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  • Werden die Toten wieder leben?
    Der Wachtturm 1962 | 1. August
    • herabkommen, wie eine für ihren Mann geschmückte Braut. Gleichzeitig hörte ich eine laute Stimme vom Throne her sagen: Siehe! das Zelt Gottes bei den Menschen, und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden seine Völker sein. Und Gott selbst wird bei ihnen sein. Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen. Und der auf dem Throne saß, sprach: ‚Siehe! ich mache alle Dinge neu.‘ Auch sagt er: ‚Schreibe, denn diese Worte sind zuverlässig und wahr.‘“ — Off. 21:2-5, NW.

      IM HIMMEL UND AUF DER ERDE

      Jedes Land hat eine Hauptstadt, in der die Regierungsbehörden — eine kleine Minderheit des Volkes — ihren Sitz haben. Das Vorgehen und die Entscheidungen der Regierungsbeamten beeinflussen das Leben der Mehrheit des Volkes, das unter dieser Regierung lebt. Genauso verhält es sich mit der Regierung des Königreiches Gottes über die Erde. Christus ist Gottes gesalbter König, und eine Minderheit, die er seine „kleine Herde“ nannte, gelangt durch eine Auferstehung in die himmlische Regierungsorganisation, um „Priester Gottes und des Christus“ zu sein und „mit ihm [zu] herrschen tausend Jahre“. (Luk. 12:32; Off. 20:6) Der Herr Jesus enthüllte in der Offenbarung, die er seinem Apostel Johannes gab, daß nur 144 000 von der Erde genommen würden, die mit ihm, dem Lamm Gottes, auf dem himmlischen Berg Zion, das heißt in der Königreichsorganisation, verbunden sein würden. (Off. 14:1-3) Die treuen Apostel waren die ersten, die zu dieser himmlischen „kleinen Herde“ berufen wurden. Über sie und ihre Miterben der himmlischen Belohnung schrieb Johannes: „Glücklich und heilig ist, wer der ersten Auferstehung teilhaftig wird.“ (Off. 20:6, NW; 1. Pet. 1:4) Diese kleine Zahl kann aber niemals alle einschließen, die an Jesus und die Auferstehung geglaubt haben. Was soll also mit den anderen, der Mehrheit der Gläubigen, geschehen?

      Sie werden nicht als Herrscher des himmlischen Königreiches auferweckt, sondern als dessen Untertanen, und als solche werden sie mit Leben auf einer paradiesischen Erde gesegnet und werden frei sein von Kummer und Not. Von diesen irdischen Untertanen seines Königreiches sprach Jesus, als er sagte: „Und ich habe andere Schafe, die nicht aus diesem [himmlischen] Hofe sind; auch diese muß ich bringen, und sie werden meine Stimme hören, und es wird e i n e Herde, e i n Hirte sein.“ — Joh. 10:16.

      Wie Jesus sagte, sollten zu den Auferstandenen jene, „die Gutes taten“, und auch einige, „die Schlechtes verübten“, gehören. (Joh. 5:29, NW) Mit denen, „die Gutes taten“, sind treue Diener Gottes gemeint, Personen, die ihr Lebensmuster nach dem Willen Gottes formten. Sie werden „zu einer Auferstehung des Lebens“ hervorkommen, und wie wir gesehen haben, werden weitaus die meisten von ihnen zum Leben auf der Erde auferweckt. Auch Johannes der Täufer wird unter ihnen sein. Er starb, bevor Jesus durch sein Opfer den Weg zum himmlischen Leben erschloß, und kann daher nicht im Himmel auferstehen. Deshalb sagte Jesus auch: „Unter den von Weibern Geborenen ist kein Größerer aufgestanden als Johannes der Täufer; der Kleinste aber im Reiche der Himmel ist größer als er.“ (Matth. 11:11) Von Abel bis Johannes lebten viele Männer und Frauen, die ihre Lauterkeit gegen Gott bewahrten, „auf daß sie eine bessere Auferstehung erlangten“. (Heb. 11:35) Paulus schrieb von ihnen: „Und diese alle, die durch den Glauben Zeugnis erlangten, haben die Verheißung nicht empfangen, da Gott für uns etwas Besseres vorgesehen hat, auf daß sie nicht ohne uns vollkommen gemacht würden.“ (Heb. 11:39, 40) Demnach sollten die irdischen Untertanen des Königreiches ihren Lohn erst nach der Aufrichtung der himmlischen Regierungsorganisation empfangen.

      Jesus bestätigte, daß sich Jehova Gott seiner vorchristlichen Diener erinnern werde, als er sagte: „Daß aber die Toten auferweckt werden, hat selbst Moses in seinem Bericht über den Dornbusch enthüllt, wenn er Jehova ‚den Gott Abrahams und den Gott Isaaks und den Gott Jakobs‘ nannte. Er ist nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebendigen, denn sie leben alle, von seinem Standpunkt aus betrachtet.“ — Luk. 20:37, 38, NW.

