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  • Was bedeutet Vollkommenheit in Wirklichkeit?
    Der Wachtturm 1971 | 15. November
    • rechten Gedanken und Überlegungen nähren sollen. Der vollkommene Adam durfte weder Erde noch Steine, noch Holz essen, um sich körperlich einer vollkommenen Gesundheit zu erfreuen; hätte er versucht, Wasser statt Luft einzuatmen, so wäre er ertrunken. Seine Vollkommenheit war relativ, war auf den menschlichen Lebensbereich beschränkt. Ebenso mußte sein Entschluß, seinen Sinn und sein Herz mit falschen Gedanken zu ernähren, dazu führen, daß er falsche Begierden nährte, was schließlich zu Sünde und Tod führen würde. Genau das geschah, und durch seinen Ungehorsam begab sich Adam nach seiner eigenen Wahl auf den Weg der Unvollkommenheit. — Jak. 1:14, 15; vergleiche 1. Mose 1:29; Matthäus 4:4.

      DIE RÜCKKEHR DES MENSCHEN ZUR VOLLKOMMENHEIT AUF ERDEN

      Als Antwort auf das Gebet „Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auch auf der Erde“ wird Jehova Gott alles von der Erde entfernen, was seinen Maßstäben und seinem gerechten Vorhaben nicht entspricht. Seine Verheißung geht dahin, daß es als Ergebnis ‘weder Tränen noch Tod, noch Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr geben wird’ (Matth. 6:10; Offb. 21:3-5) Während der Tausendjahrherrschaft des himmlischen Königreiches seines Sohnes über die Bewohner der Erde werden gehorsame Menschen zu körperlicher und geistiger Vollkommenheit gebracht werden, um so zu sein wie die beiden ersten Menschen vor ihrem Sündenfall. — 1. Kor. 15:25, 26; Offb. 20:4-6.

      Wird dies „dem Leben allen Ansporn nehmen“ und es „nach mechanischer Art gleichförmig und uninteressant“ machen? Gerade das Gegenteil ist der Fall. Einige haben diesen Gedanken, weil sie sich vorstellen, ein vollkommener Mensch wäre fähig, sozusagen ohne jede Anstrengung so ziemlich alles zu tun, was er oder sie tun möchte. Angenommen, du würdest dich entschließen, Violine spielen zu wollen. Nun, du könntest einfach eine Geige in die Hand nehmen, und wiewohl du nie zuvor eine solche in Händen gehabt hättest, würdest du nun ein Stück spielen gleich den Zigeunerweisen von Sarasate. So scheinen einige zu denken. Aber dieses Ideal ist nur in der Phantasie vorhanden. Die Bibel vermittelt uns keine solche Auffassung.

      Jesus Christus wurde als ein vollkommener Mensch geboren. Dennoch mußte er wie alle Kleinkinder der Menschen lernen, feste Speise zu essen, zu gehen und zu sprechen. Wenn er, wie dies der Fall zu sein scheint, mit seinem Pflegevater Joseph das Zimmermannshandwerk ausübte, mußte er bestimmt die Geschicklichkeit, mit den Werkzeugen eines Zimmermanns umzugehen, erlernen. Das kam nicht automatisch, weil er vollkommen war, noch erlangte er andere Kenntnisse so, nicht einmal die Erkenntnis des Wortes und Vorhabens seines himmlischen Vaters. In Lukas 2:52 wird über ihn von der Zeit an, da er zwölfjährig war, gesagt: „Und Jesus nahm fernerhin an Weisheit und Körpergröße und an Gunst bei Gott und den Menschen zu.“ — Luk. 2:42-52.

      Vollkommenheit wird also den Ansporn zum Leben nicht ausschalten. Jede Aufgabe wird ihre besonderen Probleme haben, die zu lösen sind. Anstrengung, Überlegung und Planung werden immer noch erforderlich sein. Aber die Vollkommenheit wird sicherlich Enttäuschungen ausschalten, ja die Nichtigkeit, die das Leben in einer unvollkommenen, von Sünden geplagten Welt jetzt mit sich bringt, wo selbst unsere besten Anstrengungen so oft durch Hindernisse oder durch die Kürze unserer Lebensspanne oder die Schwachheit unserer sündigen Natur zunichte werden.

