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    Der Wachtturm 1965 | 1. Mai
    • Assur [Assyrien, NW] und seine ganze Schar; rings um ihn her ihre Gräber.“ Da der Hades oder Scheol am Tage des Gerichts (Offb. 20:11-15) alle Toten, die in ihm sind, herausgeben wird, muß das bedeuten, daß die toten Niniviten während der Tausendjahrherrschaft Jesu Christi aus ihren Gräbern hervorkommen und auf der Erde auferstehen werden.

      28. Werden die Niniviten jene jüdische Generation verurteilen, ohne daß diese aufersteht, und wie werden sie sie verurteilen?

      28 Wenn wir die Worte Jesu genauer betrachten, stellen wir fest, daß er sagte, die Männer von Ninive würden im Gericht „mit dieser Generation“, nicht gegen diese Generation, aufstehen. Das deutet an, daß nicht alle Juden der in den Tagen Jesu und seiner Apostel lebenden Generation beim Tod dem „Gericht der Gehenna“ verfielen. Gottes Barmherzigkeit ließ sie in den Hades oder Scheol kommen, obwohl sie nicht als zum Christentum Bekehrte starben. Sie werden genauso auferweckt werden wie die Assyrer und Niniviten, um im Gericht mit diesen zusammen vor dem „großen weißen Thron“ zu stehen. Dann werden jene Niniviten allein durch die Handlungsweise, die sie in den Tagen Jonas, im achten Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung, an den Tag legten, die Juden der Tage Jesu verurteilen. Warum? Weil die assyrischen Niniviten aufgrund der Predigt Jonas, des Propheten Jehovas, bereuten, obwohl sie keine jüdischen Proselyten wurden, während die Juden aufgrund der Predigt Jesu Christi, eines weit größeren, bedeutenderen Menschen als Jona, nicht bereuten.

      29. (a) Verhängen die Niniviten dadurch, daß sie die Juden verurteilen, über sie die Strafe, in die Gehenna zu kommen? (b) Wie wird es sich dann zeigen, ob diese Juden zu einer Auferstehung zur Verurteilung hervorkamen oder nicht?

      29 Die Niniviten werden auf diese Weise die Juden jener Generation wegen ihres Unglaubens und ihrer Herzenshärte verurteilen. Sie werden sie aber nicht zur Strafe in die Gehenna schicken. Das können nur der himmlische Richter, Jehova Gott, und sein Vertreter, Jesus Christus, tun. Durch das, was die Juden jener verurteilten Generation dann in den noch verbleibenden Jahren der Millenniumsherrschaft Christi auf der Erde tun werden, beweisen sie, ob sie es verdienen, dazu verurteilt zu werden, in die Gehenna oder den „Feuersee“, den „zweiten Tod“, zu kommen, oder ob sie es verdienen, daß ihr Name in das „Buch des Lebens“ eingetragen werde. Dadurch beweisen sie auch, ob sie zu einer Auferstehung des Lebens oder zu einer Auferstehung zur Verurteilung aus dem Hades oder Scheol hervorkamen. — Joh. 5:28, 29.

      30. (a) Durch wen wird jene jüdische Generation auch noch verurteilt werden? (b) Was muß mit der Königin von Scheba geschehen, damit sie das tun kann?

      30 Jene Juden der Tage Jesu werden aber außer von den Männern der assyrischen Stadt Ninive noch von einer anderen Seite ähnlich verurteilt werden, nämlich von der „Königin des Südens“. Nach 1. Könige 10:1-10 und 2. Chronika 9:1-9 handelt es sich bei dieser Königin um die Königin von Scheba. Ihr Land, Scheba oder das Land der Sabäer, lag mehr als tausend Kilometer südlich von Jerusalem, in Südwestarabien, wahrscheinlich in dem heute als Jemen bekannten östlichen Gebiet. Ihr Land oder Volk wird in Hesekiel, Kapitel 31 und 32, wo die Nationen, deren Tote im Scheol oder Hades sein sollen, aufgeführt werden, nicht genannt, aber ihr Land gehörte zu diesem umfassenden Gebiet. Diese Königin des Südens oder von Scheba wird „im Gericht mit dieser Generation [nicht gegen sie] zum Auftreten veranlaßt werden“. Das setzt voraus, daß sie aufersteht, und es wäre nicht vernünftig, anzunehmen, daß sie als einzige ihres Volkes während der Tausendjahrherrschaft Christi im Gericht vor dem „großen weißen Thron“ aufsteht. Die Königin des Südens und ihr Volk befinden sich wie alle anderen Völker, die Hesekiel anführt, im Scheol oder Hades und werden deshalb auferstehen.

