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Was Gott verheißen hatErwachet! 1974 | 8. Oktober
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Himmel und eine neue Erde“ (das heißt die himmlische Regierung Jesu Christi und die neue irdische Ordnung, die während der tausendjährigen Königreichsherrschaft bestehen wird).
Diese Prophezeiung vernahmen die Israeliten von Jesaja, einem Propheten Gottes, geraume Zeit bevor sie im Jahre 607 v. u. Z. nach Babylon in Gefangenschaft kamen, weil sie den Gesetzen Gottes nicht gehorcht hatten. Gott tröstete sie, indem er ihnen zeigte, daß er sie wieder in ihr Land zurückbringen würde. Er sagte:
„Nicht mehr wird es dann von jenem Ort einen Säugling von wenigen Tagen geben noch einen alten Mann, der seine Tage nicht erfüllt, denn obwohl hundert Jahre alt, wird einer noch als Knabe sterben; und was den Sünder betrifft, obwohl hundert Jahre alt, wird er Übles auf sich herabgerufen haben“ (Jes. 65:17, 20).
In den siebzig Jahren, in denen die Israeliten in der Gefangenschaft waren, wandten sie sich von ihrer götzendienerischen Handlungsweise ab und dienten Gott wieder von ganzem Herzen (Jer. 29:10). Als sie in ihr Land zurückkehrten, konnten sie sich sicher fühlen und brauchten nicht mehr dauernd in Angst vor ihren Feinden zu leben. Verschwunden war die Furcht, die sie ergriffen hatte, als Nebukadnezar siebzig Jahre davor in ihr Land eingefallen war und jung und alt umgebracht hatte (Klag. 2:21). In der Zeit nach ihrer Rückkehr sollte niemand im zarten Alter sterben, sondern die Leute sollten das normale Lebensalter erreichen, denn sie würden weder dem Schwert noch dem Hunger, noch einer Seuche zum Opfer fallen.
Die Fortsetzung der Prophezeiung Jesajas lautet:
„Und sie werden gewißlich Häuser bauen und sie bewohnen; und sie werden bestimmt Weingärten pflanzen und deren Fruchtertrag essen. Sie werden nicht bauen und ein anderer es bewohnen; sie werden nicht pflanzen und ein anderer essen. ... Sie werden sich nicht umsonst abmühen, noch werden sie zur Bestürzung gebären, denn sie sind der Nachwuchs, bestehend aus den Auserwählten Jehovas, und ihre Nachkommen mit ihnen. Und es wird tatsächlich geschehen, bevor sie rufen, daß ich selbst antworten werde, während sie noch reden, werde ich selbst hören“ (Jes. 65:21-24).
Die Israeliten hatten nach ihrer Rückkehr aus der Babylonischen Gefangenschaft und nachdem sie von den Propheten Jehovas ermahnt worden waren, den geistigen Interessen den ersten Platz einzuräumen, beim Bauen und Pflanzen Gedeihen; niemand drang in ihr Land ein und nahm ihnen weg, was ihnen gehörte; auch litten sie keine wirtschaftliche Not. Ihre Kinder wurden ihnen nicht durch einen vorzeitigen Tod entrissen oder weil sie das Opfer eines Krieges oder eines Verbrechens geworden wären. Viele Jahre lang wurden die Israeliten von Jehova gesegnet. Später aber wurden sie wieder ungehorsam, und ein Verfall setzte ein. Warum ließ Gott das zu?
Die Zeit, da Gottes messianisches Königreich regieren sollte, war noch nicht gekommen; die ‘neuen Himmel und eine neue Erde, in denen Gerechtigkeit wohnen wird’, über die der Apostel Petrus schrieb, sollten damals noch nicht errichtet werden. Was sich zu jener Zeit abspielte, war lediglich eine Erfüllung im kleinen oder eine vorbildliche Erfüllung (2. Petr. 3:13).
