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  • Wie reagierst du auf Rassenunterschiede?
    Der Wachtturm 1973 | 1. Dezember
    • diejenigen aussondern, die den festgelegten „Normen“ nicht entsprechen, statt eine Trennung aufgrund der Rassenzugehörigkeit oder der Hautfarbe vorzunehmen? In diesem Falle müßten sie viele ihrer eigenen Rasse aussondern, und zwar aus genau den gleichen Gründen, aus denen sie andere aussondern möchten. Ist das aber wirklich ihre Absicht?

      Wir stehen in diesem Zusammenhang alle vor der Frage, ob wir bereit sind, uns Gottes Standpunkt zu eigen zu machen, den der Apostel Petrus durch folgende Worte treffend zum Ausdruck brachte: „Nun sehe ich deutlich ein, daß Gott kein Volk dem andern vorzieht, sondern daß ihm in jedem Volke alle, die ihn fürchten und Gerechtigkeit üben, willkommen sind.“ (Apg. 10:34, 35, Albrecht) Sind auch dir ‘in jedem Volk oder in jeder Rasse alle, die Gerechtigkeit üben, willkommen’? Das ist die Frage, um die es in Wirklichkeit geht.

      DIE VIELFALT DER RASSEN SCHÄTZEN

      Alles um uns herum zeugt von einer unendlichen Vielfalt. Wie wäre das Leben ohne diese Vielfalt? Würdest du gern jeden Tag dasselbe essen? Was würdest du sagen, wenn es nur eine Art von Landtieren, von Vögeln oder von Bäumen gäbe? Angenommen, alle Blumen hätten dieselbe Farbe. Würde dir eine solche Welt gefallen?

      Wir leben nicht in einer solchen Welt, weil der Schöpfer liebevoll dafür gesorgt hat, daß bei allem Lebendigen eine große Vielfalt möglich ist. Diese Vielfalt ist für unsere Sinne eine nie versiegende Quelle der Freude. Sie bereichert das Leben. Sollte es in bezug auf die Vielfalt der Menschenrassen anders sein? Kannst du dir vorstellen, wie sehr eine Geringschätzung dieser Vielfalt dem Schöpfer mißfallen muß?

      Professor Dobzhansky erklärte: „Die genetische Mannigfaltigkeit ist ein Segen, kein Fluch. Jede Gesellschaft ... hat die verschiedensten Aufgaben und Verpflichtungen zu erfüllen.“

      Interessanterweise gibt es eine Gesellschaft, die die Unterschiede unter den Menschen tatsächlich schätzt. Es handelt sich dabei um Jehovas Zeugen. Sie finden diese Vielfalt anregend und wohltuend. In dieser Gesellschaft finden alle, ungeachtet ihrer Rassenzugehörigkeit, Befriedigung, und alle erhalten die Gelegenheit, ihre Fähigkeiten ausgiebig zu gebrauchen. Sie freuen sich darüber, daß es unter den Angehörigen der verschiedenen Rassen eine solche Fülle von Unterschieden in bezug auf Persönlichkeit, Bildung, Sprache, Kleidung, Wohnung und Nahrung gibt.

      Sie wissen, daß sie, wenn sie zum Besuch internationaler Kongresse der Zeugen Jehovas ins Ausland reisen, bei ihren christlichen Brüdern in jedem Land willkommen sind. Sie begegnen überall der gleichen Liebe und Achtung. G. Norman Eddy, ein religiöser Schriftsteller, schrieb über die Zeugen Jehovas:

      „Man [ist] von ihrer von Herzen kommenden Hochachtung vor Menschen aller Rassen beeindruckt. Im Gegensatz zu einigen, die der Lehre von der Bruderschaft unter den Rassen nur Lippendienst zollen, heißen die Zeugen alle in ihrer Gemeinschaft willkommen, selbst in führenden Positionen, ohne Rücksicht auf die Hautfarbe oder auf andere äußerliche Merkmale zu nehmen.“

