Wachtturm ONLINE-BIBLIOTHEK
Wachtturm
ONLINE-BIBLIOTHEK
Deutsch
  • BIBEL
  • PUBLIKATIONEN
  • ZUSAMMENKÜNFTE
  • Eine gerechte Herrschaft für die ganze Erde
    Der Wachtturm 1969 | 1. Juni
    • Eine gerechte Herrschaft für die ganze Erde

      EINE gerechte Herrschaft für die ganze Erde ist das, was die Menschheit notwendig braucht! Jedermann muß zugeben, daß unser Planet heute kein Paradies ist. Millionen Menschen sind bitter arm und müssen hungern. Häßliche Städte verunstalten die Erde und verschmutzen im ganzen Umkreis Luft und Wasser. Immer mehr Städte werden zum Tummelplatz für Verbrecher, so daß sich die Bevölkerung abends nicht mehr auf die Straße wagt.

      Wie sehr unterscheidet sich das doch von dem, was Gott ursprünglich mit den Menschen vorhatte! Aber wie gut ist es, zu wissen, daß Gott sein Vorhaben nicht aufgegeben hat. Er gibt uns nämlich folgende Zusicherung: „Mein Wort ..., das aus meinem Munde hervorgeht; ... wird nicht leer zu mir zurückkehren.“ (Jes. 55:11; siehe auch 1. Mose 2:8, 15; 1:28.) Er wird die Erde noch zu einem herrlichen Paradies machen.

      Jehova wird das gegenwärtige böse System bald vernichten. Wenn du jetzt Jehovas Wohlgefallen erlangst, mag dir die Gunst zuteil werden, in Gottes neues System hinüberzuleben. Was wird das für dich bedeuten?

      EINE GERECHTE VERWALTUNG

      Seit fast 6 000 Jahren besteht das dringendste Bedürfnis der Menschheit darin, mit Jehova Gott, ihrem Schöpfer, wieder in Einklang zu kommen. (2. Kor. 5:20) Jehova selbst hat Vorkehrung für „eine Verwaltung an der Grenze der Fülle der bestimmten Zeiten“ getroffen, um auf diesem Planeten wieder gerechte Verhältnisse zu schaffen. Mit dieser Verwaltung oder Regierung wird das Königreich Christi betraut werden. Wie aus der Bibel hervorgeht, ist das Königreich im Himmel bereits zur Macht gekommen und wird bald auch die Angelegenheiten auf der Erde voll und ganz verwalten. Was soll dadurch hauptsächlich bezweckt werden?

      Nach der Bibel sollen „in dem Christus wieder alle Dinge“ zusammengebracht werden, „die Dinge in den Himmeln und die Dinge auf der Erde“. (Eph. 1:9, 10) Durch diese Verwaltung wird Gott die Erdbewohner in Einklang bringen mit seiner himmlischen Regierung. Darum beten wir, wenn wir sagen: „Dein Königreich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auch auf der Erde.“ — Matth. 6:10.

      Wie wird sich das auf die Beziehungen der Menschen zueinander auswirken? Die Bewohner der Erde werden eine durch die reine Anbetung ihres himmlischen Vaters geeinte große Familie von Brüdern und Schwestern bilden, sie mögen diese oder jene Hautfarbe haben oder von diesem oder jenem Volk abstammen. (Apg. 10:34, 35; 17:26) Da Gottes Königreich dann durch den „Friedefürsten“ über die ganze Erde herrscht, wird unser Erdball nicht mehr in einzelne Staaten aufgeteilt sein. Der Nationalismus mit seinen Begleiterscheinungen, Haß, Entzweiung und Blutvergießen, wird verschwunden sein. — Jes. 9:6, 7.

