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  • Petrus, der Apostel mit den Schlüsseln
    Der Wachtturm 1952 | 15. Januar
    • einer von jenen, zu denen Christus gesagt hatte: „Ihr werdet Zeugen sein von mir, sowohl in Jerusalem als auch in ganz Judäa und Samaria und bis zum entferntesten Teil der Erde.“ (Apg. 1:8, NW) Auch die besondere Verantwortlichkeit des Aposteltums ruhte auf den starken Schultern dieses „Menschenfischers“, und in dieser Eigenschaft ordnete Petrus an, dass ein anderer erwählt werde, den Platz des gesetzlosen Judas einzunehmen. — Apg. 1:15-26.

      Und dann gab es noch die Schlüssel der Erkenntnis, die Petrus anvertraut wurden. Der erste wurde zu Pfingsten benutzt. Ein grosses Geräusch gleich dem Rauschen des Windes, Zungen von Feuer auf den Häuptern jener Versammelten, dann eine bestürzte und verwirrte Menge Menschen vieler Nationalitäten, die sich versammelten, um das Evangelium in ihren eigenen Sprachen zu hören — welche Bedeutung hatte all dies? Petrus stand auf und schloss mit dem ersten „Schlüssel“ geschickt ihr Verständnis auf, indem er ausrief: „Bereuet, und lasst euch ein jeder taufen“, und „Lasst euch retten aus dieser verdrehten Generation“. Die Türe der Gelegenheit öffnete sich so, und etwa 3000 Juden traten ein und wurden getauft. — Apg. 2:1-41, NW.

      Angefeuert durch heiligen Geist, gebrauchte Petrus seine Wundergaben des Heilens und Kräfte der Wahrnehmung, um andere zu überzeugen, dass Jehova Gott ist, und dass dessen Hauptvermittler und Austeiler des Lebens der auferstandene Christus ist. Unerschrocken predigte er und wirkte Wunder an öffentlichen Stätten, indem er jede Art Krankheit heilte, auch Lahme, und selbst Tote auferweckte. (Apg. 3:1-16; 5:12-16; 9:32-42) Drohungen, Verhaftungen, Auspeitschungen und Verfolgung von seiten der neidischen und bösen Klasse der Geistlichkeit brachten ihn nicht zum Stillstand. Als geboten wurde, nicht mehr zu predigen, sagte Petrus zum religiösen Gericht: „Ob es vor Gott gerecht ist, mehr auf euch zu hören als auf Gott, möget ihr entscheiden. Wir aber, wir können nicht aufhören, von den Dingen zu reden, die wir gesehen und gehört haben.“ „Wir müssen Gott, dem Herrscher, mehr gehorchen als Menschen.“ (Apg. 4:19; 5:29, NW) Auch inmitten der Versammlung war Petrus nicht weniger eifrig, seinen Verantwortlichkeiten nachzukommen, wie zum Beispiel im Falle von Ananias und Sapphira. (Apg. 5:1-11) Wiederum, als Petrus und Johannes als Diener zu den Brüdern nach Samaria gesandt wurden, damit diese heiligen Geist empfangen möchten, und ein irregeleiteter Simon durch Bestechung apostolische Kräfte zu erlangen suchte, erklärte Petrus: „Möge dein Silber mit dir zugrundegehen.“ — Apg. 8:14-20, NW.

      Es war nun hohe Zeit für Heidennationen, etwas von Jehovas Weg der Rettung zu erfahren; somit wurde der mit den „Schlüsseln“ betraute Apostel berufen, den zweiten zu gebrauchen und den Weg zu öffnen. Dies tat er, und Kornelius, der römische Soldat, und seine Hausgenossen waren die ersten Nichtjuden, welche die hohe Berufung zum himmlischen Königreich annahmen. (Apg. 10:1 bis 11:18) Kurz nachher wurde Petrus von Herodes gefangengenommen, und er wäre zu Tode gebracht worden, hätte ihn nicht Jehovas Engel durch ein Wunder in Freiheit gesetzt. (Apg. 12:1-17) Das Werk des Petrus war noch nicht beendet.

      Es scheint, dass Petrus die meiste Zeit seines Lebens in jüdischen Gemeinden a u s s e r h a l b Jerusalems verbrachte, ausser wenn er von seinem Dienste unterwegs wegen einer Frage über die Beschneidung der Nichtjuden hereingerufen wurde. (Apg. 15:1-21; Gal. 2:7-9) Indes gibt es keine Spur eines Beweises, dass er je Rom erreichte, doch wissen wir, dass er in Babylon, kurz bevor er starb, zwei Briefe schrieb. (1. Pet. 5:13) In diesen zeigt er klar, dass Christus, nicht Petrus, der „Grundeckstein“ der Kirche ist. (1. Pet. 2:4-6) Nirgends erhebt er Anspruch auf das Primat oder die Unfehlbarkeit, noch spricht er von einem Nachfolger, dem er seine „Schlüssel“ gegeben hätte. Im Gegenteil, Petrus war theokratisch und gab allen Christen ein gutes Beispiel in Sanftmut, Demut und Reue sowie in Eifer und Hingabe an die Interessen der neuen Welt.