      Die Aussicht auf ewiges Leben an sich wird diejenigen, die in Gottes neuer Ordnung leben, anspornen, sich immer mehr Kenntnisse anzueignen, Kenntnisse über die wunderbare Erde, auf der sie leben, und die große Verschiedenheit der von Gott erschaffenen Dinge. Sie wird einen jeden zur Produktivität anspornen, zur Initiative und Wendigkeit, zum Unternehmungsgeist und zur Findigkeit und Originalität. Was jede Person in bezug auf Heimstätten, Gärten, Kleidung, Handarbeiten und Kunstwerke schafft, wird ihrer eigenen persönlichen Vorliebe und Absicht entsprechen, wiewohl alles in Harmonie sein wird mit dem Willen Gottes. Dies wird Gewähr bieten für eine nie endende Verschiedenheit auf der weiten Erde, so daß es niemals immer wieder dasselbe Eintönige geben wird.

      Erkenne also, daß wir jetzt von dem Quell der sich wahrhaft lohnenden Erkenntnis alles lernen sollten, was wir nur können. Erkenne, daß, ‘was den wahren Gott betrifft, sein Weg vollkommen ist; die Rede Jehovas ist geläutert’. Vertraue auf sein Wort, lasse es jetzt in deinem Leben wirksam sein, und verlaß dich auf seine Verheißungen für die Zukunft; mache ihn zu deiner Zuflucht und zur Quelle deiner Kraft. Dann kannst du mit dem Psalmisten sagen: „Der wahre Gott ist der Eine der mich mit leistungsfähiger Kraft eng umgürtet, und er wird gewähren, daß mein Weg vollkommen sei.“ — Ps. 18:30-32, NW.

  • Warum haben die Wundergaben des Geistes aufgehört?
    Der Wachtturm 1971 | 15. November
    • Warum haben die Wundergaben des Geistes aufgehört?

      MACHTVOLL unterstützte der unsichtbare Gott vor neunzehnhundert Jahren die gute Botschaft der Rettung durch seinen Sohn, Jesus Christus. Womit?

      Sich an Christen wendend, zeigte der Schreiber des Briefes an die Hebräer, die unter dem mosaischen Gesetzesbund gestanden hatten, wie das geschah, indem er sprach: „... wobei Gott mit Zeichen und auch mit Wundern und mancherlei Machttaten und mit Austeilungen des heiligen Geistes seinem Willen gemäß mitzeugte.“ (Hebr. 2:1-4) Ja, dadurch zeigte Gott auch deutlich, daß er jetzt mit der neugegründeten Christenversammlung unter dem neuen Bund handelte und seine Gunst der unter dem Gesetzesbund stehenden jüdischen Einrichtung entzogen hatte.

      Durch diese „Austeilungen des heiligen Geistes“ entstanden viele übernatürliche Fähigkeiten. Der Apostel Paulus sprach von diesen Wundergaben und sagte, daß sie im Laufe der Zeit aufhören würden. (1. Kor. 13:8) Heute sehen wir nicht, daß Gottes Geist auf solch aufsehenerregende, übernatürliche Weise durch Einzelpersonen wirkt, indem er Heilungen vollbrächte und veranlassen würde, daß Personen in verschiedenen Zungen reden, die sie nie zuvor studiert haben, indem inspirierte Prophezeiungen geäußert würden usw. Weshalb nicht? Wenn sie doch damals für die Versammlung nötig waren, warum jetzt nicht?

      Der Grund liegt darin, daß der Geist, obwohl die Christenversammlung heute ebenso völlig durch die Wirksamkeit des Geistes Gottes gesegnet wird, damit sie ihren Dienst versehen kann, viele der Bedürfnisse der Versammlung auf eine andere, weiter verbreitete und dauerndere Weise befriedigt. Wie denn? Um die Antwort zu erhalten, ist es nötig, den Zweck, den die damals verliehenen Gaben hatten, und was sie bewirkten, nochmals zu überprüfen.

      DIE MACHTVOLLE TÄTIGKEIT DES GEISTES IM ERSTEN JAHRHUNDERT

      Wenn wir den Bericht über die Tätigkeiten der Apostel und ihrer Mitgenossen lesen, wie er vor allem in dem Bibelbuch der Apostelgeschichte niedergeschrieben ist, sind wir tief beeindruckt von der Macht, der Intensität und Kraft der Wirksamkeit des heiligen Geistes. Von Pfingsten des Jahres 33 u. Z. an ‘wurden fortwährend solche, die an den Herrn glaubten, hinzugetan, sowohl Scharen von Männern

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