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  • Hilfen zum Verständnis der Prophezeiung
    Der Wachtturm 1952 | 15. Juni
    • um für den jüdischen Überrest seiner Tage die wahre Anbetung wiederherzustellen. (Matth. 3:3) Dieselbe Prophezeiung aber hat ihre dritte oder vollständige Erfüllung (in vollem Umfang) durch die Befreiung des christlichen Überrests vom gegenbildlichen Babylon im Jahr 1919 und durch dessen Wiederherstellung zur wahren Anbetung.

      17. Führe ein Beispiel einer Prophezeiung an, deren Erfüllungsabschnitte parallel laufen.

      17 Dann gibt es auch eine Art Prophezeiung, deren Erfüllungsabschnitte parallel laufen. Zum Beispiel hat die Prophezeiung von Joel 2:28 hinsichtlich des Ausgiessens des heiligen Geistes ihre erste oder kleine Erfüllung in sozusagen zwei Raten gefunden. Der Anfangsteil dieser ersten Erfüllung fiel auf Pfingsten des Jahres 33 n. Chr., als der jüdische Überrest die Gaben des Geistes empfing. (Apg. 2:16, 17) Doch dreieinhalb Jahre später, im Herbst des Jahres 36 n. Chr., wurden der Heide Kornelius und seine Hausgenossen der Ausgiessung desselben Geistes teilhaftig, was einen weiteren Teil dieser ersten Erfüllung bedeutete. (Apg. 10:44) In der vollständigen Erfüllung erfolgte die erste Rate im Frühjahr 1919, als der Geist ausgegossen wurde, um den gesalbten christlichen Überrest, der das Tempelgericht von 1918 überlebte, ans Werk zu stellen. Dann, dreieinhalb Jahre später, im Herbst des Jahres 1922, begannen die Glieder der Ruth- und Estherklasse des gesalbten Überrests hereinzukommen und wurden ans Werk gestellt. Diese Ereignisse von 1919 und 1922 laufen direkt parallel mit den Ereignissen der Jahre 33 und 36 n. Chr.

      WIE ALS WAHR BEWIESEN, WANN VERSTANDEN

      18. Wie können Prophezeiungen als wahr nachgewiesen werden?

      18 Wie können Prophezeiungen als wahr nachgewiesen werden, damit man ihre Erfüllung erwarten darf? Die Bibel selbst gibt die Regel an, die den wahren Anbeter instand setzt, zu ermitteln, ob eine Prophezeiung wahr oder falsch sei. Diese Regel besteht aus drei Teilen. Erstens muss der Prophet im Namen Jehovas sprechen und so die Befugnis zu reden anzeigen. Zweitens müssen die Worte der Prophezeiung darauf abzielen, den Hörer in wahrer Anbetung zu Jehova zu ziehen. Drittens muss die Prophezeiung zu einer Zeit eine frühe oder anfängliche Erfüllung haben. (5. Mose 18:20, 21; 13:1-5; 18:22) Bei jenen, die dem König Ahab prophezeiten, handelte es sich um falsche Propheten, denn sie redeten nicht im Namen Jehovas. (2. Chron. 18:5) Die in Jeremia 2:8 Erwähnten waren ebenfalls falsche Propheten, denn sie wiesen die Hörer nicht auf die Wege des Herrn, was ihnen zum Nutzen gereicht hätte. Gerade bevor Jerusalem von den Babyloniern belagert wurde, wies Jeremia den König Zedekia spottend darauf hin, dass seine Propheten, die vorausgesagt hatten, der König von Babylon werde nicht wider Jerusalem kommen, tatsächlich falsche Propheten gewesen waren, denn ihre Prophezeiungen erfüllten sich nicht. (Jer. 37:19) Eine weitere Prüfung, die mit Offenbarungen und inspirierten Äusserungen angestellt werden kann, um zu ermitteln, ob sie wahr seien oder nicht, findet sich in 1. Johannes 4:1 (NW) aufgezeichnet: „Geliebte, glaubet nicht jeder inspirierten Äusserung, sondern prüfet die inspirierten Äusserungen, um zu sehen, ob sie von Gott stammen, weil viele falsche Propheten in die Welt ausgegangen sind.“ Was die vielen Prophezeiungen betrifft, die ihre Teilerfüllungen in vergangenen Zeiten hatten und sich so als wahr erwiesen haben, können wir ganz sicher sein, dass ihre vollständige Erfüllung zu Gottes bestimmter Zeit völlig herbeigeführt werden wird.

