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Warum Gebete unbeantwortet bleibenDer Wachtturm 1954 | 15. Dezember
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neuen Himmel und eine neue Erde.“ — 2. Kor. 4:4, NW; Jes. 65:17.
Anstatt über die gegenwärtige Qual der Nationen zu klagen und für ihre Verminderung zu beten, erkennen wahre Christen, daß diese stürmischen Zeiten, ja derartige Kalamitäten wie Hungersnöte, Erdbeben und Kriege, eine Erfüllung der Bibelprophezeiung über das Zeichen der „letzten Tage“ darstellen. Daher frohlocken sie, wie Jesus ihnen gebot. (Luk. 21:28) Sie frohlocken in der Erkenntnis, daß die Befreiung zu einer neuen Welt herbeigekommen ist und diese gegenwärtige böse Welt in dieser „großen Drangsal“ enden muß, „wie es keine gegeben hat seit Anfang der Welt bis jetzt, nein, noch je wieder geben wird“, nämlich im Krieg von Harmagedon. Das ist Jehovas Beschluß. Als Jehova wegen der Untreue der Israeliten den Fall Jerusalems beschloß, sagte er Jeremia, er solle nicht für das Volk beten: „Du aber bitte nicht für dieses Volk, und erhebe weder Flehen noch Gebet für sie, und dringe nicht in mich; denn ich werde nicht auf dich hören.“ So ist auch ein Beten für diese zur Zerstörung bestimmte Welt nutzlos. Es wäre das Gegenteil des ausdrücklichen Gebotes des von Christus geliebten Apostels: „Liebt nicht die Welt noch die Dinge in der Welt.“ — Matth. 24:21, NW; Jer. 7:16; 1. Joh. 2:15, NW.
Immer noch beten Menschen weiterhin für „Dinge in der Welt“; und dann möchten sie wissen, warum ihre Gebete nicht beantwortet werden. Gebete zugunsten der Politiker, Regierungen, Siege bei Sportwettkämpfen, Armeen, Flotten und der Vereinten Nationen sind Gebete für „Dinge in der Welt“. Es gibt solche, die um großen Besitz, um Wohlfahrt und Macht beten. Diese Personen bitten vergebens. Ihre Motive sind alle falsch: „Ihr bittet, und doch empfangt ihr nicht, weil ihr für einen falschen Zweck bittet, damit ihr es in eurem Verlangen nach sinnlichem Vergnügen ausgebt.“ — Jak. 4:3, NW.
Solche, die eine Beantwortung ihrer Gebete wünschen, müssen jetzt fleißig lernen, was rechtes Beten heißt. Wie? Studiere und beachte Gottes Wort. Zeige Liebe zu Jehova durch Gehorsam gegenüber seinen Geboten. Sprich Gebete, die in Harmonie sind mit seinem Vorsatz hinsichtlich einer friedlichen neuen Welt. Bitte um Dinge, die von Jehova selbst gutgeheißen werden. Einige dieser Dinge, die Gottes Wort gutheißt, sind Gebete um Nahrung, um Vergebung, um Schutz gegen Versuchungen, um das Erkennen des Willens Jehovas, um Erkenntnis, für die Familie und für die Vernichtung der Bösen. Bete also zur richtigen Person, bete in der rechten Art und bete um die rechten Angelegenheiten, und du wirst herausfinden, daß Gott christliche Gebete beantwortet und daß er der ist, „der über alles hinaus zu tun vermag, über die Maßen mehr, als was wir erbitten oder erdenken“. — Eph. 3:20.
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Kein 100-Meter-LaufDer Wachtturm 1954 | 15. Dezember
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Kein 100-Meter-Lauf
● Der Gedanke an einen Preisboxkampf schließt ein, daß ein solcher Kampf mindestens eine halbe Stunde dauert. Erwähne den Marathonlauf, und man denkt an Männer, die viele Kilometer weit laufen. Jedoch der Lauf eines Christen ist viel länger, und sein Kampf ist härter als einer der zuvorerwähnten Kämpfe. In Hebräer 12:1 wird der Christ ermahnt, ‚alles Beschwerende abzulegen‘ und auf der vor ihm liegenden Laufbahn ‚mit Ausharren zu laufen‘. Paulus gab das Beispiel, wie uns in 1. Korinther 9:26, 27 gezeigt wird: „Ich laufe daher also, nicht wie aufs ungewisse; ich kämpfe also, nicht wie einer, der die Luft schlägt; sondern ich zerschlage meinen Leib und führe ihn in Knechtschaft.“ Warum so beständig im christlichen Lauf ausharren? Weil — wie Jesus in Matthäus 10:22 sagte — nur derjenige errettet wird, der bis zum Ende ausgeharrt hat. Wie steht es mit deinem Lauf?
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