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Wozu uns die Loskaufsvorkehrung drängtKönigreichsdienst 1972 | März
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[Herausgestellter Text auf Seite 4]
Auf welche Weise bekundest du Wertschätzung für das Loskaufsopfer?
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Die gute Botschaft darbieten — Mit VernünftigkeitKönigreichsdienst 1972 | März
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Die gute Botschaft darbieten — Mit Vernünftigkeit
1 In Titus 3:2 werden wir aufgefordert, vernünftig zu sein, indem wir „allen Menschen gegenüber alle Milde an den Tag legen“. Das trifft sowohl auf den Umgang mit Regierungsbeamten zu, worauf Paulus in seinem Brief an Titus Bezug nimmt, als auch auf Wohnungsinhaber, denen wir predigen. Die Kingdom Interlinear Translation hilft uns verstehen, daß vernünftig zu sein bedeutet, „nachgiebig“ zu sein. Nachgiebig zu sein wiederum bedeutet „der Strenge oder Hartnäckigkeit ermangelnd, lenksam sein“.
2 Wenn wir vernünftig oder „nachgiebig“ sind, bedeutet das aber nicht, daß wir in bezug auf die Wahrheit Kompromisse machen oder daß wir uns ganz und gar nicht anstrengen, Einwände zu überwinden. Wir sind im Gegenteil bestrebt, soweit wie möglich mit Einwänden auf geschickte Weise fertig zu werden. Gleichzeitig bestehen wir aber nicht darauf, daß uns der Wohnungsinhaber zuhört, falls er sagt, er sei mit unserem Werk vertraut und wünsche das, was wir zu sagen haben, nicht zu hören. — Josua 24:15.
3 Sagt uns jemand, er sei beschäftigt, dann könnten wir antworten: „Ich wollte Sie nur kurz auf eine kostenlose Bibelstudienvorkehrung hinweisen, an der Sie vielleicht interessiert sind. Dazu möchte ich Ihnen gern dieses Traktat übergeben, das Sie durchlesen können, wenn Sie mehr Zeit haben.“ Falls das Traktat angenommen wird, könnte man fragen: „Wann wäre es Ihnen gelegen, daß ich Sie wieder besuche, um mich mit Ihnen kurz darüber zu unterhalten?“ Was hast du erreicht, wenn du auf diese Weise vorgehst? Vor allem konntest du den Zweck deines Besuches kurz erklären und dem Wohnungsinhaber auch gleichzeitig zu erkennen geben, daß du das berücksichtigt hast, was er sagte. Auf alle Fälle wird deine Rücksichtnahme einen guten Eindruck hinterlassen. Der Wohnungsinhaber mag damit einverstanden sein, daß du wiederkommst, oder vielleicht geneigt sein, zuzuhören wenn das nächste Mal jemand bei ihm vorspricht. Wenn du daher jetzt „nachgiebig“ bist, wirst du auf lange Sicht mehr bewirken.
4 Nehmen wir an, jemand ist wirklich beschäftigt. Dann könnten wir auf freundliche Weise den Vorschlag machen, daß er sich etwas Zeit nehme zuzuhören. Wäre es aber vernünftig, seine Lage außer acht zu lassen, wenn er darum bittet, man möge ihn dieses Mal entschuldigen? Wir wissen, daß es uns selbst nicht recht wäre, falls jemand gerade dann bei uns vorspräche und darauf bestände, sich mit uns über seine Religion zu unterhalten, wenn wir uns fertigmachten, um zur Zusammenkunft zu gehen. Wärst du einer solchen Person freundlich zugeneigt, wenn sie auf diese Umstände keine Rücksicht nehmen würde? Und was wäre der Fall, wenn du einer kurzen Unterhaltung zugestimmt hättest, der Besucher aber zu lange bliebe?
5 Oftmals sprechen wir bei Personen vor, die mit unserem Werk gut vertraut sind und sich einfach nicht mit uns zu unterhalten wünschen. Es ist gut, wenn wir uns in einem solchen Fall an das erinnern, was in Matthäus 10:13 gesagt wird. Sind wir dann freundlich und rücksichtsvoll, wenngleich der Wohnungsinhaber schroff ablehnt, erlangt er möglicherweise eine bessere Einstellung gegenüber dem Werk der Zeugen Jehovas, als es zuvor der Fall war. Dann hätten wir etwas Gutes bewirkt, und es mag den Weg dazu geebnet haben, daß dieser Person später Zeugnis gegeben werden kann.
6 Wir sind nicht sehr erfreut, wenn uns jemand „vor den Kopf stößt“ oder unsere Gefühle außer acht läßt, nicht wahr? Daher sollten auch wir vernünftig sein und sollten nicht unnachgiebig darauf bestehen, daß jemand sofort unsere Einstellung akzeptiert. Wir wissen, daß es Menschen mit dem rechten Herzenszustand leichter fällt, die Königreichsbotschaft zu verstehen und entsprechend zu handeln, wenn wir vernünftig vorgehen und die Dinge soweit wie möglich auf einfache und verständliche Weise erklären und dabei gute Lehrmethoden anwenden.
