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  • Der Name Jehovas ein starker Turm
    Der Wachtturm 1952 | 1. Dezember
    • Paulus, der sagte: „Er, der euch ruft, ist treu, er wird es auch tun.“ „Aber der Herr ist treu, und er wird euch fest machen und euch vor dem Bösen bewahren.“ „Lasst uns an der öffentlichen Erklärung unserer Hoffnung ohne Wanken festhalten, denn treu ist er, der die Verheissung gegeben hat.“ (1. Thess. 5:24; 2. Thess. 3:3; Heb. 10:23, NW) Er wird jene nie im Stich lassen, die ihr Vertrauen in ihn setzen. „Gepriesen sei Jehova! denn wunderbar hat er seine Güte an mir erwiesen in einer festen Stadt. Liebet Jehova, ihr seine Frommen [Heiligen, Al] alle! Die Treuen behütet Jehova … Seid stark, und euer Herz fasse Mut, alle, die ihr auf Jehova harret!“ (Ps. 31:21, 23, 24) Unser Anführer vertraute allezeit vollständig auf Jehova. Er kannte den Namen des Vaters, und von seinem grossen Verhör vor Pilatus wird folgendes berichtet: „Pilatus sagte zu ihm: ‚Redest du nicht mit mir? Weisst du nicht, dass ich Autorität habe, dich freizulassen, und Autorität habe, dich an den Pfahl zu bringen?‘ Jesus antwortete ihm: ‚Du hättest gar keine Autorität über mich, wenn sie dir nicht von oben gewährt worden wäre.‘“ Das Vertrauen war auch vollständig, als er zu Petrus im Garten Gethsemane sagte: „Stecke dein Schwert wieder an seinen Ort, denn alle, die das Schwert nehmen, werden durch das Schwert umkommen. Oder denkst du, dass ich nicht meinen Vater bitten könnte, mir in diesem Augenblick mehr als zwölf Legionen Engel zu senden?“ Selbst seine Peiniger und grausamen Mörder bezeugten sein Vertrauen, denn als er am Stamme hing, sprachen sie viel Lästerliches, zum Beispiel: „Er hat sein Vertrauen in Gott gesetzt; Er rette ihn jetzt, wenn Er ihn begehrt; denn er sagte: ‚Ich bin Gottes Sohn.‘“ (Joh. 19:10, 11; Matth. 26:52, 53; 27:43, NW) Es war prophezeit worden, dass er dieses Vertrauen hätte. „Befehle dich Jehova an! er befreie ihn, er errette ihn, da er Lust an ihm hat!“ (Ps. 22:8, AS) Jesus Christus hatte dieses Vertrauen, da er den Namen seines Vaters kannte, und man beachte das wunderbare Ergebnis: „Gemäss der Wirksamkeit der Kraft seiner Stärke, mit welcher er gewirkt hat im Falle des Christus, als er ihn aus den Toten auferweckte und ihn setzte zu seiner Rechten in den himmlischen Örtern, hoch über jede Regierung und Autorität und Macht und Herrschaft und über jeden genannten Namen, nicht nur in diesem System der Dinge, sondern auch in dem kommenden.“ — Eph. 1:19-21, NW.

      11. Werden wir, weil wir auf den Namen Jehovas bauen, verschont von Verfolgung oder körperlichem Schaden? Was war das Zeugnis des Paulus, und wie fand er Sicherheit?

      11 Wie also wirkt sich die schützende Eigenschaft des Namens aus in Anbetracht des Umstandes, dass die treuen Diener Jehovas so viel Verfolgung und physische Leiden zu erdulden hatten? Paulus sagte: „Wir sind auf jegliche Weise bedrängt, aber nicht bewegungslos eingeengt; wir sind ratlos, aber nicht unbedingt ohne Ausweg; wir sind verfolgt, aber nicht im Stiche gelassen; wir sind niedergeworfen, aber nicht vernichtet. Allezeit erdulden wir überall an unserm Leibe die Jesus zuteil gewordene todbringende Behandlung, damit auch das Leben Jesu an unserem Leibe geoffenbart werde.“ „In jeder Weise empfehlen wir uns als Gottes Diener, durch das Ausharren in vielem, durch Drangsale, in Nöten, durch Schwierigkeiten, unter Schlägen, in Gefängnissen.“ (2. Kor. 4:8-10; 2. Kor. 6:4, 5, NW) Aber Paulus war in Sicherheit. Er führte einen geraden, treuen Wandel gegenüber Jehova und dem Herrn Jesus und allen Menschen und hatte auch einen lebendigen Glauben an Jehovas Verheissungen. Er war treu und zuverlässig in dem ihm anvertrauten Dienstamt und hatte grosse Liebe zum Herrn und zu den Brüdern. Er war geduldig unter Leiden und mildgesinnt trotz Kränkungen und Provokationen. Er bewahrte einen festen Stand wider die Streitkräfte der Organisation des Teufels, der unsichtbaren und sichtbaren.

