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    Der Wachtturm 1961 | 1. Juni
    • verantwortlich, weil sie eine neue Ehe nicht sogleich sanktioniert, die die Geschiedene vor dem Tode ihres früheren Gatten oder vor seinem Ehebruch eingehen könnte. Der eigensüchtige Mann, der die Scheidung verlangt hat, ist gemäß der Schrift der verantwortliche Teil. Alles, was die Christenversammlung rechtmäßig tun kann, ist, der Geschiedenen behilflich zu sein, als Christin sittlich einwandfrei zu leben, indem sie ihr alle mögliche geistige Hilfe angedeihen läßt.

      Wegen seines Ehebruchs, den der untreue Gatte vor der Scheidung nicht bereute, kann ihm von der Christenversammlung die Gemeinschaft entzogen werden, sofern er ein getauftes Glied derselben ist. Indem er seinen Ehebruch der Gattin und der Versammlung eine Zeitlang verhehlt, mag er den Gemeinschaftsentzug eine Weile hinausschieben. Außer seinem verhehlten Ehebruch mag er sich von seiner unschuldigen Frau scheiden lassen, was zeigt, daß er seinen Ehebruch nicht bereut hat. Auch hat ihm seine Frau diesen nicht vergeben. Folglich muß ihm von der Versammlung die Gemeinschaft entzogen werden, wenn der Tatbestand des Falles bekannt wird. Außer dem Unrecht, das er seiner Frau schon durch den Ehebruch zugefügt hat, den er ihr hartherzig verschwieg, fügt er ihr noch die weitere Schädigung hinzu, ihr, dem unschuldigen Teil, den Scheidungsprozeß zu machen. Wegen seiner moralischen Unreinheit, die er nicht bereut hat, was seine heuchlerische, lieblose Handlungsweise zeigt, muß ihm die Gemeinschaft der Christenversammlung auf Grund der Beweise entzogen werden, die dem Rechtskomitee der Versammlung vorgelegt werden.

      ● Welche biblischen Grundsätze sind bei der Schulung von Kindern in Familien, in denen ein Elternteil ein Gott hingegebener christlicher Zeuge Jehovas ist und der andere nicht, wegleitend? — Anfrage von mehreren Lesern.

      Gemäß der Schrift ist der Ehemann und Vater das Haupt des Hauses. Wenn er ein Jehova hingegebener christlicher Zeuge ist, so ist er verantwortlich, dafür zu sorgen, daß seine Familie geistig und materiell versorgt wird. (1. Tim. 5:8) Selbst wenn seine Frau ungläubig ist, muß er dafür sorgen, daß seine Kinder sowohl zu Hause wie auch im Königreichssaal die richtige christliche Erziehung und Schulung erhalten, und er sollte alles tun, was ihm möglich ist, um seiner Frau behilflich zu sein, die Wahrheit des Wortes Gottes zu erkennen. Zudem sollte er seiner Frau die Freiheit gewähren, Gott auf ihre Weise anzubeten, und sie mag bisweilen darauf bestehen, die Kinder an ihre Stätte der Anbetung mitzunehmen. Da er ihr in der Sache der Gottesanbetung Freiheit läßt, mag dies sogar bedeuten, daß er sie gewähren läßt, während der Weihnachtszeit in einem Zimmer der Wohnung einen Christbaum aufzustellen, obwohl er, der gläubige Gatte, nicht zuläßt, daß weitere Räume des Hauses oder auch das Äußere der Wohnung (z. B. die Tür) dekoriert wird. Dadurch, daß er seiner Frau so Freiheit läßt, Gott nach ihrer Art anzubeten, beweist er, daß er sie so liebt wie sich selbst. — Eph. 5:28, 29.

      Auch kann der ungläubige Vater als Haupt des Hauses den Kindern die Religion vorschreiben. Weil aber die Mutter während der Abwesenheit des Vaters für das Benehmen der Kinder verantwortlich ist, muß sie ihnen richtige Grundsätze einpflanzen und kann ihnen, so wie sich die Gelegenheit bietet, Zeugnis geben. Dort, wo der Ehemann ernsten Widerstand entgegenbringt, mag es sein, daß sie die Kinder weder in den Dienst noch zu den Zusammenkünften mitnehmen kann, wenn er es verbietet. Aber sie kann auf verschiedene Weise fortfahren, die Kinder biblische Grundsätze und Wahrheiten zu lehren. Wenn die Kinder Fragen stellen, hat sie das Recht, sie zu beantworten.

