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Mit Gott redenDer Wachtturm 1963 | 1. Mai
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zusammenhängend und deutlich ausdrücken können. Er sollte dadurch nicht die Gelegenheit erhalten, sich selbst zu ermuntern oder sich im Beten zu üben, sondern sollte andere vor Jehovas Thron der unverdienten Güte richtig vertreten können. Vergessen wir auch nicht, daß das Gebet in der Versammlung nicht eine bloße Förmlichkeit ist wie eine Messe, die in einer fremden Sprache gelesen wird. Wir sollten daher alle aufmerksam zuhören, und der Betende sollte sich so ausdrücken, daß am Schluß jeder Zuhörer gezwungen ist, inbrünstig „Amen“ zu sagen.
22. Wie und wo sollten Kinder beten lernen?
22 Da öffentliche Gebete nicht Übungszwecken dienen, sollten Kinder nicht aufgefordert werden, für Erwachsene zu beten. Sie sollten zu Hause, von ihren Eltern beten lernen. Ihr Eltern, nehmt euch Zeit, eure Kinder beten zu lehren, lehrt sie, wie und worum man beten sollte. Prägt ihnen schon von klein auf ein, daß sie beim Beten mit Gott reden und daß sie ihn ehrfurchtsvoll, aufrichtig und in kindlicher Einfachheit ansprechen sollten.
23. Was verlangt unsere Achtung vor dem Vorrecht des Gebets?
23 Unsere Achtung vor dem kostbaren Vorrecht des Gebets verlangt, daß Gebete nie im Rahmen einer Demonstration vorgeführt werden. Aus demselben Grunde läßt auch ein Diener eine Schwester, die er zu einem Heimbibelstudium begleitet hat, wohl das Studium leiten, um ihr nötigenfalls Rat zu erteilen, aber das Gebet zu Beginn und am Schluß spricht er selbst, da in bezug auf das Gebet nie Rat erteilt werden sollte.
24. Was kann zusammenfassend über unser Vorrecht, mit Gott zu reden, gesagt werden?
24 Gott neigt sich wirklich tief herab, um uns mit ihm wandeln und mit ihm reden zu lassen. Wir sollten daher stets auf ihn hören, während wir mit ihm wandeln, und seine Worte beachten. Wir sollten nie aufhören, mit ihm zu reden, und ihm unsere Anliegen unablässig und beharrlich mit Danksagung vorzubringen. Wir sollten aber auch darauf achten, daß wir unseren Gebeten gemäß handeln, daß sie stets dem Anlaß entsprechen und nie zu einer bloßen Formsache werden. Dann werden wir an der Rechtfertigung des Namens Jehovas teilhaben, werden Jehovas Herz glücklich machen und selbst große Freude erleben — heute schon und in Jehovas endloser neuer Welt der Gerechtigkeit.
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Er macht FortschritteDer Wachtturm 1963 | 1. Mai
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Er macht Fortschritte
In Virginia (USA) sprach ein Zeuge Jehovas bei einem Pfarrer vor und wurde von ihm gebeten wiederzukommen. Bei seinem nächsten Besuch sprachen sie über die Lehre von der Hölle und der Dreieinigkeit sowie über die Zukunft der Erde. Der Pfarrer gab zu, daß die Zeugen die Wahrheit lehrten. Nach mehreren Gesprächen wurde ein Studium anhand des Paradies-Buches begonnen. Als das Wetter einmal eine Zeitlang schlecht war und der Zeuge den Pfarrer nicht besuchen konnte, erschien dieser eines Tages bei dem Zeugen und sagte ihm, er habe bei seinem letzten Besuch sein Buch „Vergewissert euch über alle Dinge“ liegenlassen. Es stellte sich heraus, daß das ganz gut gewesen war, denn der Pfarrer hatte darin gelesen und war nun mit zwei Punkten einverstanden, die ihm vorher nicht klar waren: daß die Seele nicht unsterblich ist und daß Jehova nur e i n e Organisation gebraucht. Eines Tages sagte er: „Ich komme, allerdings langsam, aber sicher. Die Bibel sagt ja: ‚Vergewissert euch aller Dinge.‘“
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Er stellte es selbst festDer Wachtturm 1963 | 1. Mai
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Er stellte es selbst fest
In Arkansas (USA) konnte ein Zeuge Jehovas einem Pfarrer der Baptistenkirche einige Schriften abgeben. Später besuchte er ihn wieder. „Ich mußte sogleich staunen über seine Demut und Bescheidenheit“, berichtet der Zeuge. „Was ihm neu war, nahm er sofort bereitwillig an. Wir sprachen über Bibelhandschriften und -übersetzungen, und ich stellte anhand der Neuen-Welt-Übersetzung [engl.] einige Vergleiche an. Er bestellte ein Exemplar. Später wünschte er auch noch die Diaglott-Bibel [engl.]. Vor kurzem sagte er mir, weshalb er mit den Zeugen zu studieren begonnen habe. Er habe so viel Schlechtes über sie gehört, daß es ihn interessiert habe festzustellen, ob das alles wahr sei. Einmal erzählte er mir von seiner Predigt, die er in der Kirche gehalten habe. Er habe seiner Gemeinde gesagt, die meisten Leute glaubten, nur einige müßten Lehrer und Prediger sein, die anderen müßten zuhören; das stimme jedoch nicht, es müßten alle Zeugen sein! Seine Zuhörer hätten erst einander und dann ihn angeschaut ... Er lachte übers ganze Gesicht.“
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