      12. Erkläre die Sicherheit des Paulus, und warum war er zuversichtlich?

      12 Treffend sagte er daher: „Ich habe den rechten Kampf gekämpft, ich bin die Laufbahn bis zum letzten Ende gelaufen, ich habe den Glauben gehalten. Fortan ist mir die Krone der Gerechtigkeit aufbewahrt, die der Herr, der gerechte Richter, mir als Lohn an jenem Tage geben wird.“ (2. Tim. 4:7, 8, NW) Er erhielt Gottes Anerkennung und fühlte sich vollständig in Sicherheit. „Gerade um dieser Ursache willen erleide ich auch diese Dinge; aber ich schäme mich nicht. Denn ich kenne den, dem ich geglaubt habe, und ich hege die Zuversicht, dass er das zu behüten vermag, was ich ihm in Verwahrung gegeben habe bis zu jenem Tage.“ (2. Tim. 1:12, NW) Paulus wurde nicht von einer Verletzung des Fleisches verschont, aber er baute auf Gott, dem er alles anbefohlen hatte, „weil wir unsere Hoffnung auf einen lebendigen Gott gesetzt haben, der ein Retter aller Arten von Menschen ist, besonders der treuen“. (1. Tim. 4:10, NW) „Ich fahre fort, euer in meinen Gebeten zu erwähnen, damit der Gott unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Herrlichkeit, euch gebe den Geist der Weisheit und Offenbarung, um ihn genau zu erkennen, damit ihr, erleuchtet an den Augen eures Herzens, wisset, welches die Hoffnung ist, zu der er euch berufen hat, und welches der Reichtum der Herrlichkeit ist, den er als Erbe für die Heiligen aufbehält.“ (Eph. 1:16-18, NW) Er wusste, dass alle, die Vertrauen hatten und treu waren, errettet würden, um diese grossen Verheissungen zu ererben. Paulus wusste, wofür der Name stand, und er konnte in allen seinen Erfahrungen Zuversicht üben.

      13. Was widerfuhr den Israeliten von seiten der Amalekiter, was sie lehrte, Vertrauen in den Namen Jehovas zu haben?

      13 Bisweilen geschieht es im Einklang mit Gottes Willen, dass seine Diener vor körperlichem Schaden beschützt werden, und bisweilen lässt er solches zu; doch zu allen Zeiten wird sein Name ein „starker Turm“ sein, wenn wir all das verstehen, wofür der Name steht, und wir können uns zu unserer Sicherheit dahin begeben. Wenn wir Vertrauen haben, werden die schliesslichen Ergebnisse immer recht sein. Mose kannte den Namen Jehovas und nahm zu seiner Verteidigung bei ihm Zuflucht. Kaum waren die grossen Mengen Israels den Heeren Pharaos durch ein Wunder entronnen, als die Amalekiter sie angriffen, ohne dazu provoziert worden zu sein. Dies taten sie auf die verräterischste und heimtückischste Art, indem sie den Nachtrab überfielen, um die Schwachen, Ermatteten und Erschöpften zu schlagen. (5. Mose 25:17, 18) Damals entschied Mose, dass wider Amalek gekämpft werden solle, und Josua führte das Heer an, während Mose, Aaron und Hur sich auf den Gipfel eines Hügels begaben. Dort erhob Mose, der grosse Mittler, seine Hand mit einem Stabe, wodurch er klar anzeigte, dass er sich für den Sieg auf Jehova verliess. Solange Mose seine Hände emporhielt, hatte Israel die Oberhand, doch wenn seine Hände niedersanken, hatte Amalek die Oberhand. Daher gab man ihm den richtigen Beistand, damit seine Hände droben blieben, bis die Sonne unterging, und um jene Zeit hatte Josua den Sieg gewonnen. Dann sprach „Jehova zu Mose: Schreibe dieses zum Gedächtnis in ein Buch, und lege [es] in die Ohren Josuas … Mose baute einen Altar und gab ihm den Namen: Jehova, mein Panier! [Jahwe-Nissi, Fussn.]“, also: „Jehova ist mein Banner.“ (2. Mose 17:14-16) Jehova war es, der für Israel gekämpft hatte, und der Ruhm gebührte ihm. Es wurde keine Säule für Josua errichtet, sondern ein Altar für Jehova, denn Er war Israels Verteidigung und starker Turm gewesen. Mose kannte die Barmherzigkeit und liebende Güte des Ewigen.

