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  • Die Welt von heute — tolerant oder gleichgültig?
    Erwachet! 1984 | 8. Februar
    • gleichenden religiösen Mythen. Niemals zwingen sie Personen, die anderer Meinung sind als sie, etwas auf oder verfolgen sie gar, obwohl sie selbst von religiösen und politischen Machthabern brutal verfolgt worden sind. Sie handeln nach dem Ratschlag des Apostels Paulus: „Vergeltet niemandem Böses mit Bösem. Sorgt für die Dinge, die in den Augen aller Menschen vortrefflich sind. Wenn möglich, haltet, soweit es von euch abhängt, mit allen Menschen Frieden. Rächt euch nicht selbst, Geliebte, sondern gebt dem Zorn Raum; denn es steht geschrieben: ‚Mein ist die Rache; ich will vergelten, spricht Jehova‘“ (Römer 12:17-19).

      Vielleicht wendet jetzt jemand ein, daß Jehovas Zeugen doch auch intolerant seien, weil sie Übeltäter und Personen, die nicht nach ihren religiösen Überzeugungen handelten, aus der Versammlung ausschließen würden. Diesem Vorgehen liegt aber keine menschliche Norm zugrunde und auch kein persönliches Vorurteil. Gott selbst gebietet Christen, Übeltäter aus der Versammlung hinauszutun (1. Korinther 5:9-13). Jehovas Zeugen verleumden, beschimpfen oder belästigen ausgeschlossene Personen jedoch in keiner Weise. Sie halten sich lediglich an das biblische Gebot, mit solchen Menschen keinen Umgang mehr zu pflegen. So bleiben die Reinheit und die Identität der Christenversammlung erhalten. Wie sehr unterscheidet sich diese Handlungsweise von der der Kirchen, die Andersgläubige blutig verfolgt haben!

      Die Religion ‘erntet, was sie gesät hat’

      Der Apostel Paulus schrieb einmal: „Laßt euch nicht irreführen: Gott läßt sich nicht verspotten. Denn was immer ein Mensch sät, das wird er auch ernten“ (Galater 6:7). Das wird sich bestimmt an religiösen Organisationen ebenfalls bewahrheiten, die sich jahrhundertelang Andersdenkenden gegenüber intolerant benommen haben.

      Im letzten Buch der Bibel wird die falsche Religion als eine Hure dargestellt, die ‘mit den Königen der Erde Hurerei begeht’ (Offenbarung 17:1, 2; 18:9). Damit ist gemeint, daß sich die Religion der Politik verkauft; sie hätte jedoch Jesus gehorchen sollen, der seinen Nachfolgern gebot, „kein Teil der Welt“ zu sein (Johannes 17:16). In der Bibel wird vorhergesagt, daß antireligiöse politische Elemente die Einmischung der Religion nicht mehr länger dulden und sich gegen sie wenden werden. Durch diese Elemente wird Jehova Gott das ‘Gericht an der großen Hure vollziehen, die die Erde mit ihrer Hurerei verdorben hat, und er wird das Blut seiner Sklaven an ihrer Hand rächen’ (Offenbarung 19:2; 17:16, 17).

      In Verbindung mit diesem unerwarteten Schlag gegen die Religion wird eine Zeit beispielloser Intoleranz anbrechen. Sogar gegen die wahren Christen wird sich die Wut der antireligiösen menschlichen Gesellschaft richten, die nach der Vernichtung der falschen Religion auf der Erde bestehen wird. Doch gerade durch den Angriff auf sein treues Volk wird Gott zum Eingreifen herausgefordert. Er wird die „Könige“, die „Militärbefehlshaber“ und die „Starken“, die sein Volk auf der Erde angreifen, einfach nicht tolerieren (Offenbarung 19:17-21; 17:14).

      Alle bockähnlichen, intoleranten Verfolger „werden in die ewige Abschneidung gehen“. Doch zu seinen schafähnlichen Jüngern, von denen viele von intoleranten Personen verfolgt worden sind, wird Christus sagen: „Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet worden seid, ererbt das Königreich, das von der Grundlegung der Welt an für euch bereitet ist“ (Matthäus 25:31-46). Nach langem Warten wird dann die Bitte, die wahre Christen immer wieder an Gott gerichtet haben, erhört werden: „Deine Königsherrschaft komme! Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auch auf Erden!“ (Matthäus 6:9, 10, Br).

