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Die Schreckensherrschaft wird weltweit bekanntgemachtErwachet! 1976 | 8. Juni
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waren so anständig und mitfühlend, den Zeugen zu gestatten, unbelästigt in ihrem Heimatdorf zu wohnen und ihre Gärten zu bebauen. Diese Beamten legen Ehre für ihr Land ein; doch leider sind auch sie in der Minderzahl.
Auf das Problem, daß offizielle Stellen untätig bleiben, wies ein Artikel in der Zeitung The Nigerian Chronicle vom 26. Dezember 1975 hin. Darin wurde auf die in Kenia erscheinende Zeitung Daily Nation Bezug genommen, in der stand, Afrika werde „immer berüchtigter dafür, daß unterschiedliche Maßstäbe angelegt werden“. Darauf folgte als Erklärung: „Wenn in Amerika, Rußland oder Südafrika, in Indien und China Menschen verfolgt werden, werden die dafür Verantwortlichen einstimmig verdammt. Geschieht aber so etwas in afrikanischen Ländern, halten es noch nicht einmal offizielle Vertreter der Organisation für die Einheit Afrikas (OAU) für nötig, etwas dazu zu sagen.“
Wieder einmal suchten Jehovas Zeugen aus Malawi Zuflucht außerhalb der Grenzen ihres Landes, weil die führenden Persönlichkeiten ihres Landes nichts unternahmen oder sogar selbst an der Verfolgung beteiligt waren. Zum Teil konnten sie Zutritt zum Flüchtlingslager Milange in Moçambique finden. Gemäß einer Nachricht vom Januar 1976 hielten sich zu diesem Zeitpunkt über 12 000 malawische Christen in dem Lager auf, zusammen mit über 10 000 ihrer Glaubensbrüder aus Moçambique, die ähnlichen Erprobungen ihres Glaubens ausgesetzt sind.
Werden Jehovas Zeugen schließlich von ihrem Widerstand abzubringen sein, wenn diese grausame Schreckensherrschaft weiter anhält? Werden sie ihre Lauterkeit gegenüber Jehova Gott aufgeben? Oder werden die Führer Malawis schließlich ihre Christenverfolgung einstellen? Mit diesen Fragen beschäftigt sich der folgende Artikel.
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Wann werden die Greueltaten ein Ende nehmen?Erwachet! 1976 | 8. Juni
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Wann werden die Greueltaten ein Ende nehmen?
GANZ gleich, ob die Berichte über die Zeugen Jehovas in Malawi aus den Flüchtlingslagern oder aus den Konzentrationslagern dort kommen, sie alle sprechen von unerschütterlichem Mut und Glauben. Selbst in den Gefangenenlagern finden regelmäßig biblische Gespräche und Zusammenkünfte statt, die der Aufrechterhaltung eines guten geistigen Zustandes dienen. Die Gefangenen finden Trost und Ermutigung in Worten wie diesen, die von dem Apostel Petrus stammen:
„Geliebte, laßt euch das, was unter euch brennt und was euch als Prüfung widerfährt, nicht befremden, als ob euch etwas Befremdendes zustoße. Im Gegenteil, freut euch weiterhin, insofern ihr der Leiden des Christus teilhaftig seid“ (1. Petr. 4:12, 13).
Die Zeugen Jehovas in Malawi sind keine abartige „Splittergruppe“, die andere Maßstäbe oder Ansichten vertritt als die Zeugen Jehovas in der übrigen Welt. Wie alle Zeugen Jehovas bemühen sie sich, vorbildliche Steuerzahler und Staatsbürger zu sein. Sie anerkennen rückhaltlos die Anweisungen des Apostels Paulus in Römer 13:7: „Erstattet allen, was ihnen gebührt: dem, der die Steuer verlangt, die Steuer; dem, der den Tribut verlangt, den Tribut.“ Sie werden nicht deshalb angegriffen, weil sie derartigen Staatsbürgerpflichten in irgendeiner Weise nicht nachkämen. Auch
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