      31. (a) Wieso verurteilte die Handlungsweise der Königin des Südens die jüdische Generation der Tage Jesu? (b) Wie wird sich das am Gerichtstag auf sie auswirken?

      31 Die Königin des Südens wird inmitten der zu ihrem Volk gehörenden Auferstandenen die jüdische Generation der Tage Jesu besonders durch ihre Handlungsweise, die sie tausend Jahre vor Jesu Lebzeiten an den Tag legte, verurteilen. Sie kam unter den damaligen Verkehrsverhältnissen weit her, um die Weisheit des Königs Salomo zu hören und seine Werke in Jerusalem zu sehen. Das veranlaßte sie schließlich, den Gott des Königs Salomo anzuerkennen. Jesus Christus war jedoch ein weit größerer und weit bedeutenderer Mensch als König Salomo, und dennoch hörten die meisten zur damaligen Generation gehörenden Juden nicht auf seine himmlische Weisheit. Dieser Gegensatz zwischen ihnen und der Königin des Südens wird am Gerichtstag während der Tausendjahrherrschaft Christi unter anderem zu ihrer Demütigung beitragen. Es sollte ihnen helfen, sich der Tausendjahrherrschaft des größeren Salomo gehorsam zu unterstellen.

      32. Welche Frage erhebt sich mit Bezug auf König Salomo selbst, und wie klären die Worte nach 1. Könige 11:43 und 2. Chronika 9:31 diese Frage?

      32 Der Königin von Scheba wird die Gunst gewährt werden, an der Auferstehung aus dem Scheol oder Hades teilzuhaben. Wie steht es aber mit König Salomo, den sie besuchte? David, sein Vater, wird in Hebräer 11:32 als einer der anerkannten Zeugen Jehovas der alten Zeit angeführt. Salomo, der weiseste König der alten Zeit und der Schreiber dreier Bibelbücher, wird dort jedoch nicht erwähnt. Einige Zeit nachdem die Königin von Scheba ihn besucht hatte ließ er sich von seinen Hunderten von Frauen und Nebenfrauen so sehr beeinflussen, daß er sich von Gott abwandte und dem törichten heidnischen Götzenkult verfiel. (1. Kö. 11:1-18; Neh. 13:25, 26; Röm. 1:25) Doch sowohl in 1. Könige 11:43 als auch in 2. Chronika 9:31 wird gesagt: „Salomo legte sich zu seinen Vätern [Vorvätern, NW], und man begrub ihn in der Stadt seines Vaters David.“ Da sich Salomo bei seinem Tode somit zu seinen Vorvätern, zu denen auch David gehörte, legte, muß er in den Scheol oder Hades gekommen sein. Folglich hat er auch die Aussicht, unter dem Königreich des größeren Salomo von dort hervorgebracht zu werden. — Vergleiche 5. Mose 31:16; 2. Samuel 7:12; 1. Könige 1:21; 2. Könige 20:21.

  • Warum wir auf das prophetische Wort vertrauen
    Der Wachtturm 1965 | 1. Mai
    • Warum wir auf das prophetische Wort vertrauen

      WENN du in der Bibel liest, kannst du nicht umhin, anzuerkennen, daß die Prophezeiungen der Bibel — wenn sie wahr sind — wunderbar und von außerordentlicher Bedeutung sind. Vielleicht sagst du, sie verdienten ein höchst intensives Studium und vollste Aufmerksamkeit. Jesus und seine Apostel vertrauten völlig auf das prophetische Wort und glaubten unterschiedslos an alle Prophezeiungen der Heiligen Schrift. (Joh. 17:17; 2. Tim. 3:16; 2. Petr. 1:19, 20) Das prophetische Wort war in ihrem Leben ein beherrschender Faktor. Nicht alle haben diesen Glauben. Du kannst aber diesen auf einer gesunden Grundlage beruhenden Glauben, der nichts mit blinder Leichtgläubigkeit zu tun hat, erwerben. (Hebr. 11:1) Wie kann man dieses sichere Vertrauen auf das prophetische Wort erlangen?

      Von der Echtheit einer Prophezeiung überzeugt man sich am besten dadurch, daß man sie im Lichte der Zeit und der Zeitumstände betrachtet. Die Bibel lädt zu dieser Prüfung ein. (1. Joh. 4:1; Jes. 45:11) Um eine solche Prüfung vornehmen zu können, bedürfen wir eines Maßstabes; verschiedene

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