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  • Unsere Lobpreisungen weltweit vereinen
    Der Wachtturm 1950 | 1. Mai
    • seines Königs und dem gewaltsamen Ausbruch Harmagedons gegeben hat, damit „dieses Evangelium vom Königreich“ gepredigt werde. Bereits sind sechsunddreissig Jahre vergangen, und die Gelegenheit, Gott zu lobpreisen, wird jedes folgende Jahr flüchtiger. Dringend ergeht an uns mit stets zunehmender Macht der Befehl: „Lobet Jehova! Lobet Gott in seinem Heiligtum; lobet ihn in der Feste (im Firmament, Menge, Fussn.) seiner Stärke! Lobet ihn wegen seiner Machttaten; lobet ihn nach der Fülle seiner Grösse! . . . Alles, was Odem hat, lobe Jah! Lobet Jehova!“ (Ps. 150:1-6) Dies ist nicht bloss ein lokaler Aufruf, Gott zu lobpreisen; es ist ein universeller Appell an die ganze Schöpfung, in den Lobgesang zum Preise Jehovas einzustimmen. Alle, die Jehova kennen, müssen ihn jetzt lobpreisen, so dass andern Menschen guten Willens die grösstmögliche Gelegenheit geboten wird, von ihm zu lernen und mitzumachen im Lobpreisen. Jedes verfügbare Mittel muss dringend in den Dienst der Lobpreisung der Herrlichkeit Jehovas gestellt werden. Niemand darf sich von seinem Vorrecht zurückziehen, miteinzustimmen in den „Halleluja“-Chor, denn die einzigen Geschöpfe, die überleben werden in alle Ewigkeit, sind jene, die Jehova an diesem „Tage Jehovas“ und in Ewigkeit über seinen schrecklichen Höhepunkt hinaus unaufhörlich lobpreisen werden.

  • Wem kommt das Loskaufsopfer zugute?
    Der Wachtturm 1950 | 1. Mai
    • Wem kommt das Loskaufsopfer zugute?

      NICHTS in den heiligen Schriften sagt oder schattet voraus, dass Gott der Höchste einen Loskauf oder eine Erlösung für alle Menschengeschöpfe, selbst bis hinab zu den willentlich Bösen beschaffe. Es muss daher die Schlussfolgerung gezogen werden, dass während der Tausendjahrherrschaft Jesu Christi, die jetzt nahe herbeigekommen ist, die willentlich Bösen nicht aus dem Tode auferweckt werden. Wir wissen, dass viele Bibelforscher lange Zeit gedacht haben, die Heilige Schrift verbürge, dass bei der Wiederkunft Christi und während seiner Tausendjahrherrschaft über die Erde ‚alle aus den Toten zurückkommen müssen‘. (Schriftstudien, Band 5, Seite 463-470) Indes ist diese Schlussfolgerung weder im Worte Gottes begründet, noch findet sie darin eine Stütze.

      Niemand wird den Segen des Loskaufsopfers Jesu Christi empfangen, es sei denn, er mache sich dieses Vorrecht willig zunutze. Es zeigt sich also, dass Gott nur jene aus den Toten zurückbringt, welche sich den Loskauf, wenn sie zu einer Erkenntnis der Wahrheit kommen, zunutze machen könnten und möglicherweise auch zunutze machen; denn das Lösegeld ist nur für solche bestimmt und nicht für jene, die keinen Wunsch haben, sich zu bessern oder errettet zu werden. Die Gabe Gottes wird Geschöpfen nicht gegen ihren Willen aufgezwungen. — Röm. 6:23.

