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  • Sind unsere Kontinente in Bewegung?
    Erwachet! 1977 | 22. September
    • zusammenfassende Theorie, die eine Erklärung für die Lithosphäre bildet [die bis in 1 000 oder 1 200 km Tiefe reichende Gesteinshülle der Erde; umfaßt die Erdkruste und den oberen Bereich des Erdmantels]. Freilich müssen wir vorsichtig sein. Andere Theorien hatten auch den Anschein, vielversprechend zu sein, doch auf die Dauer haben sie sich als unrichtig erwiesen. Die Theorie der Plattentektonik ist immer noch nicht mehr als eine Theorie.“

      Ungeachtet dessen, ob die Theorie der tektonischen Platten im Laufe der Zeit standhalten und sich als richtig oder falsch erweisen wird, haben wir eine Fülle von Beweisen für die Größe der Macht und der Weisheit des Schöpfers der Erde. Über ihn schrieb der Psalmist: „Vor langem hast du die Grundlagen der Erde selbst gelegt, und die Himmel sind das Werk deiner Hände“ (Ps. 102:25). Geologen bleiben heute immer noch auf die Fragen, die Jehova vor Tausenden von Jahren an Hiob richtete, die Antwort schuldig: „Wo befandest du dich, als ich die Erde gründete? Teile es mir mit, wenn du Verständnisvermögen hast. Wer hat ihre Maße festgesetzt, falls du es weißt, oder wer hat über sie die Meßschnur ausgespannt? Worin sind ihre Einstecksockel eingesenkt worden, oder wer hat ihren Eckstein gelegt?“ (Hiob 38:4-6).

  • Tagalog — eine vielseitige Sprache
    Erwachet! 1977 | 22. September
    • Tagalog — eine vielseitige Sprache

      Vom „Awake!“-Korrespondenten auf den Philippinen

      GEMÄSS der Bibel kommen die, die die „große Volksmenge“ bilden und Gott lobpreisen, aus „allen Nationen und Stämmen und Völkern und Zungen“ (Offb. 7:9). Eine der „Zungen“, die zur Erfüllung dieser Prophezeiung beitragen, ist die Philippinensprache, die man als Tagalog (sprich Tagálog) bezeichnet. Vielleicht hast du noch nie etwas über diese Sprache gehört, doch da sie gegenwärtig in der Philippinischen Republik große Bedeutung erlangt, wäre es von Nutzen, dich damit bekannt zu machen.

      Wenn man von irgendeinem Land sagen kann, daß es ein Sprachproblem hat, dann von der Philippinischen Republik. Bei einer Bevölkerung von ungefähr vierzig Millionen gibt es mehr als achtzig verschiedene Sprachen, die gegenwärtig gesprochen werden und von denen einige wiederum in eine Anzahl von Dialekten aufgeteilt sind.

      Tagalog wird von mehreren Millionen Leuten gesprochen, die hauptsächlich in den Provinzen des mittleren Teils von Luzon, der größten Insel der nördlichen Philippinen, wohnen. Allerdings entwickelte es sich zur Landessprache; man nennt sie Pilipino, und die Regierung fördert sie durch die Filmindustrie und durch Fernsehprogramme, damit sie möglichst jeder erlernt und zumindest als zweite Sprache gebraucht. Wieso? Dadurch wird in diesem Land der Zersplitterung mit all ihren Mißverständnissen und Verwaltungsproblemen entgegengewirkt.

      Zusammen mit allen anderen Hauptdialekten der Philippinen gehört Tagalog zu der sogenannten „indonesisch-polynesischen“ Sprachgruppe. Außerdem ist es eine agglutinierende Sprache, und sie besteht daher aus einer Anzahl Wurzelwörtern, die eine zusätzliche Bedeutung erhalten, indem man Silben hinzufügt. Zum Beispiel kann das Wurzelwort awit, das „Gesang“ bedeutet, in verschiedenen Formen auftreten: mang-aawit (Sänger), umawit (singen), awitan (besungen werden) und mag-awitan (zusammen singen) usw. Gemäß einem kürzlich herausgegebenen Wörterbucha kann man mit Hilfe dieser Wurzeln und Zusätze einen Wortschatz aufbauen, der buchstäblich aus Millionen von Wörtern besteht.

