-
‘Wiederherstellung aller Dinge, von denen Gott geredet hat’Der Wachtturm 1971 | 15. April
-
-
‘Wiederherstellung aller Dinge, von denen Gott geredet hat’
„[Die] Zeiten der Wiederherstellung aller Dinge, von denen Gott durch den Mund seiner heiligen Propheten der alten Zeit geredet hat.“ — Apg. 3:21.
1. Wer hat von den Dingen gesprochen, die wiederhergestellt werden sollen, und warum können wir darüber froh sein?
WIE froh können wir sein, daß mit den Dingen, die wiederhergestellt werden sollen, nicht die Dinge gemeint sind, von denen Politiker und Philosophen reden, sondern die „Dinge, von denen Gott ... geredet hat“! Es müßte sich demnach um Dinge handeln, die der ganzen Menschheit zum Segen sind, Dinge, die unbedingt wiederhergestellt werden sollten. Ja es sollte unser Wunsch sein, daß sie wiederhergestellt werden, denn niemand weiß besser, was für uns wiederhergestellt werden muß, als unser Schöpfer. Wünschen wir uns aber diese Dinge?
2. Wie möchten wir diese Frage beantworten, und welche Fragen dringen daher auf uns ein?
2 Wir möchten diese Frage nicht unüberlegt oder unwissend beantworten. Wir sind mit einem freien Willen ausgestattet. Wir möchten daher zuerst wissen, um was für Dinge es sich hierbei handelt, damit wir aufgrund vernünftiger Überlegungen entscheiden können. Was gehört alles zu diesen Dingen? Wieso wissen wir, daß Gott davon geredet hat? Wer hat ihn reden gehört? Wann und wie hat er davon geredet? Diese und ähnliche Fragen dringen auf uns ein. Sie verdienen eine Antwort, die von einer zuverlässigen Autorität gestützt wird, und eine solche Antwort gibt es.
3. Wer lenkte die Aufmerksamkeit auf dieses Thema der Wiederherstellung aller Dinge, wann tat er dies, wo und warum?
3 Ein Mann, der im ersten Jahrhundert unserer Zeitrechnung besonders hervortrat, lenkte die Aufmerksamkeit auf dieses Thema, und zwar tat er dies in einer Stadt, deren Name heute in den internationalen Nachrichten häufig erwähnt wird. Es gibt viele Orte auf der Erde, die nach diesem Mann benannt sind. Der Name dieses Mannes war Petrus; er war der Sohn des Johannes und wohnte in einer Stadt in dem umstrittenen Gebiet des Nahen Ostens. Er sprach im Tempel der Stadt Jerusalem. Heute steht dieser Tempel, der von dem berühmten König Herodes dem Großen erbaut worden war, nicht mehr. Er wurde im Jahre 70 des ersten Jahrhunderts zerstört, als die römischen Heere die ganze Stadt Jerusalem verwüsteten. An seiner Stelle steht jetzt eine Anbetungsstätte eines anderen Glaubens. Petrus, der Sohn des Johannes hielt aber jene Rede siebenunddreißig Jahre vor diesem aufsehenerregenden Ereignis des Jahres 70 u. Z. Eine große Menge Anbeter umringte ihn. Was durch ihn geschehen war, gab seinen Zuhörern zu verschiedenen Fragen Anlaß. Bei dieser Gelegenheit sprach Petrus von den „Zeiten der Wiederherstellung aller Dinge, von denen Gott durch den Mund seiner heiligen Propheten der alten Zeit geredet hat“. — Apg. 3:21.
4, 5. (a) Warum waren jene Männer keine falschen Propheten, und wie ist uns das, wovon sie gesprochen haben, erhalten geblieben? (b) Warum können wir uns heute kaum entschuldigen, wenn wir nicht wissen, was jene Männer gesprochen haben?
4 Hier werden unsere Fragen also zum Teil beantwortet. Gott hat in „alter Zeit“, sogar schon vor den Tagen des Petrus, gesprochen. Er hat von diesen wichtigen Dingen durch seine „heiligen Propheten“ geredet. Es waren keine falschen Propheten, sondern „heilige Propheten“ Gottes. Er sprach zu ihnen, und sie gebrauchten dann ihren Mund, um anderen die Dinge zu sagen, von denen Gott gesprochen hatte. Die Stimmen dieser heiligen Propheten sind schon vor mehr als 2 300 Jahren verstummt. Sie sind uns nicht auf Grammophonplatten oder Tonbändern erhalten geblieben. Die Botschaften, die Gott durch den Mund dieser heiligen Propheten hat übermitteln lassen, sind schriftlich festgehalten worden Diese Schriften, die im Verlauf von über tausend Jahren abgefaßt wurden, sind in den ersten neununddreißig Büchern der Bibel sorgfältig verwahrt worden. Petrus, der Sohn des Johannes, las diese Bücher. Deshalb wußte er, wovon er sprach.
5 Auch wir können von den Dingen, die Gott durch den Mund seiner heiligen Propheten geredet hat, wissen, vorausgesetzt, daß wir genau dieselben Bücher lesen. Wir können uns kaum entschuldigen, wenn wir nichts davon wissen, denn die Bibel ist das am weitesten verbreitete und in die meisten Sprachen übersetzte Buch auf Erden. Dieses unvergängliche Buch ist die zuverlässige Autorität, auf die wir unsere Ausführungen stützen.
6. (a) Warum nahm Petrus jene Schriften als Gottes Wort an? (b) Wo finden wir das, was Petrus schrieb und was er im Tempel sagte?
6 Etliche Jahre später schrieb Petrus in einem Brief an Bibelleser über jene heiligen Schriften: „Das wißt zuerst, daß keine Prophezeiung der Schrift irgendeiner privaten Auslegung entspringt. Denn die Prophetie wurde niemals durch den Willen eines Menschen hervorgebracht, sondern Menschen redeten von Gott aus, so wie sie vom heiligen Geist getragen wurden.“ (2. Petr. 1:20, 21) Da Petrus dies wußte, nahm er das, was jene vom heiligen Geist getragenen Menschen prophezeit hatten, nicht als eines Menschen Wort an, sondern als Gottes Wort. Obwohl wir im zwanzigsten Jahrhundert leben, sollten wir diese inspirierten Schriften genauso annehmen, wie Petrus es tat, denn sie sind bis heute unverändert geblieben. Was Petrus damals schrieb und was er im Tempel zu Jerusalem sagte, ist uns in den letzten siebenundzwanzig Büchern der Bibel erhalten geblieben.