      Angenommen, ein solcher Vater mache aus dem Fahnengruß eine Streitfrage. Da jeder Christ in Gottes Wort angewiesen wird, seinen Glauben und seine Handlungsweise zu verteidigen, hat eine Gott hingegebene Mutter das Recht, eine solche Verteidigung zu machen und eine Erklärung abzugeben, nicht nur vor ihren Kindern, sondern auch vor ihrem Mann, so daß alle Familienglieder verstehen, daß sie gewissenhaft christlichen Grundsätzen folgt. (1. Pet. 3:15) Da der Vater in diesem Fall dagegen ist, daß die Mutter die Kinder lehrt, sich gegenüber dem Fahnengruß auf schriftgemäße Weise zu verhalten, hätte die Mutter, außer der Aufgabe, den Kindern zu erklären, was die Schrift in der Sache sagt, kein Recht, darauf zu bestehen, daß die Kinder in dieser Hinsicht dem biblischen Grundsatz entsprechen, weil der Mann als Haupt des Hauses von den Kindern die Beteiligung an der Zeremonie verlangt. Die Kinder müßten die Wünsche des Vaters beachten, und die Mutter darf nicht einschreiten, indem sie den Lehrern einige Zeilen schreibt mit der Bitte, ihre Kinder wegen Abwesenheit bei der Zeremonie in der Schule zu entschuldigen. Wenn jedoch die Kinder, nachdem sie die Stellungnahme der Mutter beobachtet haben und erkennen, daß sie biblisch ist und somit dem Willen Gottes entspricht, wegen ihres eigenen Gewissens in der Schule und anderswo Stellung beziehen und sich weigern, an solchen Zeremonien teilzunehmen, dann ist natürlich ihre Handlungsweise nicht dem Drängen der Mutter zuzuschreiben, sondern entspricht ihrem freien Willen, und der Vater kann sie deswegen nicht tadeln. Schließlich trägt das Kind die Verantwortung dafür, gemäß seinem Gewissen selbst Stellung zu nehmen, und wenn sein Vater es bestraft, weil es sich aus Gewissensgründen von der Teilnahme an patriotischen Zeremonien zurückhält, dann leidet das Kind um der Gerechtigkeit willen. — 1. Pet. 2:19, 20.

      In Übereinstimmung mit dem in 1. Petrus 3:1-6 gegebenen Rat wird die Gott hingegebene christliche Frau eines Ungläubigen in ihrem Wandel beispielhaft sein, wird vor ihrem Mann tiefen Respekt bekunden und ihre Kinder das gleiche lehren. Doch wird sie es nicht unterlassen, sich aktiv an der wahren Anbetung zu beteiligen, und durch ihren treuen Wandel und durch das, was sie redet, wird sie sowohl auf ihren Mann als auch auf ihre Kinder einen machtvollen Einfluß ausüben, so daß auch sie gerettet werden können. — 1. Kor. 7:14, 16.

      Ein Kind, das für die vom gläubigen Elternteil aus der Bibel gelernten Wahrheiten Wertschätzung bekundet, läßt sich in der Handlungsweise, der es folgen muß, ebenfalls von christlichen Grundsätzen leiten. Der Ungläubige mag darauf bestehen, daß das Kind die Kirche besuche, und das minderjährige Kind, das seinen Eltern richtigerweise untertan ist, wäre hierzu verpflichtet; in der Kirche jedoch könnte es sich aus Gewissensgründen nicht an götzendienerischen Zeremonien beteiligen, und wenn es bei Diskussionen Gelegenheit hat, das Wort seines himmlischen Vaters zu verteidigen, wird es das tun. Wenn ein ungläubiger Elternteil von einem Kinde verlangt, etwas zu tun, was direkt im Widerspruch steht zu dem Gesetz Gottes, Jehovas, wird es sich von dem biblischen Rate leiten lassen: „Wir müssen Gott, dem Herrscher, mehr gehorchen als den Menschen.“ „Wer zu Vater oder Mutter größere Zuneigung hat als zu mir, ist meiner nicht würdig.“ „Kinder, gehorcht euren Eltern in Einheit mit dem Herrn; denn dies ist gerecht.“ — Apg. 5:29; Matth. 10:37; Eph. 6:1, NW.

      Somit bewerten Gott hingegebene Glieder eines geteilten Haushaltes in allen Lagen ihre Umstände richtig. Sie anerkennen, daß sie in erster Linie vor Gott verantwortlich sind, und demzufolge entsprechen sie den von Gott erteilten Anweisungen, nach denen das leitende Haupt eines Hauses anerkannt werden soll, und bekunden die Liebe und den tiefen Respekt, den sie ihm schulden.