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FragekastenKönigreichsdienst 1972 | März
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Fragekasten
● Was kann der Ordner im Königreichssaal alles tun, um der Versammlung zu dienen?
Im allgemeinen sind die Ordner darauf bedacht, daß Zuspätkommende Platz finden, und sie mögen die Anwesenden zählen. Es wäre auch gut, wenn sie sich zum Ziel setzten, mit allen neuen Besuchern bekannt zu werden und sie einigen Dienern und anderen Verkündigern vorzustellen.
Wenn sich alle im Königreichssaal wohl fühlen sollen, muß auch für Lüftung gesorgt sein. Es wird sehr geschätzt, wenn der Ordner darauf bedacht ist, daß es im Königreichssaal weder zu warm noch zu kalt ist und daß die Luft auch nicht muffig ist. Dies mag erfordern, sich schon einige Zeit vor Beginn der Zusammenkunft darum zu kümmern.
Wenn Kinder unruhig werden, sollte der Ordner die Eltern auf freundliche Weise bitten, mit dem Kind hinauszugehen, damit die Zuhörer nicht ungebührlich abgelenkt werden. Schon vor Beginn der Zusammenkunft kann man Eltern mit kleineren Kindern ermuntern, dort Platz zu nehmen, wo sie am wenigsten stören, falls es erforderlich werden sollte, mit ihrem Kind hinauszugehen, um es zu züchtigen oder sich um andere Dinge zu kümmern.
Der Ordner wird auch, wenn nötig, die Eltern daran erinnern, ihre Kinder richtig zu beaufsichtigen und sie nicht umherrennen zu lassen. Solch ein Hinweis mag häufig erforderlich sein, wenn die Anwesenden nach Beendigung der Zusammenkunft noch miteinander sprechen.
Die Dienste des Ordners können offensichtlich viel zur Freude eines jedem in den Zusammenkünften beitragen. Es wäre zu empfehlen, möglichst solche Brüder als Ordner zu verwenden, die gute Repräsentanten der Versammlung sind und selbst Erfahrung haben, wie man sich in Situationen verhält, die im Leben einer Familie auftreten können. — 1. Tim. 3:8-10, 12, 13.
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Theokratische NachrichtenKönigreichsdienst 1972 | März
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Theokratische Nachrichten
◆ Ein junger Verkündiger der Versammlung Burgsteinfurt konnte vor 691 Schülern einer Berufsschule ein außerordentlich gutes Zeugnis geben und über das Vorhaben Jehovas sprechen. 482 Zeitschriften und einige Bücher wurden in die Hände der Schüler gelegt.
◆ Beim Bezirkskongreß in Kottayam (Indien) waren 2 259 Personen anwesend, und 64 wurden getauft. Die Gesamtbesucherzahl der sieben Kongresse betrug 5 008, und insgesamt 176 Personen wurden getauft.
◆ Zwei Kongressen in Barcelona (Spanien) wohnten 9 958 Personen bei. 1 724 Personen besuchten den Kongreß in Málaga.
◆ Im Bethel Amsterdam wurde mit einem Erweiterungsbau des Erdgeschosses begonnen.
◆ In Singapur fanden Bezirkskongresse in Englisch und Chinesisch mit einer Anwesendenzahl von 720 statt. 27 wurden getauft. Das Werk ist seitdem verboten, und der Zweigdiener wurde des Landes verwiesen.
◆ 611 Personen waren beim Kongreß in Thailand anwesend; 26 wurden getauft. Das Wahrheits-Buch in Laotisch wurde freigegeben. Dem Kongreß in Saigon (Vietnam) wohnten 122 Personen bei, und 12 wurden getauft.
◆ Bei den Bezirkskongressen in Ecuador waren 6 513 Personen anwesend. 164 Täuflinge wurden gezählt. Die 3 497 Verkündiger erwarten weitere Zunahme. Guayaquil hat 17 Versammlungen. Es besteht die Aussicht auf noch mehr, da die Zahl der Anwesenden bei den Zusammenkünften das Zweifache der Verkündigerzahl beträgt.
◆ Folgende Versammlungen konnten ihren Königreichssaal der Bestimmung übergeben: Castrop-Rauxel, Teilversammlung Süd; Coburg; Eschweiler; Hamburg, Teilversammlung Unterelbe; Preetz; Regenstauf und Starnberg.
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Januar-FelddienstberichtKönigreichsdienst 1972 | März
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Januar-Felddienstbericht
Durchschnitt
Verk. Std. Nb. Hb. Ztsch.
Sonderpioniere 547 144,9 64,7 4,5 102,5
Pioniere 2 014 97,2 42,2 2,7 85,3
Ferienpioniere 513 82,6 29,1 1,0 80,7
Vers.-Verk. 86 613 9,4 5,4 0,4 11,0
GESZ. VERK. 89 687
Neugetaufte: 387
ZIEL FÜR WESTDEUTSCHLAND 1972:
96 774 Verkündiger
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