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  • Wer kann die Zukunft des Menschen genau vorhersagen?
    Erwachet! 1973 | 8. Mai
    • Dennoch machen die Menschen weiterhin wie Schachspieler Vorhersagen auf der Grundlage dessen, was sie unmittelbar vor sich sehen. Sollte einer der erwarteten „Züge“ auf dem Schachbrett der Weltereignisse von dem abweichen, was erwartet wurde, entsteht eine völlig neue Situation, durch die die Vorhersagen umgeworfen werden.

      Zum Beispiel deutete Karl Marx, der Begründer des modernen Kommunismus, die industrielle Lage, in der sich England im neunzehnten Jahrhundert befand, als ein Zeichen für eine bevorstehende Revolution in diesem Land. Aber seine Voraussage ist nicht eingetroffen. Warum nicht? Weil Menschen in England gewisse unvorhersehbare Veränderungen herbeigeführt haben, unter anderem Gesetze über Tarifverhandlungen und eine soziale Gesetzgebung, die das Los der Arbeiter erleichtern sollte. Wirtschaftsprofessor H. W. Spiegel sagt: „Marx hat diese Veränderungen nicht vorausgesehen.“ Und heute muß der menschliche Faktor mehr denn je berücksichtigt werden, wenn man an das unberechenbare Verhalten vieler Herrscher und an die rebellischen Elemente in ihren Nationen denkt.

      Nur Gott offenbart die Zukunft des Menschen

      Aber wie verhält es sich mit Gott? Kann er nicht die Zukunft vorhersagen? Er kann es nicht nur tun, sondern er ist auch entschlossen, dem Menschen das zu offenbaren, was er über die Zukunft weiß. Er findet es sogar dringend notwendig, das zu tun. Warum sagen wir das?

      Es ist wohl unwahrscheinlich, daß der Schöpfer zulassen würde, daß der Mensch in Verhältnisse gerät, die es notwendig machen, mindestens die größeren künftigen Entwicklungen zu kennen, dann aber völlig die Bemühungen vereiteln würde, dieses Bedürfnis zu befriedigen. Als Gott der Liebe würde sich Jehova verpflichtet fühlen, dem Menschen die Zukunft zu enthüllen. Doch gibt es noch einen weiteren zwingenden Grund, daß Gott dies tut.

      Jehova entschleiert die Zukunft, um allen zu beweisen, daß er wirklich Gott ist. Der wahre Gott sollte in der Lage sein, im voraus zu sagen, worin sein Vorhaben besteht, nicht wahr? So lesen wir, wie Gott zuversichtlich folgendes erklärt:

      „Ich bin Gott und keiner sonst, niemand ist mit mir zu vergleichen. Ich verkündige längst vorher, was kommen wird und was noch ungeschehen ist. Ich sage: Mein Plan steht fest, und was mir gefällt, das führe ich aus. — Jes. 46:9-11, Bruns.

      Wenn daher Jehovas Vorhersagen in Verbindung mit seinem Vorhaben eintreffen, steht er gerechtfertigt da als Gott. Außerdem zeigt Jehova dadurch, daß er den Menschen von seinem Willen in Kenntnis setzt, daß er im Verlauf der Menschheitsgeschichte tätig gewesen ist und daß er sich um die Angelegenheiten des Menschen kümmert und nicht gleichgültig und uninteressiert ist.

      Es überrascht daher nicht, daß Gott seine Fähigkeit zu prophezeien bei vielen Gelegenheiten bewiesen hat. Zum Beispiel sagte Jehova, viele Jahre bevor Juda fiel und das Land siebzig Jahre verödet dalag, während sich die Nation in Babylon im Exil befand, diese Ereignisse voraus. Der danach folgende Sturz Babylons wurde ebenfalls im voraus verkündet. In diesem Fall wurde sogar der Name des Eroberers, Cyrus (ein Perser), über hundert Jahre vor seiner Geburt vorausgesagt. — Jes. 44:28; 45:1; Esra 1:1-4; Jer. 25:11, 12.

      Gottes Vorhaben ist in keiner Hinsicht von der Ungewißheit des menschlichen Willens abhängig. Auch kann Gott nicht von den mächtigen Kräften behindert werden, die sterbliche Propheten nicht sehen können und über die sie nichts wissen mögen — die unsichtbaren Dämonen. Jehova weiß, daß die Dämonen die Nationen zum „Krieg des großen Tages Gottes, des Allmächtigen“, „Har-Magedon“ genannt, versammeln. (Offb. 16:14, 16) Als Vorhersager der Zukunft steht er daher im Gegensatz zu irgendeinem Staatsmann der Neuzeit, der voraussagt, daß durch menschliche Bemühungen dauerhafter Friede herbeigeführt werden wird. Solche Voraussagen müssen sich als Irrtum erweisen, da Kräfte, über die der Mensch keine Gewalt hat die Menschheit zu einem letzten Krieg führen.