      Bei der Erlösung der Menschheit durch das Loskaufsblut Jesu Christi ist nicht die Eigenschaft der göttlichen Gerechtigkeit im Spiele. Wenn allein Gottes Massstab der Gerechtigkeit ins Treffen geführt und angewandt wird, dann müsste das ganze Menschengeschlecht wegen Sünde und Unvollkommenheit umkommen. Statt dessen ist die Eigenschaft der göttlichen Liebe mit im Spiel. Barmherzigkeit ist das Ergebnis der Ausübung göttlicher Huld und Güte. Vom Standpunkte der Gerechtigkeit aus gesehen, steht Gott unter keinerlei Verbindlichkeit, sündige Menschen loszukaufen, und er hat auch nicht die Pflicht, einem jeden Geschöpf Barmherzigkeit zu erweisen, ungeachtet, ob es sie wünsche und suche oder nicht. Dass Gott sich selbst das Recht vorbehält, zu entscheiden, wer seine Barmherzigkeit gemäss seiner Güte empfangen soll, zeigt sich in seinem Handeln mit den Zwillingen Esau und Jakob. Mit diesen zwei Söhnen des Patriarchen Isaak wurde ein prophetisches Bild geschaffen, um Gottes Vorkenntnis einer Klasse von Menschen zu zeigen, die den Weg der Gerechtigkeit und des Lebens suchen, und ferner einer andern Klasse, die genau den entgegengesetzten Weg einschlägt. In Römer 9:13 lesen wir: „Wie geschrieben steht: ‚Den Jakob habe ich geliebt, aber den Esau habe ich gehasst‘.“ Hier vertritt Jakob die Klasse, die Gott den Herrn sucht, ihn findet und ihm dann treulich dient. Diese Klasse liebt Gott. Esau vertritt die untreue Klasse, die Gottes gnadenvolle Vorkehrung für die Menschheit nicht beachtet. Diese Klasse hasst Gott.

      Gott hatte Vorkenntnis von diesen zwei Klassen, und so liess er sie voraussagen, denn alles, was mit seinen eigenen Vorsätzen und Werken zusammenhängt, weiss er im voraus. Er sagt: „Ich [bin] Gott, und sonst ist keiner, [ich bin] Gott, und gar keiner wie ich; der ich von Anfang an das Ende verkünde, und von alters her, was noch nicht geschehen ist; der ich spreche: Mein Ratschluss soll zustande kommen, und all mein Wohlgefallen werde ich tun.“ (Jes. 46:9, 10) Bestimmt hatte Gott Vorkenntnis von jener Menschenklasse, welche die ihnen angebotenen Segnungen des Lebens von der Hand weist, und er hatte auch Vorkenntnis von der Klasse, die seine gnädige Vorkehrung gern annähme. Es folgt also, dass jenen, die keinen Wunsch haben, Gott und Jesus Christus zu erkennen und Gottes Segnungen durch Christus anzunehmen, keine Barmherzigkeit erwiesen würde; Gott wird ihnen seine Barmherzigkeit nicht aufzwingen.

      Kann gefolgert werden, dass Gerechtigkeit gegenüber allen von Gott verlangt, dass er seine Barmherzigkeit allen aufzwingt, auch wenn er zum voraus weiss, dass die Betreffenden seine Güte zurückweisen würden? Bestimmt nicht! Die Gerechtigkeit verlangt nicht Barmherzigkeit von Gott, und er ist nicht ungerecht, wenn er seine Barmherzigkeit denen versagt, die sie weder wünschen noch schätzen. In Römer 9:14-18 lesen wir darüber: „Was sollen wir nun sagen? Ist etwa Ungerechtigkeit bei Gott? Das sei ferne! Denn zu Mose sagt er: ‚Ich werde mich erbarmen, wessen ich mich erbarme, und werde barmherzig sein, gegen wen ich barmherzig bin‘. Somit kommt es nun nicht auf den an, der will noch auf den, der läuft, sondern auf Gott, der sich erbarmt. Denn die Schrift sagt zum Pharao: ‚Eben dazu habe ich dich auftreten lassen, dass ich an dir meine Macht erweise und dass mein Name auf der ganzen Erde verkündigt werde‘. Also erbarmt er sich nun, wessen er will, verhärtet aber, wen er will.“ (Zürcher B.) So liess Gott zu, dass Pharao und andere, die seine höchste Gewalt und universelle Oberhoheit herausforderten, ihre Herzen gegen ihn verhärteten. Gleichzeitig enthüllte er sein Vorhaben, denen göttliche Barmherzigkeit zu erweisen, die auf das Zeugnis seiner Zeugen hören und dann ihre Lauterkeit gegen Jehova Gott als dem Höchsten und universellen Souverän beweisen. Wer annimmt, Gott habe zufolge seiner Gerechtigkeit die Pflicht, jedem Menschengeschöpf Barmherzigkeit zu erweisen, ist ganz inkonsequent und im Unrecht. Anzunehmen, dass Gott um der Gerechtigkeit willen verpflichtet sei, jedem Geschöpf den Segen der Errettung durch das Loskaufsopfer zukommen zu lassen, ist verkehrt und wird weder von der Vernunft noch von der Bibel gestützt. Anzunehmen, Gott sei verpflichtet, alle Menschen zu erretten, um seine höchste Gewalt zu beweisen, ist ganz falsch und wird durch keine biblische Autorität gestützt.