      19. Wann können Prophezeiungen verstanden werden? Wer sind die Ausleger?

      19 Wann können Prophezeiungen verstanden werden? Der Herr sagte zu Daniel: „Und du, Daniel, verschliesse die Worte und versiegle das Buch bis zur Zeit des Endes.“ (Dan. 12:4) Dies zeigt an, dass die ferneren Erfüllungen der Prophezeiungen versiegelt sind, bis die sichtbaren Ereignisse in Erscheinung treten, die sie zu erfüllen beginnen. Somit scheint die Regel vernünftig und sicher zu sein, dass Prophezeiungen nicht verstanden werden können, bis sie in Erfüllung begriffen sind oder sich erfüllt haben. Jehova, der grosse Ausleger, tut den Sinn seiner Offenbarungen zu seiner bestimmten Zeit kund, und keine menschlichen Spekulationen können vor der Zeit den wahren Sinn der Prophezeiung ans Licht bringen. Jehova hat einen Kanal vorgesehen, die Klasse des „treuen und verständigen Sklaven“, welcher geistige „Speise zur rechten Zeit“ gegeben wird, und diese geistige Speise schliesst unter anderem auch das Verständnis der Prophezeiungen ein, die sich im Laufe ihrer Erfüllung befinden. (Matth. 24:45, NW) Jehovas Zeugen selbst sind und können nicht die Ausleger der Prophezeiungen sein. Aber ebensorasch als die „höheren Obrigkeiten“, Jehova und Christus Jesus, die Offenbarungen durch den von ihnen bereiteten Kanal kundtun, ebensorasch veröffentlicht Gottes Volk sie in der ganzen Welt, um den Glauben aller Gerechtigkeitsliebenden zu stärken.

      HEUTIGES PROPHEZEIEN

      20, 21. In welchem Sinne prophezeien Jehovas Zeugen heute?

      20 Da im Text von Joel 2:28, der nach 1919 seine vollständige Erfüllung findet, vorausgesagt ist, dass Gott seinen Geist auf die Menschen aller Arten ausgiessen und „eure Söhne und eure Töchter prophezeien, eure alten Männer Träume haben, eure jungen Männer Visionen sehen werden“ (KJ), in welchem Sinne prophezeien denn Jehovas Zeugen heute? Jehovas Volk bekennt heute nicht, Inspirationskräfte zu besitzen. Doch beten die Glieder dieses Volkes fortwährend um ein weiteres Mass des heiligen Geistes Gottes, um die vielen Prophezeiungen zu verstehen, die schon geäussert und für das endgültige Predigtwerk, an dem Jehovas Zeugen nun stehen, aufbewahrt worden sind. Sie wissen, dass die inspirierten, unfehlbaren Schriften der Prophezeiung sich in richtiger Weise an ihnen erfüllen werden. Fleissig studieren sie die Visionen und Träume, die Gottes Treue der alten Zeit hatten. Sie können die Schriften der inspirierten Männer Gottes anführen, sie abschreiben und den Geschehnissen entsprechend anwenden. Sie können beobachten, wie Gott sie durch Christus Jesus auf Grund der Ereignisse und Dinge, die er in Erscheinung treten lässt, deutet. Dann sind sie treu im Verkündigen und Predigen der geoffenbarten Prophezeiungen bis an die äussersten Enden der Erde. Die Propheten Jehovas, die im zwanzigsten Jahrhundert predigen, sind jene, deren Augen die Bibel durchlaufen, um die sich mehrende Erkenntnis der göttlichen Aussprüche zu erlangen. — Dan. 12:4.