7. Wofür wollte die Menge, die Petrus und Johannes umringte, eine Erklärung haben?
7 Warum aber umringte jene Menge von Anbetern den Apostel Petrus und seinen Gefährten, Johannes, den Sohn des Zebedäus? Etwas Aufsehenerregendes war geschehen! Ein lahmer Bettler vor dem Tempel hatte Petrus um eine barmherzige Spende gebeten. Petrus hatte ihm etwas Besseres gegeben. Er hatte zu ihm gesagt: „Silber und Gold besitze ich nicht, doch was ich habe, das gebe ich dir: Im Namen Jesu Christi, des Nazareners, geh umher!“ Der Bettler, der von Geburt an lahm gewesen war, konnte mit der Hilfe des Petrus aufstehen und konnte umhergehen. War das nicht Grund genug für eine Menschenansammlung? Ganz bestimmt. Die Menge verlangte deshalb von Petrus eine Erklärung.
8. Was war mit dem von Petrus mit Namen erwähnten Mann geschehen, so daß Petrus in Verbindung mit diesem Namen dem Gelähmten helfen konnte?
8 Denken wir in diesem Zusammenhang daran, daß im Vorfrühling jenes Jahres (33 u. Z.) unmittelbar außerhalb der Mauern Jerusalems am hellichten Tag in aller Öffentlichkeit ein Mord verübt worden war. Der Ermordete war, wie Petrus sagte, „Jesus Christus, der Nazarener“, das heißt Jesus, der Messias, aus der Stadt Nazareth. Man hatte ihn von römischen Soldaten wie einen Verbrecher an einen Stamm nageln lassen. Seine Freunde hatten aber dann die Erlaubnis erhalten, ihn in der Nähe zu begraben. Doch am dritten Tag danach wurde das versiegelte Grab von einem Engel geöffnet und leer vorgefunden. Um zu beweisen, daß Jesus Christus kein schuldiger Verbrecher war, hatte Gott, der Allmächtige, ihn von den Toten auferweckt, und zwar nicht im Fleische, sondern im Geiste. Petrus und Johannes hatten den auferstandenen Jesus Christus in den darauffolgenden vierzig Tagen mehrmals gesehen, weil er sich bei gewissen Gelegenheiten verkörpert hatte und vielen zuverlässigen Augenzeugen erschienen war. Am vierzigsten Tag hatten Petrus und Johannes und ihre Gefährten gesehen, wie dieser Jesus Christus zum Himmel aufgefahren und verschwunden war. Nun hatte Petrus den Namen Jesu Christi, des Nazareners, gebraucht, um dem Gelähmten zu helfen.
9. Was sagte Petrus, wodurch er zeigte, daß er die Ehre für dieses Wunder nicht für sich beanspruchte, und wodurch er auch auf die Erfüllung von Prophezeiungen hinwies?
9 Petrus nahm die Ehre für dieses Wunder nicht für sich in Anspruch. Er sagte zu der Menge, die ihn befragte: „Der Gott Abrahams und Isaaks und Jakobs, der Gott unserer Vorväter, hat seinen Knecht, Jesus, verherrlicht, den ihr eurerseits ausgeliefert und vor dem Angesicht des [Statthalters] Pilatus verleugnet habt, als er beschlossen hatte, ihn freizulassen. Ja, ihr habt diesen Heiligen und Gerechten verleugnet und habt gebeten, daß man euch einen Mann, einen Mörder, schenke, wogegen ihr den Hauptvermittler des Lebens getötet habt. Gott aber hat ihn von den Toten auferweckt, von welcher Tatsache wir Zeugen sind. Demzufolge hat sein Name, durch unseren Glauben an seinen Namen, diesen Mann, den ihr seht und kennt, stark gemacht, und der Glaube, der durch ihn kommt, hat dem Mann diese vollständige Gesundheit vor euer aller Augen gegeben. Und nun, Brüder, ich weiß, daß ihr aus Unwissenheit gehandelt habt wie auch eure Vorsteher. Doch auf diese Weise hat Gott das erfüllt, was er durch den Mund aller Propheten zuvor angekündigt hatte, daß sein Christus leiden würde.“ — Apg. 3:1-18.
10. Warum waren jene Juden trotz ihrer Unwissenheit für die Ermordung Jesu nicht zu entschuldigen, und warum wäre diese für sie nicht ohne Folgen gewesen?
10 Obwohl jene Volksmenge es nicht wußte, war ein Verbrechen begangen worden, und was noch schlimmer war, man hatte es an Gottes Messias oder Christus begangen. Gott hatte zwar durch seine Propheten vorhersagen lassen, daß sein Messias oder Christus leiden werde, aber das entschuldigte jene Volksmenge nicht. Nach dem Gesetz, das Gott den Juden durch den Propheten Moses gegeben hatte, mußte selbst ein unwillentlich oder unabsichtlich begangener Totschlag gesühnt werden, damit das Land nicht durch unschuldiges Blut verunreinigt wurde. (4. Mose 35:9-34) Die Juden, die Petrus zuhörten, wußten das. Sie wußten, daß die Gemeinschaftsverantwortung für die Ermordung Jesu Christi, des treuen Knechtes Gottes, auf ihnen ruhte. Was sollten sie tun, um den Folgen dieses Verbrechens zu entgehen? Wie konnten ihre Sünden in dieser Hinsicht ausgelöscht werden? Vielleicht wußte es dieser wunderwirkende Petrus. Er wußte es tatsächlich. Er sagte zu jener Menge:
11. Was mußten jene Juden tun, damit ihre Sünden ausgelöscht wurden, und was sollte dann zur bestimmten Zeit geschehen?
11 „Bereut daher und kehrt um, damit eure Sünden ausgelöscht werden, so daß Zeiten der Erquickung von der Person Jehova kommen mögen und er den für euch bestimmten Christus sende, Jesus, den allerdings der Himmel bei sich behalten muß bis zu den Zeiten der Wiederherstellung aller Dinge, von denen Gott durch den Mund seiner heiligen Propheten der alten Zeit geredet hat.“ — Apg. 3:19-21.
