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Liebe den Nächsten, nicht die WeltDer Wachtturm 1961 | 1. November
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ist von der Welt. Und die Welt vergeht und ihre Lust; wer aber den Willen Gottes tut, bleibt in Ewigkeit.“ — 2. Tim. 4:10, NW; 1. Joh. 2:15-17.
DEN NÄCHSTEN LIEBEN? SICHERLICH!
Die Welt nicht zu lieben bedeutet jedoch nicht, daß der Christ heute seinen Nächsten nicht lieben dürfte oder nicht lieben würde. Er macht einen Unterschied zwischen dem System der Dinge, das unter Satans Gewalt steht, und den Personen, die von Satan gefangengehalten werden, den Mitmenschen. Er liebt seinen Nächsten wie sich selbst, und daher handelt er mit seinem Nächsten so, wie er wünscht, daß sein Nächster mit ihm handle. Er ist immer bereit, seinem Nächsten Hilfe zu bieten, wenn die Umstände es erfordern, gleichwie es der christliche Lastwagenfahrer tat, der zu Beginn dieser Betrachtung erwähnt wurde. Gleich dem Samariter in Jesu Gleichnis benutzt er die sich bietenden Gelegenheiten, jemandem beizustehen, der in Not geraten ist. Er beachtet das Gebot, allen Menschen Gutes zu tun, wie sich ihm eine Gelegenheit dazu bietet, und besonders den Mitchristen. — Luk. 10:30-37; Gal. 6:10.
In ihrem Wunsche, die Freundschaft mit der Welt zu vermeiden, mag es Gott hingegebenen Christen aber in dieser Hinsicht etwas an Einsicht mangeln. Weil sich die christlichen Prediger Gott hingegeben haben, um seinen Willen zu tun, mögen sie zu dem Gedanken neigen, die einzige Art eines Beistandes, den sie leisten könnten, sei der geistliche Beistand; doch ist dem nicht so. Dieser ist allerdings der wichtigste Beistand, doch gibt es Zeiten, in denen ein Nächster materielle oder physische Hilfe braucht, und dann sollte man diese leisten, wenn man es kann, obwohl man sich nicht durch Sentimentalität zu weit treiben lassen darf, da man dadurch in das andere Extrem fallen würde.
Ja, wenn der Christ auch immer bereit ist, gemäß seinen Mitteln und den Bedürfnissen einem anderen materielle Hilfe zu gewähren, darf er doch nie vergessen, daß alle, die heute in der Welt noch Gerechtigkeit lieben, dringende geistige Bedürfnisse haben. Sie ermangeln der Erkenntnis und des Verständnisses mit Bezug auf Jehova Gott, seinen Namen, sein Wort und seine Vorsätze und auch in bezug auf seinen Willen, sie betreffend. Wenn sich Christen fleißig bemühen, diese geistigen Bedürfnisse zu befriedigen, ist das die beste Art, dem Nächsten Liebe zu erweisen, denn es steht geschrieben: „Weisheit bietet Schutz, gleichwie Geld ein Schutz ist; aber der Vorzug der Erkenntnis besteht darin, daß Weisheit ihre Besitzer am Leben erhält.“ — Pred. 7:12, NW.
Christen müssen viel Nächstenliebe haben, um regelmäßig, bei jedem Wetter, von Haus zu Haus zu gehen, die Beschimpfungen und die Gleichgültigkeit, und was es sonst noch alles gibt, zu übersehen und andere anzuspornen, Gottes Vorkehrungen, die er für das ewige Leben getroffen hat, kennenzulernen. All dies würden sie nicht tun, wenn sie die Welt liebten. Sollten wir also die Welt lieben? Nein! Sollten wir unseren Nächsten lieben? Sicherlich!
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„In Unkenntnis über die Religion“Der Wachtturm 1961 | 1. November
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„In Unkenntnis über die Religion“
„Auf den Philippinen stellen gutgesinnte Katholiken oft die Frage: ‚Wie sollen wir dem Wachstum der Zeugen Jehovas und anderer ähnlicher Sekten einen Riegel vorschieben?‘ Der einzig sichere Weg für Katholiken wäre anscheinend, sich mehr Kenntnisse über die eigene Religion zu verschaffen und diese Religion auszuüben. Tatsächlich ist es die Unkenntnis über die Religion, durch die diese Organisation in Ländern, wo sie eingeführt wird, den stärksten Antrieb erhält. Denn nur, wenn wir so weit kommen, unsere eigene Religion zu kennen, wenn wir also nicht bloß in sie hineingeboren worden sind, und wenn wir unsere Religion ausüben (wie das von guten Katholiken überall erwartet wird), brauchen wir das ‚Türklopfen‘ von jenen nie zu fürchten, die darauf abzielen, uns einen Ersatz für den Glauben darzubieten, in dem wir geboren und aufgezogen worden sind und in dem wir leben.“ — Home Life, eine katholische Zeitschrift, die auf den Philippinen gedruckt wird.
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