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  • Mit Gott reden
    Der Wachtturm 1963 | 1. Mai
    • 15 Den gleichen Gedanken brachte Jesus zum Ausdruck als er sagte: „Wenn du nun deine Gabe darbringst zu dem Altar und dich daselbst erinnerst, daß dein Bruder etwas wider dich habe, so laß daselbst deine Gabe vor dem Altar und geh zuvor hin, versöhne dich mit deinem Bruder; und dann komm und bringe deine Gabe dar.“ Eine der Gaben, die wir heute darbringen können, ist „die Frucht der Lippen“. — Matth. 5:23, 24; Hebr. 13:15.

      16 Auch der Apostel Petrus berührt dieses Thema, wenn er Ehemännern den Rat gibt, ihre Frauen als das schwächere Gefäß zu betrachten und auf sie Rücksicht zu nehmen, damit ihre Gebete nicht verhindert würden. Liebe und Einheit sind in der Ehe ebenso erforderlich wie in der Christenversammlung, damit Gott die Gebete erhört. — 1. Petr. 3:7.

      17. Wie müssen wir handeln, damit Gott unsere Gebete erhört?

      17 Unseren Gebeten entsprechend zu handeln ist eine weitere Bedingung, die wir nicht übersehen dürfen. Wie könnte Gott unsere Gebete erhören, wenn wir ihnen zuwiderhandelten? Beten wir darum, sicher an unserem Reiseziel anzukommen, und halten uns dann nicht an die Vorschriften über die Geschwindigkeitsbeschränkung, fahren unvorsichtig oder setzen uns ans Steuer, nachdem wir Alkohol getrunken haben? Beten wir um Weisheit, vernachlässigen aber das persönliche Studium und besuchen weder die Zusammenkünfte der Versammlung noch die größeren Zusammenkünfte? Beten wir um die Einheit und den Frieden Jerusalems, sind aber im Umgang mit unseren Brüdern taktlos, hart und lieblos? Dann reden wir vergeblich mit Gott. Wir müssen unseren Teil beitragen, wenn wir erwarten, daß Gott seinen Teil tut.

      DER INHALT UNSERER GEBETE

      18. Worum dürfen wir beten?

      18 Wir wissen, daß wir um alles beten dürfen, was mit Jehovas Willen in Übereinstimmung ist, das hat uns Jesus durch sein Mustergebet gezeigt. Wir dürfen alles, was uns betrifft, in unsere Gebete einschließen: unsere geistigen, unsere leiblichen und unsere materiellen Bedürfnisse. „Lasset durch Gebet und Flehen ... eure Anliegen vor Gott kundwerden.“ Wir dürfen natürlich nicht darum beten, Gott möchte uns durch ein Wunder gesund machen, denn das wäre mit seinem Willen in Widerspruch. Wir dürfen aber um Gottes heiligen Geist bitten, der uns Weisheit und Kraft gibt, so daß wir alles, was Gott zulassen mag, ertragen können. — Phil. 4:6; Luk. 11:13.

      19. Wie können wir verhüten, daß unsere Gebete mechanisch werden?

      19 Da wir regelmäßig beten, müssen wir darauf achten, daß wir es nicht mechanisch tun. „Wenn ihr betet“, sagte Jesus, „sagt nicht immer und immer wieder dasselbe.“ Wie mechanisch würde es doch wirken, wenn christliche Prediger jahraus, jahrein dieselben Predigten an den Türen hielten! Genauso mechanisch würden unsere Gebete wirken, wenn wir dabei nicht dächten, und das brächte uns um den Segen. Jehova Gott beweist durch sein Wort und durch die Natur, wie vielseitig er ist. Deshalb sollten auch wir darauf achten, daß wir, wenn wir mit Gott reden, nicht mechanisch immer wieder dasselbe sagen, sondern in unseren Gebeten verschiedene Gedanken zum Ausdruck bringen und sie mit den unmittelbaren Umständen, mit dem Tagestext usw., in Verbindung bringen. — Matth. 6:7, NW.

      20, 21. Welche Faktoren sollten beim Gebet in der Versammlung berücksichtigt werden?

      20 Diese Punkte — zum Beispiel die Berücksichtigung des Mottos der Zusammenkunft — sollten wir besonders beachten, wenn wir das Vorrecht haben, im öffentlichen Gebet andere zu vertreten. Wenn man etwas rücksichtsvoll ist und den Bruder, der das Gebet sprechen soll, im voraus aufmerksam macht, wird sein Gebet fließend, zusammenhängend, inbrünstig, gehaltvoll und der Zusammenkunft angepaßt sein. Diese Gebete sollten auch weder zu lang noch zu kurz sein. Es gibt Geistliche, die dafür bekannt sind, daß sie zwei Stunden beten!

      21 Damit das Gebet allen in der Versammlung zum Segen sei, sollte sich der Bruder, der zum Beten aufgerufen wird, laut genug, zusammenhängend und deutlich ausdrücken können. Er sollte dadurch nicht die Gelegenheit erhalten, sich selbst zu ermuntern oder sich im Beten zu üben, sondern sollte andere vor Jehovas Thron der unverdienten Güte richtig vertreten können. Vergessen wir auch nicht, daß das Gebet in der Versammlung nicht eine bloße Förmlichkeit ist wie eine Messe, die in einer fremden Sprache gelesen wird. Wir sollten daher alle aufmerksam zuhören, und der Betende sollte sich so ausdrücken, daß am Schluß jeder Zuhörer gezwungen ist, inbrünstig „Amen“ zu sagen.

