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Jehova ehrenDer Wachtturm 1961 | 1. November
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EHRE UND DIE NEUE PERSÖNLICHKEIT
22. (a) Wofür gibt es in der Christenversammlung keinen Platz? (b) Warum sollten wir offen und ehrlich miteinander handeln, und auf welche Weise?
22 In der Christenversammlung gibt es keinen Platz für Eigenruhm, für die Wahrung des bloßen Scheins und dafür, daß man sich durch Lügen zu decken sucht. Solche Dinge mögen unter den lieblosen, unglücklichen Nationen Brauch sein, aus denen wir herausgekommen sind. Doch sagt uns der Apostel: „Deswegen sage ich dies und bezeuge (es) im Herrn, damit ihr nicht länger so wandelt, wie auch die Nationen wandeln gemäß der Fruchtlosigkeit ihres Sinnes, während sie sich geistig in Finsternis befinden und dem Leben, das Gott gehört, entfremdet sind, und zwar wegen der Unwissenheit, die in ihnen wohnt, wegen der Gefühllosigkeit ihrer Herzen.“ Unsere tiefe Liebe zu Jehova und unsere Dankbarkeit ihm gegenüber für alles Gute und dazu die Liebe zu unseren Mitchristen werden uns veranlassen, miteinander offen und ehrlich zu verkehren und nicht Menschen zu fürchten. (Eph. 4:17, 18; 1. Joh. 4:17, 18; 2. Tim. 1:7, 8, NW) Ebenso sagt der Apostel: „Deshalb nun, da ihr die Unwahrheit abgelegt habt, redet (die) Wahrheit, ein jeder von euch mit seinem Nächsten; denn wir sind Glieder, die zueinander gehören.“ — Eph. 4:25, NW.
23. (a) Welchen Dingen entsagen Christen? (b) Wie gehen ein Sichschämen und das Verlangen, sein Prestige zu wahren, Hand in Hand? (c) Was sollte ein Christ nicht tun, nachdem er eine Sünde begangen hat? Was sollte er tun?
23 In Jehovas Neuer-Welt-Gesellschaft gibt es keinen Platz für die verkehrte Einstellung der alten Welt. „Aus diesem Grunde benehmen wir uns nicht ungeziemend, weil wir diesen Dienst gemäß der uns erzeigten Barmherzigkeit haben, sondern wir haben den hinterhältigen Dingen, deren man sich zu schämen hat, entsagt, indem wir weder in Arglist wandeln noch das Wort Gottes verfälschen, sondern uns selbst durch die offene Darlegung der Wahrheit jedem menschlichen Gewissen vor dem Angesicht Gottes empfehlen.“ (2. Kor. 4:1, 2, NW) Jene, die mit Gott wandeln, entsagen den hinterhältigen Methoden und der Schlauheit dieser Welt und treten offen für die Wahrheit ein. Sie leben nicht in einem Zustand, in dem sie sich schämen, weil sie beständig darauf bedacht sein müßten, ihr Prestige zu wahren. Dieses Verlangen, sein eigenes Ansehen zu retten, entstammt den Gefühlen des Stolzes und der Furcht und beruht nicht auf biblischen Grundsätzen. Es begleitet das Empfinden, daß man sich zu schämen hätte, und man möchte sich dadurch vor Schande behüten, ungeachtet dessen, wie viele Grundsätze es kosten mag, nur um den Schein zu wahren. Sollte ein Christ, selbst wenn er eine Sünde begeht, sein Ansehen dadurch zu retten suchen, daß er sich durch einen Zustand des Sich-Beschämt-Fühlens vor anderen abschließt? Nein, er sollte vielmehr seine Sünde vor Jehova bekennen und wieder gerade Bahn machen für seine Füße. „Wenn wir unsere Sünden bekennen, dann ist er treu und gerecht, so daß er uns unsere Sünden vergibt und uns von aller Ungerechtigkeit reinigt.“ — 1. Joh. 1:9; 2:1, 2; Ps. 32:1, 5, NW.
24. Wie können wir uns von den verschlagenen Methoden der Welt, die ihr eigenes Ansehen zu wahren sucht, vollständig frei machen?
24 Demut, christliche Liebe und eine von Herzen empfundene Wertschätzung für euer Verhältnis zu Jehova werden euch auf den Pfaden der Gerechtigkeit bewahren. Dazu ermahnt euch der Apostel, „der Berufung würdig zu wandeln, mit der ihr berufen wurdet, mit völliger Niedriggesinntheit (Demut) und Milde, mit Langmut, einander in Liebe ertragend“. Durch die Versammlung hat Christus „Menschen als Gaben“ gegeben, um alle, die an Jehovas unverdienter Güte teilhaben, die er durch seinen Sohn verleiht, zu belehren und zu schulen. Laßt uns diese Schulung freudig annehmen, indem wir mit Jehovas Organisation zu voller christlicher Reife voranschreiten, damit wir „nicht mehr kleine Kinder seien, umhergeworfen wie von Wellen und von jedem Wind der Lehre hin und her getrieben infolge der Betrügerei der Menschen, durch Arglist im Ersinnen von Irrtümern, sondern laßt uns, während wir die Wahrheit reden, in allen Dingen durch Liebe heranwachsen zu ihm hin, der das Haupt ist, Christus“. (Eph. 4:1, 2, 8, 11-16, NW) Wer sich von den verschlagenen Methoden der alten Welt hat anstecken lassen, muß seinen Sinn vollständig umwandeln und mit der genauen Erkenntnis des Willens Gottes erfüllt werden, um „Jehovas würdig“ zu wandeln. — Röm. 12:1, 2; Kol. 1:9-12, NW.