      Wenn Menschen die Zukunft genau vorhersagen

      Doch haben nicht Menschen in der Bibel Vorhersagen gemacht? Wieso können wir dann sagen, daß ihre Vorhersagen zuverlässig sind? Petrus, ein Apostel Jesu, weist auf den Grund hin, indem er sagt: „Keine Prophezeiung der Schrift [entspringt] irgendeiner privaten Auslegung ... Denn Prophetie wurde niemals durch den Willen eines Menschen hervorgebracht, sondern Menschen redeten von Gott aus, wie sie von heiligem Geist getragen wurden.“ (2. Petr. 1:20, 21) Diese Prophezeiungen kamen von Jehova Gott, und Menschen wurden gebraucht, um sie auszusprechen oder niederzuschreiben. Diese Prophezeiungen stützten sich nicht auf menschliche Deutungen über die Entwicklung der Weltereignisse.

      Aber benutzten die Propheten der Bibel, wie zum Beispiel Daniel, nicht eine verhüllende Sprache? Enthalten seine Schriften nicht Sinnbilder, wie zum Beispiel die Hinweise auf die Niederlage, die ein ‘Widder mit zwei Hörnern’ durch einen ‘Ziegenbock mit einem auffälligen Horn’ erleiden würde? Wie unterscheidet sich dies von den in dunklen Worten abgefaßten „Prophezeiungen“ von Nostradamus?

      Nun, Daniel und andere Propheten der Bibel benutzten tatsächlich Sinnbilder, aber deren Deutung wurde nicht Mutmaßungen überlassen. So erklärt Daniel selbst, daß der ‘Widder mit den zwei Hörnern’ die Doppelweltmacht „Medien und Persien“ darstellt. Weiter sagt Daniel: „Der haarige Ziegenbock steht für den König von Griechenland; und was das große Horn betrifft, das zwischen seinen Augen war, es steht für den ersten König“ das heißt für Alexander den Großen, der Medo-Persien etwa zwei Jahrhunderte nachdem Daniels Prophezeiung aufgezeichnet worden war, eroberte. — Dan. 8:5-7, 20-22.

      Außerdem werden einige Teile der Prophezeiung Daniels in anderen Büchern der Bibel erklärt. (Vergleiche zum Beispiel Daniel 11:31 mit Matthäus 24:15.) Zugegeben, es ist offensichtlich Mühe erforderlich, um diese Prophezeiungen verstehen zu können, aber der Schlüssel für das Verständnis ist in der Bibel selbst zu finden.

      Jesu genaue Vorhersagen über unsere Zeit

      Von allen Männern, die Gott benutzte, um zu prophezeien, zeichnet sich Jesus aus. Gestützt auf das, was er sagte, und auch auf Daniels und Johannes’ Worte, wiesen Jehovas Zeugen Jahrzehnte im vorausa darauf hin, daß das Jahr 1914 den Anfang „des Abschlusses des Systems der Dinge“ kennzeichnen würde. (Dan. 4; Matth. 24; Mark. 13; Luk. 21; Offb. 6:1-8) Sie sagten voraus, daß innerhalb einer Generation in einem nie dagewesenen Ausmaß Krieg, Lebensmittelknappheiten und Seuchen ausbrechen und andere furchtbare Verhältnisse entstehen würden, bevor Gott dieses System vernichten und durch eine neue Ordnung ersetzen würde.

      Aber könnte eine solche Vorhersage von Krieg und den damit verbundenen schlimmen Zuständen nicht für alle Perioden der Menschheitsgeschichte gemacht werden? Nein, nicht für alle. Waren zum Beispiel damals, im Jahre 1914, die Weltverhältnisse reif für einen weltweiten Krieg und die darauf folgenden schlimmen Zustände, die in diesen Prophezeiungen vorhergesagt waren? Betrachte folgendes:

      „Der Erste Weltkrieg beendete die längste Zeitspanne allgemeinen Friedens in der Geschichte Europas (43 Jahre). ... Vor 1914 kamen ständig neue Ideen auf, und man glaubte allgemein an einen ständigen Fortschritt. ... Das goldene Zeitalter der Geschichte Europas ging plötzlich zu Ende“ (Encyclopædia Britannica [1959], Bd. 8, Seite 869).

      „Nirgendwo, nicht einmal im Sommer 1914, gab es eine berechnete, im voraus getroffene Entscheidung für einen weltweiten Krieg“ (Joachim Remak, The Origins of World War I).

