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  • „Triumphierendes Königreich“ — Kongresse 1955
    Der Wachtturm 1956 | 1. Juni
    • dageblieben waren, und sprach über das Thema „Bleibe wach, stehe fest und werde kräftig“. Während er sprach, ballten sich über den Häuptern Sturmwolken zusammen. Etwa zehn Minuten, nachdem der Vizepräsident mit seinen ‚Schlußworten‘ begonnen hatte, wobei er seine Zuhörer auf eine schnelle Tour durch all die internationalen Kongresse des Jahres 1955 von Chikago bis hierher mitnahm, prasselte schwerer Regen nieder. Tausende der Anwesenden blieben im Regen sitzen. An den steilen Seiten des Amphitheaters liefen Regenbäche herunter und sammelten sich zwischen dem Podium und den niedrigeren Sitzen des Amphitheaters zu Teichen an. Gegen Ende seiner Ansprache nach 18 Uhr begann der Regen nachzulassen. Die dankbaren Zuhörer schienen mit Klatschen nicht aufhören zu wollen. Doch nun kam das letzte Lied, Nr. 91, „Glückliches Zion“, dann das Schlußgebet — und Gottes Königreich hatte einen weiteren Triumph in den deutschen Kongressen errungen! Die vereinte Zahl der am öffentlichen Vortrag in Nürnberg und Berlin Anwesenden (107 423 und 17 729) belief sich auf 125 152, und die Totalzahl der Getauften (4333 und 870) auf 5203.

      An jenem Abend begannen die Brüder aus der Ostzone ihre Heimreise über die Trennungslinie der vom Kriege heimgesuchten Stadt Berlin anzutreten. Auf der Kommunistenseite stand auf den Schildern „Anfang des demokratischen Sektors von Groß-Berlin“ zu lesen. Auferbaut und reich gestärkt kehrten sie in der Furcht vor Gott, dem Allmächtigen, nicht aber vor dem schwachen Menschen, zurück. Am folgenden Nachmittag begab sich der Vizepräsident in die Büros der amerikanischen Radiostation RIAS in Berlin (Rundfunk im amerikanischen Sektor). Dort ließ er eine 14 1/2 Minuten dauernde Ansprache in Deutsch über Gottes Königreich auf Tonband aufnehmen, in deren Schlußworten er sich direkt an die Brüder in Ostdeutschland wandte, um ihnen Mut zuzusprechen und ihnen zu versichern, daß wir in unseren Gebeten ihrer gedenken. Diese Ansprache sollte während der für die „Andacht“ eingeräumten Zeit am Sonntag, dem 18. September, über RIAS gefunkt werden. (Dies geschah auch. Sogar in Holland wurde diese vorzügliche Botschaft vernommen.) Zu dieser Zeit befanden sich 1400 Brüder in Ostdeutschland in Haft, und der erste Bruder, der von den kommunistischen Verfolgern im Jahre 1951 verhaftet worden war, war kürzlich zufolge der brutalen Behandlung in Treue gestorben. Am Sonnabend, dem 13. August 1955, brachte das 8 Uhr-Blatt in roten Schlagzeilen gleich oben auf der ersten Seite die Meldung: „Kesseltreiben auf Zeugen Jehovas“, darauf in schwarzer Fettschrift: „Terrorwelle in der Sowjetzone. Berlin, 13. August — Eine neue Terrorwelle gegen Anhänger der Religionsgemeinschaft der Zeugen Jehovas rollt über die Sowjetzone. Nach mehreren Monaten der Ruhe mehren sich in den letzten Tagen die Meldungen über neue Verfolgungen der Gläubigen. Man schätzt, daß sich über eintausend von ihnen in den sowjetischen Gefängnissen und Zuchthäusern befinden. Die meisten der Häftlinge müssen Zwangsarbeit leisten … [Seite 2:] Seit 1951 ist die Gesellschaft in der Sowjetzone von den kommunistischen Machthabern verboten … Trotz aller Verbote und Verfolgungen ist es den Machthabern in der Sowjetzone bisher nicht gelungen, den engen Zusammenhalt der Gläubigen zu zerschlagen, öffentliche Veranstaltungen sind ihnen nicht mehr möglich … Der Glaube und der Zusammenhalt gibt ihnen eine Kraft, die bisher von den Führern der SED nicht überwunden werden konnte … Es ist immer wieder erschütternd zu sehen, wie ganze Familien aus den entferntesten Dörfern in diesen Tagen ins freie Berlin kommen … Wiederholt hat der Staatssicherheitsdienst versucht, Spitzel und Agenten unter die Zeugen Jehovas zu schicken. Terrorprozesse sprechen eine deutliche Sprache. Der Glaube aber lebt weiter über Zuchthausmauern hinweg.“

      (Schluß folgt)

  • Gott oder Zufall?
    Der Wachtturm 1956 | 1. Juni
    • Gott oder Zufall?

      „Während wir mehr und mehr über unsere Welt kennenlernen, wird die Wahrscheinlichkeit, daß sie durch Zufall entstanden ist, immer geringer.“ — Aus The Human Meaning of Science von Arthur H. Compton, Seite 62.

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