      14. Zeige, wie der Kampf zwischen David und Goliath deutlich die Sicherheit dartut, die in dem Namen zu finden ist.

      14 Da ist auch die ergreifende Begegnung Davids mit Goliath. Die Philister hatten die Israeliten und ihren Gott Jehova herausgefordert und veranlasst, dass ihr Riese Goliath vierzig Tage lang auf den Plan trat und darauf wartete, dass die furchtsamen Israeliten seine prahlerische Herausforderung annähmen. David trat auf den Schauplatz und sah sogleich, wie dieser unbeschnittene Philister den Heeren des lebendigen Gottes trotzte. Er nahm die Herausforderung an, und während sie sich zum Kampf auf Leben und Tod trafen, verfluchte Goliath den David bei seinem Gott und sagte: „Bin ich ein Hund, dass du mit Stöcken zu mir kommst?“ Hier schleuderte dieser grosse, bis zu den Zähnen bewaffnete Fleischkoloss dem jungen David Drohungen entgegen, welche genügt hätten, dem Herzen irgendeines Menschen Schrecken einzujagen. Aber David zog mutig in den Kampf, furchtlos und in der vollen Zuversicht, dass er den Sieg gewinne. Niemals zweifelnd oder zögernd, erwidert er diesem schwerfälligen Wüterich: „Du kommst zu mir mit Schwert und mit Speer und mit Wurfspiess; ich aber komme zu dir im Namen Jehovas der Heerscharen, des Gottes der Schlachtreihen Israels, den du verhöhnt [herausgefordert, AS] hast. An diesem Tage wird Jehova dich in meine Hand überliefern, und ich werde dich erschlagen und dein Haupt von dir wegnehmen … denn Jehovas ist der Streit, und er wird euch in unsere Hand geben!“ (1. Sam. 17:43-47) David setzte sein ganzes Vertrauen in den Namen Jehovas, indem er sich in bezug auf Erfolg völlig auf ihn verliess. Für die Zuschauenden mochte es scheinen, als ob sich David in den Schlund der Vernichtung hineinstürze, aber David wusste, auf wen er vertraute, und dass Jehova das sein werde, was sein Name versprach. Er vertraute auf den „starken Turm“ und war in Sicherheit. Da stand David (ohne Schwert oder Schild oder Waffenträger) vor dem riesigen Kriegshelden und allen Heeren der Philister; doch im Namen Jehovas war er in voller Sicherheit. „Ich komme zu dir im Namen Jehovas“ — das war seine Verteidigung, und der allmächtige Gott eines Vorhabens liess ihn nicht im Stiche.

      15. Welche Erfahrung machte Josaphat mit Ahab, was uns die Notwendigkeit lehrt, sorgfältig zu sein, um zuerst Jehovas Willen kennenzulernen?