      Jehovas Zeugen haben erkannt, daß sich jeder verbessern muß, ganz gleich, welcher Rasse er angehört, und so arbeiten sie alle daran, sich zu verbessern, indem sie von christlichen Grundsätzen ausgehen. Wenn jemand unordentlich ist oder eine schlechte Sprache führt, wenn er seine Mitmenschen oder das Gesetz nicht achtet oder wenn er übermäßig trinkt oder seine Familienpflichten vernachlässigt, muß er die nötigen Änderungen vornehmen, um den christlichen Maßstäben zu entsprechen. Er ‘zieht eine neue Persönlichkeit an’, und das kann jeder, wenn er will, ganz gleich, welcher Rasse er angehört. — Kol. 3:9, 10; Röm. 13:1; 2. Thess. 3:10.

      Die Welt, die Adolf Hitler nach seinem „Rassenbegriff“ plante, wäre eine öde, freudlose Welt geworden, beherrscht von den Launen seiner „Herrenrasse“. Im Gegensatz dazu nutzt Gott in seiner Weisheit alle Eigenschaften des Menschen aus, um eine ausgeglichene, liebevolle und zweckdienliche Organisation zu errichten. Warum also nicht freudig auf die Vielfalt der Rassen reagieren?

  • Wo es keine Rassentrennung gibt
    Der Wachtturm 1973 | 1. Dezember
    • Wo es keine Rassentrennung gibt

      HEUTE schlagen rassische und nationale Empfindungen oft hohe Wogen. Dadurch kommt es immer wieder zu Unrecht, Böswilligkeit und sogar zu Gewalttätigkeit. Viele aufrichtige Menschen würden es begrüßen, wenn solche Dinge ein Ende nähmen. Sie sehnen sich nach Menschen, die echte Nächstenliebe zeigen. Gibt es aber heutzutage Menschen, die — ungeachtet der Rasse, Nationalität oder der Stellung, die jemand im Leben einnimmt — wahre Liebe zum Nächsten bekunden? Vielleicht findest du ebenso wie andere die Antwort auf diese Frage, wenn du einen Königreichssaal der Zeugen Jehovas aufsuchst.

      ✔ Eine Frau aus dem Staate Virginia (USA) lehnte es ab, ihrem Bruder Gehör zu schenken, der sich bemühte mit ihr über die biblischen Wahrheiten zu sprechen, die er durch Jehovas Zeugen kennengelernt hatte. Später zog diese Frau mit ihrem Mann um und wurde an ihrem neuen Wohnort von Zeugen Jehovas besucht. Sie berichtet: „Gewöhnlich nahm ich ihre Zeitschriften entgegen, warf sie dann aber stets weg. Daher war ich sehr überrascht, als ich feststellte, daß mein Mann einige Veröffentlichungen genommen hatte und sie auch las. Ich dachte, er müsse seinen Verstand verloren haben, und neckte ihn deswegen sehr. Schließlich setzten wir uns aber hin und unterhielten uns über das, was er gelesen hatte. Als er mich auf Tatsachen aufmerksam machte, die auf die Existenz eines intelligenten Schöpfers hinweisen, konnte ich dazu kein Gegenargument anführen. Ich versprach, mit ihm eine Zusammenkunft zu besuchen, und bei dieser Zusammenkunft änderte sich meine Einstellung. Die Leute in dieser Versammlung, in der Weiß und Schwarz zusammen war, behandelten mich wirklich freundlich und zeigten an mir und meiner Familie Interesse.“

      Das unterschied sich völlig von dem, was diese Frau bis dahin gewohnt war; denn sie erinnert sich: „Als ich noch jung war, gehörte eine Farbige zu unserer Kirche. Aber sie saß immer von den anderen getrennt.“