      Folglich wird es dann keine Kriege mehr geben. Auch die tödlichen Kriegswaffen werden für immer vernichtet, wenn Gott das Ende des gegenwärtigen bösen Systems der Dinge herbeiführt. Wir lesen in der Bibel: „Kriege läßt er aufhören bis an das äußerste Ende der Erde. Den Bogen zerbricht er, und den Speer zersplittert er; die Wagen verbrennt er im Feuer.“ (Ps. 46:8, 9, NW; Hes. 39:9, 10) Es wird auch nicht mehr notwendig sein, in den Zeitungen Verlustlisten zu veröffentlichen. Kriegerwitwen und -waisen sowie zerbombte Häuser und Städte wird es ebenfalls nicht mehr geben. Welch ein Segen das für die Menschheit sein wird!

      Jesus Christus wird von seinem himmlischen Thron aus die Erde so regieren, daß es sich immer segensreich auswirkt. In welch einzigartiger Weise hat er seine Eignung für dieses Amt bereits bewiesen, ja er hat sogar sein Leben für die Menschen, die er regieren wird, geopfert! Der Bibelbericht zeigt außerdem, daß Jesus, selbst als er versucht, unter Druck gesetzt und geschmäht wurde, ja sogar angesichts des Todes, stets tat, was recht ist. Daher können wir sicher sein, daß es unter seiner Herrschaft keine Bedrückung, keine Ungerechtigkeit und keine Korruption geben wird. — Jes. 11:2-5.

      Würdest du es nicht schätzen, von jemandem regiert zu werden, der immer die Wahrheit spricht? Jesus ist eine solche Person. (Joh. 1:14; 18:37) Wer würde nicht von einer Person angezogen, die mitfühlend ist und sich aufrichtig um das Wohl anderer kümmert? Die Bibel berichtet, daß Jesus, als er umherzog und die gute Botschaft verkündigte, Mitleid empfand mit den Volksmengen, die er sah, „weil sie zerschunden waren und umhergestoßen wurden wie Schafe, die keinen Hirten haben“. (Matth. 9:35, 36) Er wandte die ihm von Gott verliehene Macht ausgiebig an, um die Kranken in körperlicher und geistiger Hinsicht zu heilen. Es wäre wunderbar gewesen, wenn wir in der Zeit gelebt hätten, in der Jesus auf Erden wirkte, doch wird es noch weit großartiger sein, auf Erden zu leben, wenn er diese Macht zugunsten der ganzen Menschheit anwendet.

      In seinem himmlischen Königreich werden 144 000 Könige und Priester mit ihm verbunden sein. Das werden Personen sein, die aus den Menschen genommen und von Gott vollkommen gemacht worden sind. (Offb. 5:10) Auch sie haben bis in den Tod bewiesen, daß sie die Gerechtigkeit lieben. — Offb. 14:1, 4, 5; 2:10.

      Wird diese himmlische Regierung sichtbare Vertreter haben? Ja gewiß! Schon jetzt ernennt die himmlische Verwaltung oder Regierung treue Männer zu ihren Vertretern in der Christenversammlung; das geschieht durch Gottes heiligen Geist. (Jes. 32:1, 2; Apg. 20:28) Christus wird dafür sorgen, daß die richtigen Männer ernannt werden, um die Königreichsregierung auf der Erde zu vertreten, weil er die Angelegenheiten der Menschheit selbst überwachen wird.

      Da diese Männer den König in einer besonderen Weise vertreten, werden sie in der Bibel „Fürsten“ genannt, und aus dem 45. Psalm, der eine Prophezeiung über Jesus Christus ist, geht hervor, daß zu diesen Männern einige der irdischen Vorväter Jesu gehören werden. Christus wird sie auferwecken und sie „zu Fürsten ... einsetzen auf der ganzen Erde“. (Ps. 45:16, Fußnote) Sie alle — ob sie nun zu den Dienern Gottes der alten Zeit gehörten oder dem König heute dienen — werden ihre Loyalität gegenüber Gott und ihre Liebe zu ihren Mitmenschen bewiesen haben. Gottes Geist, von dem ihr himmlischer König erfüllt ist, wird auch sie leiten.