WIE SÜNDEN AUSGELÖSCHT WERDEN
12. In welcher Hinsicht dienen uns die Worte des Petrus heute als Beispiel, und warum?
12 Diese Worte des Petrus dienen uns heute als Beispiel. Wir haben alle Sünden, die gemäß Gottes liebevoller Vorkehrung ausgelöscht werden müssen, denn wir sind alle von Geburt Sünder, wir haben alle die Sünde von unseren Ureltern, Adam und Eva, ererbt. (1. Mose 3:1-24; Röm. 5:12, 18, 19) Wir sollten stets daran denken, daß ‘der Lohn, den Sünde zahlt, der Tod ist’. (Röm. 6:23) Wenn wir ewiges Leben erlangen und in Gottes Gunst stehen möchten, müssen wir bereuen, das heißt, wir müssen unsere Sündhaftigkeit und Unvollkommenheit sowie unsere Sünden gegen Gottes Gesetz bedauern. Wenn es uns wirklich leid tut und wir es bedauern, daß wir in Gottes Augen Sünder sind, versuchen wir, aus diesem sündigen Zustand herauszukommen; wir bemühen uns, nicht mehr zu sündigen. Wie denn?
13. Was mußten jene Juden noch tun, außer Reue zu beweisen, und welchen Weg mußten sie deshalb einschlagen?
13 Petrus sagte, man müsse der Reue entsprechend handeln. Er fügte hinzu: „Und kehrt um, damit eure Sünden ausgelöscht werden.“ Durch die Reue allein werden unsere Sünden nicht ausgelöscht. Wir müssen „umkehren“ und unserer sündhaften Handlungsweise entgegengesetzt handeln; wir müssen uns bemühen, nicht mehr zu sündigen. Für jene Juden bedeutete dies damals, Jesus Christus nicht mehr zu widerstehen, sondern ihm als dem — wie Petrus sagte — ‘für sie bestimmten Christus [oder Messias], Jesus’, nachzufolgen. (Apg. 3:19, 20) Jene Juden waren Jehova Gott bereits hingegeben, da sie schon bei ihrer Geburt in den Bund aufgenommen worden waren, den Jehova durch Moses mit ihren Vorvätern geschlossen hatte. Daher mußten sie nun den von Jehova für sie bestimmten Messias oder Christus annehmen und sich Jehova als Bekenner und Nachfolge seines Messias darstellen. Einige Tage vorher hatte Petrus etwa dreitausend Juden gesagt, sie müßten ihre Reue und Bekehrung symbolisieren, indem sie sich im Namen Jesu, des jetzt von ihnen anerkannten Messias und Sohnes Gottes, im Wasser taufen ließen. — Apg. 2:37-42.
14, 15. (a) Wozu führt das Auslöschen der Sünden für denjenigen, dem vergeben wird? (b) Mit welchen Worten zeigt Johannes, ob die Sünden durch das Wasser der Taufe ausgelöscht werden?
14 Wozu sollte nach den Worten des Petrus eine solche Umkehr oder das Verlassen des Weges, der Gottes Vorhaben und Bestimmung entgegengesetzt verläuft, und das Einschlagen des Weges, der ihm wohlgefällig ist und seinem Willen entspricht, führen? Zu „Zeiten der Erquickung von der Person Jehova“.
15 Bestimmt würde es für sie ein erquickendes Gefühl sein zu wissen, daß ihre Sünden ausgelöscht wären, daß sie vor Gott nicht mehr als verurteilte Sünder daständen und daß sie kein schuldbeladenes Gewissen mehr haben würden, besonders, nachdem sie vorher Jehovas Messias oder Christus bekämpft hatten. Ihre Sünden wurden nicht durch das Wasser, in dem sie getauft wurden, ausgelöscht, sondern durch das Blut Jesu Christi, das als vollkommenes menschliches Opfer für die Sünden der ganzen Menschheit vergossen worden war. Das bestätigte auch Johannes, der Sohn des Zebedäus und Gefährte des Petrus, der später über unseren Wandel mit Gott schrieb: „Wenn wir ... im Lichte wandeln, wie er selbst im Lichte ist, so haben wir miteinander teil, und das Blut Jesu, seines Sohnes, reinigt uns von aller Sünde.“ (1. Joh. 1:7) Gott betrachtet uns also nicht mehr als Sünder, und das friedliche Verhältnis, in das wir durch diese seine Barmherzigkeit zu ihm gelangt sind, bringt uns tatsächlich große Erquickung.
16. Was meinte Petrus, als er von „Zeiten der Erquickung“ sprach, die „von der Person Jehova“ kämen, und was beweist in dieser Hinsicht die Geschichte der Juden seit dem Jahre 70 u. Z.?
16 Wenn von diesen „Zeiten der Erquickung“ gesagt wird, sie kämen „von der Person Jehova“, so bedeutet dies, daß er uns sein Angesicht wohlwollend zuwendet. Er erweist uns seine Gunst. Wir genießen während des „Jahres des Wohlwollens seitens Jehovas“ sein Wohlwollen. Wir sind seine „Menschen guten Willens“ geworden. (Jes. 61:1, 2, NW; Luk. 2:14) In den Tagen des christlichen Apostels Petrus war es für die Juden dringend notwendig, Jehovas Wohlwollen zu erlangen, da sein Messias in Jerusalem ermordet worden war und die Zerstörung dieser Stadt und die Auflösung der jüdischen Nation im Lande Juda unmittelbar bevorstand. Die traurige Geschichte des jüdischen Volkes beweist, daß die zerstreuten Juden nach der Zerstörung Jerusalems durch die Römer im Jahre 70 u. Z. keine „Zeiten der Erquickung von der Person Jehova [buchstäblich: vom Angesicht Jehovas]“ erlebten.
17. Was muß in dieser Hinsicht auch von der Christenheit gesagt werden, und was bedeutet die Zerstörung Jerusalems im Jahre 70 u. Z. für sie?
17 Wenn wir die Geschichte der Christenheit seit ihrer Entstehung im vierten Jahrhundert näher betrachten, sind wir gezwungen zuzugeben, daß auch die Christenheit in den mehr als sechzehnhundert Jahren ihres Bestehens bis heute keine „Zeiten der Erquickung von der Person Jehova“ erlebt hat. Während dieser ganzen Zeit hat sie durch innere religiöse Kämpfe und Kriege, durch Sektenbildung und Unstimmigkeiten sowie durch eine ständig wachsende religiöse Verwirrung gelitten. Die Zerstörung Jerusalems im Jahre 70 u. Z. war ein Vorbild der kurz bevorstehenden Vernichtung der Christenheit durch ihre weltlichen Feinde. Jehova hat sein wohlwollendes Angesicht von der Christenheit abgewandt, und er wird sie vor der herannahenden Vernichtung ebensowenig beschützen, wie er Jerusalem im Jahre 70 u. Z. beschützte.
18. Welchen Rat sollten deshalb alle Menschen jetzt unbedingt befolgen, wer hat dies bereits getan, und wozu hat dies geführt?