      Auf welcher Seite wirst du stehen, wenn die Intoleranz gegenüber der Religion ihren Höhepunkt erreicht? Gleichgültig wirst du nicht bleiben können. Wie wir in Römer 9:22, 23 lesen, erklärte der Apostel Paulus: „Gott, obwohl gewillt, seinen Zorn zu zeigen und seine Macht kundzutun, [duldete] die Gefäße des Zornes, die zur Vernichtung passend gemacht sind, mit viel Langmut ..., damit er den Reichtum seiner Herrlichkeit an Gefäßen der Barmherzigkeit kundtun könnte.“ Ja, es hat einem guten Zweck gedient, daß Gott das Böse „duldete“: Gerechtdenkende Menschen haben so Zeit erhalten, Stellung zu beziehen für das, was recht ist. Doch die Zeit, die er dafür eingeräumt hat, ist begrenzt (Apostelgeschichte 17:30, 31). Alles deutet darauf hin, daß sie beinahe abgelaufen ist. In der Bibel werden die Menschen dringend ermahnt, sich von der falschen Religion zu trennen, ehe es zu spät ist (Offenbarung 18:4, 5).

      Jehovas Zeugen sind gern bereit, dir zu helfen, dich von der falschen Religion zu lösen, die sich im Verlauf der Jahrhunderte so intolerant gezeigt hat. Studiere zusammen mit ihnen die Bibel. Sie können dir auf diese Weise behilflich sein, eine wunderbare Hoffnung kennenzulernen, die Hoffnung nämlich, ewig in einem Paradies auf der Erde zu leben, in dem die Intoleranz des Menschen gegenüber Andersdenkenden der Vergangenheit angehören wird.

  • „Ich betätigte mich als Krankheitsbeschwörerin“
    Erwachet! 1984 | 8. Februar
    • „Ich betätigte mich als Krankheitsbeschwörerin“

      „Ich betätigte mich als Krankheitsbeschwörerin“, schrieb eine Frau vom Stamme der Xhosa aus der Transkei. In ihrem Brief, den sie an das Zweigbüro der Wachtturm-Gesellschaft in Südafrika schickte, schrieb sie weiter: „Ich hatte einen Patientenkreis und gab auch Unterricht in meinem Fach. Ich arbeitete hart, um den Menschen zu helfen, doch mein eigener Gesundheitszustand wurde immer bedenklicher. Meine Hände, Füße und Knie schwollen an und schmerzten furchtbar. Ich mußte einen europäischen Arzt aufsuchen. Das Auto, das mich zu ihm bringen sollte, mußte direkt vor der Tür meines Hauses halten, und dann trug man mich wie ein geschnitztes Bild, das Füße hat, aber nicht gehen kann, hinein. Während meiner Krankheit wurde ich von Zeugen Jehovas besucht. Sie sprachen mit mir über 5. Mose 18:9-12 und Prediger 9:5, 6, 10.“

      Daraufhin begann diese Frau zu glauben, was die Bibel über Zauberei und den Zustand der Toten sagt, und sie verstand, warum sie durch ihren früheren Glauben ihre Leiden nicht zu lindern vermochte. Nun war sie bereit, die Bibel zu studieren. Später wurde sie als Zeugin Jehovas getauft. Vorher hatte sie jedoch noch einiges ändern müssen. Sie schrieb: „Ich erkannte, daß Jehova Zauberei verurteilt, und verbrannte deshalb alle Kleidungsstücke, die ich als Krankheitsbeschwörerin getragen hatte, ferner alle Arzneimittel und jeden Gegenstand, den ich bei meiner Tätigkeit benutzt hatte. Jehovas Zeugen waren zugegen, als ich alles mit Petroleum übergoß und anzündete (Apostelgeschichte 19:19, 20). Gesundheitlich geht es mir jetzt viel besser, und voller Dankbarkeit möchte ich nun ‚Jehova singen mein ganzes Leben hindurch‘ (Psalm 104:33).“

      Diesen Brief schrieb die Frau vor zwei Jahren. Heute erzeigt sie sich Jehova Gott gegenüber immer noch dankbar, indem sie eifrig und regelmäßig anderen Menschen hilft, Gottes Wort zu verstehen.

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