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  • Ewige Lobpreisung gebührt dem Souverän der Neuen Welt
    Der Wachtturm 1954 | 1. Februar
    • und es gibt keine Entschuldigung, uns selbst zu betören. Die Regel ist einfach und deutlich. „Wegen der Zunahme der Gesetzlosigkeit“ wird die Liebe der Vielen erkalten, aber die Neue-Welt-Gesellschaft muß fortfahren, Jehova zu lieben und muß dies immer inbrünstiger tun. (Matth. 24:12) Jene, die ihn lieben und nun vor Harmagedon noch sterben mögen, wird Jehova bewahren, weil ihre Würdigkeit auf Leben in der neuen Welt andauert und auf die rechte Weise oder zu seiner bestimmten Zeit belohnt werden wird, sei es nun durch eine geistige Auferstehung, damit sie mit Christus im Königreich herrschen, oder durch eine irdische Auferstehung zum Leben im Erdenparadiese. — Joh. 5:28, 29; Off. 2:10.

      43. Zu welchem Entschluß werden wir nun veranlaßt, und was zu tun bedeutet dieser Entschluß für uns?

      43 Wie könnten wir uns auf dem Höhepunkt dieser Betrachtung dessen, was Jehova ist und was er tut, zu einem anderen Entschluß gedrängt fühlen, als ihn der Psalmist zum Ausdruck gebracht hat? „Mein Mund soll das Lob Jehovas aussprechen; und alles Fleisch preise seinen heiligen Namen immer und ewiglich!“ (Ps. 145:21) Ein solch persönlicher Entschluß bedeutet vor allem eine Entschlossenheit, daß jeder von uns zum Preise Jehovas predige, denn Lobpreisung gebührt dem Souverän der neuen Welt jetzt und in alle Ewigkeit. Da wir ihn jetzt so wertschätzen, wie könnten wir ihm dieses Lob je vorenthalten? Wir können es nicht!

      44. Was müssen wir tun, wenn es unser Wunsch ist, daß ferner alles Fleisch Jehovas Namen ewiglich lobe, und wie?

      44 Wenn wir aber den Wunsch hegen, daß ferner alles Fleisch seinen heiligen Namen immer und ewiglich lobe, müssen wir einfach predigen, um seinen heiligen Namen allem Fleische bekanntzumachen, den Leuten von allen Arten, ungeachtet, welche Hautfarbe oder welche Rassenmerkmale im Fleische sie haben. Wir dürfen nicht zuwarten, bis Gott selbst dies tut, nur weil wir es wünschen und darum beten. Wir besitzen in uns selbst die uns von Gott verliehene Fähigkeit und heute so viele weitere Mittel, ihn vor anderen zu preisen. Laßt uns vereint alles im Einklang mit unserem Wunsch und Gebet gebrauchen! Laßt uns alle Arten von Fleisch bewegen, den heiligen Namen unseres Gottes jetzt zu loben!

      45. Warum wird durch Harmagedon die Lobpreisung seines Namens nicht unterbrochen werden, und an der Erfüllung welches inspirierten Wunsches des Psalmisten teilzuhaben sind wir entschlossen?

      45 Stellt es euch nur vor! Dies bedeutet, daß alles Fleisch anfange, seinen geliebten Namen immer und ewiglich auf Erden zu lobpreisen. Selbst durch Harmagedon wird ihre Lobpreisung seines Namens nicht unterbrochen werden, denn nur die Lobpreiser werden direkt durch diese Schlacht hindurch bewahrt werden. Denkt sodann an die köstliche Arbeit nach Harmagedon, nicht nur die Kinder der Harmagedon Überlebenden, sondern auch alle Auferstandenen mit dem Namen Jehovas vertraut zu machen und sie zu veranlassen, an seiner Lobpreisung teilzunehmen, bis die ganze Erde widerhallt von seinem verdienten Lob und Preis. Welch gesegnete Aussicht! Sind wir ihr zufolge entschlossen, an der Verwirklichung des inspirierten Wunsches des Psalmisten hinsichtlich des göttlichen Namens jetzt und nach Harmagedon teilzunehmen? Unsere Liebe zu Gott wird mit einem eifrigen Ja antworten, und als Neue-Welt-Gesellschaft werden wir den Lauf wählen, der in den Worten zum Ausdruck kommt: „Jeden Tag will ich dich preisen und deinen Namen loben immer und ewiglich.“ — Ps. 145:2.