18 Darum sollten die Menschen, Juden und Nichtjuden, jetzt unbedingt den Rat des Apostels Petrus befolgen: „Bereut daher und kehrt um, damit eure Sünden ausgelöscht [oder vergeben] werden.“ Jehovas christliche Zeugen haben dies getan, und die Tatsachen beweisen, daß sie in geistigem Sinne wirklich „Zeiten der Erquickung von der Person Jehova“ erleben. Sie haben sich Jehova durch Jesus, seinen Messias, voll und ganz hingegeben und sind dadurch seine „Menschen guten Willens“ geworden. Als Lohn dafür erleben sie nun das, was die Engel bei der Geburt Jesu in Bethlehem zu den Hirten sagten: „Friede auf der Erde unter Menschen guten Willens.“ Sie möchten weder mit der unfriedlichen Christenheit noch mit dem übrigen Teil des Weltreiches der falschen Religion in nächster Zukunft vernichtet werden. Sie fühlen sich „erquickt“, weil sie jeder Gemeinschaftsverantwortung für die Sünden der Christenheit und des religiösen Weltreiches Groß-Babylon enthoben sind. — Offb. 18:2-5.
WARUM DER MESSIAS EIN ZWEITES MAL GESANDT WIRD
19. Welcher Unterschied besteht zwischen den Erwartungen der Christenheit und den Erwartungen der natürlichen Juden, was das Kommen des Messias betrifft, und was müßte die Christenheit tun, damit für sie „Zeiten der Erquickung“ kämen?
19 Die Christenheit wartet angeblich auf die Wiederkunft Jesu Christi, und sie erwartet, daß damit in Verbindung für sie „Zeiten der Erquickung“ kommen. Damit dies aber der Fall sein könnte, müßte sie das tun, wozu Petrus die schuldbewußten Juden aufforderte, zu denen er sagte: „Bereut daher und kehrt um [oder bekehrt euch], damit eure Sünden ausgelöscht werden.“ Einer solchen Reue und Bekehrung folgen Zeiten der Erquickung. Das bestätigte auch Petrus, indem er mit den Worten fortfuhr: „... so daß Zeiten der Erquickung von der Person Jehova kommen mögen und er den für euch bestimmten Christus sende, Jesus, den allerdings der Himmel bei sich behalten muß bis zu den Zeiten der Wiederherstellung aller Dinge, von denen Gott durch den Mund seiner heiligen Propheten der alten Zeit geredet hat.“ (Apg. 3:19-21) Die natürlichen, beschnittenen Juden, die nicht glauben, daß der Messias vor neunzehnhundert Jahren kam, sehen seinem ersten Kommen entgegen. Petrus und Johannes sowie die anderen christianisierten Juden erwarteten dagegen die Wiederkunft des Messias, die einem anderen Zweck dienen sollte als sein erstes Kommen. Petrus und Johannes hatten ihn in den Himmel auffahren sehen.
20. Warum mußte der Messias wiederkommen, und warum sandte Gott ihn das erstemal?
20 Petrus und Johannes erinnerten sich, daß Jesus zu den Juden gesagt hatte: „Was nun, wenn ihr den Sohn des Menschen dahin auffahren seht, wo er zuvor war?“ Am Tage seiner Auferstehung erschien er Maria aus der Stadt Magdala und sagte zu ihr: „Ich bin noch nicht zum Vater aufgefahren. Geh jedoch zu meinen Brüdern hin und sage ihnen: ,Ich fahre auf zu meinem Vater und eurem Vater und zu meinem Gott und eurem Gott.‘“ (Joh. 6:62; 20:17) Er fuhr am vierzigsten Tag nach seiner Auferstehung von den Toten in den Himmel auf. Um aber alle Prophezeiungen über den Messias zu erfüllen, mußte er wiederkommen. Darum sagte der Apostel Petrus, nachdem er von den „Zeiten der Erquickung von der Person Jehova“ gesprochen hatte, weiter: „... und er den für euch bestimmten Christus sende.“ Das erstemal sandte Jehova seinen Sohn auf die Erde, damit er als Loskaufsopfer für die ganze Menschheit sterbe. Darum sagte Petrus zu der Menge, die ihn umringte: „Auf diese Weise hat Gott das erfüllt, was er durch den Mund aller Propheten zuvor angekündigt hatte, daß sein Christus leiden würde.“ — Apg. 3:18.
21. Welche weiteren Dinge haben Jehovas Propheten über den Messias vorhergesagt, wie das aus dem Brief des Petrus hervorgeht, und warum sendet Jehova ihn ein zweites Mal?
21 Zu den Dingen, die durch den Mund der Propheten Jehovas ebenfalls zuvor angekündigt worden waren, gehörte auch die künftige Herrlichkeit des Messias in seinem Königreich. Der Apostel Petrus schrieb in seinem ersten Brief an gewisse gläubige Christen über jene Propheten: „Sie untersuchten beständig, welchen besonderen Zeitabschnitt oder welche Art eines Zeitabschnitts der Geist in ihnen in bezug auf Christus anzeigte, als er im voraus über die für Christus bestimmten Leiden und über die auf sie folgenden Herrlichkeiten Zeugnis gab.“ (1. Petr. 1:10, 11) Petrus erinnerte sich, daß Jesus Christus in seiner Prophezeiung über die Zerstörung Jerusalems gesagt hatte: „Wenn der Sohn des Menschen in seiner Herrlichkeit gekommen sein wird und alle Engel mit ihm, dann wird er sich auf seinen Thron der Herrlichkeit setzen.“ (Matth. 25:31) Seine Leiden im Fleische auf Erden, die durch die Propheten vorhergesagt worden waren, sollten dann für immer vorüber sein. Wenn er von Jehova zum zweitenmal zur Erde gesandt würde, sollte er in himmlischer Herrlichkeit regieren und dadurch alle anderen Prophezeiungen über das Königreich des Messias erfüllen.
22. Was wird in Psalm 110:1, 2 und Hebräer 10:12, 13 über die Zeit der Erfüllung dieser Königreichsprophezeiungen angedeutet?