      21 Während Jehovas Zeugen von der alten Welt als Untergangspropheten gebrandmarkt werden, sind sie doch in der Tat Boten des Lichts für jene, die die wahre Religion wünschen. „Nun empfingen wir nicht den Geist der Welt, sondern den Geist, der aus Gott ist, damit wir die Dinge kennen möchten, die Gott uns huldvoll gegeben hat. Diese Dinge reden wir auch, nicht mit Worten, gelehrt durch menschliche Weisheit, sondern mit Worten, gelehrt durch den Geist, da wir geistliche Dinge mit geistlicher Sprache verbinden.“ (1. Kor. 2:12, 13, NW) Gleich den tapferen Propheten des alten Israel verfechten also Jehovas Zeugen heute Gottes Seite der grossen Streitfrage, warnen das Volk vor dem Tage des göttlichen Zorns und geben den Ehrlichgesinnten weisen Rat, damit sie den Weg des Entrinnens finden. Keine noch so grosse Verfolgung wird Gottes Propheten der Neuzeit davon abhalten, ihren Auftrag zu erfüllen, indem sie als eine Wolke von Zeugen für die Oberherrschaft Gottes Jehovas dienen.

  • Des Christen Sabbat
    Der Wachtturm 1952 | 15. Juni
    • Des Christen Sabbat

      „SECHS Tage sind es, an denen man arbeiten soll; an diesen nun kommt und lasst euch heilen, und nicht am Sabbattage.“ So sprach der Vorsteher einer jüdischen Synagoge zu einer Volksmenge, die eben Zeuge gewesen war, wie der Sohn des Menschen ein Wunder der Heilung gewirkt hatte. (Luk. 13:14, NW) Diese geistige Einstellung war zweifellos den Lehren des Talmuds zuzuschreiben, wie es dort z. B. heisst: „Die Sünden eines jeden, der den Sabbat streng befolgt, sind vergeben, auch wenn er ein GÖTZEN-ANBETER ist.“ Wenn auch mit unterschiedlicher Strenge, wird doch der gleiche Sabbat (der Samstag, der tatsächlich am Freitagabend beginnt) von Juden heute beobachtet.

      Im Jahre 321 n. Chr. veranlasste der heidnische (ungetaufte) Kaiser Konstantin, dass der erste Tag der Woche, der damals der Anbetung der Sonne geweiht war und deswegen Sonn-tag hiess, zum „christlichen“ Gottesdienst bestimmt wurde. Während des finsteren Mittelalters wurde das Beobachten des Sonntags von der katholischen Kirche streng durchgeführt. Auch die Führer der Reformation hielten sich an diese Beobachtung des Sonntags.

      In der Frühzeit der Geschichte der amerikanischen Kolonien waren die Puritaner so streng, dass sie sogar verboten, am Sonntag zu lächeln oder ihr eigenes Kind zu küssen. Geistliche spannten Ketten über die Strassen, um ihre Kirchgemeindeglieder davon abzuhalten, Pferd und Wagen am Sonntag zu verwenden. Gesetze der Sonntagsheiligung machten unter anderem den Kirchenbesuch am Sonntag obligatorisch; wer nicht erschien, wurde gebüsst. Als dann das Automobil populär wurde, verbrachten so viele Leute den Sonntag mit Ausfahrten, dass die Geistlichen von den Kanzeln aus den Ruf erhoben, ihre Autos führten die Leute in die Hölle.

      Heute wird unter den Namenchristen der Sonntag recht unregelmässig gehalten, und die magere Besucherzahl in vielen „Kirchen“ im Vergleich zu den grossen Scharen, die bei Sportsanlässen und in Filmvorführungen zugegen sind, bezeugt, in welchem Masse der Tag ernst genommen wird. Eine auffallende Ausnahme machen die 7.-Tag-Adventisten, die den siebenten Tag der Woche, den Samstag, beobachten und für die diese Beobachtung eines der bedeutsamsten Merkmale ihrer Religion ist.

      WANN DIE BEOBACHTUNG DES SABBATS GEBOTEN WURDE

      Wird von Christen verlangt, einen Tag von sieben zu beobachten? Haben sie einen Sabbat oder Ruhetag, und wenn ja, was ist er, und wie wird er gehalten?

      Während wir Gottes Verfahrungsweise mit seinen Geschöpfen betrachten, finden wir, dass seine Gebote für sie nicht zu allen Zeiten dieselben sind. Unsern ersten Eltern in Eden gab Gott den Auftrag, fruchtbar zu sein, sich zu mehren und die Erde zu füllen usw., und sein Gebot an sie zeigte ihnen an, von welchen Bäumen sie die Früchte essen durften. Von einem Ruhetag aber sagte er nichts zu ihnen. Noah erhielt von Gott Gebote hinsichtlich des Bauens einer Arche, der Heiligkeit des Lebens und Blutes usw., doch wurde ihm kein Wort über einen Sabbat gesagt. Zu Abraham kommend, finden wir, dass Gott ihm gewisse Anweisungen hinsichtlich des Darbringens von Opfern und der Beschneidung usw. gab, doch wurde ihm weder geboten, eine Arche zu bauen noch gesagt, einen Sabbattag zu halten.