      Diese fürstlichen Vertreter werden Gottes gerechte Gesetze ohne Rücksicht auf Rasse, Hautfarbe oder Geburtsort anwenden. (5. Mose 10:17; Röm. 2:11) Die „Fürsten“ werden sich an ihrem König ein Beispiel nehmen und ihren Mitmenschen demütig dienen und ihnen helfen, so daß diese erquickt werden. Sie werden jedoch nichts dulden, was gegen die göttliche Gerechtigkeit verstößt. — Matth. 11:29; 20:25-28.

      Nachdem die Erde von allen Übeltätern gesäubert ist, wird dafür gesorgt werden, daß das Verbrechen nicht mehr Wurzel fassen kann. (Ps. 37:9-11) Dann werden Polizei, Gefängnisse, Handschellen, Warnanlagen als Sicherung gegen Einbruch, Geldschränke, Schlösser und Schlüssel nicht mehr notwendig sein. Unter der gerechten Herrschaft des Königreiches wird jeder, der an deine Tür klopft, ein Freund sein. Es wird nicht der geringste Grund mehr vorhanden sein, zu befürchten, daß einem irgendein Leid zugefügt wird. Jedermann wird abends ohne Furcht in einem Park spazierengehen können, um den Sternenhimmel, das Werk des Schöpfers, zu bewundern. Was heute für die Versammlung Gottes in geistiger Hinsicht bereits Wirklichkeit ist, wird dann auch buchstäblich Wirklichkeit werden, nämlich: „Sie werden in Sicherheit wohnen, und niemand wird sie aufschrecken.“ — Hes. 34:28.

      Wie verhält es sich aber mit Krankheit und Tod? Werden sie ebenfalls beseitigt werden? Prüfen wir, was die Bibel dazu sagt.

  • Wie Gott die Menschheit von Sünde und Tod befreien wird
    Der Wachtturm 1969 | 1. Juni
    • Wie Gott die Menschheit von Sünde und Tod befreien wird

      DAS erste Programm des Königreiches wird eine Periode von tausend Jahren umfassen. In dieser Zeit werden Jesus Christus und die Glieder seiner himmlischen Regierung allen Menschen, die sie regieren werden, nicht nur als Könige, sondern auch als Priester Gottes dienen. (Offb. 20:6) Warum?

      Weil alle Menschen auf Erden „von der Sklaverei des Verderbens frei gemacht“ werden müssen, um sich der „herrlichen Freiheit der Kinder Gottes“ erfreuen zu können. (Röm. 8:21) Die Menschen, die die Vernichtung der Bösen überlebt haben, werden zufolge der von Adam ererbten Sünde immer noch unvollkommen sein. Die unrechten Wünsche ihres unvollkommenen Fleisches werden immer noch gegen die rechten Wünsche des Sinnes und Herzens streiten. (Röm. 7:21-23) Sie bedürfen daher zuerst der Dienste der himmlischen Priester Gottes, um als vollwertige Glieder, als Söhne, in Gottes Familie aufgenommen zu werden. Was werden diese Priester Gottes tun?

      Sie werden eine Macht besitzen, die bis jetzt keine menschliche Regierung besessen hat: die Macht, die Menschen von Sünde und Unvollkommenheit zu befreien. Diese Macht besitzt Gottes himmlische Priesterschaft zufolge des Loskaufsopfers Jesu. Gottes Sohn und seine Mitpriester werden allen gehorsamen Menschen die Wohltaten des Opfers Jesu unmittelbar zukommen lassen. (Joh. 1:29; 1. Joh. 2:2) Diese Vorkehrung wird in der Bibel bildlich dargestellt durch den „Strom von Wasser des Lebens“, der vom „Throne Gottes und des Lammes“ hinabfließt, und durch „die Blätter der Bäume ... zur Heilung der Nationen“. — Offb. 22:1, 2.

      Durch den ständigen Fortschritt in der Gerechtigkeit und die Hilfe der himmlischen Priesterschaft werden die Untertanen des Königreiches Gottes allmählich jung und kräftig und erlangen schließlich vollkommene geistige und körperliche Gesundheit. Sie werden von Sünde und Tod, die sie von Adam ererbt haben, vollständig befreit werden. Die Worte, die Jesus zu Martha sprach, werden sich dann erfüllen: „Jeder, der lebt und Glauben an mich ausübt, wird überhaupt nie sterben. Glaubst du das?“ — Joh. 11:26.

