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  • Wie früh mit der Belehrung der Kinder beginnen?
    Der Wachtturm 1972 | 15. Mai
    • Nieren werden frohlocken, wenn deine Lippen Geradheit reden.“ Zeigt, daß ihr diese Freude habt. Lobt und ermuntert euer Kind jedenfalls, wenn es gut lernt und die Wahrheiten des Wortes Gottes anwendet. Das tut dem Herzen des Kindes wohl und trägt dazu bei, daß es für die Belehrung aus Gottes Wort empfänglich bleibt.

      20. (a) Was kann euch Eltern helfen, die Liebe eures Kindes zu Jehova zu fördern? (b) Warum ist dies sehr wichtig?

      20 Ihr möchtet Liebe zu Gott in das Herz des Kindes pflanzen. So vergewissert euch denn, daß es Gott und seinen Sohn nicht nur von einer negativen Seite aus betrachtet, stets in Verbindung mit „Tu das nicht“ oder „Du sollst das nicht tun“. Helft eurem Kinde, Gottes Güte, seine Freundlichkeit und Freigebigkeit zu schätzen. Dann werdet ihr in Wahrheit Liebe zu Gott in das Herz eures Kindes pflanzen. Wie der Apostel Johannes schreibt: ‘Wir lieben, weil er uns zuerst geliebt hat.’ (1. Joh. 4:19) Es ist so wichtig, daß euer Kind es lernt, Gott aus Liebe dienen zu wollen, und nicht nur erkennt, daß es ihm dienen muß. Wenn Liebe nicht die Grundlage ist, wird der Dienst des Kindes nie zu einem dauernden und sich lohnenden Dienst werden. Indem ihr Nachdruck auf das legt, worauf der Nachdruck gehört — auf Gottes Güte und Barmherzigkeit —, wird euer Kind lernen, auf Gott zu vertrauen, und wird mit jener vollkommenen Liebe, die ‘die Furcht austreibt’, zuversichtlich zu ihm beten. — 1. Joh. 4:17, 18.

      21. Was müssen Kinder außerdem über den Umgang mit anderen Menschen lernen, wenn sie wahre Jünger Jesu werden sollen?

      21 Verbunden mit der Liebe zu Gott ist auch die Liebe zum Nächsten. Kleine Kinder sind von einer reizvollen, köstlichen Unschuld, die sie uns liebenswert macht. Dauert dies aber für immer an? Dieser Zustand entflieht, und das Leben des Kindes geht weiter. Was wird nun jene kindliche Unschuld ersetzen? Ihr könnt eurem Kind helfen, nicht nur reinlich und ordentlich zu sein, sondern auch respektvoll gegen alle, rücksichtsvoll, freundlich und hilfreich. Dies sind Eigenschaften, derentwegen wir Kinder weit mehr lieben als nur wegen ihrer Kindlichkeit. Die Bibel mit den Worten des Großen Lehrers hilft euch, euren Kindern zu zeigen, wie wichtig diese Eigenschaften sind. (Luk. 6:31; 1. Joh. 4:20, 21) Mit dieser Weisheit und mit wahrer Liebe zu euren Kindern könnt ihr ihnen beistehen, wahre Jünger des Sohnes Gottes zu werden.

      JETZT NOCH LERNEN

      22. Wie versuchen einige die nicht die beste Erziehung genossen haben, ihre Handlungsweise zu entschuldigen?

      22 Obwohl nun viel darüber gesagt worden ist, daß man den Kindern helfen soll, von dem Großen Lehrer zu lernen, ist doch dieses Lernen nicht auf die Tage unserer Kindheit beschränkt, oder vielleicht? Einige von euch ledigen jungen Männern und Frauen und einige von euch Verheirateten, ihr mögt das Empfinden haben, eure Eltern hätten euch nicht alle Hilfe geleistet, die ihr in den Tagen eurer Kindheit benötigt hättet. Ihr mögt jetzt den Wert gewisser Dinge erkennen, die sie euch hätten lehren können, es aber unterließen, vielleicht weil sie damals nicht Jünger des Großen Lehrers waren oder einfach weil sie die Notwendigkeit, mit euch zu studieren und euch regelmäßig beizustehen, nicht völlig verstanden hatten. Werdet ihr das jetzt als eine Entschuldigung für ein Benehmen benutzen, das nicht den biblischen Maßstäben entspricht? Wenn eure Aufmerksamkeit auf gewisse üble Gewohnheiten gelenkt wird, werdet ihr da sagen: „Gebt nicht mir die Schuld, gebt sie meinen Eltern! Sie haben mich so erzogen. Ich kann nichts dafür.“? Sind das vernünftige Argumente?