      In seiner Barmherzigkeit weckt Gott auch einige von den Toten auf, „die Schlechtes verübten“, damit sie nach ihren künftigen Werken gerichtet werden können. Zu ihnen wird auch der Übeltäter gehören, der an der Seite Jesu hingerichtet wurde. (Luk. 23:43) Zu dieser Gruppe, die auferweckt wird, um die Gelegenheit zu erhalten, Gottes Willen kennenzulernen und danach zu handeln, werden jedoch keine Unverbesserlichen gehören, sondern nur Personen, die, obwohl sie unwissentlich Schlechtes verübt haben, bereit sein werden, gerecht zu handeln.

      GERECHTIGKEIT UND GLÜCK

      Gestützt auf diese Aussagen der Bibel, können wir heute freudig „neue Himmel und eine neue Erde“ erwarten, „in welchen Gerechtigkeit wohnt“. (2. Pet. 3:13) Diese gerechte Herrschaft, unter der alle aus den Gedächtnisgrüften hervorkommen werden, wird viele glücklich machen, die heute um ihre Verstorbenen trauern.

      Erinnerst du dich, wie glücklich die Eltern jenes kleinen Mädchens waren, das Jesus auferweckt hatte? „Da gerieten sie … vor Staunen ganz außer sich.“ (Mark. 5:42, Me) Diese Freude wirst auch du erleben, wenn du siehst, wie Männer, Frauen und Kinder auferstehen, die du persönlich oder durch die Bibel gekannt hast. So wie der Mensch seine Wesensart von Jugend auf bis zum Mannesalter bewahrt, obwohl sich sein Aussehen verändert, so wird man auch die Wesensart der Auferstandenen wiedererkennen, ganz gleich, in was für einem Körper Gott sie auferwecken wird.

      Eltern werden über die Rückkehr eines verstorbenen Kindes so glücklich sein, daß sie es nicht schmerzlich empfinden, daß das Kind heranwächst und schließlich selbständig wird. Ehepaare wie Aquila und Priska, denen eine Auferstehung im Himmel und die ewige Freude, zur „Braut“ Christi zu gehören, in Aussicht steht, werden es nicht schmerzlich empfinden, daß sie nicht mehr als Mann und Frau miteinander verbunden sind. (Röm. 16:3) Die Freude Abrahams und Saras, Isaaks und Rebekkas sowie Jakobs, Leas und Rahels über ihre Auferstehung wird dadurch, daß sie als „Söhne der Auferstehung“ wie Engel sein werden, die weder heiraten noch verheiratet werden, nicht getrübt. (Luk. 20:34-36) Jeder von uns, der ein Kind, seinen Ehegefährten oder seinen Vater oder seine Mutter von den Toten zurückerhält, wird außer sich geraten vor Staunen. Frühere Eheleute werden nicht weniger glücklich sein, weil ihr himmlischer Vater sie nicht mehr in der Ehe vereint. Ein jeder wird sich freuen, als Erbe des Lebens die Gemeinschaft des anderen genießen zu dürfen, und Jehova Gott dafür danken, daß einer seiner Angehörigen in Gottes Familie zurückgekehrt ist, um an den Segnungen des ewigen Lebens in der gerechten neuen Welt teilzuhaben. Dankbare Kinder Gottes erwarten nicht mehr.

      Durch diese gerechte Welt wird nun bald bewiesen werden, daß Jehova wirklich ein Gott der Liebe, Weisheit, Gerechtigkeit und Macht ist. Die maßgebende Antwort auf die Frage „Werden die Toten wieder leben?“ lautet somit: „Die Stunde kommt, in der alle in den Gedächtnisgrüften seine Stimme hören und herauskommen werden.“ — Joh. 5:28, 29, NW.

  • Bibelverbrennung
    Der Wachtturm 1962 | 1. August
    • Bibelverbrennung

      ✔ Bibelverbrennungen, wie jene, die ein katholischer Geistlicher im Mai 1960 in Kolumbien durchführte, kannte man schon in der römischen Welt unter der Herrschaft der Cäsaren. Die Zeitschrift Time vom 19. Mai 1961 schrieb über einen Polizeibericht, der aus dem 4. Jahrhundert stammt, folgendes: „Im Jahre 346 machte ein römischer Polizeihauptmann in dem Polizeibericht von Cirta, einem Vorort von Karthago, folgende Eintragung: ‚Fünf Häuser durchsucht, 38 christliche Schriftrollen gefunden, beschlagnahmt und verbrannt.‘“

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