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Die Menschen guten Willens lehrenDer Wachtturm 1958 | 15. November
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und Weise, wie sie wirkt, bekannt zu machen. Mache sie auch mit den Versammlungen bekannt und der Art, wie sie durchgeführt werden. Lade sie ein, ihnen beizuwohnen. Wenn du ihnen davon erzählst, wie du selbst während der Woche von Haus zu Haus gehst, um zu predigen, so zeige ihnen kurz an Hand der Bibel, warum du es auf diese Weise tust. (Apg. 20:20) Später kannst du eine ermutigende Erfahrung berichten, die du gemacht hast, als du bei Menschen guten Willens vorsprachst. Bei dieser Gelegenheit könntest du zeigen, daß Jesus geboten hat, die Schafe zu weiden. (Joh. 21:15-17) Bei einer anderen Gelegenheit könntest du sie mit dem Schulungsprogramm bekannt machen und ihnen mitteilen, daß die Neuen nicht allein ausgesandt werden, sondern daß wir ihnen in Liebe Schritt für Schritt beistehen, bis sie sich fähig fühlen, anderen zu helfen. Denke nicht, du müßtest sie schon das erstemal, da du vom Dienste sprichst, dazu einladen. Bereite sie darauf vor. Während all die Vorkehrungen in ihrem Sinn Form anzunehmen begannen, und dies auch anhand der Studien, beginnen sie, die dringende Notwendigkeit zu erkennen, daß auch andere etwas lernen müssen, und der Wunsch wird in ihnen erwachen, an diesem Werke teilzunehmen. Liebe, die auf Erkenntnis gegründet ist, wird jede Furcht austreiben, so daß ihnen nicht mehr bange ist, anderen das mitzuteilen, was sie selbst gelernt haben; ja an Stelle der Furcht wird ein brennendes Verlangen treten, Jehova ihre Wertschätzung dadurch zu bekunden, daß sie ihm dienen. — 1. Joh. 4:18.
21. Welches Werk durchzuführen ist jetzt dringend notwendig?
21 In allen Teilen der Welt herrscht heute dringender Bedarf an Lehrern der guten Botschaft. Bist du ein lehrfähiger Christ? Unternimmst du Schritte, um über die christliche Unmündigkeit hinauszugelangen und ein Lehrer zu werden? Bist du bereit, die Wahrheiten und Fähigkeiten, die du jetzt hast, zu gebrauchen, um anderen beizustehen, die Wahrheit kennenzulernen, damit auch sie Leben in Gottes neuer Welt erlangen? Wenn ja, so ist jetzt die Zeit gekommen, an diesem dir von Gott gegebenen Dienstvorrecht teilzuhaben. Folge dabei, ob du nun im Predigtdienst ein Neuling oder erfahren bist, stets dem in 1. Timotheus 4:16 (NW) aufgezeichneten Rat: „Gib beständig auf dich selbst acht und auf das, was du lehrst.“
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Getränke in biblischen ZeitenDer Wachtturm 1958 | 15. November
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Getränke in biblischen Zeiten
E. W. Heaton, der Verfasser der Schrift Everyday Life in Old Testament Times [Der Alltag in alttestamentlichen Zeiten] berichtet über die von den Israeliten genossenen Getränke folgendes: „Da das Wasser knapp war und nicht sehr gut schmeckte, wurde viel Milch getrunken, besonders Ziegen- und Schafsmilch. Es gibt im Hebräischen ein Wort für frische Milch, aber bei dem Klima Palästinas kann es nicht so häufig gebraucht worden sein wie ein anderer Ausdruck, der saure oder geronnene Milch bedeutet. Sobald die frische Milch in die aus Ziegenfell verfertigten Flaschen gefüllt wurde, wurde sie leicht dick und sauer. Um so besser, dachte man, wird sie den Durst löschen …
Der Wein war ein allgemein bekanntes Getränk. Die Sitte, ihn, mit Wasser verdünnt oder mit Schnee aus den Bergen herrlich gekühlt, zu genießen, kam erst später auf, und auch dann war schneegekühlter Wein wohl kaum ein alltägliches Getränk. Der gewöhnliche Israelit trank den Wein so, wie er war, oder (wie die Assyrer) mit Gewürzen und Rauschgiften vermischt, wodurch seine berauschende Wirkung erhöht wurde. Es ist nicht zu verwundern, daß das Alte Testament so viele Warnungen vor dem übermäßigen Trinken enthält. Die Männer in Israel tranken auch Granatapfelwein … Es scheint jedoch, daß sie keine großen Biertrinker waren. Sie unterschieden sich in dieser Beziehung von ihren Nachbarn, den Philistern, von denen Hunderte ihrer Bierkrüge, die mit einem Sieb versehene Schnäbel hatten, gefunden wurden.“
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