  • Drohungen können „Schafe“ nicht einschüchtern
    Der Wachtturm 1954 | 1. Februar
    • Drohungen können „Schafe“ nicht einschüchtern

      WENN die Streitmächte des Irrtums die Wahrheit zu bekämpfen suchen, nehmen sie stets zu Drohungen vor Schaden von dieser oder jener Art Zuflucht. Wenn indes Menschen guten Willens eine Erkenntnis des Vorhabens Jehovas erlangen, sind solche Drohungen umsonst. Diese Tatsache wird veranschaulicht durch folgende Erfahrung, die ein reisender Vertreter der Watch Tower Society berichtet, der in Quebeck dient.

      „In St. Louis de Gonzague lebte ein sehr frommer Katholik, der am Sonntag niemals die Messe und die Kommunion verfehlte, obwohl er 5 km von der Kirche weg wohnte. Etwa vor einem Jahr oder im Spätjahr 1952 besuchte er meinen öffentlichen Vortrag in St. Germain, etwa 20 km von St. Louis entfernt. Er hatte sich schon vorher eine Bibel beschafft, und an jenem Abend abonnierte er den Wachtturm und Erwachet!, obwohl er noch ziemlich ängstlich war; auch erwarb er noch weitere Hilfsmittel zum Bibelstudium. Er hatte die Bibel zu lesen begonnen und studierte nun die bibelerklärenden Schriften der Gesellschaft. Beiläufig bemerkt, hatte er dem Missionarzeugen, von dem er die Bibel erlangte, gesagt, er solle nicht wieder vorsprechen, da er katholisch sei. Dessenungeachtet wurde er einen Monat, nachdem er den Vortrag in St. Germain besucht hatte, zum Besuch einer größeren Versammlung der Zeugen Jehovas in Trois Rivières eingeladen. Er erschien, und die Folge war, daß er mit solcher Freude und Überzeugung, daß es die Wahrheit sei, heimkehrte, daß er standhaft für die Wahrheit Stellung zu beziehen und all das Gelernte zu predigen begann.

      Unnötig zu sagen, daß die Nachricht, er habe eine andere Religion angenommen, sich bald durch sein Dorf, das von etwa 150 Familien bewohnt wird, verbreitete. Dies war für viele ein ziemlicher Schock, besonders für den Priester und jene seiner Freunde, die ebenso wie er bis dahin fromme Katholiken gewesen waren. Doch nicht alle waren erschreckt. Viele waren neugierig und wollten etwas über seine neue Religion hören, und einige kamen 32 km weit her, um ihn anzuhören. Er beschaffte sich eine Anzahl französischer Schallplatten mit biblischen Ansprachen, die er seinen Besuchern vorspielte, und hatte bisweilen bis zu zehn Zuhörer. Demzufolge placierte er bei den Leuten viele Bibeln und Hilfsmittel zum Bibelstudium.

      Dieser junge Mann hat auf seiner Farm eine Sägemühle und eine Schmiedewerkstatt, und manchmal stellt er Arbeiter an. Da er unverheiratet ist, bereitet er selbst das Mittagessen für seine Leute zu, und während er dies zur Mittagszeit tut, läßt er durch einen der Männer den übrigen die Bibel vorlesen. Der Mann, der das tat, der beste Leser dieser Gruppe, war Chorsänger in der Kirche, und sein Interesse wurde in einer Weise geweckt, daß er den Junggesellen bat, mit ihm ein Bibelstudium in seiner Wohnung abzuhalten. Dieses Studium nahm an Umfang bald zu, da der Nachbar aus dem gegenüberliegenden Haus ebenfalls dazu erschien.