Frühere Taten Gottes verbürgen, daß die Erde zu einem Paradies werden wird
Aber wie sieht die Wirklichkeit unter Gottes messianischer Regierung aus? Wenn die Israeliten Gott gehorchten, segnete er sie mit all den erwähnten guten Dingen. So wird er auch die Menschen segnen, die heute von seinen Verheißungen hören und daran glauben, nur wird sich sein Segen in einem weit größeren Maße auswirken, denn es ist Gottes Vorsatz, daß die Erde ein Paradies werde, ein Ort, wo ganz andere Verhältnisse herrschen werden als heute, Verhältnisse, die für immer bestehenbleiben werden.
Jesus bezog sich, als er mit einem Übeltäter sprach, der neben ihm am Pfahl hing, auf dieses Paradies und verhieß ihm, daß er bei seiner Auferstehung in dieses Paradies kommen werde. Der Übeltäter, der wegen eines Verbrechens zu Recht zum Tode verurteilt worden war, brachte zum Ausdruck, daß er an das kommende Königreich Christi glaube, und das veranlaßte Jesus Christus, ihm zu versprechen, daß er die Gelegenheit erhalten werde, unter diesem Königreich zu leben (Luk. 23:39-43).
Zur Stärkung unseres Glaubens und unserer Hoffnung sowie zu unserem Trost sollten wir uns auch noch mit einigen anderen Verheißungen Gottes befassen, die er zum Teil schon im sechsten Jahrhundert v. u. Z. in einer vorbildlichen Weise oder im kleinen hat in Erfüllung gehen lassen:
„Die Wildnis und die wasserlose Gegend werden frohlocken, und die Wüstenebene wird voller Freude sein und blühen wie der Safran. Sie wird ganz bestimmt blühen, und sie wird tatsächlich mit Fröhlichkeit und mit Jubelrufen frohlocken. ... Denn in der Wildnis werden Wasser hervorgebrochen sein und Wildbäche in der Wüstenebene“ (Jes. 35:1, 2, 6).
Diese Verheißungen erfüllten sich im kleinen, als die Israeliten aus Babylon zurückkehrten. Ihr Land war völlig verödet; es gab darin weder Menschen noch Haustiere; siebzig Jahre lang hatten sich darin nur wildlebende Tiere aufgehalten. Der größte Teil des Landes glich einer Wüste, einer Wildnis. Doch Gott, dem die Rückkehr der Israeliten zur wahren Anbetung gefiel, bewirkte, daß Wasser hervorbrachen, und nach kurzer Zeit begann das Land zu blühen und reiche Ernten hervorzubringen.
Jehova verheißt, alle, die ihm gehorchen, unter der Königreichsregierung für immer so zu segnen, wie er die in ihr Heimatland zurückgekehrten Israeliten gesegnet hat:
„Für sie werde ich an jenem Tage gewißlich einen Bund schließen in Verbindung mit den wilden Tieren des Feldes und mit den fliegenden Geschöpfen der Himmel und den Kriechtieren des Erdbodens, und Bogen und Schwert und Krieg werde ich aus dem Lande zerbrechen, und ich will sie in Sicherheit sich niederlegen lassen“ (Hos. 2:18).
Wären die Israeliten treu geblieben, hätten sie stets Frieden gehabt. Aber sie empörten sich gegen Gott. Unter der himmlischen Herrschaft Christi wird es nicht zu einer solchen Empörung kommen. Warum nicht? Weil er aufgrund seines Sühnopfers, das er für die Menschheit gebracht hat, die gehorsamen Menschen allmählich zur Vollkommenheit bringen und Selbstsucht sowie Habgier von der Erde beseitigen wird. Das ist der große Unterschied zwischen der Grundlage des Friedens, der durch seine Königreichsherrschaft herbeigeführt werden wird, und der Grundlage des Friedens, den die Staatsführer dieser Welt herbeizuführen bemüht sind.
