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    Der Wachtturm 1968 | 15. Oktober
    • ihnen keine persönliche finanzielle Unterstützung an, obwohl er das Recht gehabt hätte, auf ihre Kosten zu essen. (1. Kor. 9:4, 11-15) Außerdem schrieb er: „Haben wir nicht die Befugnis, eine Schwester als Ehefrau herumzuführen wie auch die übrigen Apostel?“ (1. Kor. 9:5) Daß er dies bei der Aufzählung der Dinge erwähnt, die zu tun er zwar das Recht gehabt hätte, jedoch darauf verzichtete, zeigt an, daß er zu jener Zeit offensichtlich keine Frau hatte.

      Was die Schlußfolgerung betrifft, er sei ein Witwer gewesen, so beachte man seine Äußerung in 1. Korinther 7:8: „Nun sage ich den Unverheirateten und Witwen: es ist für sie gut, daß sie bleiben, wie auch ich bin.“ Davor hatte er verheirateten Personen Rat gegeben, und bevor er auf andere Dinge einging, die verheiratete Christen betreffen, wandte er sich direkt an die „Unverheirateten und Witwen“. Das griechische Wort, das hier mit „Unverheirateten“ übersetzt worden ist, bezieht sich ganz allgemein auf unverheiratete Personen und kann sich somit auf Junggesellen und auf Personen, die einst verheiratet waren, jetzt aber keinen lebenden Partner mehr haben, beziehen. Das griechische Wort, das mit „Witwen“ übersetzt worden ist, bezieht sich eindeutig auf Frauen, die früher verheiratet gewesen sind. Da Paulus solchen empfahl, es so zu halten wie er, ist es ganz gut möglich, daß er selbst Witwer war.

      Es sind auch noch andere Argumente als Stütze dafür, daß er einmal verheiratet war, angeführt worden. Zum Beispiel sind einige der Ansicht, daß sein Einblick in Angelegenheiten der Ehe die Schlußfolgerung zuläßt, daß er selbst verheiratet war. Das ist möglich, aber da er unter Inspiration schrieb, ist auch das kein endgültiger Beweis. — 2. Petr. 3:15, 16.

      Einige haben argumentiert, daß Paulus dem Sanhedrin angehörte und daß die Tatsache, daß diesem obersten Gericht der Juden nur Verheiratete angehörten, beweisen würde, daß er verheiratet war. Verfechter dieser Ansicht verweisen auf Apostelgeschichte 26:10, um zu beweisen, daß Paulus dem Sanhedrin angehörte. Dieser Vers lautet: „Wenn sie [einige Christen] hingerichtet werden sollten, gab ich meine Stimme gegen sie ab.“ Aber ob er wirklich seine Stimme als Mitglied des Sanhedrins abgab oder ob er lediglich damit meinte, daß er die Hinrichtung persönlich unterstützte, können wir nicht mit Sicherheit sagen. Selbst wenn er ein Mitglied des Sanhedrins war, muß berücksichtigt werden, daß die Erfordernisse für die Mitgliedschaft nicht immer dieselben waren. Zuweilen konnte nur ein Mann, der Frau und Kinder hatte, Mitglied werden, und es gibt keine Hinweise dafür, daß Paulus Kinder gehabt hätte. Da also umfassende Einzelheiten über die Anforderungen an Mitglieder des Sanhedrins fehlen, ist das Argument, das sich auf eine mögliche Mitgliedschaft des Apostels Paulus stützt, um zu beweisen, daß er verheiratet war, nicht hieb- und stichfest.

      Wenn wir uns somit an das halten, was wir aus der Bibel selbst entnehmen können, so können wir günstigenfalls sagen, daß Paulus vielleicht einmal verheiratet war, jedoch während der Zeit seiner Missionsreisen unverheiratet war.

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    Der Wachtturm 1968 | 15. Oktober
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      PREDIGTDIENST

      Jesus Christus sagte: „Ich bin der vortreffliche Hirte ... Meine Schafe hören auf meine Stimme ... und sie folgen mir. Und ich gebe ihnen ewiges Leben.“ (Joh. 10:11, 27, 28) Gottes Vorhaben, die Menschen zu befreien und ihnen ewiges Leben auf der Erde zu verleihen, geht aus seinem Wort deutlich hervor. Ohne Anstrengung wird jedoch niemand von uns Leben erlangen. Das heißt nicht, daß wir allein durch Werke gerettet würden. Jakobus schrieb in seinem Brief an die Christenversammlung des ersten Jahrhunderts: „Der Glaube [ist], wenn er keine Werke hat, in sich selbst tot.“ (Jak. 2:17) Das bedeutet, daß wir unseren Glauben durch unsere Handlungsweise, durch das, was wir tun, beweisen müssen. Es bedeutet, daß wir dem vortrefflichen Hirten folgen und seinen Anforderungen entsprechen müssen. Jehova läßt nun durch seine Organisation auf der Erde einen Feldzug zur biblischen Belehrung durchführen, um allen ihm gut gesinnten Menschen Gelegenheit zu geben, ihr Leben umzugestalten, um es mit seiner gerechten, von seinem König ausgeübten Herrschaft in Einklang zu bringen. Jehovas Zeugen, die sich diesem Werk widmen, gehen deshalb von Haus zu Haus und nutzen auch sonst jede Gelegenheit aus, um die Menschen über Gottes Forderungen zu belehren. In Verbindung mit dieser Tätigkeit bieten sie im Oktober überall die Zeitschrift Erwachet! an. Der Beitrag für ein Jahresabonnement beläuft sich auf 5 DM (Österreich öS 30; Luxemburg 50 lfrs). Als Geschenk erhält in diesem Monat jeder neue Abonnent drei bibelerklärende Broschüren.

      „WACHTTURM“-STUDIEN FÜR DIE WOCHE VOM

      10. November: Die Heilige Schrift stillt geistige Bedürfnisse. Seite 616. Lieder: Nr. 24, 7.

      17. November: Aus der Heiligen Schrift Trost schöpfen. Seite 622. Lieder: Nr. 30, 56.

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