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Fragen von LesernDer Wachtturm 1968 | 1. Februar
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von der Erde „hinaus“ oder von ihr „weg“ bewegt haben.
Interessanterweise wird in dem Bericht über die Engel, die gesandt worden waren, um die Geburt Jesu anzukündigen, gesagt: „Als die Engel dann [nach Beendigung ihrer Mission] von ihnen weg in den Himmel gegangen waren ...“ (Luk. 2:15; vergleiche Apostelgeschichte 12:10.) Obwohl sich also Jesus bei seiner Auffahrt in den Himmel, vom Standpunkt seiner Jünger auf der Erde aus betrachtet, nach oben bewegte, kann er danach irgendeine Richtung eingeschlagen haben, um in die himmlische Gegenwart seines Vaters zu gelangen. Es war nicht nur ein Aufstieg, was die Richtung betrifft, sondern, was noch weit wichtiger ist, ein Aufstieg zu einem bestimmten Tätigkeitsbereich und zu einer Daseinsstufe im geistigen Reich und in der erhabenen Gegenwart Gottes, des Höchsten, in einem Reich, in dem Dimensionen und Richtungen nicht nach menschlichen Begriffen beurteilt werden. — Vergleiche Hebräer 2:7, 9.
● Kann man, gestützt auf Jesaja 40:22, mit Recht sagen, die Bibel lehre, die Erde sei rund, wenn man bedenkt, daß zu der Zeit, als Jesajas Worte niedergeschrieben wurden, angenommen wurde, die Erde sei eine Scheibe? Der Gedanke ist schon geäußert worden, ob sich das Wort „Kreis“ nicht auch auf etwas Kreisförmiges beziehen könne, was aber flach sei. — J. L., Dänemark.
Jesaja 40:22 lautet: „Er ist es, der da thront über dem Kreise der Erde.“ Wenn es hier heißt, Gott throne über dem Kreise der Erde, dann entspricht dies der Tatsache, daß die Erde, von allen Seiten betrachtet, rund ist, aber es besagt auch, daß sie kugelförmig ist. Das in diesem Text verwandte hebräische Wort hhug wird von B. Davidson in seiner Konkordanz (A Concordance of the Hebrew and Chaldee Scriptures) mit „Kreis, Kugel“ erklärt.
Dasselbe an dieser Stelle mit Kreis wiedergegebene hebräische Wort findet sich auch in Hiob 22:14, wo gemäß der Übersetzung von Hamp und Stenzel von Gott gesagt wird: „Am Himmelsgewölbe wandelt er!“ Wir wissen, daß das Himmelsgewölbe, von der Erde aus betrachtet, hemisphärisch oder wie eine Halbkugel aussieht. Die andere Hälfte der Himmelskugel dehnt sich unterhalb der Erde, auf der wir stehen, aus, und kann von uns deshalb nicht unmittelbar gesehen werden. Wenn es also in Jesaja 40:22 heißt, Gott throne über dem Kreise der Erde, dann ist nach dem Hebräischen damit dasselbe gemeint wie in Hiob 22:14.
Demnach muß sich das Wort „Kreise“ in Jesaja 40:22 auf etwas Rundes beziehen, was so aussieht wie der Himmel, der, von der Erde aus betrachtet, rund ist, auf etwas, was einem Gewölbe gleicht.
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BekanntmachungenDer Wachtturm 1968 | 1. Februar
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Bekanntmachungen
PREDIGTDIENST
Wir leben heute in kritischen Zeiten. Es sind die „letzten Tage“ des gegenwärtigen bösen Systems der Dinge. Seit der Aufrichtung des Königreiches im Himmel, im Jahre 1914, sind bereits über fünfzig Jahre vergangen. Sehr bald werden sechstausend Jahre Menschheitsgeschichte zu Ende sein. Die Ereignisse, die unsere Zeit als den „Abschluß des Systems der Dinge“ kennzeichnen, sind untrüglich. Echte Bibelchristen lassen sich deshalb nicht in den Strudel des Materialismus dieser Welt hineinreißen. Sie halten sich an den Rat des Apostels Paulus: „Wenn wir also Lebensunterhalt und Bedeckung haben, so werden wir mit diesen Dingen zufrieden sein.“ (1. Tim. 6:8) Sie machen die „wichtigeren Dinge“ zum Mittelpunkt ihres Lebens und sind bestrebt, „mit der Frucht der Gerechtigkeit“ erfüllt zu sein, „die durch Jesus Christus kommt, zur Verherrlichung und zum Lobpreis Gottes“. (Phil. 1:10, 11) Das tun sie auch im Februar, indem sie von Haus zu Haus gehen und die „gute Botschaft vom Königreich“ predigen. Sie bieten den Menschen bei dieser Gelegenheit ein Jahresabonnement auf die Zeitschrift Der Wachtturm und drei aufschlußreiche Broschüren gegen einen Beitrag von 5 DM an (Österreich öS 30; Luxemburg 50 lfrs).
WACHTTURM-STUDIEN FÜR DIE WOCHE VOM
11. Februar: „Möge Gott aufstehen, mögen sich seine Feinde zerstreuen“, ¶ 1—19. Seite 73. Lieder: Nr. 26, 8.
18. Februar: „Möge Gott aufstehen, mögen sich seine Feinde zerstreuen“, ¶ 20—26, ferner: Gott steigt zur Höhe auf — hoch über alle Feinde, ¶ 1—12. Seite 77. Lieder: Nr. 52, 3.
25. Februar: Gott steigt zur Höhe auf — hoch über alle Feinde, ¶ 13—31. Seite 82. Lieder: Nr. 13, 65.
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