Friede des Sinns durch genaue Erkenntnis
Geisteskrankheiten gehören in der Welt zu einem der schwersten Gesundheitsprobleme. Nachstehend wird erklärt, was du tun kannst, um dich vor einem geistigen Zusammenbruch zu bewahren.
WIE kannst du dich in einer toll gewordenen Welt vor Irrsinn und Neurosen schützen? Die vielen Bücher und Filme, die die Psychiatrie zum Pressethema machen, haben keine Antwort gegeben, noch entstand aus zahllosen Experimenten mit hypnotisch-medizinischem Paraldehyd, elektrischer Schockbehandlung, Wunderdrogen, Barbitursäurepräparaten oder Bromiden, Gruppentherapie, Dampfbädern usw. ein ausreichendes Heilmittel. In den Krankenhäusern der Vereinigten Staaten ist jetzt mehr als die Hälfte aller Betten mit Geisteskranken belegt, von denen es mehr gibt als Opfer der Kinderlähmung, des Krebses und der Herzkrankheiten sowie aller anderen Krankheiten. Grausam künden Statistiken an, daß je einer von zehn Amerikanern einmal wegen einer ernsten Geisteskrankheit in eine Heilanstalt gehen muß.
Wie Sinn und Verstand vor einem geistigen Zusammenbruch bewahrt werden können, bereitet allen ernste Sorgen. Der Erschaffer des Sinns hat dem Menschen gezeigt, wie dies geschehen kann, nämlich in erster Linie dadurch, daß der Sinn durch die rechte Art von Erkenntnis aufgebaut wird, durch eine Erkenntnis, die dem erhöhten Tempo des modernen Lebens und seiner Beanspruchung der Nerven zu trotzen vermag; eine Erkenntnis, die jene Sorgen und Befürchtungen überwindet, die aus der Kriegspsychose und den unbefriedigenden Weltverhältnissen herrühren; eine Erkenntnis, die die Probleme zu lösen vermag, die in immer schnellerem Tempo zunehmen und Höhepunkte ausgeprägter Krisen erreichen; eine Erkenntnis, die Zuversicht gibt und Frieden schafft! Dies bedeutet, daß der Aufschluß, den wir in unserem Sinn aufbewahren, von auserlesenster Art, ja das Beste sein muß, was es zur Auferbauung gibt. Gewiß schließt dies Propaganda, Geschwätz, Lügen, falsche Religionsüberlieferungen und andere erniedrigende Ideen, Einflüsse oder Eindrücke aus. Der Apostel Paulus sagt uns, was wir in unseren Sinn aufnehmen sollten: „Schließlich, Brüder, was irgend wahr, was irgend von ernstem Interesse, was irgend gerecht, was irgend keusch, was irgend liebenswert ist, worüber irgend man wohlredet, wenn es irgendeine Tugend und irgend etwas Lobenswertes gibt: diese Dinge betrachtet weiterhin. Das, was ihr lerntet und auch annahmt und hörtet und in Verbindung mit mir saht, dieses übt; und der Gott des Friedens wird mit euch sein.“ — Phil. 4:8, 9, NW.
Nachdem man den Sinn mit genauer Erkenntnis erfüllt und ihn an rechtes Denken gewöhnt hat, muß man Nacharbeit leisten, indem man, gestützt auf seine Erkenntnis, völliges Vertrauen in Gott und sein Wort hat. Paulus erklärt dies ferner in den Worten: „Seid nicht um irgend etwas in Sorge, sondern laßt in allem durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Bitten vor Gott kund- werden, und der Friede Gottes, der alles Denken übertrifft, wird eure Herzen und eure Geisteskräfte durch Christus Jesus behüten.“ Nur in dem Maße, wie wir uns auf Gott verlassen und auf ihn und sein Wort vertrauen, werden wir Frieden haben. — Phil. 4:6, 7, NW.
