Daß Gottes Mittel, seine Weisheit, und seine Macht, unbegrenzt sind, steht außer Frage. Erschuf er nicht den Sternenhimmel und die Erde? (1. Mose 1:1). Danach bereitete er in sechs Schöpfungsepochen die Erde als ewige Wohnstätte des Menschen vor. Während dieser Epochen ließ er es Licht werden, bildete er die Atmosphäre, ließ er das trockene Land erscheinen und Pflanzen wachsen, erschuf er Meerestiere, Vögel und Landtiere und schließlich den Menschen, die Krone seiner Schöpfung (1. Mose 1:3-28).
In der Encyclopædia Britannica (1974) heißt es: „Auf der Erde herrschen ideale Lebensbedingungen. Sie hat genau den richtigen Abstand zur Sonne, so daß sie weder zuviel noch zuwenig Sonnenlicht erhält. Sie dreht sich schnell genug um ihre Achse, so daß sich die Tagesseite im Sonnenschein aufwärmen und die Nachtseite abkühlen kann. Ihre Masse — und damit auch ihre Schwerkraft — ist so groß, daß sie die verschiedensten Moleküle festhalten kann, auch die leichteren, die sonst in den Weltraum entweichen würden. Ihr Magnetfeld lenkt die starke Energiestrahlung der Sonne in den Weltraum ab, die sonst das Leben auf Erden zerstören würde.“
Welch eine unendliche Weisheit spricht doch aus all diesen Tatsachen hinsichtlich der Erde und der darauf lebenden Geschöpfe! Bestimmt ist die Weisheit, die all das hervorgebracht hat, allen Problemen gewachsen, die der Mensch in seiner Selbstsucht und Unwissenheit verursachen mag!
Und so, wie Gottes Weisheit grenzenlos ist, ist auch seine Macht grenzenlos. Er selbst erinnerte den Patriarchen Abraham daran, daß er „Gott, der Allmächtige“, sei. Außerdem wurde Abraham gefragt: „Ist für Jehova irgend etwas zu außergewöhnlich?“ Viele Jahrhunderte danach gab uns Gottes Sohn, Jesus Christus, die gleiche Zusicherung mit den Worten: „Bei Gott ... sind alle Dinge möglich.“ Ja, er ist allmächtig, und an diese Tatsache erinnert uns die Bibel etwa sechzigmal (1. Mose 17:1; 18:14; Matth. 19:26).
Was wird Gott tun?
Wie wird Gott vorgehen, um die Erde vor denen zu retten, die sie verschmutzen und zugrunde richten, und wie wird er ein weltweites Paradies herbeiführen? Er wird es durch drei verschiedene Maßnahmen tun. Da Unwissenheit und Selbstsucht die Wurzel des Übels sind, läßt Gott zunächst einmal einen Erziehungsfeldzug durchführen, um die Menschen zu veranlassen, nicht mehr aus Unwissenheit und Selbstsucht zu handeln, sondern sich von Weisheit und Gerechtigkeit leiten zu lassen. Dadurch, daß die gute Botschaft von Gottes Königreich gepredigt wird und Menschen gelehrt werden, wie sie Jünger Jesu Christi werden können, nehmen viele in ihrem Leben große Änderungen vor. Sie werden auf das Leben in Gottes neuer Ordnung vorbereitet, in der es das Verbrechen der Umweltverschmutzung nicht mehr geben wird (Matth. 24:14; 28:19, 20; Mark. 12:29-31).
Doch aus dem einen oder anderen Grund geht die große Mehrheit der Menschen nicht auf das Predigen des Königreiches Gottes ein. Diese alle werden umkommen, wenn Gott die zweite Maßnahme gegen das Verbrechen der Umweltverschmutzung ergreifen und eine „große Drangsal“ einleiten wird, in der er die „verderben [wird], die die Erde verderben“ (Matth. 24:21; Offb. 11:18).
Jehova Gott hat schon einmal eingegriffen und die Erde von denen gesäubert, die sie verschmutzten und verdarben. Das war zur Zeit der Sintflut. Sowohl Jesus als auch der Apostel Petrus zogen Parallelen zwischen der Flut der Tage Noahs und dem Ende des gegenwärtigen bösen Systems der Dinge. Jesus beschrieb das Ende als eine „große Drangsal ..., wie es seit Anfang der Welt bis jetzt keine gegeben hat, nein, noch wieder geben wird“. Diese Drangsal wird in dem „Krieg des großen Tages Gottes, des Allmächtigen“, in Harmagedon, ihren Höhepunkt finden (Matth. 24:21, 37-39; 2. Petr. 3:3-13; Offb. 16:14, 16).