Wenn wir heute die biblischen Grundsätze anwenden, gelingt es uns zum Teil, die schlechten Eigenschaften abzulegen und uns in der Gewalt zu haben. Aber wenn das Verdienst des Opfers Christi voll angewandt werden wird, werden die gehorsamen Menschen in geistig-sittlicher und in körperlicher Hinsicht völlig geheilt werden und sich voll und ganz in der Gewalt haben; sie werden ihre Unvollkommenheiten vollständig abgelegt haben. (Vergleiche Römer 7:18-25.)
Man beachte, mit welchen Worten Gott im letzten Buch der Bibel dem Menschen Frieden, Gesundheit und Sicherheit verheißt:
„‚Siehe! Das Zelt Gottes ist bei den Menschen, und er wird bei ihnen weilen, und sie werden seine Völker sein. Und Gott selbst wird bei ihnen sein. Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge [des gegenwärtigen alten Systems] sind vergangen.‘ Und der, der auf dem Throne saß, sprach: ,Siehe! Ich mache alle Dinge neu.‘ Auch sagt er: ,Schreibe, denn diese Worte sind zuverlässig und wahr‘“ (Offb. 21:3-5).
Der die Verheißungen gegeben hat, ist ein Gott der Wahrheit
Ja, diese Worte sind zuverlässig und wahr. Es sind keine Versprechungen von Politikern, die lediglich bemüht sind, ihr Amt, das mit Macht und Einfluß verknüpft ist, nicht zu verlieren. Gott hat alles das lange im voraus sorgfältig vorbereitet und es vor Jahrhunderten zu unserer Belehrung niederschreiben lassen (2. Tim. 3:16, 17). Was bisher dargelegt worden ist, zeigt, daß diese göttlichen Verheißungen eine erste Erfüllung im kleinen gehabt haben. Viele weitere Verheißungen, die Gott gegeben hat, haben sich ebenfalls bereits erfüllt; das sollte uns davon überzeugen, daß sein Wort vertrauenswürdig ist. Es seien nur einige wenige als Beispiel angeführt:
Vor Jahrhunderten gab Gott sein Wort, daß er die Erde durch eine Überschwemmung säubern werde; und die Überschwemmung ereignete sich (1. Mose 6:17; 7:11-24). Mehr als 400 Jahre im voraus verhieß Gott, die Israeliten aus Ägypten herauszuführen; als die Zeit dafür gekommen war, erfüllte er sein Versprechen (1. Mose 15:13, 14; 50:25; 2. Mose 12:37-42). Er sagte fast zweihundert Jahre vor der Eroberung Babylons voraus, daß ein Perser namens Cyrus diese Stadt einnehmen und die Israeliten freilassen werde; und so kam es (Jes. 45:1, 2; 2. Chron. 36:22, 23; Esra 1:1-4).
Ferner erfüllten sich Hunderte von Prophezeiungen über den Messias an Jesus Christus, dem verheißenen Befreier und König — Prophezeiungen über Ort und Umstände seiner Geburt, die Zeit seines Erscheinens als Messias, den Verrat, der an ihm begangen wurde, seinen Tod, seine Auferstehung und über andere Dinge, zu zahlreich, um sie alle erwähnen zu können (Micha 5:2; Jes. 7:14; Dan. 9:25, 26; Ps. 41:9; Jes. 53:12; Ps. 16:10).
Es ist somit vernünftig zu schlußfolgern, daß alles, was Gott verheißen hat, genauso, wie er es gesagt hat, eintreffen wird. Wir dürfen das Zeugnis treuer Menschen nicht außer acht lassen, die, als sie ihr Lebensende fast erreicht hatten, die Ehre nicht für sich beanspruchten, sondern, ohne irgendwelchen Vorteil davon zu haben, Jehova als den priesen, der sein Wort wahr machte. Josua, der die Israeliten angeführt hatte, als sie das Verheißene Land eroberten, sagte zu ihnen: „Ihr wißt wohl mit eurem ganzen Herzen und mit eurer ganzen Seele, daß kein einziges Wort von allen guten Worten, die Jehova, euer Gott, zu euch geredet hat, dahingefallen ist“ (Josua 23:14).
