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Wir wollten dort dienen, wo Hilfe dringend not tatDer Wachtturm 1958 | 15. August
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weiter, ebenfalls in den Bergen, wird ein anderer Königreichssaal benutzt. Aber dieser Interessierte hat es damit nicht bewenden lassen. Noch ein anderes Dorf hat eine Versammlung, der fast fünfzig Personen beiwohnen. Viele von diesen sind bereits getauft.
KREISDIENER UND BELOHNUNG
Eine unserer freudigsten Erinnerungen ist die Erinnerung an den Besuch unseres ersten Kreisdieners. Dieser Bruder brachte den Film „Die Neue-Welt-Gesellschaft in Tätigkeit“ mit. Mehrere tausend Leute sahen ihn, freuten sich über den Film und erkannten auf diese Weise, daß Jehova eine Organisation von Menschen hat, die ihm dienen. Der beglückendste Teil dieser eintägigen Versammlung war der Augenblick, als die Täuflinge gebeten wurden, aufzustehen, und über siebzig aufstanden! Das war für uns ein sehr erhebender Anblick. Unsere Herzen quollen über vor Dankbarkeit, als wir die vierzig Brüder und dreißig Schwestern dem Dschungelfluß entlang stehen sahen, bereit, ihre Hingabe an Jehova zu symbolisieren. Viele dieser Leute haben die Wahrheit zwar gehört, doch noch nicht genügend davon, um schon zur Reife gelangt zu sein. Dessenungeachtet erzählen sie die gute Botschaft der Küste entlang, Hunderte von Kilometern weit, und warten begierig auf die Zeit, da reife Brüder freiwillig herkommen und ihnen Hilfe bieten werden. Hilfe tut dringend not!
Wenn wir die Jahre zurückblicken, in denen wir hier gewesen sind, können wir sehen, welcher Segen auf dieser Predigttätigkeit hier auf der Insel geruht hat. Von einem Verkündiger, den es im September 1951 hier gab, ist die Verkündigerzahl bis April 1957 auf 175 gestiegen. Diese Schar setzt sich aus drei Versammlungen und zwölf Gruppen zusammen. Verbunden mit ihnen sind mindestens vierhundert Personen, die die Versammlungen besuchen, und außer diesen Hunderten weiterer Interessierter, die über die Insel hin verstreut leben. Während wir diesen Bericht schreiben, wissen wir, daß in mindestens sechs Dörfern der Küste entlang reife Brüder sogleich Versammlungen in Gang bringen könnten.
Meine weltliche Arbeit hat es mir ermöglicht, ein eigenes Haus zu bauen, in dem ein Königreichssaal für die europäischen Brüder untergebracht ist. Auch gelang es uns, anderswo noch ein kleines Grundstück zu kaufen, das jetzt vier Sonderpioniere und einen Versammlungsverkündiger beherbergt. Außerdem sind wir direkt oder indirekt imstande gewesen, für acht weitere europäische Brüder, die jetzt mit uns arbeiten, Unterkünfte zu finden. Obwohl meine berufliche Arbeit mich etwa 200 Stunden im Monat beschäftigt hält, ist sie doch das Mittel gewesen, das mich instand gesetzt hat, das Werk hier zu erschließen, und Jehova hat seinen Segen gegeben, weil wir diese Arbeit mit diesem Ziel vor Augen unternommen hatten.
Obwohl in etwas weniger als einem Jahr die Zahl unserer europäischen Brüder von acht auf achtzehn angestiegen ist, ist es uns nicht möglich, die viele Arbeit zu bewältigen, die hier noch getan werden sollte. Kürzlich bereisten wir die Insel und besichtigten das noch nicht zugewiesene Gebiet. Als wir an all die Leute in den verschiedenen Kleinstädten und Dörfern dachten, entrang sich uns ein Stoßseufzer um Hilfe.
Wollt ihr euch nicht durch eure weltliche Arbeit helfen lassen, dort Königreichsdienst zu tun, wo Hilfe dringend not tut? Ihr könnt vieles gewinnen, wenn ihr diesen Schritt tut, und werdet bestimmt nichts verlieren. Sicherlich hat sich die Anstrengung gelohnt, die wir seit 1951 gemacht haben!
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Die AlternativeDer Wachtturm 1958 | 15. August
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Die Alternative
„Wenn unsere Religion nicht der Wahrheit entspricht“, sagte der Geistliche Richard Whately einmal, „dann müssen wir sie ändern; wenn sie aber der Wahrheit entspricht, dann müssen wir sie propagieren.“
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