Die wahre Erklärung, daß Worte, ob gute oder böse, Gedanken darstellen, kann nicht zu sehr betont werden. Und Gedanken sind das, wodurch man zur Tat angetrieben wird. Gottes Wort, die Bibel, enthält seine Worte, seine Gedanken. Wir müssen also Gottes Worte, seine Gedanken, in unseren Sinn aufnehmen. Damit sie ihre Kraft ausüben, müssen sie auf unser Denken und unseren Lebenswandel einwirken. Wenn diese Worte in ein gutes Herz und einen aufrichtigen Sinn aufgenommen werden, leiten sie den betreffenden Diener Gottes zu einer rechten Handlungsweise an, was ihm zum dauernden Leben gereicht und zur Erhöhung Gottes führt, dessen Geboten man gehorcht. Nur ein Buch zu besitzen, das die Bibel genannt wird, ohne all das anzuwenden, was Gott in diesem Buche hat aufzeichnen lassen, nützt dem Besitzer nichts. Die Befolgung theokratischer Grundsätze ist das, was Frieden bringt, nicht bloß die Kenntnis derselben. Weil die Bibel wahr, lebendig und machtvoll ist, steht sie in der Welt als ein Bollwerk gegen die Flut schädlicher Propaganda da. Sie allein bietet Schutz für Herz und Sinn der Menschen.
GESUNDE WORTE
Die Bibel ist ein Buch, das dem Sinn und Gemüt Gesundheit vermittelt. Wie denn? Indem sie den Sinn nicht nur mit Wertschätzung für Gott und sein Vorhaben erfüllt und Glauben und Vertrauen in Gott einflößt, sondern ihn auch vor den auf feine Weise eindringenden dämonischen Äußerungen und Lockungen behütet und ihn stärkt, um an diesem bösen Tage bestehen zu können. Darüber werden wir nicht im Zweifel gelassen. Paulus ermahnt Timotheus: „Halte dich weiterhin an das Musterbild gesunder Worte, die du von mir hörtest, mit dem Glauben und der Liebe, die in Verbindung mit Christus Jesus sind.“ — 2. Tim. 1:12-14, NW.
Gesunde Worte? Jawohl, ganz bestimmt! Gesund in dem Sinne, daß Gottes Worte Hoffnung in uns erwecken und Freude und Trost bringen, also heilend wirken. Jehova ist der lebendige Gott. Seine Worte sind in unserem Sinn lebendig, wirksam und kraftvoll. Sie stärken, ja gürten den Sinn zum Frieden, und dies in einem Maße, das alles Denken übersteigt. Auch dies wirkt heilend. Im ersten Briefe an seinen Gefährten sagte Paulus: „Wenn jemand eine andere Lehre lehrt und nicht zustimmt den gesunden Worten, jenen unseres Herrn Jesus Christus, noch den Lehren, die mit Gottergebenheit übereinstimmen, der ist aufgeblasen durch Stolz und versteht nichts, sondern ist wegen Streitfragen und Wortzänkereien geistig krank.“ — 1. Tim. 6:3, 4, NW.
Offensichtlich besitzt die alte Welt diesen Frieden nicht. Und auch die Bösen besitzen ihn nicht. Sie sind durch Stolz aufgeblasen. Ihr Sinn ist krank, und sie verstehen nichts. „Die Frucht der Lippen schaffend, spricht Jehova: Friede, Friede den Fernen und den Nahen, und ich will es heilen. — Aber die Gesetzlosen sind wie das aufgewühlte Meer; denn es kann nicht ruhig sein, und seine Wasser wühlen Schlamm und Kot auf. Kein Friede den Gesetzlosen! spricht mein Gott.“ — Jes. 57:19-21.
Vollkommener Friede des Sinnes kann erreicht werden; doch ist dazu nötig, daß wir mit dem Gott, der Frieden gibt, und mit seiner gerechten Nation völlig in Harmonie seien. Man beachte die Worte des Propheten: „Machet auf die Tore, daß einziehe ein gerechtes Volk, welches Treue bewahrt! Den festen Sinn bewahrst du in Frieden, in Frieden; denn er vertraut auf dich. Vertrauet auf Jehova ewiglich; denn in Jah, Jehova, ist ein Fels der Ewigkeiten.“ — Jes. 26:1-4.
Nimm rechte Erkenntnis in dich auf, damit du lernest, dem großen Gott Jehova zu vertrauen. Stärke deinen Sinn mittels seines Wortes der Wahrheit. Stütze dich vertrauensvoll darauf. „Daher gürtet euren Sinn zur Tätigkeit, bewahrt völliges Gleichgewicht und setzt eure Hoffnung auf die unverdiente Güte, die euch dargereicht werden soll bei der Offenbarung Jesu Christi“, und der Gott, der Frieden gibt, wird mit euch sein. — 1. Pet. 1:13-16, NW.