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Bluttransfusionen oder MeerwasserErwachet! 1973 | 22. August
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Bluttransfusionen oder Meerwasser
IN DER Ausgabe vom März 1970 erschien in der Zeitschrift Let’s Live ein Artikel der Ärzte Dr. Giovanni Boni und Dr. Pierre Lafarge, in dem sie von dem „einzigartigen Verhältnis zwischen einem Körper und seinem eigenen Blut“ sprechen. Die Ärzte erklären, man habe die Menschen lange Zeit einer Gehirnwäsche unterzogen, um sie glauben zu machen, sie könnten „dieses einzigartige Verhältnis ohne Gefahr außer acht lassen und eine Bluttransfusion von einer anderen Person sei durchaus möglich“.
Die Ärzte geben zu, daß die medizinische Literatur „hinsichtlich der Gefahren der Bluttransfusionen völlig übereinstimmt“, und schreiben dann weiter: „Man kann sich nur fragen, wie es möglich ist, daß eine solch gefährliche, unvernünftige und ,primitive‘ Methode auch heute noch angewendet und in gewissem Sinne sogar aufgezwungen wird.“ Sie fragen: „Warum soll man unnötige Risiken auf sich nehmen, wenn es auch eine andere Möglichkeit gibt?“ Welche andere Möglichkeit empfehlen sie?
Sie schreiben weiter: „Diese Möglichkeit besteht darin, Transfusionen mit einer Flüssigkeit vorzunehmen, die absolut unschädlich ist, die vom Körper vollkommen angenommen wird, die leicht zu beschaffen ist, die man leicht lagern kann und die so lebendig ist wie das Blut, das in unseren Adern fließt. Wir sprechen von ,Meerwasser‘.“ Sie erklären, daß es sich hierbei um natürliches Meerwasser handelt das besonders gesammelt und behandelt wird. „In Frankreich wird es ziemlich häufig (sogar in Armeekrankenhäusern) verwendet und Plasma de Quinton genannt.“
Die Ärzte berichten von einem Experiment, das R. Quinton in den Laboratorien eines berühmten französischen Physiologen durchführte, und schreiben: „Man ließ einen Hund durch die Oberschenkelschlagader vollständig ausbluten; das heißt, man ließ das Blut so lange laufen, bis die Blutung spontan zum Stehen kam.“ Sofort wurde dem Hund „Meerwasser“ injiziert. Obwohl der Hund zunächst sehr schwach war und sich nicht bewegen konnte, lief er einundzwanzig Stunden später wieder herum. Nach ungefähr einer Woche war er „ausgesprochen lebhaft und munter“, ja sogar noch lebhafter als vor dem Experiment. Fünf Jahre später lebte der Hund immer noch.
Die Ärzte ziehen das behandelte natürliche Meerwasser einer künstlichen Salzlösung vor. Sie glauben daß zwischen den beiden ein Unterschied besteht, „den wir mit unseren Meßmethoden nicht erklären können“. Sie weisen darauf hin, daß die Zusammensetzung des Blutes „der des ,Meerwassers‘ erstaunlich ähnlich ist“. Offensichtlich gibt es andere Möglichkeiten als eine gefährliche Bluttransfusion.
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Bluttransfusion — eine biologische „Sünde“Erwachet! 1973 | 22. August
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Bluttransfusion — eine biologische „Sünde“
DR. Charles P. Bailey ist einer der führenden Herzchirurgen Amerikas und arbeitet im St.-Barnabas-Krankenhaus in New York. Er wurde im Sommer 1971 von der amerikanischen Ärztevereinigung mit einer Goldmedaille ausgezeichnet, weil er aus dem Gewebe des Oberschenkels eines Patienten eine Herzklappe gebaut hatte.
In einem Interview mit einem Redaktionsmitglied der Zeitschrift Awake! machte Dr. Bailey folgende interessante Bemerkungen:
„Blut ist ein flüssiges Organ. Wenn es sich um Blut von einer anderen Person handelt, ist seine Verabreichung mit den vielen Problemen der Immunreaktion verbunden, die auf die Dauer die Transplantation des Herzens und anderer Organe abgewehrt hat.
Da die Blutzellen normalerweise nach sechzig Tagen zerstört werden und die Flüssigkeit noch schneller abgebaut wird, ist eine Bluttransfusion eine behelfsmäßige oder vorübergehende Transplantation eines flüssigen Organs. Dies ist zweifellos der Grund dafür, daß sie in einer Zeit, in der Organtransplantationen als Experimente angesehen werden, so allgemein anerkannt wird.
Wir müssen jedoch berücksichtigen, daß die Verabreichung einer Bluttransfusion in gewissem Sinne eine biologische ,Sünde‘ ist. Bei der normalen Verwendung ist das Risiko, sich Hepatitis zuzuziehen, nach einer einzigen Bluttransfusion höher als 5 Prozent; diese Zahl ist nachweisbar. Bei mehreren Transfusionen ist das Risiko entsprechend größer. Schäden aufgrund von Unverträglichkeit und Nierenschäden durch Transfusionen treten heute nicht mehr so häufig auf wie früher, aber sie können nie völlig ausgeschaltet werden, ganz gleich, wie sorgfältig das Blut ,behandelt‘ wird. Es gibt auch andere Risiken, zum Beispiel die Übertragung von Krankheiten wie Syphilis, Malaria und von bestimmten Blutparasiten — Risiken, die durch unsere gegenwärtigen Filtermethoden nicht völlig auszuschalten sind.
Aus diesen und auch aus anderen Gründen, die mit unseren besonderen Problemen zusammenhängen, benutzen wir im St.-Barnabas-Krankenhaus bei Operationen am offenen Herzen und auch bei anderen Operationen sowenig wie möglich Ersatzblut. Durch die Anwendung einer äußerst sorgfältigen hämostatischen Technik und durch den Gebrauch von Plasmaexpandern ist es fast immer möglich, einen willigen Patienten diesen Prozeduren zu unterziehen, ohne auf Blut zurückgreifen zu müssen.“
Übrigens hat Dr. Bailey festgestellt, daß Jehovas Zeugen als Patienten auf diese chirurgische therapeutische Behandlung positiv reagieren.
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