      Auf diese Weise wird Gott „jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen.“ (Offb. 21:4) Wie herrlich wird es sein, sich einer vollkommenen Gesundheit zu erfreuen! Schon als Gottes Sohn auf Erden war, heilte er Aussätzige und machte Lahme gehend und Blinde sehend; unter seiner gerechten Regierung jedoch werden alle Kranken und Leidenden gesund werden. (Mark. 1:40-42; Joh. 5:5-9; Matth. 9:35) Dann werden weder Krankenhäuser noch Krankenversicherungen mehr nötig sein! Durch die Beseitigung von Krankheit und Tod wird etwas verschwunden sein, was unter allen Menschen Anlaß zu Tränen gegeben hat. (1. Kor. 15:25, 26) Wie wunderbar wird es sein, die Sünde nicht mehr zu kennen und in seinen Worten, Gedanken und Handlungen ganz dem gerechten göttlichen Maßstab zu entsprechen!

      DIE AUFERSTANDENEN WILLKOMMEN HEISSEN

      Es wird dich glücklich machen, zu wissen, daß für die Menschen, die du liebhattest, die dir aber durch den Tod entrissen wurden, die Aussicht besteht, sich ebenfalls der Segnungen der gerechten Herrschaft zu erfreuen, die der Sohn Gottes über die ganze Erde ausüben wird. Jesus zeigte, welche Hoffnung die zahllosen Millionen Menschen haben, die gestorben sind, als er sagte: „Wundert euch nicht darüber, denn die Stunde kommt, in der alle, die in den Gedächtnisgrüften sind, seine Stimme hören und herauskommen werden.“ (Joh. 5:28, 29) Es wird eine Zeit unbeschreiblicher Freude sein, wenn sich das erste Mal die Nachricht wie ein Lauffeuer auf der Erde ausbreiten wird: „Die Toten werden jetzt auferweckt!“

      Wir können überzeugt sein, daß diese Hoffnung erfüllt werden wird. Denke daran, daß Jesus, als er auf Erden war, nicht nur Kranke und Gebrechliche heilte, sondern auch Tote auferweckte. (Matth. 11:2-6) Dadurch wurde Gottes erhabene Macht, Tote aufzuerwecken, kund, und diese Macht hat Gott auch Jesus Christus gegeben.

      Vielleicht ist dir bekannt, daß Jesus in das Haus eines Mannes ging, dessen zwölfjähriges Töchterchen gestorben war, und zu dem toten Mädchen sagte: „Mädchen, ich sage dir, steh auf!“ Und was geschah dann? Wir lesen in der Bibel: „Und sofort stand das Mädchen auf und begann umherzugehen.“ Wie reagierten die Eltern des Mädchens und die anderen Personen, die das miterlebten, auf dieses Wunder? „Sie gerieten sogleich außer sich vor Entzücken.“ Sie waren überglücklich. — Mark. 5:35, 38-42; siehe auch Johannes 11:38-44; Lukas 7:11-16.

      Wenn wieder paradiesische Verhältnisse auf Erden herrschen werden, wird Jesus erneut von seiner Macht, Tote aufzuerwecken, Gebrauch machen. Die Bibel versichert uns nämlich, daß „es eine Auferstehung sowohl der Gerechten als auch der Ungerechten geben wird“. (Apg. 24:15) Welch große Freude wird weltweit herrschen, wenn die Toten, eine Gruppe um die andere, auferstehen werden! Stelle dir das Glück der Menschen vor, die mit ihren lieben Angehörigen wieder vereint werden! Anstatt Todesanzeigen, die Trauer hervorrufen, wird es dann vielleicht Bekanntmachungen darüber geben, wer auferweckt worden ist, und diese Nachrichten werden bei allen, die diese Menschen liebhatten, Freude auslösen.