      Als sich einer der Zeugen anerbot, mit dieser Frau und ihrem Mann zu studieren, waren sie damit einverstanden. „Wenngleich ich damals nicht davon überzeugt war, daß wir die Wahrheit gefunden hatten“, bemerkt sie, „war doch schon allein das Zusammensein mit solch liebevollen Menschen so wunderbar.“

      ✔ Ein junger Jude aus dem Staate Massachusetts (USA) erzählt:

      „Es begann, als ich das College besuchte. Eine Kommilitonin [die gerade mit Jehovas Zeugen die Bibel studierte] begann mir Fragen zu stellen, über die ich mir bis dahin noch nie Gedanken gemacht hatte, wie z. B.: ‚Wenn Gott diesen Planeten erschaffen hat, warum hat er dann nichts zur Verbesserung der darauf herrschenden Verhältnisse unternommen?‘

      Ich war ein orthodoxer Jude und hatte die Heuchelei so vieler Religionen beobachtet und war daher nicht daran interessiert, mich mit irgendeiner religiösen Organisation zu befassen, doch konnte ich ihre Fragen nicht unbeachtet lassen. Sie sagte mir, daß ich diese und viele weitere Fragen von Jehovas Zeugen beantwortet bekäme. Und wenn ich zu einer ihrer Zusammenkünfte ginge, würde ich etwas sehr Ungewöhnliches feststellen. Ich besuchte daher eine Zusammenkunft und beobachtete genau das, was sie meinte.

      Da ich in einem Getto zur Schule gegangen war, hatte ich großen Rassenhaß erlebt. Aber hier, mitten im Getto, gab es eine Gruppe von Leuten, die wußten, daß es nur eine einzige Rasse gibt: die Menschenrasse. Sie waren mitfühlend, freundlich und liebevoll zueinander und auch zu mir, und das trotz meiner äußeren Erscheinung [langes Haar mit Koteletten, Schnurrbart, Blue jeans und Sandalen]. Bald begannen ein Freund und ich mit Jehovas Zeugen zu studieren.“

      Dieser Freund berichtet dann selbst: „Ich unterhielt mich eines Tages mit einem guten Freund [dem jungen Juden] über das Rock-Festival in Woodstock, das ich besucht hatte. Ich sagte ihm, wie beeindruckt ich davon war, daß sich da mehr als 300 000 Menschen versammelt hatten und daß trotzdem so viel Liebe unter den Leuten herrschte. Nachdem ich ihm davon erzählt hatte, bemerkte er: ‚Wenn du wissen möchtest, was echte Liebe ist, dann besuche eine Zusammenkunft der Zeugen Jehovas.‘ Ich ging also zu einer Zusammenkunft, gespannt, wie man auf mein ungepflegtes Äußeres reagieren würde.

      Was auf der Bühne vor sich ging, verstand ich nicht, aber ich beobachtete die Leute. Sie waren herzlich und aufrichtig und zeigten, ungeachtet der Unterschiede in Hautfarbe und Alter, echte Liebe zueinander. Das überwältigte mich. Ich konnte das, was ich fühlte, einfach nicht in Worte kleiden.“

      Heute sind diese beiden jungen Männer getaufte Zeugen Jehovas. Ein Ältester ihrer Versammlung sagt über sie: „Beide sehen nett und gepflegt aus, so, wie man es von einem Christen erwartet. Die Änderung die bei diesen beiden Männern vor sich ging, ist wirklich ein Beweis für die umformende Kraft der Wahrheit, und die ganze Versammlung freut sich sehr, mit ihnen Gemeinschaft zu haben.“

      Sofern du Interesse daran hast, dich mit Menschen zu verbinden, bei denen es keine Trennung in Form von Rassenschranken gibt, sondern die bestrebt sind, Liebe auf eine Weise zu pflegen, wie es die Bibel gebietet, ermuntern wir dich, mit Jehovas Zeugen die Heilige Schrift zu studieren. Wir sind überzeugt, daß das, was du kennenlernst, für dich eine echte Quelle geistiger Erbauung sein wird.

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