      15 Ein weiterer Diener, der auf den Namen Jehovas vertraute, war Josaphat. „Sein Herz gewann Mut auf den Wegen Jehovas.“ (2. Chron. 17:6) Nie zog er ohne Jehovas Gutheissung wider den Feind. Bei einer Gelegenheit ersuchte Ahab, der König von Israel, Josaphat, sich ihm in der Schlacht wider die Syrer anzuschliessen, in einem Kriegszug, der schon drei Jahre gedauert hatte. Ahabs Tochter war mit Josaphats Sohn vermählt, und so bestanden Familienbande, und der König von Juda tat sich im Geiste mit Ahab zusammen, sagte aber: „Erkundige dich zuerst, ich bitte dich, nach dem Wort Jehovas.“ (AS) Somit brachte Ahab 400 seiner eigenen Propheten herbei, und sie sagten dem König, hinzugehen und zu kämpfen, denn Sieg würde sein Teil sein. Aber Josaphat war nicht befriedigt. „Ist hier kein Prophet Jehovas mehr, dass wir durch ihn fragen?“ Ahab erwiderte: „Es ist noch ein Mann da, um durch ihn Jehova zu befragen; aber ich hasse ihn, denn er weissagt nichts Gutes über mich, sondern immer nur Böses … Micha, der Sohn Jimlas.“ Micha wurde hergebracht, wahrscheinlich aus dem Gefängnis, um seine Botschaft auszurichten, und er tat es furchtlos, trotz den Drohungen durch des Königs Boten. „So wahr Jehova lebt, was mein Gott mir sagen wird, das werde ich reden!“ Es war günstig für Josaphat, lautete aber wider Ahab. (2. Kön. 8:18; 2. Chron. 18:1-34) Die da vorangehen, indem sie auf den Namen Jehovas vertrauen, müssen wissen, dass sie seinen Willen und nicht den ihrigen tun, wie dies bei Josaphat der Fall war. Er kannte seinen Namen. Er ist allweise und hält sein Versprechen.

      16. Wie tat Jehova seinen Schutz Josaphat und Juda wider die Heere der Moabiter, Ammoniter und derer vom Gebirge Seir kund?

      16 Später wird Josaphat belagert durch die vereinten Kräfte der Moabiter, Ammoniter und derer vom Gebirge Seir, einer gewaltigen Menge. Was tut der gute König? Unverzüglich flieht er in den „starken Turm“, zu Jehova. „Da fürchtete sich Josaphat, und er richtete sein Angesicht darauf, Jehova zu suchen; und er rief ein Fasten aus über ganz Juda.“ (2. Chron. 20:1-4) Man beachte das Gebet, das er zum Preise Jehovas darbringt; in seiner Zusammensetzung und seinen Ausdrücken ist es eines der beachtenswertesten, die in den Hebräischen Schriften vorkommen. Jehova wird als der Höchste anerkannt, der unwiderstehliche Macht über jedes Geschöpf im Himmel und auf Erden ausübt, als Souverän des Universums. Da die Israeliten sich in einem Bundesverhältnis mit Jehova befanden, sollten sie sich in Gefahren zu ihm hin begeben. Josaphat appelliert an seine Gerechtigkeit und stützt sich völlig darauf, indem er sogar zeigt, dass es ihnen nicht erlaubt war, in das Land ihrer Feinde einzufallen, und dass diese nun Juda angegriffen haben, und schliesslich sagt er: „Wir wissen nicht, was wir tun sollen, sondern auf dich sind unsere Augen gerichtet.“ (2. Chron. 20:12) Von sich aus hatten sie keine Kraft, und daher verliessen sie sich gänzlich auf Jehova. Dieser König kannte den Namen Jehovas und wusste, dass er ein starker Turm war, worin er Sicherheit fand. Jehova vernichtete die organisierten Streitkräfte der Moabiter, Ammoniter und derer vom Gebirge Seir mit e i n e m Streich, indem er bewirkte, dass diese bösen Gegner des Volkes Gottes sich gegenseitig umbrachten. Josaphat, ein Diener Gottes, suchte Schutz beim Namen Jehovas und fand Sicherheit.

      17, 18. (a) Bedeutet Treue gegen Gott, dass die Feinde nie angreifen werden, und was zeigt die Aufzeichnung? (b) Wie wurde über das in den Namen Jehovas gesetzte Vertrauen und die Zuversicht berichtet?

