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  • Wie erteilst du christlichen Rat?
    Der Wachtturm 1963 | 15. Juni
    • wird, muß er sich zwar zuerst selbst damit befassen, doch, wenn er Hilfe braucht, kann er den Kreisdiener, sofern er die Versammlung zur gleichen Zeit besucht, oder das Zweigbüro der Gesellschaft um Rat bitten. Es mag erforderlich sein, zusätzliche Nachforschungen am Ort anzustellen. Dabei ist es wichtig, daß auch du die Anregungen, die du anderen gibst, einen Zeitplan für das Bibelstudium, den Besuch der Zusammenkünfte und den regelmäßigen Felddienst auszuarbeiten, beachtest. Gib beständig auf dein Studium und deinen Predigtdienst acht! (1. Tim. 4:15, 16) Bleibe mit der zunehmenden Erkenntnis des Wortes Gottes auf dem laufenden! — Spr. 4:18.

      Indem du diese Dinge tust, wirst du christlichen Rat in der rechten Weise erteilen. Dem Volke Jehovas, das Trost und Rat benötigt, wirst du dich als „ein Bergungsort vor dem Winde“ erweisen „und ein Schutz vor dem Regensturm“, als „Wasserbäche in dürrer Gegend“ und „der Schatten eines gewaltigen Felsens in lechzendem Lande“. — Jes. 32:2.

  • Warum „eine so große Wolke von Zeugen“?
    Der Wachtturm 1963 | 15. Juni
    • Warum „eine so große Wolke von Zeugen“?

      IN HEBRÄER 12:1 lesen wir: „Deshalb nun, da wir eine so große Wolke von Zeugen um uns haben, laßt auch uns, indem wir jede Bürde und die leicht umstrickende Sünde ablegen, mit Ausharren laufen den vor uns liegenden Wettlauf.“

      Man hat nun die Frage aufgeworfen, warum der Schreiber des Hebräerbriefes von einer so großen „Wolke von Zeugen“ und nicht von einer Menge von Zeugen spreche.

      Durch die Worte „Deshalb nun“ bezieht sich der Schreiber dieses Briefes auf das vorangehende Kapitel, in dem er zuerst den Glauben erklärt und dann eine ganze Reihe von Männern anführt, die sich durch ihren Glauben besonders hervortaten: Abel, die Patriarchen, Moses, die Richter und die alten hebräischen Propheten, von denen Johannes der Täufer, der in den Tagen Christi lebte, der letzte war. Der Schreiber hätte sie alle mit dem gewöhnlichen griechischen Wort ochlos, „eine Menge“, bezeichnen können, doch da er seinem Gedanken möglichst großen Nachdruck verleihen wollte, gebrauchte er einen sinnbildlichen Ausdruck und sprach von ihnen als von einer „Wolke“. Im heutigen Sprachgebrauch bezeichnet man einen großen Heuschreckenschwarm, der den Himmel bedeckt, ebenfalls als „eine Wolke von Heuschrecken“.

      Die Absicht des Schreibers ist auch ganz besonders daraus ersichtlich, daß er nicht den Ausdruck nephele̱ gebrauchte, das übliche griechische Wort für Wolke, von dem auch das deutsche Wort Nebel abgeleitet ist. Das Wort nephele̱ erscheint in den Christlichen Griechischen Schriften über fünfundzwanzigmal in der Einzahl oder in der Mehrzahl, zum Beispiel in den folgenden Fällen: „Dann werden sie den Sohn des Menschen kommen sehen in einer Wolke.“ (Luk. 21:27) „Eine Wolke nahm ihn auf.“ (Apg. 1:9) „Sie werden den Sohn des Menschen kommen sehen auf den Wolken des Himmels.“ (Matth. 24:30) „Siehe, er kommt mit den Wolken.“ — Offb. 1:7.

      Statt dieses Wortes gebrauchte der Schreiber des Hebräerbriefes den Ausdruck ne̱phos, der sonst nirgends in den Christlichen Griechischen Schriften vorkommt. Dieses Wort wurde von griechischen und lateinischen Schriftstellern oft im übertragenen Sinn angewandt. So liest man zum Beispiel von „einer dichten Wolke von Schilden“, „einer Wolke von Lanzenträgern“ usw. Über diese Anwendung des Wortes ne̱phos sagt Professor Wuest in seinem Buch Hebrews in the Greek New Testament: (Der Hebräerbrief im griechischen Neuen Testament) folgendes:

      „‚Wolke‘ ist in diesem Fall nicht nephele, das Wort, mit dem man eine einzelne, scharf umrissene Wolke bezeichnet, sondern nephos, eine große Wolkenmasse, die den ganzen sichtbaren Himmelsraum bedeckt, also keine bestimmte Form hat, sondern eine einzige große Masse ist, bei der die Umrisse nicht hervortreten oder sich nicht abheben. Die Anwendung des Wortes ‚Wolke‘ für eine große Menschenmasse ist in der Dichtung üblich. Homer spricht von ‚einer Wolke von Soldaten, einer Wolke von Trojanern‘. Themistokles sagte zu den Athenern: ‚Wir hatten das Glück, uns selbst und Griechenland zu retten, indem wir eine solche Wolke von Menschen [die Heere Xerxes’] zurückschlugen.‘“

      Zwischen den Wörtern ne̱phos, einer „Wolkenmasse“, und nephele̱, einer „Wolke“, ist ein ähnlicher Unterschied wie zwischen petra, einem „Felsmassiv“, und dem als Eigenname gebrauchten Petros, einem einzelnen Stein.

      Der Schreiber des Hebräerbriefes wählte somit offensichtlich das nicht alltägliche Wort ne̱phos, Wolkenmasse, um hervorzuheben, wie zahlreich die Zeugen gewesen waren. Das bestätigen auch seine Worte:

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