Das, was die Menschen wirklich wünschen und was sie auch benötigen, wird nur in der Bibel verheißen. Wo außer in diesem Buch wird den Menschen Frieden verheißen, die Beseitigung des Verbrecherunwesens, Gesundheit, Sicherheit und Wohlfahrt sowie ewiges Leben? Sind das nicht alles Dinge, nach denen du dich wirklich sehnst? Sind diese einzigartigen Verheißungen es nicht wert, daß man sich näher damit befaßt?
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Säumt Gott mit der Erfüllung seiner Verheißung?Erwachet! 1974 | 8. Oktober
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Säumt Gott mit der Erfüllung seiner Verheißung?
WENN davon gesprochen wird, daß Gott wirklich bessere Zeiten verheißen hat, denkst du dann auch so wie manche, die sagen: „Wenn Gott die Absicht hat, auf der Erde bessere Verhältnisse zu schaffen, warum hat er es dann nicht schon längst getan?“?
Schätzen wir es jedoch nicht alle, einen freien Willen oder Wahlfreiheit zu besitzen?
Es ist eine Tatsache, daß der Mensch, kurz nach seiner Erschaffung, aus eigenem Entschluß nach seinem eigenen Willen und auf seine eigene Weise zu regieren begann. Gott erschuf den Menschen in seinem Bilde und Gleichnis. Das bedeutet, daß er mit Verstand begabt war und Wahlfreiheit besaß. Diese Tatsache wird von Gott respektiert, und er behandelt den Menschen entsprechend, nicht als ein vernunftloses Tier oder ein Kind, das für sein Tun noch nicht verantwortlich gemacht werden kann, sondern als eine mit Verstand begabte, vernünftige Person.
Wenn Gott seine Herrschaft Menschen aufzwingen würde, die sie gar nicht wünschten, würde er dann ihren freien Willen oder ihre Wahlfreiheit respektieren? Nachdem Adam, der erste Mensch, die göttliche Herrschaft abgelehnt hatte, gab Gott den Menschen die Gelegenheit, einen Versuch mit der Selbstregierung zu machen. Das, was in der Zeit, die Gott den Menschen dafür einräumte, geschah, bewies deutlich, wie verhängnisvoll es ist, wenn der Mensch unabhängig von Gott regiert, und führte den Menschen auch vor Augen, was für eine Regierung wirklich zu ihrem Wohle ist.
Ein Beispiel für Gottes Grundsatz, in solchen Dingen gründlich und geduldig vorzugehen, ist seine Handlungsweise mit Abraham (Abram). Gott verhieß, das Land Kanaan den Nachkommen Abrahams zu geben. Aber sie erhielten das Land erst vierhundert Jahre später. Warum? Gott erklärte: „Denn die Vergehung der Amoriter [die das Land bewohnten] ist noch nicht vollendet“ (1. Mose 15:13-16).
Ja, Gott räumte der Bevölkerung des Landes Kanaan und ihren Anführern genügend Zeit ein, um sich ändern zu können, aber sie sanken immer tiefer. Gott nahm ihnen ihr Land nicht willkürlich weg. Wie ein kranker Baum, der nichts als schlechte Früchte bringt, so wurden auch sie immer schlechter, opferten ihre Kinder Götzen, trieben einen perversen, entarteten Sexkult und waren moralisch verkommen und krank. Nach dem allgemeinen Rechtsbegriff verdienten sie es, aus dem Land vertrieben zu werden. Erst zu jenem Zeitpunkt — nachdem Jahrhunderte vergangen waren — befahl Gott ihre Austreibung (3. Mose 18:21-28).