      Männer, die damals die Weltlage deuteten, haben im Jahre 1914 nicht einen größeren Krieg erwartet, und schon gar keinen Weltkrieg. Aber trotzdem brach ein solcher Krieg aus. Trotz der heutigen technischen und medizinischen Fortschritte hat es auch schreckliche Lebensmittelknappheiten, Seuchen und ähnliche Krankheiten gegeben. Das wurde schon vor Jahrhunderten in der Bibel genau vorhergesagt.

      Doch Jesus prophezeite auch, daß beim „Abschluß des Systems der Dinge“ das wahre Christentum wiederhergestellt würde. Dies würde im Anschluß an eine Zeitspanne des Abfalls vom wahren Glauben geschehen, der für die Zeit nach dem Tode der Apostel vorausgesagt worden war. — Matth. 13:24-30, 36-43; Apg. 20:29, 30; 2. Petr. 2:1-3.

      Hast du nicht gesehen, daß auch dies sich heute erfüllt? Es ist wahr, die Kirchen im allgemeinen scheinen sich immer mehr von der Bibel zu entfernen, da sie unbiblische Theorien annehmen, wie die Evolutionstheorie, und viele Formen von Unsittlichkeit dulden. Aber hast du dich schon einmal mit der neuzeitlichen Gemeinschaft der christlichen Zeugen Jehovas beschäftigt? Überzeuge dich einmal selbst, daß sie sich an wahre christliche Lehren halten. Hast du nicht auch beobachtet, daß die gute Botschaft von Gottes Königreich auf der ganzen Erde gepredigt wird, genau wie es Jesus für die heutige Zeit voraussagte? Haben Jehovas Zeugen nicht mit dieser Botschaft bei dir vorgesprochen? (Matth. 24:14) Höchstwahrscheinlich hast du in der Gegend, in der du wohnst, schon Kommentare in der Presse über ihr gutes Benehmen gelesen, das an das der ersten Christen erinnert. Die offenkundige Tatsache, daß in dieser Zeit das reine und unverfälschte Christentum vorhanden ist und sich ausdehnt, ist auch eine Erfüllung von Prophezeiungen.

      Ja, die Tatsachen zeigen, daß Jehova, der allein die Zukunft deutlich sieht, sein Vorhaben in der Bibel offenbart hat. Er hat heute ein Volk erweckt, das dieses Vorhaben offen verkündigt. Sei weise und nimm die Hilfe an, die es dir anbietet und durch die deine Zukunft zu deinem ewigen Nutzen beeinflußt werden kann.

  • Den Lebensabend nützlich gestalten
    Erwachet! 1973 | 8. Mai
    • Den Lebensabend nützlich gestalten

      Vom „Awake!“-Korrespondenten in Brasilien

      MIT jedem Tag werden wir älter. Wir können den Alterungsvorgang durch nichts aufhalten. Aber genauso wie der Abend eine friedliche, nützliche Tageszeit ist, so kann es auch der Lebensabend sein.

      Denkst du in dieser Beziehung nur an das graue Haar, an die Runzeln, daran, daß man nicht mehr so schnell gehen kann und daß man liebe Angehörige verliert? Oder bist du dankbar für die vielen reichen Erfahrungen und die verstandesmäßige Reife, die das Alter mit sich bringt? Glaubst du, daß die Leistungsfähigkeit in jungen Jahren am höchsten ist und dann rapide nachläßt?

      Produktivität im Alter

      In der Zeitschrift Das Beste hieß es dazu in einem Artikel, der sich hauptsächlich auf ein Buch der Ärzte E. W. Busse und E. Pfeiffer stützte: „Die Höhe schöpferischer Produktivität bleibt auch in späteren Jahren beachtlich. Das gilt besonders für Gebiete wie Mathematik, technische Erfindungen, Botanik und Geisteswissenschaften. In der Staatskunst nehmen die Fähigkeiten mit den Jahren vielfach zu, und im Bereich des abstrakten Denkens — also etwa in der Logik und der Philosophie — läßt sich die höchste Leistung zwischen 45 und 83 verzeichnen. Die geistigen Kräfte brauchen im Alter keineswegs abzunehmen.“

      Professor N. J. Berrill pflichtete dem bei. „Mit 80 ist der Geisteszustand noch genauso gut, wie er mit 35 war“, schrieb er. „Während der junge Sinn dazu neigt, neue Vorstellungen und Ideen zu schaffen, ist der Sinn eines älteren Menschen ... beständiger, gründlicher und besitzt eine reichere Erfahrung.“

      Die Tatsachen zeigen, daß die Geisteskraft nicht in dem gleichen Maße nachläßt wie die körperliche Leistungsfähigkeit. In einer Gruppe von vierhundert berühmten Staatsmännern, Malern, Kriegshelden, Dichtern und Schriftstellern

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