      Während der Zeit, da die Kinder Israel in Ägypten Sklaven waren, konnten sie bestimmt keinen Sabbattag halten. In der Tat, erst nachdem die Israeliten aus Ägypten gekommen und in der Wüste waren, wurde irgendwelchen Geschöpfen Gottes ein Ruhetag, ein Tag von sieben, der siebente, zu halten aufgetragen, und dies in Verbindung mit dem Sammeln ihrer nötigen Nahrung, des Mannas, das vom Himmel herabfiel. Gott sagte ihnen ausdrücklich, dass sie am sechsten Tage zweimal soviel als gewöhnlich einsammeln sollten, da am siebenten Tag kein Manna vom Himmel fallen werde. Trotzdem aber gingen am siebenten Tage ‚etliche vom Volke hinaus, um zu sammeln, und sie fanden nichts‘. Dafür tadelte Jehova sie durch Mose ernstlich. Ihre Schwierigkeit, diesem Gesetz zu entsprechen, ist ferner ein Umstandsbeweis dafür, dass das Halten eines Sabbats bei ihnen nicht Brauch war. — 2. Mose 16:25-30.

      Auf den Ebenen Moabs, wo Gottes Gesetz den Israeliten von neuem dargelegt wurde, wurde ihnen deutlich gesagt: „Jehova, unser Gott, hat am Horeb einen Bund mit uns gemacht. Nicht mit unseren Vätern hat Jehova diesen Bund gemacht, sondern mit uns, die wir heute hier alle am Leben sind.“ Dieser Sabbat war auch nicht für andere Völker bestimmt, er sollte ein Zeichen zwischen ihnen und Jehova sein. — 5. Mose 5:2, 3; 2. Mose 31:17.

      Ferner war der Sabbat für die Israeliten nicht nur auf den siebenten Tag der Woche beschränkt. Der siebente Monat wurde sowohl durch den Versöhnungstag, den zehnten Tag, als durch das Laubhüttenfest, das am fünfzehnten Tag begann, hervorgehoben. Das siebente Jahr war ein Sabbatjahr; man pflanzte weder an, noch erntete man, und Gott verhiess, dass im sechsten genug wachsen werde, damit sie bis zur Ernte des achten Jahres versehen seien. Nach sieben solchen Sabbatjahren kam das Jubeljahr, in welchem Freiheit ausgerufen wurde durchs ganze Land, wann alle Schulden aufgehoben und wann, mit wenigen Ausnahmen, alles, was man während der vergangenen neunundvierzig Jahre verloren hatte, zurückerstattet wurde. Alle diese Sabbate waren ein Teil von e i n e m Sabbatsystem. Wenn e i n Sabbat noch zu beobachten ist, dann müssen auch die andern beobachtet werden. Ja, überhaupt das ganze Gesetz mit seinen Opfern usw. müsste gehalten werden, „denn“, so sagt Jakobus, „wer irgend das ganze Gesetz beobachtet, aber in e i n e m Punkt einen falschen Tritt tut, der wird ein Übertreter aller“. — Jak. 2:10, NW; 3. Mose 16:29-31; 23:34; 25:2-28; 26:2.

      CHRISTEN NICHT UNTER DEM GESETZ

      Der Apostel Paulus versichert uns jedoch, dass Christen von allen Verpflichtungen der Gesetzeseinrichtung befreit seien: „Er vergab uns huldvoll all unsere Übertretungen und tilgte die aus Verordnungen bestehende handschriftliche Urkunde, die gegen uns war, und er hat sie weggeräumt, indem er sie an den Marterpfahl nagelte. Daher richte euch niemand in bezug auf Essen und Trinken oder einen Festtag oder in Beobachtung des Neumondes oder eines Sabbats, denn diese Dinge sind ein Schatten kommender Dinge, aber

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