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Fragen von LesernDer Wachtturm 1968 | 15. November
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Fragen von Lesern
● Warum sagte der Apostel Paulus, wie es in 1. Korinther 1:17 heißt, Christus habe ihn „nicht ausgesandt, zu taufen“? Er taufte doch gläubige Menschen, nicht wahr? — G. Q., USA.
In seinen Erklärungen über die in der Korinther Versammlung bestehenden Spaltungen führt der Apostel Paulus unter anderem folgendes aus: „Denn Christus hat mich nicht ausgesandt, zu taufen, sondern um die gute Botschaft zu verkünden, nicht mit Redeweisheit, damit der Marterpfahl des Christus nicht nutzlos gemacht werde.“ — 1. Kor. 1:17.
Wir können davon überzeugt sein, daß Paulus den Befehl Jesu, Jünger zu machen und sie zu taufen, gut kannte. (Matth. 28:19, 20) Paulus reiste weit umher, machte Jünger und lehrte die Menschen, alles zu halten, was Jesus geboten hatte. Er verniedlichte nicht die Bedeutung der Taufe, sondern empfahl sie. — Apg. 19:1-5.
Die in 1. Korinther 1:17 enthaltene Feststellung muß im Zusammenhang betrachtet werden. In den vorangehenden Versen erwähnte Paulus, daß er Krispus, Gajus und die Hausgenossen des Stephanas getauft habe. (1. Kor. 1:14-16) Er tat dies nicht ohne die Billigung Christi, sondern vielmehr aufgrund der in Matthäus 28:19 niedergelegten Vollmacht.
Der Gedanke, auf den der Apostel Paulus aufmerksam machen wollte, war, daß er es nicht als seinen ausschließlichen und einzigen Auftrag betrachtete, jemand zu taufen. Christus wies Paulus besonders an, er sollte predigen; er machte ihn zum „Zeugen“ für die Nationen. (Apg. 26:16; 9:15) Obwohl Paulus Einzelpersonen taufen konnte und auch taufte, gibt es Gründe, weshalb er nicht viele Personen taufte. Aus dem Begleittext geht hervor, daß die Gefahr bestand, daß Spaltungen aufkamen. Wenn sich die Apostel selbst auf das Taufen spezialisiert hätten, hätte dies vielleicht zur Bildung von Parteien oder Cliquen unter den Christen beigetragen, die von bestimmten Männern getauft worden wären.
Als sich Paulus einige Jahre, bevor er seinen ersten Brief an die dortige Versammlung schrieb, in Korinth aufhielt, taufte er einige Personen. Aber bei der Taufe handelte es sich nicht um einen speziellen Ritus, der nur von den Aposteln vollzogen werden sollte, noch war sie von einer größeren Bedeutung, wenn sie von einem Apostel vollzogen worden war und nicht von irgendeinem anderen männlichen Glied der Christenversammlung.
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BekanntmachungenDer Wachtturm 1968 | 15. November
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Bekanntmachungen
PREDIGTDIENST
Die Heilige Schrift enthält Aussprüche, die jeden Menschen angehen, ganz gleich, wer er ist, welcher Religion er angehört, wo er lebt und ob er sehr religiös ist oder nicht. Sie ermahnt zum Beispiel einen jeden von uns, Jehova Gott, den Schöpfer, zu lobpreisen. „Ihr Jünglinge und auch ihr Jungfrauen“, sagt der Psalmist, „ihr Alten samt den Jungen! Loben sollen sie den Namen Jehovas! Denn sein Name ist hoch erhaben, er allein, seine Majestät ist über Erde und Himmel.“ (Ps. 148:12, 13) Als Schöpfer der Erde und Souverän des ganzen Universums verdient er es bestimmt, daß wir ihn lobpreisen. Die Bibel fordert uns auch auf, unseres Schöpfers zu gedenken. Könnten wir dies auf eine bessere Art und Weise tun als dadurch, daß wir ihn lobpreisen und seinen Willen tun? Jehovas Zeugen sind bestrebt, dieser Aufforderung nachzukommen. Nicht nur das, sie sind auch ihren Mitmenschen behilflich, Jehova, den großen Gott und Schöpfer des Himmels und der Erde, zu erkennen und in den Lobgesang zu seiner Ehre mit einzustimmen. Das Buch Hat sich der Mensch entwickelt, oder ist er erschaffen worden? leistet in dieser Hinsicht wertvolle Dienste. Sie empfehlen darum im November allen, die an dieser Frage interessiert sind, dieses Buch zu lesen. Es ist für 1,25 DM (Österreich 7,50 öS; Luxemburg 12,50 lfrs) erhältlich.
„WACHTTURM“-STUDIEN FÜR DIE WOCHE VOM
8. Dezember: Das Buch mit den genauen geschichtlichen Zeitangaben, ferner: Was erwartest du von 1975? ¶ 1—3. Seite 680. Lieder: Nr. 14, 32.
15. Dezember: Was erwartest du von 1975? ¶ 4—37. Seite 687. Lieder: Nr. 33, 40.
22. Dezember: Wie man im 20. Jahrhundert Ereignisse des 1. Jahrhunderts datiert. Seite 693. Lieder: Nr. 35, 80.
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