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Ordnet euch unter — wem?Der Wachtturm 1963 | 1. Januar
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Gericht in Jerusalem sagten: „Man muß Gott mehr gehorchen als Menschen.“ — Apg. 5:29.
39. Welche Anweisungen des Apostels Paulus werden wir daher befolgen, und woran wollen wir stets denken?
39 Wir werden die Anweisungen des Apostels Paulus befolgen — alles, was er von der Unterordnung unter den Ehegatten, unter den Sklavenbesitzer und die weltlichen, politischen Regierungen und Behörden sagt und auch von anderen Angelegenheiten des Lebens. Das wollen wir tun, „damit die, welche zum Glauben an Gott gekommen sind, allen Eifer darauf verwenden, sich in guten Werken zu betätigen: — das ist etwas Schönes und für die Menschen Segensreiches“. — Titus 3:8, Me.
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Ordnet euch „aller menschlichen Einrichtung“ unterDer Wachtturm 1963 | 1. Januar
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Ordnet euch „aller menschlichen Einrichtung“ unter
1. Wer besitzt heute die größte Freiheit? Doch wie könnten sie sie verlieren?
FREIE Menschen müssen sorgfältig darauf achten, daß sie ihre Freiheit nicht mißbrauchen, daß sie sie nicht als Deckmantel für selbstsüchtige, gesetzlose Taten benutzen. Die größte Freiheit besitzen heute jene Menschen, die von der Herrschaft des „Fürsten dieser Welt“, Satans des Teufels, welcher der „Gott dieser Welt“ und Jehovas größter Widersacher ist, befreit worden sind. (Joh. 12:31; 2. Kor. 4:4) Diese Menschen sind frei gemacht worden von den Banden des Truges, der Unwissenheit und des Aberglaubens. „Wenn i h r in meinem Worte bleibet, so seid ihr wahrhaft meine Jünger; und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen“, sagte Jesus Christus und fügte noch hinzu: „Jeder, der die Sünde tut, ist der Sünde Sklave. Der Sklave aber bleibt nicht für immer in dem Hause; der Sohn bleibt für immer. Wenn nun der Sohn euch frei machen wird, so werdet ihr wirklich frei sein.“ (Joh. 8:31, 32, 34-36, Fußnote) Diese Jünger sind von den unwahren Überlieferungen der Menschen und den Philosophien dieser Welt, durch die die Menschen versklavt und in eine Schablone gepreßt werden, befreit. Sie sind keine Sklaven der Sünde, die nicht frei sind, das Rechte zu tun. Würden sie aber ihre Freiheit mißbrauchen, indem sie zügellos würden und ihre Freiheit als Deckmantel für selbstisches, gesetzloses Tun benutzen, so würden sie ihre Freiheit verlieren. Sie würden Sklaven der Sünde, Sklaven des Unrechts werden.
2. Worin unterscheiden sich wahre Christen von Scheinchristen im Gebrauch der Freiheit?
2 Die Scheinchristen mißbrauchen ihre Freiheit. Wahre Jünger Christi mißbrauchen ihre Freiheit nicht, weil sie sich vom Worte Gottes leiten lassen. Sie sind weise. Sie wissen, daß man Unannehmlichkeiten und Schwierigkeiten mit den menschlichen Obrigkeiten bekommt, wenn man seine Freiheit mißbraucht.
3. Wann schrieb Petrus seinen ersten Brief, an wen schrieb er ihn und wie sprach er sie an?
3 Christen halten sich an das Wort Gottes wie es durch den ersten Brief des Apostels Petrus, den er an Christen schrieb, zum Ausdruck gebracht wird. Petrus schrieb diesen Brief, den er an die Christen in Kleinasien richtete, das damals zum Römischen Reich gehörte — heute gehört jenes Gebiet zur Türkei —, zwischen 62 und 64 n. Chr. oder etwa um die Zeit, in der der Apostel Paulus seinen Brief an Titus schrieb. Petrus sprach diese Christen nicht als Personen an, die da, wo sie wohnten, heimatberechtigt waren, nicht als Eingeborene, sondern als „Fremdlinge“ „von der Zerstreuung von Pontus, Galatien, Kappadocien, Asien und Bithynien“. — 1. Petr. 1:1.