25. Wie können wir die neue Persönlichkeit anziehen, und was ist die Folge?
25 Das bedeutet das Anziehen der christlichen Persönlichkeit, der neuen Persönlichkeit, die von der der alten Welt mit ihrer verdrehten Denkweise so verschieden ist. Daher rät der Apostel, „daß ihr die alte Persönlichkeit ablegen sollt, die eurem früheren Wandel entsprach und gemäß ihren trügerischen Begierden verdorben wird, aber ihr sollt erneuert werden durch die Kraft, die euren Sinn antreibt, und sollt die neue Persönlichkeit anziehen, die gemäß Gottes Willen in wahrhafter Gerechtigkeit und liebender Güte geschaffen wurde“. (Eph. 4:22-24 NW) Wenn wir die neue Persönlichkeit durch ein fleißiges Studium und durch Gehorsam gegenüber Gottes Wort angezogen haben, dann wird unser Sinn durch Gottes Geist angetrieben werden. So werden wir als Jehovas Zeugen stets dem großen Namen Jehovas Ehre bereiten wollen und niemals nach Eigenruhm, nach einem Namen unter den Menschen, trachten noch aus Stolz unser Ansehen zu wahren suchen. — Matth. 5:16; Luk. 16:15.
26. Was für Machenschaften hat Satan ausgeheckt, durch die er den Schein wahren wollte, doch mit welchem Endergebnis?
26 „Hohe Augen“ mit dem Stolz, der das eigene Ansehen zu wahren sucht, sind vor Jehova ein Abscheu. (Spr. 6:16-19) Stolz kommt von Satan, dem Teufel, der sich einen stolzen Namen zu machen suchte, einen Namen, der noch über dem Namen Jehovas stehen sollte, und der seinen Thron „über die Sterne Gottes“ erheben wollte. Er wurde durch seinen strahlenden „Glanz“ verblendet. (Jes. 14:12-14; Hes. 28:17) Nun, da sein Glanz vor der Auslöschung in Harmagedon steht, verfolgt er die gemeine Politik, zu „herrschen oder zu vernichten“. In blinder Wut macht er einen weiteren Anschlag, um sein Prestige zu retten, indem er versucht, die ganze Menschheit über den Rand hinaus in den Atom-Abgrund zu ziehen. Er spornt die Weltführer an, sich auf einen Selbstmord des Menschengeschlechts in riesenhaftem Ausmaß vorzubereiten. Das wird ihm nicht gelingen! Trotz des Zorns der weltlichen Nationen wird Jehova für sein Volk kämpfen, wird es befreien und wird die „verderben, die die Erde verderben“. (Joel 2:32; Off. 11:18, NW) Satan wird in Unehre hingeworfen werden „wie ein verabscheuter Schößling … wie ein zertretenes Aas … denn du hast dein Land zu Grunde gerichtet“. — Jes. 14:19, 20.
27. (a) Welche Verantwortung übertrifft alle anderen? (b) Wer kann glücklich gepriesen werden? (c) Welch herrlicher Tag ist nun herbeigekommen?
27 Nur jene, die sich — gleich dem treuen Hiob, Christus Jesus und dem Überrest — angesichts des letzten niederträchtigen Angriffs Satans auf die Neue-Welt-Gesellschaft der Zeugen Jehovas in ihrer Lauterkeit nicht erschüttern lassen, werden diese universelle Schlacht überleben. (Hes. 38:14-16) Sie werden es sein, die verstehen, daß es, wann immer die Ehre mit im Spiel ist, eine Verantwortung gibt, die alle irdischen Aufgaben und Pflichten übertrifft, die Verantwortung nämlich, den großen Lebengeber zu ehren, ihn, der unsere Erde auf ihre Bahn durch den Weltraum brachte und den Menschen darauf schuf. (Apg. 17:24-28; Ps. 36:9) Als der Höchste und Souverän des Universums fordert er die ausschließliche Ergebenheit seiner intelligenten Geschöpfe, und diese sollten wir ihm freudig zollen. (5. Mose 5:9, 10) Glücklich sind wir, wenn wir Jehovas Ruhm über alles andere setzen, indem wir über sein großartiges Vorhaben frohlocken, das Vorhaben, daß heute, in unseren Tagen, und durch Wunderwerke, deren nur er fähig ist, sein großer Name für immer gerechtfertigt werden soll. Beschleuniget den Tag, an dem dieser unvergleichliche Name „über die Himmel“ erhoben und die ganze Erde voll werden wird „von der Erkenntnis der Herrlichkeit Jehovas“! — Ps. 57:5; Hab. 2:14.
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Kommunismus und ChristenheitDer Wachtturm 1961 | 1. November
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Kommunismus und Christenheit
„Heute kommt der Marxistische Kommunismus, mordend und brennend, wie der Protestantismus und der Katholizismus einst kamen. Nur kommt er nicht im Namen Christi. Das ist alles, was dabei neu ist.“ — Harper’s Magazine, August 1960.
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