      Als ich letzte Woche diese Gruppe besuchte, fand ich zu meiner Überraschung, daß dieser junge Mann nun Bruder R. ist, einer von Jehovas Zeugen. Mit einem Königreichslächeln und mit Begeisterung sagte er: ‚Es würde mich sehr freuen, wenn du herkämest und in St. Louis eine öffentliche Ansprache hieltest, denn ich habe viele Freunde, die das hören möchten.‘ Sogleich wurde ein Vortrag veranstaltet, der am Donnerstagabend im Hause des Chorsängers stattfand, mit dem Bruder R. das Bibelstudium abhält. Wir verbrachten den ganzen Tag damit, alle zu besuchen und einzuladen, von denen er dachte, sie würden kommen, und am Abend erschienen elf davon.

      Während meiner Ansprache äußerten sie wiederholt Wertschätzung für das Gehörte. Diese Anwesenden waren sehr glücklich; weniger glücklich dagegen waren andere. Ja, um 22 Uhr klopfte es an die Tür. Es war der Bürgermeister von St. Louis. Er wünschte, daß der Mann des Hauses herauskomme, da er ihn sprechen wolle. Er kam in Begleitung von fünf weiteren Männern, wovon einer der Kolonisationsinspektor war und auf Verlangen des Bürgermeisters von Ste. Justine, aus einer Entfernung von etwa 32 km, hergekommen war. Dieser Inspektor hieß den Mann des Hauses, die Zeugen Jehovas aus dem Hause zu jagen, und warnte ihn, er werde ihn, wenn er dies nicht tue, anzeigen, und es sei möglich, daß er sein Haus verliere, da er auf Besitztum angesiedelt war, das der Regierung gehört.

      Der Mann des Hauses erwiderte: ‚Ich möchte nur, daß sie hereinkämen und sich den Vortrag anhörten; es ist das Beste, was ich in meinem Leben je gehört habe.‘ Sie lehnten es aber ab, und so sagte er zu ihnen: ‚Es tut mir leid; ich habe nie Leute aus meinem Hause gejagt und will dies auch heute abend nicht tun. Diese Leute sind meine Gäste.‘ Die Männer konnten ihn nicht einschüchtern und gingen schließlich ruhig weg. Es ist verständlich, daß nach diesem Vorfall die Hausbewohner etwas nervös waren, doch sprach ich nun zu ihnen über Verfolgungen und Jehovas Hilfe, wenn sie weiterfahren möchten, die Bibel mit Jehovas Zeugen zu studieren, und bald waren sie wieder so begeistert wie zu Anfang. Unnötig zu bemerken, daß Bruder R. sein Studium mit diesen Leuten fortsetzen wird.

      All dieses Interesse ist das Ergebnis der grundlegenden Arbeit, die ein Missionarbruder geleistet hat, der während der vergangenen acht bis neun Jahre geduldig und freundlich vorsprach, auch wenn man ihm sagte, er brauche nicht mehr zu kommen. Zufolge seiner Ausdauer im Dienste von Tür zu Tür hören jetzt viele Leute zu und sprechen von der Wahrheit.“

  • Fragen von Lesern
    Der Wachtturm 1954 | 1. Februar
    • Fragen von Lesern

      ● Sowohl Jeremia 25:33 als auch Hesekiel 39:12 weisen auf die in Harmagedon Erschlagenen hin, doch sagt der eine Text, die Toten werden nicht begraben, und der andere sagt, sie werden begraben. Wie können die zwei Texte in Einklang gebracht werden? — W. B., Kanada.

      Jeremia 25:33 lautet: „Und die Erschlagenen Jehovas werden an jenem Tage liegen von einem Ende der Erde bis zum anderen Ende der Erde; sie werden nicht beklagt und nicht gesammelt noch begraben werden; zu Dünger auf der Fläche des Erdbodens sollen sie werden.“ Die von Jehova Erschlagenen werden von den Harmagedon Überlebenden nicht gesammelt werden, damit ihnen etwa in aller Form unter Trauer und Wehklage ein Begräbnis oder eine Bestattung zuteil werde. Es werden keine Denksteine aufgestellt werden, um die Stellen zu kennzeichnen, wo ihre Überreste liegen, und um eine Hoffnung auf eine Auferstehung für sie zu veranschaulichen. Ihr früheres Dasein wird nicht im Gedächtnis Jehovas aufbewahrt, damit er sie etwa später aus den Toten auferwecke, noch werden sich Jehovas Diener, die die Schlacht von Harmagedon überleben, dieser umgebrachten Ungöttlichen mit respektvoller Trauer erinnern. Ihre Gebeine werden von den wilden Vögeln und anderen Tieren, die von gottlosen Menschen so lange übel behandelt wurden, sauber genagt werden. — Hes. 39:4, 17-20; Off. 19:17-21.