      Interessant für den Ausländer sind die Unterschiede zwischen Tagalog und den Sprachen des Westens. In alltäglichen Dingen beispielsweise ist Tagalog oft viel präziser als Deutsch. Die deutsche Sprache hat nur ein Wort für Reis, ganz gleich, ob er auf dem Feld steht oder sich bereits auf dem Tisch befindet. In Tagalog dagegen heißt der Reis auf dem Feld palay, befindet er sich dagegen in der Küche und ist noch nicht gekocht, so nennt man ihn bigas. Gekochter Reis heißt kanin, und im gebratenen Zustand nennt man ihn sinangag. Tagalog liefert auch eine sehr präzise Beschreibung, wenn Gegenstände getragen werden. Trägst du beispielsweise eine Kiste oder eine Büchertasche, so verrät das Wort, das du gebrauchst, ob du sie in der Hand, auf der Schulter, auf dem Kopf, am Arm oder unter dem Arm trägst.

      Andererseits kennt das Tagalog einige Unterscheidungen nicht, die in europäischen Sprachen sehr wichtig sind. Asawa bedeutet „Ehemann“ oder „Ehefrau“; anak ist „Sohn“ oder „Tochter“; kapatid ist „Bruder“ oder „Schwester“; und siya bedeutet „er“ oder „sie“. Erweist es sich wegen der Vermeidung von Zweideutigkeit als notwendig, das Geschlecht des Betreffenden anzugeben, so wird das Wort für „männlich“ oder „weiblich“ hinzugefügt. Mit anderen Worten: Im Deutschen wird man aufgrund des Gebrauchs von „er“ oder „sie“ ständig daran erinnert, ob es sich in einem Gespräch um einen Mann oder eine Frau handelt, wogegen man in Tagalog vielleicht nur zu Beginn des Gesprächs einen Hinweis erhält. Überhörst du das, so kann es sein, daß du während der ganzen Unterhaltung denkst, es werde über einen Mann gesprochen, um dann nachher festzustellen, daß es in Wirklichkeit um eine Frau ging.

      Im Jahre 1521 kamen die Spanier und kolonisierten schließlich das Land, worauf eine mehr als 300 Jahre lange Unterwerfung folgte. In der tagalischen Sprache kommt das durch mehrere tausend Wurzelwörter zum Ausdruck, die aus dem Spanischen übernommen wurden, doch werden sie gewöhnlich etwas anders geschrieben, um sie der Sprechweise der Filipinos anzugleichen. Will jemand aus dem Westen den Dialekt lernen, so kommt ihm natürlich dieser Zufall der Geschichte sehr zugute. Manchmal existieren Wörter aus dem Spanischen und dem einheimischen Tagalog nebeneinander. Beispielsweise werden für „können“ oder „in der Lage sein zu“ wahlweise puede (Spanisch) und maaari (Tagalog) verwendet; die beiden Wörter pero (Spanisch) und nguni’t bedeuten „aber“ usw. Hin und wieder wird zur Verdeutlichung ein spanisches Wort gebraucht, wenn das tagalische etwas unklar zu sein scheint. Manchmal wird das ursprüngliche tagalische Wort vollständig durch ein spanisches ersetzt.

      Um die Jahrhundertwende kam der amerikanische Einfluß hinzu, der sich durch eine Anzahl englischer Wörter bemerkbar macht, die regelmäßig in Tagalog verwendet werden. Es ist jetzt tatsächlich so, daß jede Neuerung gewöhnlich in einer tagalischen Angleichung an das Englische ausgedrückt wird. „Basketball spielen“ heißt zum Beispiel magbaskethol. Magbus bedeutet „Bus fahren“. Jemand, der Englisch spricht, wird vielleicht manchmal darüber verblüfft sein, welch eigenartige Formen einige Wörter annehmen. In Manila kann er für „Fußbodenwachs auftragen“ in Anlehnung an das englische „floor“ (Boden) den Ausdruck nagfofloor wax hören. Im Gebiet von Manila werden englische Wörter tatsächlich parallel zu Wörtern aus dem einheimischen Tagalog und dem Spanischen verwendet.

      Diese Symbiose oder Wechselbeziehung zwischen Englisch, Spanisch und dem einheimischen Tagalog macht sich besonders bei Zahlen bemerkbar. Beim Zählen kann man wahlweise alle drei Sprachen hören. Bibelverse werden im allgemeinen mit spanischen Zahlen angegeben, wohingegen beim Geldzählen spanische oder englische Zahlen verwendet werden. Die Zahlen des Tagalog sind länger, so daß man sie häufig für kleine und Spanisch oder Englisch für große Zahlen verwendet.