      17 Ferner sei an die Zeit erinnert, als der arrogante assyrische Monarch den Beschluss gefasst hatte, Jerusalem zu zerstören. Hiskia war König. Die Aufzeichnung lautet: „Er tat, was gut und recht und wahr war vor Jehova, seinem Gott. Und in allem Werke, das er anfing im Dienste des Hauses Gottes und in dem Gesetz und in dem Gebot, um seinen Gott zu suchen, handelte er mit ganzem Herzen, und es gelang ihm. Nach diesen Dingen und dieser Treue kam Sanherib, der König von Assyrien; und er drang in Juda ein und lagerte sich wider die festen Städte, und er gedachte, sie für sich zu erobern.“ (2. Chron. 31:20, 21; 32:1) Hiskia bereitete sich aufs bestmögliche vor, um diesem schrecklichen Feinde standzuhalten, aber sein Vertrauen setzte er in den Namen Jehovas. Er sprach zu den Obersten: „Seid stark und mutig! fürchtet euch nicht und erschrecket nicht vor dem König von Assyrien und vor all der Menge, die mit ihm ist; denn mit uns sind mehr als mit ihm. Mit ihm ist ein Arm des Fleisches; aber mit uns ist Jehova, unser Gott, um uns zu helfen und unsere Streite zu führen!“ (2. Chron. 32:7, 8) Gläubiges, zuversichtliches Vertrauen hatte Hiskia über den Feind erhoben. Der Assyrer trotzte Jehova mit den Worten: „Und dass Hiskia euch nicht auf Jehova vertröste, indem er spricht: Jehova wird uns gewisslich erretten.“ — 2. Kön. 18:30.

      18 Durch seinen Obersten verglich der assyrische Monarch Jehova mit den Göttern der Nationen, die er besiegt hatte, und sandte einen arroganten Brief an Hiskia, worin er ruchlose Lüge und Lästerung gebrauchte. Als der Brief eintraf, begab sich Hiskia in das Haus Jehovas hinauf, breitete ihn vor dem Herrn aus und betete: „Jehova, unser Gott, rette uns doch von seiner Hand, damit alle Königreiche der Erde wissen, dass du, Jehova, allein Gott bist!“ (2. Kön. 19:19) Jehova erwies sich als ein Bollwerk und als ein starker Turm, indem er sein Volk beschützte, 185 000 Soldaten der Assyrer vernichtete und den grossen Sanherib in sein eigenes Land, zu seinem Untergang zurücktrieb. So bewahrt „Jehova alle, die ihn lieben, und alle Gesetzlosen vertilgt er“. — Ps. 145:20.

  • Eine starke Zuflucht heute
    Der Wachtturm 1952 | 1. Dezember
    • Eine starke Zuflucht heute

      1, 2. Weshalb müssen wir heute dasselbe Vertrauen in den Namen Jehovas haben wie seine Diener in vergangenen Zeiten? Welchen Verhältnissen werden wir wahrscheinlich begegnen?

      DIE eindrucksvollen und vielsagenden Erfahrungen, die uns im vorangegangenen Artikel zur Kenntnis gebracht worden sind, zeigen deutlich, wie treue Diener Gottes in vergangenen Zeiten beim Namen Jehovas als einem „starken Turm“ Zuflucht nahmen. Genau dasselbe tun wir heute. Derselbe Jehova, in den sie Vertrauen setzten, ist es, dem wir glauben und auf den wir heute bauen. Wir müssen ein starkes Vertrauen haben in Jehova, sowohl persönlich als gemeinsam; und ob es nun Einzelpersonen, lokale Gruppen oder internationale Organisationen seien, die uns zu schaden suchen, wird uns doch der einzuschlagende Lauf deutlich bezeichnet.

      2 In diesen letzten Tagen bedrohen lautmäulige Raufbolde und Prahler Jehovas Volk mit körperlichen Verletzungen, und wir wissen, dass wir ihren Angriffen aus uns selbst nicht gewachsen sind. In Treue zur Wahrheit und im Gehorsam gegen die Gebote des Herrn mag ein gewisser Lauf eingeschlagen werden müssen, doch weil wir es tun, droht uns Übles. Oder es mag sein, dass jemandes Stellung in der geschäftlichen Welt wegen seiner Verbindung mit dem Volke des Herrn in Gefahr gerät. Oder vielleicht sind die Zustände daheim wegen des Betreffenden Treue zur Wahrheit sehr kritisch geworden, und er wird mit roher Gewalt bedroht und erleidet andere Arten von Widerstand, sofern er den rechten Lauf nicht aufgibt. Oder vielleicht hat sich eine Pöbelrotte gebildet, um die treuen Zeugen zu schlagen oder sie aus der Stadt zu verjagen, und es gibt keinen Weg des Entrinnens. Was würden wir unter solchen Verhältnissen tun?