22 Wann sollte dies sein? König David von Jerusalem, ein Vorfahr Jesu Christi, sagte über dessen Rückkehr in den Himmel prophetisch: „Der Ausspruch Jehovas an meinen Herrn ist: ,Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde als Schemel für deine Füße hinlege.‘ Den Stab deiner Macht wird Jehova aus Zion senden, indem er spricht: ,Schreite zur Unterwerfung inmitten deiner Feinde.‘“ (Ps. 110:1, 2, NW) Als Erklärung zu diesem prophetischen Psalm lesen wir in Hebräer 10:12, 13 über Jesus Christus und sein vollkommenes menschliches Opfer: „Dieser aber hat für immer ein einziges Schlachtopfer für Sünden dargebracht und sich zur Rechten Gottes gesetzt, fortan wartend, bis seine Feinde als ein Schemel für seine Füße hingelegt würden.“ Nach dieser Prophezeiung wird der verherrlichte Jesus Christus, der sich im Himmel zur Rechten Gottes befindet, alle, die nicht wollen, daß er als Jehovas Messias über die ganze Menschheit herrscht, besiegen.
23. Was sollte sich darum nun jeder von uns fragen, und warum?
23 Darum sollte sich nun jeder von uns fragen: „Bin ich gegen Jehovas messianisches Königreich unter Jesus Christus eingestellt?“ Von der Christenheit kann dies gesagt werden! Von Babylon der Großen, dem Weltreich der falschen Religion, kann dies gesagt werden, ebenso von den politischen Nationen, die die internationale Organisation zur Aufrechterhaltung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit, die Vereinten Nationen, bilden! Alle diese Feinde müssen unterworfen, zerschmettert werden. Nach den biblischen Prophezeiungen und den Weltverhältnissen zu schließen, steht dies kurz bevor!
24. Bis zu welchen „Zeiten“ sollte der Himmel Jesus, den Messias, bei sich behalten, und um welche Frage geht es hier hauptsächlich?
24 Warum sind wir davon überzeugt, daß diese Weltkatastrophe kurz bevorsteht? Weil der Apostel Petrus vorhersagte, daß „der Himmel“ diesen Jesus Christus nach seiner Rückkehr dorthin „bei sich behalten“ müsse „bis zu den Zeiten der Wiederherstellung aller Dingea, von denen Gott durch den Mund seiner heiligen Propheten der alten Zeit geredet hat“. (Apg. 3:21) Es geht hier hauptsächlich um die Frage: Was ist unter diesen Dingen zu verstehen, die als „alle Dinge“ bezeichnet werden und bis zu deren Wiederherstellung der Himmel den aufgefahrenen Messias, Jesus, bei sich behalten muß, der zur Rechten Jehovas sitzt, wo er wartet, bis seine Feinde als ein Schemel für seine Füße hingelegt werden?
25. Was ist, kurz gesagt, mit diesen „Dingen“, die als „alle Dinge“ bezeichnet werden, gemeint, und zu welchen Fragen gibt diese kurze Antwort Anlaß?
25 Diese „Dinge“ sind das messianische Königreich und seine Interessen auf der Erde. Ist das eine überraschende Antwort auf diese Frage? Ist jemand unter uns vielleicht geneigt zu sagen: „Wie ist das möglich, wenn die Aufrichtung dieses messianischen Königreiches Jehovas in den Tagen des Apostels Petrus doch noch bevorstand? Wie konnte es wiederhergestellt werden, ohne aufgerichtet und gestürzt worden zu sein?“
26. Über welche Wiederherstellung befragten Petrus und seine Mitapostel Jesus vor seiner Himmelfahrt, und wie lautete seine Antwort?
26 Der Apostel Petrus wußte jedoch, wovon er sprach. Er wußte, wie dieses Königreich wiederhergestellt werden konnte. Er gehörte zu den Aposteln, die den auferstandenen Messias, Jesus, unmittelbar vor seiner Himmelfahrt fragten: „Herr, stellst du in dieser Zeit für Israel das Königreich wieder her?“ Der auferstandene Messias, Jesus, beantwortete diese Frage mit den Worten: „Es ist nicht eure Sache, über die Zeiten oder Zeitabschnitte Kenntnis zu erlangen, die der Vater in seine eigene Rechtsgewalt gesetzt hat; ihr werdet jedoch Kraft empfangen, wenn der heilige Geist auf euch gekommen sein wird, und ihr werdet Zeugen von mir sein, sowohl in Jerusalem als auch in ganz Judäa und Samaria und bis zum entferntesten Teil der Erde.“ Nachdem er dies zu seinen Jüngern auf dem Ölberg gesagt und sie gesegnet hatte, wurde er von ihnen hinweg in den Himmel hinaufgenommen. — Apg. 1:6-11; Luk. 24:5-53.
-
-
Wie die „Wiederherstellung aller Dinge“ vor sich gehtDer Wachtturm 1971 | 15. April
-
-
Wie die „Wiederherstellung aller Dinge“ vor sich geht
1. Welche an Jesus gerichtete Frage seiner Apostel war angesichts der politischen Verhältnisse, unter denen die Juden damals lebten, berechtigt, und was läßt die Stellung, die der Staat Israel heute einnimmt, mit Bezug auf Jesu Handlungsweise erkennen?
WER in Geschichte bewandert ist, weiß, daß es zur Zeit der Himmelfahrt Jesu kein Königreich Israel gab. Unter den Makkabäern hatten die Juden zwar einige Jahre einen König, aber dieses Königreich war eine Herrschaft jüdischer Priester aus dem Stamme Levi und wurde im Jahre 63 v. u. Z. durch das Römische Reich gestürzt. Das spätere Königreich unter Herodes dem Großen war kein jüdisches, sondern ein edomitisches Königreich, das den Juden vom römischen Senat aufgezwungen worden war. Als Jesus in den Himmel auffuhr, stand Jerusalem unter der Verwaltung des römischen Statthalters Pontius Pilatus, der ihn zur Tötung ausgeliefert hatte, und über die Provinz Galiläa herrschte Herodes Antipas, der Sohn Herodes’ des Großen. (Luk. 3:1, 2; 23:6-15) Die Jünger konnten Jesus Christus vor seiner Himmelfahrt daher mit Recht fragen: „Herr, stellst du in dieser Zeit für Israel das Königreich wieder her?“ (Apg. 1:6) Er tat es damals nicht, und Israel ist bis heute noch kein Königreich. Der Staat Israel im Nahen Osten ist eine Republik und ein Mitglied der Vereinten Nationen, der Organisation zur Aufrechterhaltung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit.
2. Wie sind die Vereinten Nationen zu Jehovas messianischem Königreich eingestellt? Wer wünscht dagegen dessen Wiederherstellung herbei?
2 Die Vereinten Nationen möchten nicht, daß das messianische Königreich durch die Republik Israel kommt. Ja sie wünschen Jehovas messianisches Königreich überhaupt nicht; sie beten deshalb auch nicht darum. Nicht die Christenheit, sondern Jehovas christliche Zeugen wünschen das messianische Königreich herbei und sind ihm treu ergeben.
