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Werden einmal die Bedürfnisse der Armen befriedigt werden?Der Wachtturm 1973 | 1. Januar
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Werden einmal die Bedürfnisse der Armen befriedigt werden?
ARMUT ist der Welt nichts Neues. Vor nahezu 3 500 Jahren wurde den Israeliten gesagt: „An Armen wird es niemals fehlen inmitten des Landes.“ (5. Mose 15:11) Jahrhunderte später gab Jesus Christus, als er an sich eine großzügige Tat geschehen ließ, dieselbe harte Tatsache mit den Worten zu: „Die Armen habt ihr allezeit bei euch, mich aber werdet ihr nicht allezeit haben.“ — Matth. 26:11.
Es ist schon traurig, daß Millionen Männer, Frauen und Kinder heute in diesem unvollkommenen System der Dinge immer noch in Armut leben. Vielleicht gehörst du selbst zu diesen Millionen.
Findest du, daß es ein Problem ist, einen festen Arbeitsplatz zu behalten? Hast du Sorgen, wie du für deine Familie genug zu essen beschaffen kannst? Bist du darüber beunruhigt, daß deine Gesundheit und die Gesundheit deiner Familie darunter leidet, daß es euch an dem zum Leben Notwendigen mangelt? Hast du das Gefühl, daß du dich, was deine jetzigen Wohnverhältnisse betrifft, in einer Falle befindest, ohne die Möglichkeit, aus einer erbärmlichen Umgebung herauszukommen? Hast du dich schon einmal gefragt, warum es so sein muß und ob einmal die Bedürfnisse der Armen befriedigt werden?
Selbst wenn du dich nicht zu den Armen der Erdbevölkerung zählst, kennst du bestimmt arme Leute. Selbst in wohlhabenden Ländern gibt es Armut. Über die Vereinigten Staaten von Amerika bemerkte Senator Hubert H. Humphrey in seinem Buch War on Poverty (Krieg gegen die Armut), daß jeder fünfte Amerikaner in Armut, Schmach, Elend und entwürdigenden Verhältnissen lebe. Hast du Mitleid mit diesen Menschen?
Überall auf der Erde hegen viele arme Menschen die Hoffnung, daß menschliche Regierungen ihnen einmal irgendwie helfen können. Aber sie geben ohne weiteres zu, daß sie allzuoft enttäuscht worden sind.
Man betrachte zum Beispiel, was in Kolumbien (Südamerika) geschehen ist. Als der nunmehr verstorbene Guillermo León Valencia im Jahre 1962 für das Amt des Präsidenten kandidierte, zitierte er oft aus einem Vers der Gedichte seines Vaters: „Ein voller Becher für jeden.“ Er versprach, seine Regierung werde „die Regierung der Armen“ sein. Aber wurde sie dies? Seine harten wirtschaftlichen Maßnahmen schädigten gerade diejenigen, die er angeblich unterstützte. Vom Ende des Jahres 1962 bis zum Anfang des Jahres 1964 stiegen die Lebenshaltungskosten um 50 Prozent! Bald wurde seine Regierung vom Mann auf der Straße als „die Regierung der armen Reichen“ bezeichnet.
Wegen wiederholter Enttäuschungen wenden sich viele Leute dem Kommunismus und dem Marxismus in der Hoffnung zu, daß sich dadurch ihre Lage bessert. Doch ebenso wie Länder mit anderen Regierungsformen haben auch die kommunistischen Länder viele der großen Probleme des Lebens nicht lösen können. Ist es nicht so, daß ihnen ungeklärte politische Verhältnisse, politische Uneinigkeit und Zwietracht und der Zusammenbruch der Familien und der Moral sowie das Problem des Alkoholismus sehr zu schaffen machen? Außerdem haben ihre Untertanen einen großen Teil ihrer Freiheit verloren.
Es ist eine unbestreitbare Wahrheit, daß noch keine menschliche Regierung in der Lage gewesen ist, den leidenden Bewohnern der Erde völlige Erleichterung zu verschaffen. Bedeutet das, daß das Los der Armen hoffnungslos ist, daß die Armut nie aufhören wird? Keineswegs. Es gibt jemand, der höher ist als der Mensch, und er ist bereit und auch in der Lage, die Armut zu beseitigen. Es ist der Schöpfer des Menschen, Jehova Gott. Über ihn sagt die Bibel: „Du öffnest deine Hand und sättigst das Begehren alles Lebenden.“ — Ps. 145:16.
Wie aber wird Jehova Gott die Bedürfnisse der Armen befriedigen? Lies doch folgenden Artikel, um die Antwort auf diese Frage zu erfahren.
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Eine Regierung, die die Bedürfnisse aller befriedigen kannDer Wachtturm 1973 | 1. Januar
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Eine Regierung, die die Bedürfnisse aller befriedigen kann
DA Jehova Gott der Schöpfer ist, ist er der rechtmäßige Souverän des Universums. Schon ehe es menschliche Regierungen gab, ja sogar bevor es Menschen gab, hatte er diese Stellung inne. Er hat sie nie aufgegeben. Wegen der Rebellion unserer ersten Eltern, Adams und Evas, machte Jehova Gott es jedoch zu seinem Vorhaben, seine Herrschaft über Himmel und Erde durch eine untergeordnete Regierung zum Ausdruck zu bringen. Durch diese Regierung wird er die Bedürfnisse aller befriedigen. Die Regierungsmitglieder selbst werden Personen sein, die unter den Bewohnern der Erde ausgewählt worden sind.
Im Bibelbuch Daniel wird der von Jehova bevollmächtigte Herrscher als „einer wie ein Menschensohn“ beschrieben. (Dan. 7:13) Er erscheint an Gottes himmlischen Höfen, und es wird ihm „Herrschaft und Würde und Königtum gegeben, damit die Völker, Völkerschaften und Sprachen alle ihm dienen sollten“. (Dan. 7:14) Später wird in der Heiligen Schrift gezeigt, daß dieser „Menschensohn“ Jesus Christus ist. (Matth. 12:40) Im Buch Daniel ist auch von den Mitherrschern des ‘Menschensohnes’ als von „Heiligen des Allerhöchsten“ die Rede. (Dan. 7:27) Im letzten Buch der Bibel wird die Zahl der mit Jesus Christus in der Herrschaft Verbundenen mit 144 000 angegeben. — Offb. 14:1-3.
Betrachte nun die zuverlässige Hoffnung, die eine solche Regierung den Bedürftigen der Welt bietet.
EIN KÖNIG, DER SICH UM DIE ARMEN KÜMMERT
Wir können dem von Gott bevollmächtigten Herrscher, Jesus Christus, völlig vertrauen, da seine hervorragendste Eigenschaft eine selbstlose, aufopferungsvolle Liebe ist. Zum Beweis dafür verließ er seine Wohnstätte im Himmel, wo er alles hatte. Er „nahm Sklavengestalt an und wurde den Menschen gleich“. Dann ließ er sich ‘wie ein Schaf zur Schlachtung
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