4, 5. (a) Worauf zu achten war für Christen besonders wichtig, da sie nur „Fremdlinge“ waren? (b) Wozu forderte sie Petrus in seinem Brief deshalb auf?
4 Da sie nur „Fremdlinge“ waren, war es für sie besonders wichtig, darauf zu achten, daß sie ihre christliche Freiheit nicht mißbrauchten. Sonst wären sie von der Bevölkerung, unter der sie als Fremdlinge lebten — weil Christen nicht von der Welt sind, obschon sie in der Welt sind —, mißverstanden oder ungerecht behandelt worden. (Joh. 17:14-16) Heute sind wahre Christen, wie es die Gott hingegebenen und getauften Zeugen Jehovas sind, sowohl in der Türkei als auch in allen übrigen Ländern der Welt Fremdlinge, weil sie eine neue Ordnung erwarten. (2. Petr. 3:13) Sie nehmen sich die folgenden Worte des Apostels Petrus zu Herzen, die er schrieb, um wahre Christen davor zu warnen, ihre Freiheit in Christus zu mißbrauchen:
5 „Geliebte, ich ermahne euch als Fremdlinge, und als die ihr ohne Bürgerrecht seid, daß ihr euch enthaltet von den fleischlichen Lüsten, welche wider die Seele streiten, indem ihr euren Wandel unter den Nationen ehrbar führet, auf daß sie, worin sie wider euch als Übeltäter reden, aus den guten Werken, die sie anschauen, Gott verherrlichen am Tage der Heimsuchung. Unterwerfet euch [nun] aller menschlichen Einrichtung [Schöpfung, Weizsäcker] um des Herrn willen: es sei dem Könige als Oberherrn, oder den Statthaltern als denen, die von ihm gesandt werden zur Bestrafung der Übeltäter, aber zum Lobe derer, die Gutes tun. Denn also ist es der Wille Gottes, daß ihr durch Gutestun die Unwissenheit der unverständigen Menschen zum Schweigen bringet: als Freie, und die nicht die Freiheit zum Deckmantel der Bosheit haben, sondern als Knechte Gottes. Erweiset allen Ehre; liebet die Brüderschaft; fürchtet Gott; ehret den König.“ — 1. Petr. 2:11-17.
6. Warum besteht kein stichhaltiger Grund für die Annahme, daß mit dem Ausdruck „dem Könige als Oberherrn“ Jesus Christus gemeint sei?
6 Wer ist dieser König? Wer sind die Statthalter, die der König sendet? Meinte Petrus, der ja seinen Brief an christliche Versammlungen schrieb, mit dem Ausdruck „dem Könige als Oberherrn“ Jesus Christus, das Haupt der Christenversammlung? Es besteht kein stichhaltiger Grund für eine solche Annahme. In seinem ersten Brief erwähnt Petrus das Reich Gottes nie direkt; was einer Bezugnahme darauf am nächsten kommt, sind Petri Worte, daß die Christen, die durch Gottes Geist geheiligt seien, „ein königliches Priestertum, eine heilige Nation“ seien, was bedeutet, daß sie Könige und Priester sind. (1. Petr. 1:2; 2:9) Aber Petrus bezeichnet Jesus Christus nicht als König. Petrus nennt ihn immer Herr. Das tut er sogar in 2. Petrus 1:11, wo wir lesen: „Denn also wird euch reichlich dargereicht werden der Eingang in das ewige Reich unseres Herrn und Heilandes Jesus Christus.“a
7. Wie zeigt Petrus, ob er einen König innerhalb oder außerhalb der Christenversammlung meint?
7 Wer ist also der „König“, von dem in 1. Petrus 2:13, 17 die Rede ist? Es ist nicht der Herr Jesus Christus, noch Jehova Gott, „der König der Ewigkeit“. Petrus unterscheidet zwischen Gott und „dem König“, indem er sagt: „Fürchtet Gott; ehret den König.“ Wo sieht Petrus die Christen, denen er gebietet, den König zu ehren? In der Christenversammlung oder draußen in der Welt mit ihrem römischen Kaiser und seinen ihm unterstellten Königen und Statthaltern? Schreibt Petrus den Christen, wie sie in der Versammlung, oder, wie sie außerhalb der Versammlung unter den Menschen dieser Welt wandeln
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