      Durch die Herausforderung des Teufels ist die Frage aufgeworfen worden, ob Gott fähig sei, einen Menschen auf Erden zu haben, der Gott freiwillig treu und wahrhaft bliebe, wenn er der ihm vom Teufel auferlegten Prüfung unterworfen würde. Was jene Herausforderung betrifft, zeigen alle Beweise, die sich seither angehäuft haben, dass Gott den Teufel zum Lügner gestempelt und seine eigene höchste Gewalt über jeden Zweifel hinaus bewiesen hat. Wie dies? Indem manche Menschen bis zur heutigen Zeit ihre Lauterkeit vor Gott bewahrt haben. In der Schlacht von Harmagedon wird Gott alles vollständig wegfegen, was der Teufel im Widerstand gegen Gott hervorgebracht hat. Darum wird Gott seine eigene Obergewalt restlos dartun. Wer sich daher willig die gnädige Gabe Gottes zunutze macht, wird mit Leben gesegnet werden und eine Gelegenheit erhalten, zu beweisen, dass die ruchlose Herausforderung des Teufels eine Verleumdung des Namens, Wortes und der universellen Oberhoheit Gottes, ist, ja, dass Satan falsch und Gott wahrhaftig ist.

      Die Menschen haben sich in grosse Schwierigkeiten gebracht mit Bezug auf das Loskaufsopfer Christi, indem sie von der Theorie ausgingen, die göttliche Gerechtigkeit sei hier mit im Spiel. Als Gott Adam wegen seines Ungehorsams in Eden zum Tode verurteilte, da verlangte die Gerechtigkeit, dass er seines Lebens verlustig ging. Als Adam in den Staub hinabsank, aus dem er gekommen war, war Gottes Gerechtigkeit vollständig befriedigt. Die Gerechtigkeit ist seither zu allen Zeiten befriedigt gewesen, soweit es Adam betraf. Wir, die wir Adams Nachkommen sind, sind zufolge des von ihm Ererbten gerechterweise unter die Verdammnis gekommen. Doch da wir selbst nicht unter dem direkten Gericht standen, konnte uns Gott folgerechterweise Barmherzigkeit erzeigen. Es handelte sich nicht um die Befriedigung der Gerechtigkeit durch den Tod eines andern vollkommenen Menschen, Jesu Christi, und der Tod Jesu diente nicht dem Zweck, der Gerechtigkeit Genüge zu tun. Wenn Jehova das vollkommene Leben Jesu Christi zur Befriedigung der Gerechtigkeit angenommen hätte, so würde das ja bedeuten, dass entweder dem göttlichen Urteil über Adam nicht Genüge geleistet war, oder dass sonst das Lebensblut Jesu zur doppelten Genugtuung vergossen wurde. Dies wäre bei Jehova unmöglich und wäre mit ihm, dem Gott der Gerechtigkeit, ganz unvereinbar.

      LIEBE, STATT GERECHTIGKEIT, HAT VORSORGE GETROFFEN

      Betrachten wir die Sache nun vom Standpunkt der Liebe: Selbstlos sorgte Gott dafür, dass Jesus Mensch wurde und sein Leben niederlegte, und ohne Zweifel war Jesus hierin mit Jehova Gott, seinem Vater, einverstanden. Dieses niedergelegte vollkommene Menschenleben war der Gegenwert dessen, worauf Adams Nachkommen ein Recht gehabt und was sie von ihrem irdischen Vater Adam empfangen hätten, wenn er sündenlos geblieben wäre. Wenn dieses vollkommene Menschenleben Jesu samt seinem Recht darauf Jehova Gott im Himmel als Loskaufsopfer dargereicht wird, bildet es den Kaufpreis für alle die Rechte, die Adams Nachkommen zufolge Adams Sünde verloren hatten. Jesus erhielt bei seiner Auferstehung aus den Toten unsterbliches Leben als Geistgeschöpf, und dass er darauf sein Recht auf menschliches Leben als Zahlung überreichte, machte ihn kraft dieses Kaufes zum Eigentümer eines jeden aus Adams Nachkommen, der Gottes Anforderungen entspricht. Um diesen nachzukommen, müssen sie Glauben an Gott und Jesus Christus haben und dann den Vorschriften entsprechen, unter denen alle jene stehen, die den Schritt des Glaubens machen, indem sie sich Gott weihen, um seinen Willen zu tun. Das Loskaufsopfer Jesu Christi ist ein Preis, der genau mit dem übereinstimmt, was Adam in Eden verlor. Er war aber kein Ersatz für Adam, und Jesus hat ihn auch nicht gegeben, um der Gerechtigkeit Genüge zu tun, sondern hat ihn als einen Kaufpreis gegeben. Jehova Gott macht Jesus zum „Ewigvater“, nämlich zu dem, der ewiges Leben austeilt. Doch unter welcher Bedingung? Nun, unter der Bedingung, dass die Menschen den Anforderungen Gottes nachkommen.

