-
Zweiter TeilDer Wachtturm 1964 | 1. Mai
-
-
Geschichte beweisen, daß Jehova Gott ist. Falls du kein Atheist oder Agnostiker bist, sondern einer Religion innerhalb oder außerhalb der Christenheit anhängst, dann solltest du dich nun fragen: „Welchen Gott vertrete ich als Zeuge?“ Ohne Rücksicht auf die Antwort der übrigen Welt antworten wir als Nachfolger und Nachahmer des Herrn Jesus Christus: „Wir sind die christlichen Zeugen Jehovas!“
-
-
Die Einstellung in Quebeck hat sich geändertDer Wachtturm 1964 | 1. Mai
-
-
Die Einstellung in Quebeck hat sich geändert
EIN Zeuge Jehovas, der dem Kongreß „Ewige gute Botschaft“ in Trois-Rivières (Three Rivers), Quebeck, Kanada, beiwohnte, berichtete folgende Erfahrung: „Ich lernte auf dem Kongreß einen über siebzigjährigen Mann kennen. Er hatte weißes Haar und einen freundlichen, aber dennoch strengen Blick. Er war früher Polizist gewesen und hatte, als er 1949 in Montreal im Streifendienst war, mehrere Zeugen Jehovas auf die Polizeiwache gebracht. Ich erzählte ihm einige Erlebnisse, die ich damals mit der Polizei gehabt hatte. Er ließ seinen Kopf hängen und schaute zu Boden, als er sagte: ‚Ich war damals ja so unwissend.‘ Jetzt liebt er die Wahrheiten aus Gottes Wort. Er hatte sich einen Platz ausgesucht, wo er jedes Wort verstehen konnte. Er schrieb sich die Bibelstellen auf, damit er sie zu Hause nachschlagen könne. Er sagte, er sei noch nicht getauft, aber er hoffe, daß es bald soweit sei.“
Auch die Rundfunk- und Fernsehstationen sowie die Presse, die uns in der Vergangenheit im allgemeinen nicht besonders gut gesinnt waren, hatten ihre Einstellung offensichtlich geändert. Zum erstenmal übertrugen der Sender CBF (Französischer Rundfunk Kanada), dessen Programm in der ganzen Provinz empfangen wird, sowie alle übrigen französischen Sender in Kanada ein Interview mit Jehovas Zeugen. Der englische Sender CBC von Montreal brachte ein Interview von acht Minuten. Auch die Rundfunkstation CKLM von Montreal übertrug ein Interview, und zwei Stationen in Trois-Rivières brachten in der Kongreßwoche täglich Berichte über den Verlauf des Kongresses. Die Reporter wollten im allgemeinen vor allem die Glaubensansichten der Zeugen Jehovas besprechen. Auch das Fernsehen der Stadt Quebeck war bereit, ein Interview zu senden, obwohl der Kongreß 120 Kilometer von Quebeck entfernt stattfand. Die französische Zeitung Le Nouvelliste von Trois-Rivières, die den Zeugen früher auch nicht gut gesinnt war, brachte einen ausführlichen Bericht über den Kongreß. Selbst die größeren Zeitungen von Montreal und Quebeck schrieben darüber, und die Wochenzeitschrift Le Nouveau Samedi von Montreal brachte in ihrer Ausgabe vom 5. Oktober 1963 sogar einen vierseitigen, reich illustrierten Bericht, indem unter anderem folgendes zu lesen war:
„Was ist ein Zeuge Jehovas? Zweifellos haben sich viele diese Frage gestellt. Wer sind diese ‚bösen Menschen‘, von denen wir in der Vergangenheit so vieles gehört haben, diese Höllenhunde Satans, von denen gesagt worden war, sie seien schwärzer als der Teufel selbst? Sie sind gute Menschen, Menschen wie du und ich, Familienväter, einfache Arbeiter, Fachleute, Menschen aus allen Ständen, die nach den Lehren der Bibel leben. Jeder Zeuge muß in den Fußstapfen Jesu Christi wandeln und seinen Glauben öffentlich beweisen, indem er predigt und lehrt ..., wie Jesus und seine Apostel es getan haben.“
Die Spaltenlänge der in den Zeitungen erschienenen Berichte über den Kongreß und das Werk der Zeugen Jehovas betrug insgesamt über 2500 Zentimeter. Das hat ohne Zweifel dazu beigetragen, daß noch viele weitere Menschen ihre Einstellung geändert haben und dadurch für die Botschaft von Gottes Königreich zugänglich wurden.
Ein Wohnungsinhaber, der während dieses Kongresses in Trois-Rivières einem Zeugen Jehovas ein Zimmer vermietet hatte, rief nach dem Kongreß an und sagte: „Ich wollte nicht versäumen, mich bei ihnen dafür zu bedanken, daß ich jemand von ihren Delegierten beherbergen durfte. Wir haben schon viele andere Leute bei uns untergebracht, aber noch nie haben wir so nette, vornehme Menschen gehabt. Wir hatten gedacht, daß Ihre Leute uns ihre Religion aufzwingen wollten, aber sie taten es nicht. Sie mußten unsere Fragen beantworten, und wir haben sehr viel von ihnen gelernt.“
-