  • Bekanntmachungen
    Der Wachtturm 1961 | 1. Juni
    • Bekanntmachungen

      PREDIGTDIENST

      Niemals hat es eine Zeit gegeben, in der es für die Glieder des Volkes Jehovas wichtiger gewesen wäre als heute, überall über ihren persönlichen Wandel zu wachen. Wir stehen an der Schwelle von Harmagedon, und in dieser Schlacht wird Jehova die alte Welt Satans und einen jeden vernichten, der sich gemäß ihren ungerechten Richtlinien benimmt. (2. Pet. 3:11-13) O ja, eine neue Welt der Gerechtigkeit steht vor den Toren! Eine Welt, in der nur Menschen leben werden, die einen rechten, gerechten Wandel führen. Darum bemühen sich Jehovas Zeugen ernstlich, über ihren Wandel zu wachen, indem sie nicht nur selbst Gottes Anforderungen studieren, sondern auch hingehen zu den Menschen, um auch ihnen in dieser kritischen Zeit anhand des Wortes Gottes Hilfe zu bieten. Das tun sie, indem sie in diesem Monat das lehrreiche Buch Vom verlorenen Paradies zum wiedererlangten Paradies gegen einen Beitrag von 3,75 DM (Österreich S 20; Schweiz 3.75 Fr.; Luxemburg 40 lfrs) anbieten.

      Tagestexte für Juli

      Schaustellung der Einheit aller Menschen guten Willens. — Ps. 133:1.

      1. [Ich] bitte …, damit sie eins seien, gleichwie wir eins sind. — Joh. 17:20, 22, NW. wX 1. 2. 61 5—7, 11

      2. Gewiß seid ihr daher nicht mehr Fremde und zeitweilig Ansässige, sondern ihr seid … Hausgenossen Gottes. — Eph. 2:19, NW. wX 15. 3. 60

      3. An dem Tage, wenn Gog in das Land Israel kommt …, da wird mein Grimm in meiner Nase aufsteigen … Und in meinem Eifer … habe ich geredet [werde ich zu reden haben, NW]. — Hes. 38:18, 19. wX 15. 4. 60 49

      4. Ob ihr daher eßt oder trinkt oder irgend etwas anderes tut, tut alles zur Verherrlichung Gottes. Hütet euch davor, Anlaß zum Straucheln zu geben. — 1. Kor. 10:31, 32, NW. wX 15. 2. 60 16, 17

      5. [Er, der] nicht bedurfte, daß jemand Zeugnis gebe von dem Menschen; denn er selbst wußte, was in dem Menschen war. — Joh. 2:25. wX 15. 6. 60 9—11

      6. Ich werde dich, Jakob, insgesamt bestimmt sammeln; ich werde die Übriggebliebenen Israels zusammenbringen. Zur Einheit werde ich sie bringen, wie eine Herde Schafe in die Hürde, wie eine Herde mitten auf ihrer Weide. — Micha 2:12, NW. wX 1. 2. 61 2, 3a

      7. Die Dinge, die aus dem Munde ausgehen, kommen aus dem Herzen, und diese Dinge verunreinigen einen Menschen. — Matth. 15:18, NW. wX 1. 8. 60 18, 19

      8. Schaffe mir, Gott, ein reines Herz, und erneuere in meinem Innern einen festen Geist! — Ps. 51:10. wX 1. 1. 61 32—34

      9. Tut sie … alle von euch weg: Zorn, Wut, Schlechtigkeit, Lästerworte und unzüchtiges Reden. — Kol. 3:8, NW. wX 15. 5. 60 4, 5a

      10. Obwohl ich von niemandem abhängig bin, habe ich mich allen zum Sklaven gemacht. — 1. Kor. 9:19, NW. wX 1. 6. 60 11, 12a

      11. Sie widmeten sich fortgesetzt der Lehre der Apostel und der Gemeinschaft, den Mahlzeiten und Gebeten. — Apg. 2:42, NW. wX 1. 5. 60 12a

      12. Wer bist du, daß du den Hausknecht eines anderen richtest? Er steht oder fällt seinem eigenen Meister. In der Tat, er wird aufrecht gehalten werden, denn Jehova vermag ihn aufrecht zu halten. — Röm. 14:4, NW. wX 1. 7. 60 18a

      13. [Ich] bitte …, damit sie alle eins seien. — Joh. 17:20, 21, NW. wX 1. 10. 60 5, 6

      14. Ertragt einander weiterhin und vergebt einander bereitwillig, wenn jemand eine Ursache zu einer Klage gegen einen anderen hat. — Kol. 3:13, NW. wX 15. 8. 60 8—10

      15. Und nun, was zögerst du? Steh auf, laß dich taufen. — Apg. 22:16, NW. wX 15. 7. 60 8a

      (Erklärung, wie Kommentare zu diesen Schrifttexten gefunden werden können: Die Zahlen, die dem Datum des Wachtturms folgen, beziehen sich auf die betreffenden Abschnitte im ersten Studienartikel. Folgt der Zahl ein „a“, so ist der Kommentar im zweiten Studienartikel, folgt ihr ein „b“, im dritten Studienartikel zu finden.)

      „WACHTTURM“-STUDIEN FÜR DIE WOCHE VOM

      2. Juli: Eltern, wie erzieht ihr eure Kinder? Seite 332.

      9. Juli: Eltern, beschützt das Leben eures Kindes durch genaue Erkenntnis! Seite 339.

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