      3. Was müssen wir in Zeiten der Not tun, um bei seinem Namen Zuflucht zu finden?

      3 Vor allem denke daran, wer du bist, dass du ein Kind Gottes bist, ein treuer Nachfolger Christi, dass diese Dinge nicht über dich kämen, wenn du nicht dein Bestes getan hättest, um Jehova zu dienen. Solches ist nicht wegen eigener Torheit oder eigenem Unrechttun über dich gekommen. Denke auch daran, dass dein Gott der allmächtige Schöpfer des Universums, der Höchste ist, und dass sein Sohn der König der neuen Welt ist und nun auf dem Throne sitzt, ferner dass Jehova viele Verheissungen ergehen liess, wonach er für seine Treuen sorgt, und wenn es nötig ist, sollte er angerufen werden, damit er uns zu Hilfe komme. Er wird sein Wort halten. Du wirst es in gewissen Verhältnissen schwierig finden, diesen Punkt betreffend sogleich überzeugt zu sein, doch vertraue auf ihn, und es wird sich bewahrheiten. In deinem Vertrauen musst du völlig zuversichtlich sein, nicht nur hoffen, dass Gott etwas tun kann, dir zu helfen, sondern absolut sicher sein, dass er es tun wird. Und wie können wir so sicher sein? Ganz einfach, weil er es verheissen hat. Sein Name bedeutet so viel. Er bedeutet alles und genügt für alle unsere Bedürfnisse. Können wir uns daran erinnern? Sind wir dessen sicher? Können wir darauf bauen?

      4. Wie ermuntern wir uns selbst in Jehova, und weshalb ist dies nötig?

      4 Ermutige dich selbst in seinem Namen, indem du dir in den Sinn rufst, was er bedeutet und was damit verbunden ist. Es ist sehr nötig, dass wir uns selbst ermuntern und stärken. Von König David steht geschrieben: „David war in grosser Bedrängnis, denn das Volk sprach davon, ihn zu steinigen … Aber David stärkte sich in Jehova, seinem Gott.“ (1. Sam. 30:6) Er wird sich in den Sinn gerufen haben, dass er Jehova gebeten hatte, ob er gehen und die Philister schlagen solle, und dass ihm gesagt worden war, hinzugehen. Nun hatten die Amalekiter ihren Überfall gemacht und viel Schaden angerichtet, und daher stärkte er sich selbst. (Siehe Psalm 42:6-8.) Wir müssen dasselbe tun. Es ist so nötig, uns den Lauf in Erinnerung zu rufen, den wir eingeschlagen haben, wie wir ihn nach bestem Vermögen prüften, um sicher zu sein, dass er im Einklang sei mit Gottes Willen; und nachdem wir uns dessen versichert haben, stehen wir fest. Habe dann Vertrauen und Zuversicht und zweifle nicht, erkenne völlig, dass du dich auf den Namen Jehovas wie auf einen starken Turm verlassen kannst, und in diesem sind wir in Sicherheit.

      5. Erwähne einige der Verheissungen, die Jehova gegeben hat und auf die wir bauen müssen. Warum muss unser Vertrauen völlig sein?