      Es seien noch zwei weitere Merkmale des Tagalog erwähnt. Das eine betrifft die Länge der Sprache. Die englische Sprache neigt dazu, aus der Kürze eine Tugend zu machen. In Tagalog gibt es zwar viele kurze Wörter, doch einige Wörter und Redewendungen fallen wirklich sehr lang aus, so daß es Vortragsredner häufig vorziehen, aus einem englischen Vortrag einige Teile auszulassen, wenn er in Tagalog gehalten wird. Trotz allem hat diese Sprache gerade wegen der langen Wörter einen schönen Klang, und sie kann auch sehr würdevoll sein. Zum Beispiel ist der Ausdruck „durch Glauben an den Allmächtigen“ bündig und klar; man stelle sich jedoch den Nachdruck vor, der hinter der tagalischen Entsprechung dieser Redewendung steht: „sa pamamagitan ng pananampalataya sa Pinakamakapangyarihan-sa-lahat“.

      Ein weiterer Punkt, der den meisten Fremden auffällt, ist die außergewöhnliche Ehrerbietung, die in Tagalog zum Ausdruck kommt. Es gibt spezielle Wörter, die man verwenden kann, um älteren Personen Achtung zu zeigen. Die Kinder werden dazu erzogen, diese Wörter zu verwenden, wenn sie mit ihren Eltern sprechen. Außerdem gibt es besondere Formen des Verbs, die Steigerungsstufen der Höflichkeit und Achtung darstellen, um einen Unterschied zur Vertrautheit zu schaffen. Richtig angewandt, sind diese Formen dem Ohr sehr angenehm.

      Ja, Tagalog ist eine sehr interessante und sehr wichtige Philippinensprache auf den 7 000 Inseln, die die Philippinische Republik bilden. Jehovas Zeugen bedienen sich des Tagalog, um hier die gute Botschaft vom Königreich zu verbreiten, damit Tausende, die diese „Zunge“ sprechen, einmal zusammen mit dieser „großen Volksmenge“ Gott zum Dank dafür lobpreisen werden, daß er sie sicher durch die Vernichtung dieses bösen Systems der Dinge hindurch in die neue Ordnung unter der gerechten Herrschaft des Königs Jesus Christus geführt haben wird (Offb. 7:9, 10, 14).

      [Fußnote]

      a Diksyunaryo Tesauro Pilipino-Inglis, herausgegeben von Jose Villa Panganiban im Jahre 1972.

  • Ein unerwarteter Empfang
    Erwachet! 1977 | 22. September
    • Ein unerwarteter Empfang

      ALS ein Zeuge Jehovas in einer Ortschaft Westafrikas von Haus zu Haus ging, bereitete ihm eine Frau einen unerwarteten Empfang. Lächelnd trat sie aus der Tür und umarmte ihn stürmisch. Nur mit Mühe konnte er verhindern, von ihr geküßt zu werden. Freundlich erklärte er ihr, daß eine solche Begrüßung bei Ehepaaren, nicht aber bei Personen, die sich zum ersten Mal sehen würden, angebracht sei. Dann sagte er ihr, warum er gekommen sei. Die Frau, eine Prostituierte, wurde böse und befahl dem Zeugen, das Haus zu verlassen. Sie sagte, mit Männern, die ihre Begrüßung nicht akzeptierten, wolle sie nichts zu tun haben.

      Eine Woche später war der Zeuge wieder in diesem Gebiet. Er beschloß, die Frau nochmals zu besuchen. Sie hörte ihn überraschenderweise an und war sogar bereit, die Bibel zu studieren. Sie begann, die Zusammenkünfte der Zeugen Jehovas zu besuchen, und erkannte schnell, daß ihr Lebenswandel nicht im Einklang mit der Heiligen Schrift war. Sie hatte den aufrichtigen Wunsch, ihren Lebenswandel zu ändern, und sprach mit ihren Eltern über die wunderbaren Wahrheiten, die sie kennengelernt hatte. Aber die Angehörigen hatten für ihren Wunsch, ein anderes Leben zu führen, nichts übrig, denn sie hatte mit dem Geld, das sie auf diese Weise verdient hatte, den Bau ihrer Häuser finanziert. Doch die Frau ließ sich von ihren Angehörigen nicht abhalten. Sie änderte ihr Leben. Und jetzt ist sie glücklich, als getaufter Zeuge Jehovas die „gute Botschaft“ anderen verkündigen zu können.

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