Gottes scheinbares Zögern zum Guten des Menschen
Gott ist geduldig mit den Menschen und wartet ab, bis die Verhältnisse so sind, daß jedermann sehen kann, daß er vom sittlichen und rechtlichen Standpunkt aus berechtigt ist, den selbstsüchtigen Menschen die Zügel der Regierung aus der Hand zu nehmen und seine eigene himmlische, gerechte Herrschaft zu errichten. Recht denkende Personen werden sich darüber freuen. Gott läßt wie in einem Gerichtsfall erdrückende Beweise erbringen, so daß ihm niemand vorwerfen kann, er wende despotische, diktatorische oder unvernünftige Methoden an. Das alles geschieht nicht zu seinem eigenen Nutzen, sondern zum Nutzen der Menschen, damit sie erkennen können, daß er, wenn er eingreift, es mit vollem Recht tut.
Daher wird die Zeit, die Gott den Menschen für den Versuch, sich selbst zu regieren, eingeräumt hat, einmal abgelaufen sein, und dann wird er der Mißherrschaft des Menschen ein Ende machen. Da Gott der Schöpfer ist und seinen Vorsatz sowie alle Umstände kennt, kann er die günstigste oder beste Zeit wählen, um den erfolglosen Bemühungen des Menschen ein Ende zu bereiten. Ganz im Gegensatz zu den Menschen kann und wird er das Unrecht, das die Menschen in der Zeit, da er sich zurückhielt und nicht eingriff, um eine gerechte Herrschaft über die Erde zu errichten, erlitten haben mögen, wiedergutmachen. Die „früheren Dinge [alles Böse, das verübt worden ist] werden nicht in den Sinn gerufen werden, noch werden sie im Herzen aufkommen“ und das Glück der Menschen, die unter der Königreichsherrschaft leben, trüben (Jes. 65:17).
Somit ist GOTT, der die Macht besitzt, seinen Vorsatz sofort auszuführen und seine Verheißungen augenblicklich zu erfüllen, langmütig und geduldig gewesen. Er hat viele Schmähungen ertragen und furchtbares Unrecht mit angesehen, aber er hat sich um seines Vorsatzes willen zurückgehalten, was sich schließlich zum Guten aller auswirken wird.
Der Apostel Petrus schrieb: „Jehova ist hinsichtlich seiner Verheißung nicht langsam [Storr: „Der Herr säumt nicht mit der Erfüllung der Verheißung“], wie es einige für Langsamkeit halten, sondern er ist geduldig mit euch, weil er nicht will, daß irgend jemand vernichtet werde, sondern will, daß alle zur Reue gelangen“ (2. Petr. 3:9). Er weiß genau, was erforderlich ist, um den Menschen die bestmögliche Gelegenheit zu geben. Er weiß, welche Grundlage gelegt werden muß, damit die Menschen erkennen können, daß sich seine Verheißungen bewahrheiten.
Warum gewiß
Die Zeit ist nun gekommen, da Gott eingreifen und dafür sorgen wird, daß sich alle seine großartigen Verheißungen erfüllen. Wieso wissen wir, daß dem so ist? Welchen Grund haben wir, überzeugt zu sein, daß wir persönlich die besseren Zeiten erleben, die die von Gott verheißene Regierung herbeiführen wird?
Wir können davon überzeugt sein, weil vorhergesagt worden ist, daß das gegenwärtige korrupte System gegen Ende der Lebenszeit einer bestimmten „Generation“ beseitigt werden wird. Aus der Bibel kann man erkennen, daß es dabei um die Generation geht, die das Jahr 1914 erlebt hata, das Jahr, in dem der Erste Weltkrieg ausbrach. Die gesamte Zeitperiode, die mit jenem Jahr begonnen hat, wird in den Prophezeiungen der Bibel beschrieben, besonders die Ereignisse, die für diese Zeit vorhergesagt worden sind.