      Allerdings sind schon viele Millionen Menschen gestorben. Doch das bildet für Gott kein Problem. Er kann sich an alle erinnern. Sagt doch die Bibel von Gott: „Der da zählt die Zahl der Sterne, sie alle nennt mit Namen.“ (Ps. 147:4) Denke einmal darüber nach, was das bedeutet.

      Es soll Hunderte von Millionen Sternsysteme geben, und jedes Sternsystem soll eine Ansammlung von Hunderten von Millionen einzelner Sterne sein, und doch kennt Gott jeden Stern mit Namen. Im Verhältnis dazu ist die Zahl der Menschen, die je gelebt haben, klein. Es wird für Gott daher nicht schwierig sein, sich an alle Verstorbenen zu erinnern, denen das Lösegeld Christi zugute kommen wird. (Matth. 19:26) Sie werden zu Leben auf der Erde erweckt werden. Welch eine Freude und welch eine Gunst wird es sein, die Toten willkommen heißen zu dürfen!

      Werden die Verstorbenen, die auferstehen, die gleichen Personen sein, die sie vor ihrem Tode waren? Werden wir sie erkennen? Ja! Sogar der Mensch kann Bilder und Stimmen unbegrenzt auf Magnetband festhalten und später im Fernsehen senden. Gott aber kann weit mehr als das. Er, der Schöpfer des Menschen, vermag in der Auferstehung einem jeden einen geeigneten Leib zu geben und dem Gehirn die Erinnerung an alles wiedereinzuprägen, was der Betreffende in seinem früheren Leben gelernt und erfahren hat. Jeder Auferstandene wird wieder die Persönlichkeit sein, die er war, bevor er starb; es wird also genauso sein wie bei Jesus, der nach seiner Auferstehung auch die gleiche Persönlichkeit war wie vorher. (Hebr. 13:8) Du wirst die Auferstandenen, die du gekannt hast, bevor sie starben, wiedererkennen. Welch eine wunderbare Aussicht! — Hiob 14:13-15.

      Der Apostel Johannes erhielt eine Vision von den begeisternden Geschehnissen, die während Christi Herrschaft eintreten werden. Diese Vision ist in der Offenbarung aufgezeichnet. Sie zeigt, daß Tod und Hades (das allgemeine Grab der Menschheit) ‘diejenigen Toten herausgeben werden, die darin sind’. Keiner wird darin zurückbleiben. Dann wird der Tod, die Folge der Erbsünde, für immer beseitigt sein. „Den Tod verschlingt er auf ewig“, heißt es in der Bibel, „und der Herr, Jehova, wird die Tränen abwischen von jedem Angesicht“. (Offb. 20:13, 14; Jes. 25:8) Bestattungsinstitute und Grabsteine wird es nicht mehr geben! Auch die Friedhöfe werden verschwunden sein.

      Die Verstorbenen, die auferstehen werden, erhalten dann Gelegenheit, ewig zu leben. Für sie wird es eine Zeit des Lernens sein. „Buchrollen“, die göttliche Belehrungen enthalten, werden geöffnet werden, und die Auferstandenen werden sich an diese halten müssen bei ihrem Bemühen, ihren Sinn in Übereinstimmung mit Gottes Willen neuzugestalten. Sie werden „als einzelne gerichtet“ werden „gemäß ihren Taten“, das heißt nach dem, was sie nach ihrer Auferstehung und nachdem sie den Inhalt der „Buchrollen“ kennengelernt haben, tun. (Offb. 20:11-13) Da diese Menschen der Belehrung entsprechend handeln, werden sich sogar diejenigen unter ihnen, die einst so gefährlich waren wie wilde Tiere, ebenso ändern, wie sich viele andere Personen geändert haben, nachdem sie anfingen, mit der Christenversammlung Umgang zu pflegen. — Jes. 11:9; 26:9; 35:8, 9.