      22. Wie und wo sollten Kinder beten lernen?

      22 Da öffentliche Gebete nicht Übungszwecken dienen, sollten Kinder nicht aufgefordert werden, für Erwachsene zu beten. Sie sollten zu Hause, von ihren Eltern beten lernen. Ihr Eltern, nehmt euch Zeit, eure Kinder beten zu lehren, lehrt sie, wie und worum man beten sollte. Prägt ihnen schon von klein auf ein, daß sie beim Beten mit Gott reden und daß sie ihn ehrfurchtsvoll, aufrichtig und in kindlicher Einfachheit ansprechen sollten.

      23. Was verlangt unsere Achtung vor dem Vorrecht des Gebets?

      23 Unsere Achtung vor dem kostbaren Vorrecht des Gebets verlangt, daß Gebete nie im Rahmen einer Demonstration vorgeführt werden. Aus demselben Grunde läßt auch ein Diener eine Schwester, die er zu einem Heimbibelstudium begleitet hat, wohl das Studium leiten, um ihr nötigenfalls Rat zu erteilen, aber das Gebet zu Beginn und am Schluß spricht er selbst, da in bezug auf das Gebet nie Rat erteilt werden sollte.

      24. Was kann zusammenfassend über unser Vorrecht, mit Gott zu reden, gesagt werden?

      24 Gott neigt sich wirklich tief herab, um uns mit ihm wandeln und mit ihm reden zu lassen. Wir sollten daher stets auf ihn hören, während wir mit ihm wandeln, und seine Worte beachten. Wir sollten nie aufhören, mit ihm zu reden, und ihm unsere Anliegen unablässig und beharrlich mit Danksagung vorzubringen. Wir sollten aber auch darauf achten, daß wir unseren Gebeten gemäß handeln, daß sie stets dem Anlaß entsprechen und nie zu einer bloßen Formsache werden. Dann werden wir an der Rechtfertigung des Namens Jehovas teilhaben, werden Jehovas Herz glücklich machen und selbst große Freude erleben — heute schon und in Jehovas endloser neuer Welt der Gerechtigkeit.

  • Er macht Fortschritte
    Der Wachtturm 1963 | 1. Mai
    • Er macht Fortschritte

      In Virginia (USA) sprach ein Zeuge Jehovas bei einem Pfarrer vor und wurde von ihm gebeten wiederzukommen. Bei seinem nächsten Besuch sprachen sie über die Lehre von der Hölle und der Dreieinigkeit sowie über die Zukunft der Erde. Der Pfarrer gab zu, daß die Zeugen die Wahrheit lehrten. Nach mehreren Gesprächen wurde ein Studium anhand des Paradies-Buches begonnen. Als das Wetter einmal eine Zeitlang schlecht war und der Zeuge den Pfarrer nicht besuchen konnte, erschien dieser eines Tages bei dem Zeugen und sagte ihm, er habe bei seinem letzten Besuch sein Buch „Vergewissert euch über alle Dinge“ liegenlassen. Es stellte sich heraus, daß das ganz gut gewesen war, denn der Pfarrer hatte darin gelesen und war nun mit zwei Punkten einverstanden, die ihm vorher nicht klar waren: daß die Seele nicht unsterblich ist und daß Jehova nur e i n e Organisation gebraucht. Eines Tages sagte er: „Ich komme, allerdings langsam, aber sicher. Die Bibel sagt ja: ‚Vergewissert euch aller Dinge.‘“

  • Er stellte es selbst fest
    Der Wachtturm 1963 | 1. Mai
    • Er stellte es selbst fest

      In Arkansas (USA) konnte ein Zeuge Jehovas einem Pfarrer der Baptistenkirche einige Schriften abgeben. Später besuchte er ihn wieder. „Ich mußte sogleich staunen über seine Demut und Bescheidenheit“, berichtet der Zeuge. „Was ihm neu war, nahm er sofort bereitwillig an. Wir sprachen über Bibelhandschriften und -übersetzungen, und ich stellte anhand der Neuen-Welt-Übersetzung [engl.] einige Vergleiche an. Er bestellte ein Exemplar. Später wünschte er auch noch die Diaglott-Bibel [engl.]. Vor kurzem sagte er mir, weshalb er mit den Zeugen zu studieren begonnen habe. Er habe so viel Schlechtes über sie gehört, daß es ihn interessiert habe festzustellen, ob das alles wahr sei. Einmal erzählte er mir von seiner Predigt, die er in der Kirche gehalten habe. Er habe seiner Gemeinde gesagt, die meisten Leute glaubten, nur einige müßten Lehrer und Prediger sein, die anderen müßten zuhören; das stimme jedoch nicht, es müßten alle Zeugen sein! Seine Zuhörer hätten erst einander und dann ihn angeschaut ... Er lachte übers ganze Gesicht.“

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