      5 Denke daran, wie der Name für den Ewigen steht, für Ihn, der tut, was immer ihm gefällt, den Allmächtigen, Allweisen, immerdar liebenden höchsten Souverän. Dieser Gott ist unser Gott, unser Beschützer zu allen Zeiten. Sein Auge schläft nie, sein Ohr ist stets offen, und er kann niemals der Unwachsamkeit bezichtigt werden. Denke an einige seiner Verheissungen, wie: „Wer im Schirm des Höchsten sitzt, wird bleiben im Schatten des Allmächtigen. Ich sage von Jehova: Meine Zuflucht und meine Burg; mein Gott, auf ihn will ich vertrauen. Weil du Jehova, meine Zuflucht, den Höchsten, gesetzt hast zu deiner Wohnung, so wird dir kein Unglück widerfahren … Er wird mich anrufen, und ich werde ihm antworten, ich werde bei ihm sein in der Bedrängnis; ich werde ihn befreien und ihn verherrlichen.“ (Ps. 91:1, 2, 9, 10, 15) Diese wahren, von Jehova gegebenen Verheissungen sollen die Glieder seines Volkes in allen Lagen äusserster Not, des Druckes, der Schwierigkeiten, der Angriffe und Gefahren ermutigen. So können sie mit Zuversicht ihr Vertrauen in ihn setzen. Der Name ist eine unsichtbare Burg, und indem wir uns vollständig auf das verlassen, was der Name bedeutet, versetzen wir uns selbst in den starken Turm. Unser Vertrauen muss aber völlig sein. Seine Barmherzigkeit und Treue wird unser Teil sein, sofern wir sie beanspruchen.

      6. Führe einige der Schrifttexte an, die Widerstand von seiten der Nationen gegen Gottes Volk anzeigen. Wie hat sich dies in einem gewissen Masse erfüllt?

      6 Wir begegnen nationalem und internationalem Widerstand, denn diese Welt hasst Jehova und sein Volk. Dies wird in den Psalmen beschrieben: „Warum toben die Nationen und sinnen Eitles die Völkerschaften? Es treten auf die Könige der Erde, und die Fürsten ratschlagen miteinander wider Jehova und wider seinen Gesalbten: ‚Lasset uns zerreissen ihre Bande und von uns werfen ihre Seile!‘“ „Vergiss nicht die Stimme deiner Widersacher! das Getöse derer, die sich wider dich erheben, steigt auf beständig.“ „Denn siehe, deine Feinde toben, und deine Hasser erheben das Haupt. Wider dein Volk machen sie listige Anschläge und beraten sich wider deine Geborgenen. Sie sprechen: Kommet und lasset uns sie vertilgen, dass sie keine Nation mehr seien, dass nicht mehr gedacht werde des Namens Israel!“ (Ps. 2:1-3; 74:23; 83:2-4) Die Feinde Jehovas haben mehr als einmal versucht, Gottes Volk zu vertilgen, und ein Versuch, der unlängst, in den Jahren 1917-1918 unternommen wurde, misslang, denn Jehova hörte den Schrei der auf ihn Trauenden und errettete sie aus der Todesgrube. Als ferner im Jahre 1933 die sadistischen, dämonisierten Prahler durch die berüchtigte, abscheuliche Naziorganisation die Reihen des Volkes Jehovas sprengten, taten sie ihr Äusserstes, es zu vernichten. Dieser Versuch misslang elendiglich, denn die sich in Jehovas Organisation befanden, bauten auf den Namen, und jene Feinde wurden vertilgt. Dann wiederum im Jahre 1939 und während des Zweiten Weltkrieges suchten die Feinde des Königreiches Gottes sie durch unmenschliche Verfolgungen, Gefängnisstrafen, Verbote, Marterungen und Tötungen zu vertilgen. Wiederum misslang es ihnen, die heilige Nation zu vertilgen, die strikt an der Wahrheit festhielt. Diese Nation hatte den Namen und dessen Bedeutung erkannt und darauf gebaut.