      23. Welche Beispiele aus unserer Zeit zeigen, daß jedermann sein Leben nach den Lehren Jesu ausrichten kann, wenn er wirklich will?

      23 Wenn wir im Wachtturm und im Jahrbuch Berichte lesen, lernen wir Männer und Frauen kennen, die zuweilen die schlimmste Vergangenheit hatten — und doch änderten sie sich. Gottes Wort zeigt, daß Personen von allen Arten, Personen, die Schlechtes getrieben haben, sich ändern können und sich geändert haben und wahre Jünger des Sohnes Gottes geworden sind. Ihr werdet keinen Nutzen davon haben, wenn ihr in eurem Leben ständig eure Eltern wegen ihrer Versäumnisse anklagt. Ihr habt jetzt eine günstige Gelegenheit, vom Großen Lehrer zu lernen, und er kann euch helfen, eure Persönlichkeit umzugestalten, damit sie der seinen entspreche, und euren Sinn umzuwandeln, indem ihr von falschen Wegen abweicht und ein reines Herz und einen neuen Geist entwickelt. (Ps. 51:10) Die einzige Frage ist: Wollt ihr das wirklich?

      24. Wodurch hilft Gott allen, die ewiges Leben erlangen möchten, die nötigen Änderungen vorzunehmen?

      24 Die Weisheit, die ihr durch Gottes Sohn empfangen könnt, reicht aus, alle eure Probleme zu lösen, und Gottes Geist ist mächtig genug, euch zu helfen, eine ungünstige Vergangenheit, eingefleischte Gewohnheiten, eine verkehrte Denkweise und falsche Bräuche zu überwinden. Denkt daran: ‘Wer Weisheit findet, wird bestimmt Leben finden, wer aber Weisheit verfehlt, wird seiner Seele Gewalt antun.’ Zeigt, daß ihr das Leben, nicht den Tod liebt, indem ihr diese Weisheit von ganzem Herzen sucht. Bemüht euch weiterhin jeden Tag vom Großen Lehrer zu lernen.

  • Welche Art von Reue führt zu „Zeiten der Erquickung“?
    Der Wachtturm 1972 | 15. Mai
    • Welche Art von Reue führt zu „Zeiten der Erquickung“?

      An eine Volksmenge, die sich in Salomos Säulenhalle im Tempel in Jerusalem versammelt hatte, richtete der Apostel Petrus die Aufforderung: „Bereut daher und kehrt um, damit eure Sünden ausgelöscht werden, so daß Zeiten der Erquickung von der Person Jehovas kommen mögen.“ — Apg. 3:11-19.

      Was bedeutete es für diese Menschen, ‘zu bereuen und umzukehren’? Inwiefern hätte dies zu „Zeiten der Erquickung“ geführt? Läßt sich dies auch auf unsere Zeit anwenden?

      WAS REUE BEDEUTET

      In den Tagen des Apostels Petrus sprachen die Juden hebräisch und griechisch. In diesen beiden Sprachen bezieht sich das Wort, das den Begriff „Reue“ wiedergibt, auf eine Änderung: eine Sinnesänderung, eine Änderung der Einstellung oder der Absicht.

      Der griechische Ausdruck metanoéo ist eine Zusammensetzung der beiden Wörter metá, was „nachträglich“ bedeutet, und noéo, ein Wort, das mit nous verwandt ist, was Sinn, Gesinnung oder sittliches Empfinden bedeutet. Metanoéo bedeutet demnach buchstäblich „nachträglicher Gedanke“. Es entspricht ungefähr unserem Ausdruck „sich hinterher über etwas Gedanken machen“, und diese nachträglichen Gedanken können eine Sinnesänderung bewirken. Oft empfindet man aufgrund einer solchen Änderung Bedauern, man spürt Gewissensbisse oder ist unzufrieden über das, worüber man sich Gedanken gemacht hat, ja man mag es sogar verabscheuen.

      Petrus sprach aber nicht von einer gewöhnlichen Sinnesänderung. Er hatte seinen Zuhörern vorher gezeigt, daß sie mitschuldig waren am Tode Jesu Christi, den Gott zum „Hauptvermittler des Lebens“ gemacht hatte. Obwohl sie und auch ihre Vorsteher aus Unwissenheit gehandelt hatten, trugen sie daran Schuld, da sie die unterstützt und begünstigt hatten, die der Wahrheit, einschließlich der Prophezeiungen in den Hebräischen Schriften über das Kommen des Messias, widerstanden.

      Zu welcher Art von „Änderung“ forderte Petrus also seine Zuhörer auf? Sollten sie lediglich Gewissensbisse wegen des Todes eines unschuldigen Mannes spüren und den Entschluß fassen, sich nie mehr eines solchen Verbrechens

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