  • Die Erde wird ein Paradies
    Der Wachtturm 1969 | 1. Juni
    • Die Erde wird ein Paradies

      NUR unter netten, friedliebenden Menschen zu leben wird eine Wonne sein. Durch die Anwendung der gerechten göttlichen Grundsätze wird dieser wunderbare Zustand des Friedens überall herbeigeführt werden. Der Fortschritt auf dem Wege der Gerechtigkeit wird für die Menschen, die die Erde unter Gottes neuem System bewohnen, auch Segnungen materieller Art zur Folge haben.

      Die prophetischen Worte in Jesaja 25:6 werden sich buchstäblich erfüllen: „Und Jehova der Heerscharen wird auf diesem Berge allen Völkern ein Mahl von Fettspeisen bereiten.“ Niemand wird vom Hunger ausgehöhlt oder durch Unterernährung geschwächt werden. Aber wie wird Gott dieses Mahl bereiten?

      Als die Israeliten Gottes auserwähltes Volk waren, führte Gottes Segen zu großer Wohlfahrt. Auf ihren Feldern gedieh vorzügliches Getreide. Ihre Obstbäume trugen Edelobst. Jehova tat ihnen „seinen guten Schatz, den Himmel“, auf, um ihrem Land den Regen „zu geben zu seiner Zeit“. (5. Mose 28:12; siehe auch Vers 8.) Unter der Herrschaft des Königreiches Christi werden die Menschen ähnliche Segnungen im Übermaß empfangen. — Ps. 67:6, 7.

      Sie werden den Auftrag erfüllen, den Adam und Eva nicht ausführten. Sie werden sich die Erde „untertan“ machen, indem sie sie in ein Paradies umgestalten, das dem ursprünglichen Garten Eden entspricht. Jesus, der diese Entwicklung und die Auferstehung im Sinn hatte, sagte zu dem mitfühlenden Übeltäter, der mit ihm hingerichtet wurde: „Wahrlich ich sage dir heute: Du wirst mit mir im Paradiese sein.“ — Luk. 23:39-43.

      Dann wird die ganze Erde frohlocken. Es wird sein, als würden sich ihre Wiesen und Berge, ihre Bäume und Blumen, ihre Flüsse und Meere über die gerechte Regierung Jehovas freuen. (Ps. 96:11-13; 98:7-9) Die Luft wird nicht mehr verunreinigt werden. Das Wasser in jedem Strom und jedem Bach wird frisch und klar sein, und mit dem Land wird kein Raubbau mehr getrieben werden.

      Die ganze Erde — Wälder, Felder und Berge — wird ein einziger schöner Park sein, in dem sich die mannigfaltigsten Tiere tummeln. Auch sie werden der weisen Herrschaft des Sohnes Jehovas unterstehen; dieser wird sie den Bewohnern der ‘künftigen Erde’ unterwerfen, so daß sie sich nicht mehr vor den Tieren zu fürchten brauchen. — Hebr. 2:5-8; Ps. 8:4-8.

      DURCH DIE SCHLUSSPRÜFUNG WIRD ENTSCHIEDEN, WER DES EWIGEN LEBENS WÜRDIG IST

      Die Herrschaft des Königreiches Gottes unter Christus wird eine ewige Herrschaft sein. Doch nach den ersten tausend Jahren wird dieses Königreich ein bestimmtes Vorhaben in bezug auf die Erde ausgeführt haben. Jede Spur von Ungerechtigkeit wird beseitigt sein. Alle Menschen auf Erden werden als vollkommene Geschöpfe vor dem Thron Jehovas Gottes, des höchsten Richters, stehen. Sie werden in jeder Hinsicht den ersten vollkommenen Menschen in Eden gleich sein. (1. Kor. 15:24) Werden sie würdig sein, von Gott das Recht auf ewiges Leben zu empfangen?

      Die Menschen, die unter dem Königreich leben, werden mit Recht geprüft werden, ob sie die gerechte Regierung Gottes lieben oder nicht. Jehova wird ihnen Gelegenheit geben, ihre Treue zu beweisen. Wie? Indem er Satan und dessen Dämonen aus dem „Abgrund“, ihrem Zustand der Freiheitsbeschränkung, losläßt. (Offb. 20:7) Durch diese Prüfung wird jeder einzelne Angehörige der irdischen Familie Gottes Gelegenheit erhalten, zur Streitfrage, die Satan gegenüber dem himmlischen Vater aufgeworfen hat, persönlich Stellung zu nehmen.

