Fühlst du dich sicher?
Welche Erleichterung ist heute möglich?
WIE sicher kannst du dich fühlen, wenn du über die auf Seite 3 aufgeworfenen Probleme nachdenkst? Der König und Dichter David wies auf eine Möglichkeit hin, wie man sich sogar in der heutigen Zeit sicherer fühlen kann. Er schrieb: „Ich habe Jehova beständig vor mich gestellt. Weil er zu meiner Rechten ist, werde ich nicht zum Wanken gebracht werden. ... mein eigenes Fleisch wird in Sicherheit weilen“ (Psalm 16:8, 9).
Wie wirkt es sich auf deine Probleme und Befürchtungen aus, wenn du ‘Jehova beständig vor dich stellst’? Betrachten wir noch einmal kurz die zuvor gestellten Fragen, und sehen wir, wie Jehovas Rat helfen kann.
Die tägliche Anwendung biblischer Grundsätze kann sehr wohl deine Aussicht auf eine Arbeitsstelle beeinflussen. Du wirst dadurch ein gewissenhafter, ehrlicher, tüchtiger Arbeiter, denn Gottes Wort ermahnt: „Wer stiehlt, stehle nicht mehr, sondern er arbeite vielmehr hart, indem er mit seinen Händen gute Arbeit leiste“ (Epheser 4:28). Normalerweise suchen vernünftige Arbeitgeber die Dienste eines zuverlässigen Arbeiters. Daher sollte für einen Arbeiter, der ein echter Christ ist, das Problem, eine Stellung zu finden oder zu behalten, nicht so akut sein wie für andere.
Die christliche Lebensweise kann sogar die Auswirkungen der Inflation abschwächen. Wieso? Weil der Christ von seinen begrenzten Mitteln vernünftigen Gebrauch macht. Er verschwendet sein Einkommen nicht für Glücksspiele, Rauchen und Alkohol- oder Drogenmißbrauch. Er meidet kostspieligen Prunk, eine Form der Nichtigkeit, „denn alles in der Welt — die Begierde des Fleisches und die Begierde der Augen und die auffällige Zurschaustellung der Mittel, die jemand zum Leben hat — stammt nicht vom Vater [von Gott], sondern stammt von der Welt“ (1. Johannes 2:16, 17).
Wie kann einem der wahrhaft christliche Standpunkt helfen, mit dem stets gegenwärtigen Problem der Kriminalität fertig zu werden? Die Bibel gibt den Rat: „Den Pfad der Bösen betritt nicht, und wandle nicht geradewegs auf dem Weg der Schlechten. Meide ihn, zieh nicht darauf einher“ (Sprüche 4:14, 15). Aufgrund dieses Rates trifft ein Christ in Gegenden und in Situationen, in denen er mit Kriminalität rechnen muß, vernünftige Vorsichtsmaßnahmen. Er meidet den Umgang mit Personen, die kriminelle Neigungen haben.
Obwohl viele Christen aus wirtschaftlichen Gründen in unzumutbaren Wohnverhältnissen leben müssen, haben sie, weil sie sich von biblischen Grundsätzen leiten lassen, eine saubere und ordentliche Wohnung, die sich von den Wohnungen in ihrer Umgebung abhebt. Sie wissen, daß Reinlichkeit ein Bestandteil der wahren Anbetung des heiligen Gottes, Jehova, ist. Der Prophet Jesaja mahnte: „Haltet euch rein“ (Jesaja 52:11).
Christen werden gelehrt zu beten: „Gib uns heute unser Brot für diesen Tag“ (Matthäus 6:11). Diese Bitte verrät, daß man sich mit der Nahrung, die man für den jeweiligen Tag benötigt, begnügt, ohne sich ungebührlich über die Bedürfnisse des nächsten Tages Sorgen zu machen. Der Gläubige weiß, daß er, wenn er seinen Teil dazu beiträgt, nie ohne das zum Leben Notwendige sein wird, wie schon der Psalmist David schrieb: „Ein Jüngling bin ich gewesen, ich bin auch alt geworden, und doch habe ich keinen Gerechten gänzlich verlassen gesehen noch seine Nachkommen nach Brot suchen“ (Psalm 37:25).
Ist es möglich, häuslichen Zwist zu vermeiden oder auf ein Mindestmaß zu beschränken? Die Bibel gibt den Rat: „Einer, der langsam ist zum Zorn, beschwichtigt Gezänk“ (Sprüche 15:18). Und: „Möge alle boshafte Bitterkeit und Wut und Zorn und Geschrei und lästerliches Reden samt aller Schlechtigkeit von euch entfernt werden. Werdet aber freundlich gegeneinander ..., indem ihr einander bereitwillig vergebt“ (Epheser 4:31, 32). Wären nicht alle Ehepaare gut beraten, wenn sie diesen christlichen Geist bekunden würden?
Viele Eltern machen sich große Sorgen um ihre Kinder, besonders wegen des unmoralischen Gruppenzwangs, dem sie in der Schule ausgesetzt sind. In christlichen Familien muß die Treue zu biblischen Grundsätzen und zur Familie fest eingewurzelt sein, damit die Kinder den Versuchungen der heutigen Zeit widerstehen können. Die Bibel gibt Eltern den Rat, ihren Kindern gute Kameraden zu sein und Liebe und Zucht in einem ausgewogenen Verhältnis anzuwenden. Zur Zucht gehört, daß Eltern ihren Kindern Zeit widmen, sie belehren, mit ihnen vernünftig argumentieren und sie zurechtweisen (Epheser 6:4; Sprüche 1:8).
Der Christ, der eine zuverlässige Zukunftshoffnung hat, wird weniger von Verhältnissen beeinflußt, die Depressionen und Krisen verursachen. Er braucht keine suchterzeugenden Drogen als Krücke für sein tägliches Leben, um der Wirklichkeit zu entfliehen. Es ergeht ihm so, wie es einst der Psalmist ausdrückte: „In Frieden will ich mich niederlegen und auch schlafen, denn du, ja du allein, o Jehova, läßt mich in Sicherheit wohnen“ (Psalm 4:8).
Obwohl Christen wissen, daß ein weiterer Krieg zwischen den Nationen möglich ist, erkennen sie auch, daß nicht der Mensch der Eigentümer der Erde ist, sondern Gott. Sie wissen, daß Gott nicht zulassen wird, daß der Mensch die Erde oder die Menschheitsfamilie durch einen atomaren Weltkrieg völlig vernichtet, denn er ist „der Bildner der Erde und der sie gemacht hat ..., der sie bildete, damit sie auch bewohnt werde“ (Jesaja 45:18). Deshalb hat er für gehorsame Menschen „neue Himmel und eine neue Erde“ verheißen. Damit ist kein neuer Planet und kein neues Firmament gemeint, sondern ein vollständig neues irdisches System der Dinge, das auf einer auf Gott ausgerichteten Bildung für alle beruht. Das ist in Übereinstimmung mit der inspirierten Prophezeiung Jesajas: „Die Erde wird gewißlich erfüllt sein mit der Erkenntnis Jehovas, wie die Wasser das ganze Meer bedecken“ (Jesaja 65:17; 11:9).
Wie und warum wird dieser Wechsel eintreten? Wird sich Gott weltlicher Führer bedienen, um Sicherheit herbeizuführen? Wirst du eine sichere Zukunft erleben? Der abschließende Artikel dieser Serie wird diese Fragen beantworten.
[Bild auf Seite 7]
Wer den Rat der Bibel anwendet, wird trotz einer unordentlichen Umgebung ein sauberes Haus haben.