  • Ein afrikanischer Häuptling erkennt des Hirten Stimme
    Der Wachtturm 1952 | 15. Januar
    • Ein afrikanischer Häuptling erkennt des Hirten Stimme

      ● Da ich hörte, dass eine grosse Versammlung von Leuten aus verschiedenen Orten im Kral [in der Eingeborenengemeinde] eines der obersten Häuptlinge stattfinden sollte, und dass auch er zugegen sei, ging ich mit einigen Brüdern hin, um den dort Versammelten Zeugnis zu geben. Während ich Zeugnis gab, veranlasste ein Beamter, den ich kannte, dass ich unter den Rednern sein würde, welche am nächstfolgenden Sonntag zur Versammlung sprechen sollten. Am Sonntag kamen wir und versammelten uns auf der Aussenseite des Kralhofes. Es waren mehr als 600 Leute zugegen. Wir waren überrascht, Vertreter von verschiedenen Glaubensbekenntnissen und Konfessionen anwesend zu finden. Die ersten, die Ansprachen hielten, waren die Abafundisi [die örtliche Religionskultgemeinschaft]. Sie sprachen von der Auferstehung Christi, da es für sie Ostersonntag war. Dann wurde ich aufgerufen. Ich erhob mich und hielt meine Rede „Friede auf Erden — Wann?“ Zuerst bemerkte ich ihr Erstaunen, dass ich dieses Thema gewählt hatte, statt etwas über Ostern zu sagen. Danach lauschten sie alle aufmerksam, und einige von ihnen nickten zustimmend. Als ich auf den obersten Häuptling blickte, sah ich, dass er lächelte — offenbar ist er ein Mann, der gern biblische Tatsachen hört. Es schien, dass die mir eingeräumte Zeit zu knapp sei, um meine Ansprache zu Ende zu führen, und während ich noch redete, veranlasste der Häuptling, dass man mir mehr Zeit einräumen möchte. Nachdem ich geschlossen hatte, sprachen zwei andere. Danach erhob sich der Häuptling und fasste die Ansprachen zusammen. Zuerst dankte er mir, dass ich gekommen sei und seinen Leuten die Wahrheit gesagt habe. Dann sagte er den Zuhörern, ich sei der einzige gewesen, der Leute, wie er es selbst sei, welche die biblische Wahrheit lieben, zu überzeugen vermocht hätten. Dann missbilligte er das, was die Abafundisi den Leuten gesagt hatten, indem er bemerkte, die Bibel zeige, dass diese das Volk irreführen. Er lud uns auch ein, zu einer grossen Versammlung zu sprechen, die in seinem königlichen Kral stattfinden sollte.

  • „Mit stammelnden Lippen und in anderer Sprache“
    Der Wachtturm 1952 | 15. Januar
    • „Mit stammelnden Lippen und in anderer Sprache“

      Ungeachtet, wie fremd einem Missionar ein anderes Land und eine andere Sprache vorkommen mag, ruht doch des Herrn Segen auf seinen aufrichtigen Bemühungen, wie folgende Erfahrung aus Peru deutlich zeigt: „Als ich den Boden in einem ganz neuen Gebiet mit einer ganz neuen Sprache aufbrechen musste, dachte ich, mein erster Tag, da ich das Evangelium in Spanisch zu predigen versuchte, werde niemals enden. Und doch endete er, und eine frohe Überraschung wartete schon auf mich. Als ich am zweiten Tage, da wir hier arbeiteten, an eine Tür klopfte, sprach ich noch ein kurzes Gebet und hoffte, dass diese armen Leute doch etwas aus dem Zeugnis entnehmen könnten, das ich in recht dürftigem Spanisch geben musste. In dieser Wohnung bekundeten Mutter und Tochter sehr viel Interesse, besonders als ihnen aus der Bibel der wahre Sinn des Wortes ‚Hölle‘, der Zustand der Toten usw., erklärt wurde, und für die folgende Woche wurde ein Heimbibelstudium verabredet. Man stelle sich meine Überraschung vor, als ich zurückkehrte und nicht nur zwei, sondern zehn Leute zum Studium vorfand! Dieses Studium konnte seither ohne Unterbrechung fortgesetzt werden, und bisweilen haben dreizehn auf einmal daran teilgenommen. Nach drei Monaten des Studiums und des Verbundenseins mit dieser lieben Familie wurden fünf davon tätige Prediger des Evangeliums, und einige der andern werden sich binnen kurzem ebenfalls anschliessen. Zu unserer grossen Freude sind verschiedene andere in der Nachbarschaft ebenfalls tätige Königreichsverkündiger geworden, und nun ist dieses Heim ein Zentralpunkt, wo sich Evangeliumsdiener regelmässig zur Tätigkeit, zum Predigen des Evangeliums, versammeln.“

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