      Daher steht geschrieben, dass ‚die Gnadengabe Gottes ewiges Leben ist durch Christus Jesus, unseren Herrn‘. (Röm. 6:23; Jes. 9:6) Eine Gabe kann sich erst dann als solche auswirken, wenn es zwischen dem Geber und dem Empfänger zu einem Einverständnis kommt. Anders ausgedrückt: die Gabe muss angeboten werden, und der, dem sie angeboten wird, muss sie willig annehmen. Daraus folgt somit, dass die Gabe für denjenigen Menschen wirkungslos wird, dem das Angebot zwar zugänglich gemacht wird, der es aber zurückweist oder es anzunehmen verfehlt. Somit wirkt sich das Loskaufsopfer nur für jene zum Segen aus, die um seine Wohltaten bitten und sie willig annehmen.

      Wie in Römer 5:12 dargelegt, sind alle Menschen unter die Verdammnis gekommen, und dies müsste schliesslich zu ihrem ewigen Tode führen, wenn nicht eine Vorkehrung zur Erlösung getroffen wäre. Gott hat den Weg des Entrinnens vom Tode und somit den Weg, auf dem man ewiges Leben erlangen kann, gnädiglich vorgesehen und ihn der Menschheit zugänglich gemacht. Die Menschen müssen wählen, ob sie unter der Verdammnis bleiben wollen, die zu Recht auf ihnen lastet, oder ob sie sich die Güte und Barmherzigkeit Gottes zunutze machen und Gottes gnädige Vorkehrung der Errettung, wodurch der Mensch Leben erlangt, suchen und bereitwillig annehmen wollen. Der Weg des Entrinnens vom Tode, der zu ewigem Leben führt, geht über und durch Jesus Christus. Gott hat ihn als Grundlage der neuen Welt der Gerechtigkeit gelegt, und da ist kein anderer Weg und kein anderer Name als der seine, wodurch der Mensch Leben erhalten kann. Nur für den, der glaubt, dass Gott diese Vorkehrung getroffen hat und dass Jesus Christus das Mittel zur Errettung ist, besteht die Möglichkeit, errettet zu werden. Während der vergangenen Jahrhunderte ist vielen Menschen die göttliche Vorkehrung zum ewigen Leben vor Augen geführt worden, und sie haben sie willentlich und vorsätzlich zurückgewiesen. Sie sind in ihren Sünden gestorben, weil die göttliche Verdammnis auf ihnen blieb. Vernünftigerweise ist es unmöglich, dass Gott sie zurückbringt und ihnen eine weitere Gelegenheit gibt, sein gnädiges Angebot auf Leben zurückzuweisen.

      Dies steht ganz und gar nicht im Widerspruch mit den Worten, die Johannes der Täufer über Jesus äusserte, als er sprach: „Siehe, das Lamm Gottes, welches die Sünde der Welt wegnimmt.“ (Joh. 1:29) Die ausdrückliche Erklärung des Johannes kann nicht so gedeutet werden, als ob Jesus die Sünde all derer von der Welt wegnehme, die es ablehnen, sich die Gelegenheit der Erlösung zunutze zu machen, und die aus freien Stücken den Weg der Bosheit wählen, der unbedingt zum Tode führt. In vergangenen Zeiten hat es viele solche gegeben, und es gibt noch viele solche. Dass die Verdammnis Gottes auf ihnen bleibt, wird von Jesus in folgenden Worten ausdrücklich gesagt: „Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, um die Welt zu verdammen, sondern dass die Welt durch ihn errettet werde. Wer an ihn glaubt, wird nicht verdammt: wer aber nicht glaubt, ist schon verdammt, weil er nicht geglaubt hat an den Namen des einziggezeugten Sohnes Gottes.“ — Joh. 3:17, 18, engl. B.

      Als Jesus auf Erden war, verurteilte er entschieden

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