Gottes Zeichen und Wunder erklären
WIR leben in einer Zeit der Zeichen und Wunder. Wir sehen einerseits Satans Zeichen und Wunder, von denen die Organisation der Vereinten Nationen, die ihren Sitz in der Stadt New York hat, wohl das hervorragendste ist. Der „falsche Prophet“ und andere lenken die Aufmerksamkeit auf dieses Wunder und bezeichnen es als des Menschen einzige Hoffnung auf Weltfrieden. Wir sehen aber andrerseits auch Jehovas Zeichen und Wunder. Eines davon war der internationale Kongreß „Göttlicher Wille“, der letztes Jahr in den zwei bekanntesten Sportstadien New Yorks stattfand. Über 145 000 ergebene Diener Jehovas, die aus allen vier Himmelsrichtungen gekommen waren, versammelten sich bei dieser Gelegenheit acht Tage lang, um die reine Gottesanbetung und echte christliche Gemeinschaft zu pflegen. Und was für ein Zeichen das war! Es zog die Aufmerksamkeit der ganzen Welt auf sich, und das Echo davon kann immer noch weit und breit gehört werden.
Das größte Zeichen und Wunder auf Erden in der heutigen Zeit ist der Überrest selbst, gebildet aus den übriggebliebenen „Kindern“, die Jehova dem größeren Jesaja, Jesus Christus, gegeben hat, wie der Prophet Jesaja es vorhergesagt hatte mit den Worten: „Siehe! ich und die Kinder, die Jehova mir gegeben hat: wir sind wie Zeichen und wie Wunder in Israel von seiten Jehovas der Heerscharen, der auf dem Berge Zion wohnt.“ (Jes. 8:18, NW) Weshalb sie Zeichen und Wunder sein sollten, geht aus folgenden Worten hervor: „Der du Zeichen und Wunder getan im Lande Ägypten und bis auf diesen Tag, sowohl an Israel als auch an anderen Menschen, und dir einen Namen gemacht hast, wie es an diesem Tage ist.“ — Jer. 32:20.a
Die Kinder, die Jehova dem größeren Jesaja gegeben hat, haben Namen, die sie und ihr Werk kennzeichnen. Schear-Jaschub bedeutet: „Nur ein Überrest wird zurückkehren“, und Maher-Schalal Chasch-Bas bedeutet: „Eile, o Beute! Er ist schnell zur Plünderung gekommen.“ Es kehrte in der Tat nur ein Überrest aus der Gefangenschaft des gegenbildlichen Babylon zurück. Obwohl heute nur noch wenige zu dieser Klasse gehörende Glieder hier sind (nach unserem neuesten Jahrbuch [engl.] sind es nur noch etwa 15 000), stehen sie als ein lebendiger Beweis dafür da, daß Jehova sein Volk vom Feinde befreien und retten kann. Sie sind wahrhaftig zu Zeichen und Wundern geworden.
Es ist ein großes Vorrecht, Jehova auf diese Weise zu dienen. Noah, Jesaja, Jeremia, Hesekiel, Jona und ganz besonders Christus Jesus dienten alle als Zeichen und Wunder. Damit jemand als ein Zeichen und Wunder dienen kann, muß er hervortreten, so daß er gesehen werden kann. Jesus tat dies, indem er von Haus zu Haus und von Stadt zu Stadt ging. Er tat dies jedoch nicht, um die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken, sondern er rückte seine Botschaft und die Bedeutung seiner Gegenwart in den Vordergrund. Das haben auch die Glieder des Überrests getan, besonders seit ihrer Wiederherstellung. Zufolge ihrer Bemühungen begannen andere, sich ihnen anzuschließen, und so werden sie heute in ihrem Werk von einer großen Menge von über 700 000 „anderen Schafen“ unterstützt.
Und weshalb hat Jehova sie zu Zeichen und Wundern auf der Erde gemacht? ‚Um sich einen Namen zu machen.‘ Das bedeutet, daß diese Zeichen und Wunder und ihre gutgesinnten Gefährten in erster Linie die Tatsache bekanntmachen müssen, daß der Name des einen, allein wahren und höchsten Gottes Jehova ist. In Übereinstimmung mit ihrem Namen Maher-Schalal Chasch-Bas müssen sie die Aufmerksamkeit auch auf die Tatsache lenken, daß Gottes Königreich sich beeilt, Satans System der Dinge in Harmagedon zu plündern. Wenn wir das in Betracht ziehen, was Jesus in seiner großen Prophezeiung sagte, dann ist unsere Verkündigung dieser Botschaft ein Beweis dafür, daß das Ende dieser Welt nahe ist.
Wir setzen uns dadurch allerdings der Verfolgung aus, und diese Verfolgung gegen uns alle wird zweifellos noch heftiger werden, wenn Gog von Magog angreift. Sollen wir uns aber fürchten? Nein, denn Immanuel, welcher Name „Mit uns ist Gott“ bedeutet, ist mit uns. So wollen wir denn trotz aller Opposition zuversichtlich vorangehen, in dem Bewußtsein, daß wir das Werk, das Jehova uns aufgetragen hat, in seiner Kraft und zu seiner bestimmten Zeit beenden werden.
[Fußnote]
a In bezug auf Einzelheiten siehe den Wachtturm vom 15. Februar 1959.