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  • Die himmlische Priesterschaft — eine göttliche Einrichtung für alle, die leben
    Der Wachtturm 1968 | 15. September
    • 21. Warum sollte es uns sehr ermutigen, zu wissen, daß noch ein Überrest von Gliedern der himmlischen Priesterschaft unter uns ist?

      21 Wir sollten uns freuen in der Gewißheit, daß wir in der Zeit leben, da sich noch einige der letzten Glieder dieser heiligen Priesterschaft unter uns befinden, die ihr irdisches Leben noch nicht vollendet haben. Ihre Anwesenheit verbindet uns zu einer starken, mutigen Einheit und hilft uns, den kritischen Zeiten, die heute auf der Erde herrschen, standzuhalten. Die Israeliten erlangten durch den heiligenden Dienst der Vorbild-Priesterschaft Gottes Gunst und wurden durch sie von ihm geführt und geleitet, und wir können überzeugt sein, daß er sich auch heute unvollkommener Geschöpfe annimmt und daß durch seine Priesterschaft schließlich eine große Menge reumütiger Menschen aus allen Nationen und Stämmen und Völkern und Zungen den Weg zum Quell des Lebens finden werden.

  • Bestimmungen für die himmlische Priesterschaft
    Der Wachtturm 1968 | 15. September
    • Bestimmungen für die himmlische Priesterschaft

      „Und sie sollen mein Volk den Unterschied lehren zwischen Heiligem und Unheiligem und sollen ihm den Unterschied kundtun zwischen Unreinem und Reinem.“ — Hes. 44:23.

      1. Wodurch unterscheidet sich die Priesterschaft unter Christus von jeder anderen Priesterschaft, und warum verdienen die Bestimmungen, an die sich die Vorbild-Priesterschaft halten mußte, unsere Aufmerksamkeit?

      Bei einer von Menschen gegründeten Priesterschaft besteht die Gefahr, daß sie sich selbst zum Gesetz wird, daß sie eigene Bestimmungen aufstellt oder bestehende Bestimmungen abändert und Macht und Einfluß zu erlangen sucht, um ihre eigennützigen Ziele zu erreichen. Anders verhält es sich mit den Priestern, die dem großen Hohenpriester, Christus Jesus, gehorchen. Sie sind vor allem daran interessiert, heute und in alle Ewigkeit genau den Fußstapfen ihres Hohenpriesters zu folgen; nur so können sie mit Sicherheit erwarten, daß Jehova, der reine und heilige Gott, Wohlgefallen an ihnen findet. Sie haben erkannt, daß sie ihre Mitmenschen durch Beispiel und Vorschrift belehren müssen. Damit sie ihren Dienst in Verbindung mit der wahren Anbetung richtig verrichten, hat Gott besondere Bestimmungen erlassen. Viele dieser Bestimmungen wurden durch die Bestimmungen, die das Leben und den Dienst der aaronischen Priesterschaft regelten, deutlich vorgeschattet. Ein Vergleich dieser prophetischen Vorbilder mit den Vorschriften Christi Jesu und seiner von Gottes Geist inspirierten Jünger hilft uns erkennen, daß die für jene Priester gültigen Bestimmungen von Gott stammen mußten. — 1. Petr. 2:21; 1. Tim. 4:11, 12.

      2. Was bedeutet die Reinheit, die von der aaronischen Priesterschaft verlangt wurde, für die gesalbten Nachfolger Christi?

      2 Von den Priestern im Vorbild wurde zum Beispiel körperliche Reinheit verlangt. Für die Nachfolger Christi bedeutet Reinheit jedoch mehr als nur Sauberkeit des Körpers, der Kleidung und der äußeren Erscheinung im allgemeinen. Für sie schließt Reinheit die Sauberkeit der Hände ein, die keine verkehrte Handlung begehen, ferner die Reinheit des Herzens, das unrechten Gedanken keinen Raum gibt, und die Unbeflecktheit von falschem religiösem Denken, die durch die lautere Lehre des geschriebenen Wortes Gottes erlangt wird. Deshalb konnte Jesus zu seinen Jüngern sagen: „Ihr seid bereits rein des Wortes wegen, das ich zu euch geredet habe.“ Wer das Vorrecht hat, vor Jehova heiligen Dienst zu verrichten, muß Geist und Körper rein erhalten, indem er sich immer wieder prüft, um festzustellen, ob er Gottes Forderungen erfüllt. — Joh. 15:3; Ps. 24:3-5.