3. Wie zeigten die Apostel durch ihre Frage, daß die Aufrichtung des messianischen Königreiches eine Wiederherstellung sein würde, und wie stellten sie sich diese Wiederherstellung vor?
3 Die Aufrichtung dieses messianischen Königreiches im Himmel, nicht auf Erden, bedeutet nach der Heiligen Schrift eine „Wiederherstellung“. Wieso? Denken wir daran, daß die Apostel Jesu Christi wußten, daß Jesus der von Jehova für sein Volk bestimmte Messias oder Christus war, und daß sie ihn als solchen anerkannten. Der Apostel Nathanael sagte einmal zu Jesus: „Rabbi, du bist der Sohn Gottes, du bist der König Israels.“ Später sagte der Apostel Petrus einmal zu ihm: „Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes.“ (Joh. 1:49; Matth. 16:16) Der Titel Christus ist die griechische Wiedergabe des hebräischen Wortes Messias. Als die Apostel den auferstandenen Jesus daher fragten: „Herr, stellst du in dieser Zeit für Israel das Königreich wieder her?“, wollten sie wissen, ob der wahre Messias das Königreich wiederherstellen werde. Da er wirklich der Messias oder Christus war, hofften sie, daß er das Königreich „wiederherstelle“. Wie? Indem er zur damaligen Zeit König über Israel geworden wäre.
4. Was für ein Königreich muß demnach das jüdische Königreich bis zum Jahre 607 v. u. Z. gewesen sein, und warum wurde der vom Himmel kommende Sohn Gottes in der Linie Davids geboren?
4 Aha, jetzt kommen wir der Sache näher. Das alte Königreich Israel, das im Jahre 607 v. u. Z. durch das babylonische Reich gestürzt wurde, war ein messianisches Königreich gewesen. Die Regierung dieses Königreiches lag in den Händen der königlichen Familie Davids von Bethlehem. Als Gott seinen einziggezeugten Sohn vom Himmel sandte, wurde dieser in der Familie des Königs David geboren, und man gab ihm den Namen Jesus, was „Jehova ist Rettung“ bedeutet. Dadurch wurde Jesus ein Erbe des Thrones des Königs David. (Matth. 1:1 bis 2:6; Luk. 3:23-31) Sogar nach den Worten eines Engels vom Himmel war Jesus der Christus oder der Messias. In der Nacht, in der Jesus in Bethlehem geboren wurde, sagte nämlich ein von Jehova gesandter Engel zu gottesfürchtigen Hirten: „Fürchtet euch nicht, denn seht, ich verkünde euch eine gute Botschaft großer Freude, die dem ganzen Volk zuteil werden wird, denn euch ist heute in Davids Stadt ein Retter geboren worden, welcher Christus, der Herr, ist.“ — Luk. 2:8-11.
5. In was für einer Linie wurde Jesus geboren, und was beweist, daß die Könige Israels als Messiasse bezeichnet wurden?
5 Dieser Jesus, der der „Herr“ des Königs David sein sollte, wurde in einer messianischen Linie geboren. Wieso? Weil das Eigenschaftswort messianisch „auf den Messias bezüglich“ bedeutet. Wurden denn die Könige aus der Linie Davids im alten Israel „Messiasse“ genannt? Oder wurden sie von griechisch sprechenden Juden „Christusse“ genannt? Jawohl, denn der Titel Messias bedeutet Gesalbter, und Christus bedeutet ebenfalls Gesalbter. Dieser Titel war für die Könige der königlichen Linie Davids zutreffend, denn sie wurden von Jehovas Hohempriester in Israel jeweils mit heiligem Salböl zum König über Jehovas auserwähltes Volk gesalbt. (1. Kö. 1:34-39) David sprach von König Saul, dem ersten König der zwölf Stämme Israels, wiederholt als von dem „Gesalbten [oder Messias] Jehovas“. Auch von König David selbst wurde immer wieder als von Jehovas Gesalbtem oder Messias gesprochen. (1. Sam. 24:6, 10; 26:9-23; 2. Sam. 1:14-16; 19:21; 22:51; 23:1) Sogar Zedekia, der letzte König aus der Linie Davids, der auf dem Thron in Jerusalem saß, wurde „der Gesalbte [oder Messias] Jehovas“ genannt. — Klag. 4:20.
6. Was geschah im Jahre 607 v. u. Z., weshalb Gottes Verheißung an König David eine Wiederherstellung des messianischen Königreiches notwendig machte?
6 Nach dem Sturz des Königs Zedekia bei der Zerstörung Jerusalems im Jahre 607 v. u. Z. saß kein messianischer König mehr auf dem Thron Israels. Jehova hatte aber schon 463 Jahre vorher mit König David einen feierlichen Bund geschlossen und zu ihm gesagt: „Dein Haus und dein Königtum sollen vor dir beständig sein auf ewig, dein Thron soll fest sein auf ewig.“ (2. Sam. 7:16) Das bedeutete also, daß das messianische Königreich in der königlichen Linie Davids wiederhergestellt werden mußte.
7. Warum wird das messianische Königreich durch Jesus Christus wiederhergestellt werden?
7 Diese Wiederherstellung des messianischen Königreiches wird durch Jesus Christus erfolgen, denn er wurde in der Linie König Davids geboren. Vor seiner menschlichen Geburt hatte ein Engel über ihn gesagt: „Jehova Gott wird ihm den Thron Davids, seines Vaters, geben, und er wird für immer als König über das Haus Jakobs herrschen, und sein Königreich wird kein Ende haben.“ Und bei seiner Geburt in Bethlehem kündigte ein Engel an, daß er „Christus [oder Messias], der Herr“, sein werde. (Luk. 1:32, 33; 2:11) Demnach stand fest, daß die Wiederherstellung des messianischen Königreiches unter Jesus vor sich gehen sollte.
8. Warum war Jesus der Messias, obwohl er nicht vom Hohenpriester in Jerusalem gesalbt worden war, und warum kann er jetzt für immer regieren?