      Jene, die Harmagedon überleben, werden indes die gebleichten Gebeine nicht auf der Erde umherliegen lassen, sondern werden diese begraben, um das Land zu reinigen, wie es in Hesekiel 39:12 heißt: „Und das Haus Israel wird sie begraben, um das Land zu reinigen, sieben Monate lang.“ Das Mosaische Gesetz erklärte, daß irgend jemand, der eine Leiche anrühre, sieben Tage unrein sei, und das Land wäre mit solchen Überresten ebenfalls befleckt. Einen hingerichteten Verbrecher so bloßgestellt zu lassen, war eine Befleckung des Landes, und das Gesetz erforderte sein Begräbnis, um diese zu vermeiden. (4. Mose 19:11; 5. Mose 21:23) Topheth vom Tale Hinnom war dadurch befleckt, daß es ein Abladeplatz für Kehricht und Leichen geworden war. (2. Kön. 23:10) Folglich muß es im Laufe der Zeit ein Begräbnis der Gebeine derer geben, die in Harmagedon getötet werden, doch nur um das Land zu reinigen, und nicht, um ihr Dasein im Sinn zu behalten oder die Hoffnung auf eine Auferstehung anzudeuten.

      ● Das Buch „New Heavens and a New Earth“ sagt, daß Satan sich anerboten habe, Jesus zum Herrscher der siebenten Weltmacht zu machen. Sollte es nicht sechste statt siebente Weltmacht heißen? — A. W., Vereinigte Staaten.

      Die fragliche Stelle erscheint unten auf Seite 109 und oben auf Seite 110 wie folgt: „Indem Satan, der Teufel, sich anerbot, Jesus Christus zum Herrscher der siebenten Weltmacht zu machen, wenn er nur die Anbetung Jehovas aufgäbe und dem Drachen gegenüber einen Akt der Anbetung zollte, zeigte er Jesus alle Königreiche der bewohnten Erde und sagte zu ihm auf dem Berge der Versuchung: ‚Ich will dir alle diese Autorität und ihre Herrlichkeit geben, denn mir ist sie übergeben, und wem irgend ich wünsche, gebe ich sie.‘ Ungleich dem ‚Tiere‘ lehnte Jesus dies ab. — Luk. 4:5-8, NW.“

      Die Stelle ist richtig, so wie sie ist, da die siebente und nicht die sechste Weltmacht gemeint ist. Es handelt sich nicht darum, daß Satan Jesus die Macht über die damals existierende sechste Weltmacht gab, und daß Jesus dieses Reich weiterführen sollte. Es sollte nicht einfach eine Fortsetzung des Römischen Reiches, der sechsten Weltmacht, geben, in der Jesus lediglich die Macht innehätte; das Angebot Satans bestand darin, daß der sechsten Weltmacht die Herrschaft genommen und Jesus gegeben würde, und daß Jesus dann sein eigenes Herrschaftssystem über die erworbenen Königreiche der Erde aufrichten könnte. Diese neue Herrschermacht unter Christus sollte die neue Macht auf Erden werden und an die Stelle der sechsten Weltmacht treten, sollte also selbst die siebente Weltmacht in der Geschichte werden. Jesus verwarf aber das Angebot und ersetzte Rom, die sechste Weltmacht, nicht durch seine eigene Herrschaft, um zur siebenten Weltmacht zu kommen. Jahrhunderte später kam eine siebente Weltmacht auf und übernahm die einst von Rom innegehabte Stellung, nämlich das anglo-amerikanische Weltreich. Aber in den obigen Worten des Buches „New Heavens and a New Earth“ ist nicht diese siebente Macht gemeint.

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