Durch die Vernichtung all derer, die Gott und seiner gerechten Herrschaft widerstehen, wird der Weg frei sein für die dritte große Maßnahme, die Gott ergreifen wird, um das Problem der Umweltverschmutzung zu lösen. Er wird die Erde in ein Paradies umwandeln in dem alle Menschen leben dürfen, die ein sauberes Leben führen, darunter auch die, die aufgrund ihres Glaubens und ihrer Liebe zu Gott und zur Gerechtigkeit die „große Drangsal“ überlebt haben werden. Dann wird sich das Gebet erfüllen, das Christi Jünger schon so lange und so oft gesprochen haben: „Unser Vater in den Himmeln, dein Name werde geheiligt. Dein Königreich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel so auch auf der Erde“ (Matth. 6:9, 10).
Wie wird das Leben sein, wenn Gottes Wille auf der Erde geschieht wie im Himmel? Wie die Bibel zeigt, wird Gott dann „jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen“ (Offb. 21:4).
Aber wann?
Jetzt ist noch eine große Frage offen: Wann wird Gott diese Maßnahmen ergreifen?
In seinem Wort finden wir den Grundsatz: „Für alles gibt es eine bestimmte Zeit.“ Als daher „die Grenze der Fülle der Zeit gekommen war, sandte Gott seinen Sohn, der aus einer Frau geboren wurde“ (Pred. 3:1; Gal. 4:4).
Ebenso ist heute für Gott „die Grenze der Fülle der Zeit gekommen“, um gegen all seine Feinde vorzugehen, auch gegen diejenigen, die die Erde verderben. Woher wissen wir das? Weil sich in unserer Generation viele, viele Prophezeiungen erfüllen. Wir haben Kriege, Hungersnöte, Seuchen, Erdbeben und zunehmende Gesetzlosigkeit erlebt — alles das, was Jesus als Kennzeichen für die Zeit seiner Gegenwart und des Endes des bösen Systems der Dinge voraussagte (Matth. 24:1-22; Offb. 6:1-8).
Nein, der Schöpfer wird nicht so lange warten, bis die Menschen diesen Planeten unbewohnbar gemacht und die Menschheit durch einen Atomkrieg ausgerottet haben. Die Tatsache, daß so etwas in naher Zukunft möglich ist, veranlaßt viele Leute zu großer Besorgnis. Doch da Gott an der Erde interessiert ist, können wir davon überzeugt sein, daß er einschreiten wird, bevor es soweit kommt.
Was wirst du tun?
Begeistert dich nicht die Aussicht, auf einer paradiesischen Erde zu leben? Diese Aussicht ist keine Utopie. Du kannst hoffen, diese Zeit zu erleben — wenn du etwas in dieser Hinsicht tust. Du mußt den Rat beachten, den Gott vor langer Zeit gab: „Suchet Jehova ... Suchet Gerechtigkeit, suchet Sanftmut. Wahrscheinlich könnt ihr am Tage des Zornes Jehovas geborgen werden.“ Jehova zu suchen bedeutet, ihn, seine Eigenschaften, seine Vorsätze und seinen Willen kennenzulernen, ja alles, was er in seinem Wort, der Heiligen Schrift, geoffenbart hat. Gerechtigkeit zu suchen bedeutet, Gottes gerechte Grundsätze in bezug auf Recht, Ehrlichkeit und Unparteilichkeit kennenzulernen und in Übereinstimmung damit zu leben. Sanftmut zu suchen bedeutet, eine milde und bescheidene Geisteshaltung zu entwickeln und belehrbar zu sein (Zeph. 2:3).
Da nun die Zeit nahe ist, in der Gott gegen diejenigen vorgehen wird, die die Erde verderben, bleibt dir nur noch wenig Zeit, diese Änderungen in deinem Leben vorzunehmen. Du darfst keine Zeit verlieren. Heute ist der „Tag der Rettung“, soweit es dich betrifft. Jehovas christliche Zeugen an deinem Wohnort sind gern bereit, dir zu helfen (2. Kor. 6:2).
[Fußnote]
a Man beachte, daß diese Tatsache die Ansicht derer widerlegt, die behaupten, Gott und die Bibel seien dafür verantwortlich, daß der Mensch die Erde verderbe. Einzelheiten siehe Erwachet! vom 22. Oktober 1975.
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Können dir die neuen Heiligen des Heiligen Jahres helfen?Erwachet! 1976 | 22. März
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Können dir die neuen Heiligen des Heiligen Jahres helfen?
DREIUNDNEUNZIG Jahre lang haben Tausende für die Heiligsprechung der Amerikanerin Elisabeth Ann Bayley, verwitwete Seton, gearbeitet und gebetet. Auch haben sie Millionen von Dollar für diesen Zweck gespendet. Schließlich wurde das Ziel erreicht: Während des Heiligen Jahres (1975) wurde diese Frau von Papst Paul VI. kanonisiert. Das bedeutet, daß sie nun, da der Papst feierlich erklärt hat, sie sei der himmlischen Glorie teilhaftig, zu den Heiligen zählt, die von allen Gläubigen um Fürbitte bei Gott angerufen werden dürfen.
Das Wall Street Journal schrieb, daß sich
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