8 Jesus wurde allerdings nicht zum König über Jakob oder Israel gesalbt, indem ihm der Hohepriester in Jerusalem heiliges Salböl über das Haupt goß. Im Gegenteil, der Hohepriester von Jerusalem forderte im Jahre 33 u. Z. die Hinrichtung Jesu durch die Römer. Das bewies aber nicht, daß Jesus nicht der Gesalbte oder der Messias war. (Luk. 24:20; Joh. 19:6, 15, 21) Jesus war von einem Höheren als dem Hohenpriester Israels gesalbt worden. Er war in einem ganz besonderen Sinne der „Gesalbte Jehovas“, denn er war von Jehova selbst gesalbt worden, und zwar nicht mit heiligem Salböl, sondern mit Jehovas Geist. Diese Salbung wurde vollzogen, nachdem Jesus von Johannes dem Täufer im Wasser getauft worden war. (Matth. 3:13-17; Apg. 10:38) Sein Tod an einem Hinrichtungspfahl außerhalb Jerusalems konnte nicht verhindern, daß er für immer der messianische Erbe des Königs David wurde, denn am dritten Tage nach seinem Tod wurde er von Gott, dem Allmächtigen, auferweckt und mit Unsterblichkeit, mit unverweslichem Leben im Geiste, belohnt. (Röm. 1:3, 4; 1. Kor. 15:3-8; 1. Petr. 3:18-22) Seinem endlosen Leben im Himmel zufolge kann er also für immer als messianischer König regieren.
VON MOSES UND VON SPÄTEREN PROPHETEN VORHERGESAGT
9, 10. (a) Wie deutete Petrus an, wer der Prophet gleich Moses, aber größer als Moses ist? (b) Wieso ist dieser größer als Moses, und warum möchten wir ihm nicht widerstehen?
9 Um zu zeigen, wie groß dieser Jesus ist, sagte der Apostel Petrus zu den Juden, die ihn im Tempel umringten, weiter: „Tatsächlich, Moses hat gesagt: ,Einen Propheten gleich mir wird euch Jehova Gott aus der Mitte eurer Brüder erwecken. Auf ihn sollt ihr gemäß all den Dingen hören, die er zu euch redet. In der Tat, jede Seele, die auf diesen Propheten nicht hört, wird aus der Mitte des Volkes ausgerottet werden.‘“ (Apg. 3:22, 23) Die Worte des Propheten Moses, die Petrus damals anführte, sind in 5. Mose 18:15-19 zu finden.
10 Jesus Christus ist dieser verheißene Prophet, der gleich Moses, aber größer als Moses sein sollte. Er wirkte mehr und größere Wunder als Moses und ist der Mittler des neuen Bundes zwischen Jehova und der Christenversammlung geworden, eines Bundes, der weit besser ist als der Gesetzesbund, dessen Mittler Moses am Berg Sinai in Arabien war. (Apg. 2:22; Jer. 31:31-34; Hebr. 8:6; 9:15; 12:24; 13:20) Wir möchten deshalb bestimmt nicht zu denen gehören, die sich der Wiederherstellung des messianischen Königreiches durch Jesus Christus, den Propheten und König, der größer ist als Moses, widersetzen. Zu diesen zu gehören würde für uns vollständige Vernichtung bedeuten.
11. Wer, außer Moses, hatte gemäß den Worten des Apostels Petrus jene Tage und die den Israeliten in Aussicht stehenden Segnungen noch verkündet?
11 Moses war jedoch nicht der einzige, der unter göttlicher Inspiration prophetisch von diesem Jesus, dem Messias, gesprochen hatte. Viele weitere hatten dies ebenfalls getan. Deshalb sagte der Apostel Petrus zu den Juden, die ihn im Tempel umringten, weiter: „Und alle Propheten, ja von Samuel an und die nachfolgenden, so viele geredet haben, haben auch diese Tage deutlich verkündet. Ihr seid die Söhne der Propheten und des Bundes, den Gott mit euren Vorvätern geschlossen hat, indem er zu Abraham sagte: ,Und in deinem Samen werden alle Familien der Erde gesegnet werden. Euch zuerst sandte Gott seinen Knecht, nachdem er ihn erweckt hatte, um euch zu segnen, indem er einen jeden von euch von euren bösen Taten abbringe.“ — Apg. 3:24-26
12. (a) Wieso konnte dies von den Propheten gesagt werden? (b) Wie sorgte Jehova dafür, daß Israel durch den Messias zuerst gesegnet wurde?
12 Der Prophet Moses machte Aufzeichnungen über den Bund, den Jehova mit dem Patriarchen Abraham geschlossen hatte, um durch dessen Samen oder Nachkommen alle Familien und Nationen der Erde zu segnen. (1. Mose 12:3; 22:18) Der Prophet Samuel salbte David von Bethlehem zum König über ganz Israel und beging dadurch eine prophetische Handlung, die auf Jesus Christus hinwies. (1. Sam. 16:11-13) Ihm folgte eine Reihe hebräischer Propheten, die alle etwas über Jehovas messianisches Königreich zu sagen hatten. Diese Prophezeiungen helfen uns erkennen, von welch großer Bedeutung das messianische Königreich des Sohnes Gottes für die ganze Menschheit ist. Jesus Christus war in erster Linie dieser verheißene Same Abrahams, durch den alle Familien und Nationen gesegnet werden sollten. (Gal. 3:3-16) Ihn erweckte und beauftragte Gott als „seinen Knecht“, der die Menschen segnen sollte. Da die natürlichen, beschnittenen Juden zuerst gesegnet werden sollten, sandte er diesen gesalbten Knecht zu ihnen, indem er dafür sorgte, daß sein Sohn Jesus als Jude in der Geschlechtslinie des Königs David geboren wurde. Damit jene Juden gesegnet würden, mußten sie sich von bösen Werken abwenden.
13. Erweckte Petrus bei jenen Juden, als er sie aufforderte zu bereuen, eine irdische oder eine himmlische Hoffnung? Begründe deine Antwort.
13 Als Petrus jene Juden aufforderte, ‘zu bereuen und umzukehren’ oder sich zu bekehren, erweckte er in ihnen nicht eine irdische Hoffnung, die Hoffnung nämlich, einst ein irdisches Paradies unter dem messianischen Königreich der Himmel zu ererben. Er wies sie nicht auf die ferne Zukunft hin und stellte ihnen nicht die Rückkehr zu vollkommenem menschlichem Leben und zu vollkommener Gesundheit in einem auf der Erde wiederhergestellten Garten Eden in Aussicht. Nein, Petrus wies sie auf die Gelegenheit hin, mit diesem Jesus Christus, dem Hauptsamen Abrahams, vereinigt zu werden und mit ihm am Segnen aller Familien und Nationen der Erde teilzuhaben. In diesem Falle wären sie auch mit ihm in seiner messianischen Regierung vereinigt worden und hätten mit ihm gemeinsam vom Himmel aus zum Segen der ganzen Menschheit regieren können. Sie wären dann auch mit Jehovas Geist gesalbt worden, um seine geistigen Söhne zu werden. Daß sie natürliche, beschnittene Israeliten waren, zählte bei Gott nicht mehr. Sie mußten geistige Israeliten werden, Israeliten, die am Herzen beschnitten waren und zum geistigen „Israel Gottes“ gehörten. — Gal. 6:15, 16.