      Die Menschen, die Gott treu bleiben, werden als des ewigen Lebens würdig erachtet. Jehova wird ihnen das Recht auf Leben geben und ihre Namen in sein „Buch des Lebens“ einschreiben. Jeder, der sich gegen Gott auflehnt, wird vernichtet werden, das heißt den „zweiten Tod“ erleiden. Dann werden Satan, der Teufel, und seine Dämonen für immer vernichtet werden. (Offb. 20:7-10, 15) Der Friede der Erde oder eines anderen Teils des unermeßlichen Universums Gottes wird nie mehr durch Sünde und Auflehnung gestört werden. Die zu einem Paradies umgestaltete Erde, auf der dann auch gerechte Verhältnisse herrschen werden, wird für alle Zeiten ein Kleinod zum Lobpreis des Namens Jehovas sein.

      Hast du eine größere Achtung vor Gottes Gerechtigkeit, seitdem du sein Vorhaben, die Erde in ein Paradies umzuwandeln und in Gerechtigkeit regieren zu lassen, kennst? Flößt dir das göttliche Vorhaben eine tiefe Ehrfurcht vor Gottes Weisheit ein? Veranlaßt es dich, zu bekunden, daß du ihn liebst? Wenn ja, dann solltest du jetzt alles tun, was in deiner Macht steht, um ihm ganzherzig zu dienen. Erzähle anderen, was du über Jehovas Namen und Vorhaben weißt. (Ps. 89:14-16; 1. Joh. 4:19) Bereite dich darauf vor, auf der paradiesischen Erde unter der gerechten Herrschaft des Königreiches ewig zu leben, indem du jetzt schon in Übereinstimmung mit Gottes gerechten Grundsätzen handelst.

  • Über 10 000 weitere Prediger nahmen den Vollzeitdienst auf!
    Der Wachtturm 1969 | 1. Juni
    • Über 10 000 weitere Prediger nahmen den Vollzeitdienst auf!

      ALS Jehovas Zeugen in ihrem Jahrbuch 1969, in dem über die Ergebnisse ihrer Predigttätigkeit während des Jahres 1968 berichtet wird, zu lesen begannen, wurden sie von Herzensfreude erfüllt. Auf den Seiten dieses Buches in hellbraunem Einband finden sich die begeisternden Berichte über Mehrung auf der ganzen Linie. Es war für sie beglückend, von der großen Mehrung zu lesen, die ihnen zeigte, daß Jehova, ihr Gott, ihre Anstrengungen, sein Vorhaben auf der ganzen Erde bekanntzumachen, in reichem Maße gesegnet hatte.

      Zu den beglückendsten und ermunterndsten Einzelheiten der Aufzeichnungen über ihre Tätigkeit während des vergangenen Jahres gehörte die schöne Zunahme derer, die es sich so eingerichtet hatten, daß sie ihre ganze Zeit — entweder ständig oder während der Ferien — im Predigtwerk verbringen konnten. Man stelle es sich nur vor: Jeden Monat nahmen durchschnittlich 63 871 Personen begeistert an dieser vermehrten Tätigkeit teil! Dieser monatliche Durchschnitt liegt um 10 107 Personen über dem des Jahres 1967. Eine solche Zunahme spiegelt nicht lediglich die normale Wachstumsrate wider. Vergleiche mit der Zunahme der Vollzeitprediger in den Vorjahren zeigen dies; ja, sie unterstreichen, wie bedeutsam

Deutsche Publikationen (1950-2025)
Abmelden
Anmelden
  • Deutsch
  • Teilen
  • Einstellungen
  • Copyright © 2025 Watch Tower Bible and Tract Society of Pennsylvania
  • Nutzungsbedingungen
  • Datenschutzerklärung
  • Datenschutzeinstellungen
  • JW.ORG
  • Anmelden
Teilen