      3. Wozu sind die im „wahren Zelt“ Dienenden außerdem noch verpflichtet?

      3 Für Priester, die unter Christus Jesus dienen, genügt es nicht, nur ein reines Verhältnis zu Jehova und zu seiner Organisation der reinen Anbetung aufrechtzuerhalten. Sie müssen auch bereit sein, die Verpflichtung auf sich zu nehmen, anderen richtig voranzugehen, und müssen sich dann auch vergewissern, ob sie ihnen wirklich folgen. Wie die Priester im Vorbild den Gesundheitszustand der Anbeter untersuchen und überwachen mußten, so müssen daher auch die Angehörigen der himmlischen Priesterschaft heute dafür sorgen, daß die übrigen Anbeter Gottes in sittlicher und geistiger Hinsicht rein bleiben. Sie müssen diese Aufgabe ebenso ernst nehmen, wie es einer ihresgleichen tat, der schrieb: „Denn mit gottgefälliger Eifersucht bin ich euretwegen eifersüchtig, denn ich persönlich habe euch e i n e m Mann zur Ehe versprochen, um euch als eine keusche Jungfrau dem Christus darzustellen. Ich fürchte aber, daß irgendwie, so wie die Schlange Eva durch ihre List verführte, euer Sinn verdorben werde, hinweg von der Aufrichtigkeit und der keuschen Reinheit, die dem Christus gebühren.“ — 2. Kor. 11:2, 3.

      4. Wozu ist die christliche Priesterschaft in Verbindung mit den Opfergaben der Anbeter verpflichtet?

      4 In Israel mußten die Opfer des Volkes unter der Aufsicht und mit der Zustimmung der Priester dargebracht werden, die feststellten, ob sie den Bedingungen entsprachen, die Jehova für die einzelnen Fälle selbst festgelegt hatte. Zum Beispiel durfte keine Taube geopfert werden, wenn eine junge Ziege vorgeschrieben war. Es durfte auch kein lahmes oder sonst wertloses Tier dargebracht werden, wenn der Opfernde etwas Besseres besaß, was er darbringen konnte. (Mal. 1:14) So sollten auch heute die Unterpriester Christi oder ihre ernannten Gehilfen (verantwortungsbewußte Männer) darauf achten, daß das Schlachtopfer der Lobpreisung, das die einzelnen Jehova darbringen, ihren Fähigkeiten entspricht. Sie sollten durch freundliche, liebevolle Ratschläge und durch ihr gewissenhaftes Beispiel jedem einzelnen Anbeter auch helfen, seine Fähigkeiten ständig zu verbessern. Die Bedeutung der Opfer, die die einzelnen Israeliten im Vorbild darbrachten, geht aus folgenden Worten des Apostels Paulus hervor: „Durch ihn [Christus Jesus] laßt uns Gott stets ein Schlachtopfer der Lobpreisung darbringen, das ist die Frucht der Lippen, die eine öffentliche Erklärung für seinen Namen abgeben. Übrigens, vergeßt nicht, Gutes zu tun und die Dinge mit anderen zu teilen, denn solche Schlachtopfer sind Gott wohlgefällig.“ — Hebr. 13:15, 16.

      5. Was wurde dadurch angedeutet, daß die Priester auf den Zustand der Anbeter achten mußten?

      5 Wie wir wissen, konnte es damals vorkommen, daß jemand Gott ohne die richtige Ergebenheit oder aus einem unreinen, selbstsüchtigen Beweggrund ein Opfer darbrachte, wie das zum Beispiel bei Kain der Fall war. Das zeigt uns, wie wichtig es ist, sorgfältig darauf zu achten, aus welchem Beweggrund jemand Jehova dient und ihn anbetet. Die Verantwortlichen in den Versammlungen sollten stets daran denken, daß aufrichtige Dankbarkeit Jehova gegenüber die einzelnen anspornen sollte, ihre Opfer der Anbetung darzubringen. Ohne diese Dankbarkeit wären die Opfer wertlos. Dankbarkeit Jehova gegenüber sollte auch der Beweggrund für unsere Hingabe an Jehova sein. Wie wichtig ist daher doch der Dienst, der darin besteht, angehenden Anbetern Gottes zu helfen, durch ein Studium Gott und Christus kennenzulernen! Wenn diese Erkenntnis in ein gutes aufrichtiges Herz gelangt, erweckt sie Dankbarkeit und den innigen Wunsch, diese Dankbarkeit zum Ausdruck zu bringen. Christen, deren Anschauung auf einer solch gesunden Grundlage beruht, brauchen nicht dazu gedrängt oder gezwungen zu werden,

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