Es empfiehlt sich, um die Einzelheiten dieser Prophezeiungen kennenzulernen, unter anderem Matthäus, Kapitel 24, Lukas, Kapitel 21, Markus, Kapitel 13 und 2. Timotheus, Kapitel 3 zu lesen. In diesen Prophezeiungen sind Dinge vorausgesagt worden wie Weltkrieg, Lebensmittelknappheit, Seuchen und Jugendkriminalität. Erwähnt wird außerdem, daß die Moral sinken wird, weil die Menschen immer genußsüchtiger werden, daß die Autorität immer weniger respektiert werden wird, daß es an der Nächstenliebe mangeln wird und daß viele Menschen den Glauben an Gott verlieren werden.
Diese Dinge haben sich genau zu der vorhergesagten Zeit eingestellt — vom Jahre 1914 an. Damals begann sich die Prophezeiung über die Apokalyptischen Reiter zu erfüllen. Bis heute sind diese symbolischen Reiter, die solche Not über die Menschheit gebracht haben, nicht von ihrem Pferd gestiegen. (Siehe Offenbarung, Kapitel 6.)
Die Erfüllung steht bevor
Die Tatsache, daß diese prophezeiten Ereignisse genau zu dem vorhergesagten Zeitpunkt und alle zu Lebzeiten ein und derselben Generation eingetreten sind, erfüllt uns mit der Zuversicht, daß Gottes Verheißung, wirklich bessere Zeiten herbeizuführen, ebenfalls in Erfüllung gehen wird. Wann? Noch bevor die letzten Glieder der „1914er Generation“ gestorben sein werden.
Woher wissen wir das? Wir wissen es, weil Jesus Christus das in der Prophezeiung, die für unsere Zeit gilt, ausdrücklich erwähnte. Er sagte deutlich: „Wahrlich, ich sage euch, daß diese Generation auf keinen Fall vergehen wird, bis alle diese Dinge geschehen“ (Matth. 24:34).
Heute leben nicht mehr viele, die der „1914er Generation“ angehören. Die meisten dieser Generation, die jenes Jahr erlebt hat, sind bereits gestorben, und die, die noch leben, sind schon alt. Somit können wir die feste Zuversicht haben, daß Gottes Zeit herbeigekommen ist, uns Menschen von der heutigen Bedrängnis, dem Leid und der Not zu befreien.
Das Wort Gottes zeigt, daß gemäß dem göttlichen Zeitplan jetzt der Augenblick gekommen ist, da das Böse beseitigt und eine Regierung errichtet wird, die all die Änderungen vornehmen wird, die die Menschen gern sähen. Wir sollten aber nicht nur von dieser Königreichsregierung sprechen, sondern den brennenden Wunsch haben, daß sie errichtet wird. Was ist damit verbunden?
[Fußnote]
a Einzelheiten über dieses Datum findet der Leser im 18. Kapitel des Buches Ist mit dem jetzigen Leben alles vorbei?
[Bild auf Seite 17]
Der Ritt der symbolischen „Apokalyptischen Reiter“ begann pünktlich im Jahre 1914; für die Menschheit bedeutete das den Anbruch einer schweren Zeit.
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Möchtest du wirklich bessere Zeiten sehen?Erwachet! 1974 | 8. Oktober
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Möchtest du wirklich bessere Zeiten sehen?
GANZ bestimmt möchtest du bessere Zeiten sehen, Zeiten, in denen man sich nicht mehr zu fürchten braucht, in denen die Menschen gesund sind und sich satt essen können. Das bedeutet natürlich, daß Veränderungen vorgenommen werden, sowohl im Weltmaßstab als auch in unserem persönlichen Leben.
Jeder einzelne von uns muß jedoch entscheiden, ob er mit diesen Veränderungen einverstanden und bereit ist, die notwendigen
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