      7. Was ist damit verbunden, wenn wir Jehovas Vorhaben zu unserem Vorhaben machen?

      7 Einige von Jehovas Volk erlitten bittere Leiden, und einige wurden von ihren Feinden zu Tode gebracht, aber das Vorhaben Jehovas ist nicht verhindert worden, und das Geschick der Treuen ist sichergestellt — ebenso sicher wie dasjenige Abrahams, Davids, Daniels und vieler anderer. Sie alle starben im Glauben und hatten seinen Namen gekannt. Wir alle müssen gleich wie jene verstehen, dass unsere Interessen sich dem Vorhaben Jehovas vollständig unterordnen müssen. Solange dieses Vorhaben gedeiht, sind wir glücklich, ob wir nun leben oder sterben, denn unser ewiges Leben ist uns zugesichert, wenn wir treu sind. Es ist keine Verheissung ergangen, dass wir niemals, unter keinen Umständen verfolgt oder geistig oder physisch verletzt würden. In der Tat haben alle Treuen vor dieser Zeit gelitten, und die Warnung des Paulus lautet: „In der Tat, alle, die mit Gottergebenheit in Gemeinschaft mit Christus Jesus leben wollen, werden auch verfolgt werden.“ (2. Tim. 3:12, NW) Es ist uns aber entschieden Schutz verheissen, wenn wir Jehova von ganzem Herzen trauen.

      8. Bekundet Jehova seine Macht heute zugunsten seines Volkes? Was zu folgern veranlasst dies unsere Feinde?

      8 Nun, am Ende dieses gegenwärtigen üblen Systems der Dinge, wird Jehova ein wunderbares Werk vollbringen, denn er wird seine Wundermacht zugunsten seiner Treuen offenbaren. Dankbarkeit wird sie überwältigen, wenn sie Zeugen sind von seiner Macht, die er in Tätigkeit setzt, um sie zu verteidigen und die Gegner zu vernichten. Schrecken wird die Aussenstehenden erfassen, wenn sie Jehovas furchtbare Taten sehen werden. Heute sind wir der Schmähung und allen Arten von Verletzungen ausgesetzt, und daher müssen Gehorsam und Treue geübt werden. In der Tat dienen wir den Feinden leicht als Zielscheibe. Unsere Feinde sagen: „Sie können sich nicht selbst verteidigen. Ihr Gott vermag sie nicht zu retten. Wenn er es könnte, warum hat er es nicht schon getan?“ Wohl stimmt es, dass Jehova in der Gegenwart unsere Schlachten nicht aggressiv schlägt, und bisweilen scheint es, als ob wir den Angriffen des Feindes ohne viel Schutz ausgesetzt wären, nur gerade genug, um die Arbeit zu tun; und von Zeit zu Zeit erhalten wir einen gewissen Beweis von seiner Macht zu unsern Gunsten.

      9. Wird Jehova aufstehen und für sein Volk kämpfen? Wann, und was wird dann geschehen?

      9 Jehova hat aber verheissen, dass es nicht immer so bleibe, denn das Blatt wird sich wenden. Dann werden unsere vielen Feinde die Zielscheibe des Missfallens Jehovas sein. Heute lässt Jehova sie vieles tun, was uns verletzt, doch wenn er sich aufmacht zum Kampfe, wird ihre gehässige Verfolgung plötzlich zum Stillstand kommen, und ihre Leichname werden den Erdboden bedecken. Wie ohnmächtig wird dann die mächtige Organisation Satans sein, denn ein Hauch Jehovas — und sie verschwindet! Wir müssen nur warten, bis Jehova wirklich für uns streitet, und dann werden wir in jeder Hinsicht vollständige und absolute Sicherheit finden. Jehova wird sein Volk vor allem physischen Schaden schützen, um darzutun, dass sein Wort wahr ist. Die vielen Erfahrungen, die Jehovas Macht über sein Volk und die Vernichtung der Feinde desselben zeigen, werden dann in grösserem Umfang denn je ihre Erfüllung finden. Es wird keine Frage sein, wer unser Gott ist, denn sie werden es durch das, was sie sehen und erfahren, wissen. Er ist Jehova und wird tun, was ihm gefällt. „Darum harret auf mich, spricht Jehova, auf den Tag, da ich mich aufmache zur Beute! Denn mein Rechtsspruch ist, die Nationen zu versammeln, die Königreiche zusammenzubringen, um meinen Grimm über sie auszugiessen, die ganze Glut meines Zornes; denn durch das Feuer meines Eifers wird die ganze Erde verzehrt werden.“ „Und Jehova wird ausziehen und wider jene Nationen streiten, wie an dem Tage, da er streitet [stritt], an dem Tage der Schlacht. Und es wird geschehen an jenem Tage, da wird eine grosse Verwirrung von Jehova unter ihnen entstehen.“ — Zeph. 3:8; Sach. 14:3, 13.

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