14. (a) Wem wurde die Gelegenheit, am Königreich teilzuhaben, geboten, als der größte Teil der Juden diese Gelegenheit nicht wahrnahm? (b) Warum freut sich ein Überrest dieser Königreichserben heute ganz besonders?
14 Als der größte Teil der Juden diese wunderbare Gelegenheit, mit Jesus Christus in seiner himmlischen messianischen Regierung vereinigt zu werden, nicht wahrnahm, wurde sie allen nichtjüdischen Nationen geboten. Gottes vorherbestimmte Zahl hat diese Gelegenheit wahrgenommen. (Apg. 10:1 bis 11:18; 15:7-14; 13:46-48) Einige — ein Überrest — dieser geistgezeugten Erben des messianischen Königreiches befinden sich heute noch auf Erden, und sie blicken freudig der Zeit entgegen, in der sie mit Jesus, dem Messias, in seinem himmlischen Königreich vereint sein werden. (Röm. 8:14-17; 2. Tim. 2:10-12; Offb. 20:4-6) Sie freuen sich heute ganz besonders, weil sie wissen, daß für sie die „Zeiten der Wiederherstellung aller Dinge, von denen Gott durch den Mund seiner heiligen Propheten der alten Zeit geredet hat“, angebrochen sind. (Apg. 3:21) Die Wiederherstellung des messianischen Königreiches ist im Gange! Seit wann?
15. Seit wann ist die Wiederherstellung des messianischen Königreiches im Gange, und wegen welcher Handlungsweise werden die Nationen vernichtet werden?
15 Seit dem Jahre 1914 u. Z., dem Ende der „Zeiten der Heiden“ oder der „bestimmten Zeiten der Nationen“. (Luk. 21:20-24) Jesus Christus stellte im Jahre 33 u. Z., als er in den Himmel auffuhr, das Königreich nicht wieder her. Er wußte, daß er warten mußte, und er wartete, bis die Zeiten der Nationen in jenem Jahr, in dem der Erste Weltkrieg über die Menschheit hereinbrach, abliefen. Damals konnte er mit Recht eine bestimmte Bitte an Jehova richten, und Jehova hatte vorhergesagt, daß er die Bitte seines Messias oder Christus erfüllen werde. Er hatte verheißen, daß er ihm die politischen Nationen zum Erbteil und die „Enden der Erde“ zum Besitztum geben werde. Heutzutage sind diese Nationen an einer Weltherrschaft durch Politiker, durch Männer, die nicht mit Jehovas Geist gesalbt sind, interessiert. Obwohl sie der Organisation der Vereinten Nationen angehören, huldigen sie dem Nationalismus und halten an ihrer nationalen Unabhängigkeit fest. Sie trachten trotz ihrer aussichtslosen Lage nicht nach Jehovas wiederhergestelltem messianischen Königreich und beten nicht um dessen Kommen. Wenn sie diese Handlungsweise fortsetzen, werden sie für immer vernichtet werden. — Ps. 2:1-9.
WIEDERHERSTELLUNG DER UNIVERSELLEN SOUVERÄNITÄT
16. Was sollten wir mit der gebührenden Achtung vor Gott wiederhergestellt zu sehen wünschen?
16 Wie steht es aber mit uns? Glauben wir an die Bibel, an ihre Prophezeiungen und ihren Zeitplan für die Angelegenheiten der Menschheit? Freuen wir uns über diese „Zeiten der Wiederherstellung aller Dinge“, von denen der Gott der Bibel gesprochen hat? Wenn wir wirklich Glauben haben und uns deshalb wirklich freuen, dann sollten wir vor allem in selbstloser Weise und mit der gebührenden Achtung vor Jehova Gott wünschen, daß seine universelle Souveränität wiederhergestellt wird, so daß sie sich auch über unsere Erde erstreckt. Das würde bedeuten, daß Jehova den untrüglichen Beweis erbringt, daß die Erde immer noch ihm, dem Schöpfer, gehört und daß er sie genauso beherrscht wie den übrigen Teil seiner unbegrenzten Schöpfung, die den Himmel und die Erde einschließt.
17. Welche Änderungen der Dinge wird diese Wiederherstellung mit sich bringen, und was für eine Zeit wird dann für uns anbrechen?
17 Das würde eine allumfassende Änderung der Dinge bedeuten. Es würde die Wiederherstellung des Friedens im ganzen Universum, im Himmel und auf Erden, bedeuten. Welch wunderbare Zeit der „Erquickung“ wird für uns anbrechen, wenn die größten Friedensstörer, Satan, der Teufel, und seine Dämonen, durch Jehovas messianisches Königreich gebunden und in einen Abgrund geschleudert werden, damit sie die Bewohner der Erde nicht mehr irreführen und bedrücken können! (Offb. 20:1-6) Dadurch, daß Gottes Königreich Satans Organisation vollständig vernichtet, bestätigt es Gottes Souveränität über das ganze Universum.
18. Was gehört alles zu den Dingen, die als „alle Dinge“ bezeichnet werden und die wiederhergestellt werden müssen?
18 Gottes messianisches Königreich hat rechtmäßige Interessen auf Erden. Diese Interessen gehören zu den Dingen, die als „alle Dinge“ bezeichnet werden und von denen Gott durch den Mund seiner Propheten der alten Zeit gesprochen hat und die hier wiederhergestellt werden müssen. Auch Untertanen müssen dasein. Alle auf Erden lebenden Menschen müssen Untertanen dieses Königreiches werden, um unter die universelle Souveränität Jehovas zu gelangen.
19, 20. (a) Wer ordnet sich diesem messianischen Königreich bereits unter, und was werden diese Menschen nach dem Ende dieses Systems erleben? (b) Wie wird in Jesaja 11:1-5 ihr König beschrieben?
19 Schon heute, also schon vor der Vernichtung der sichtbaren und unsichtbaren Organisation Satans, gibt es eine große Menge schafähnlicher Menschen, die dieses messianische Königreich, das am Ende der Zeiten der Nationen im Jahre 1914 u. Z. im Himmel aufgerichtet wurde, anerkennen und sich ihm unterordnen. Nach dem unheilvollen Ende des gegenwärtigen bösen Systems der Dinge werden sie nicht mehr bekämpft und verfolgt werden, weil sie sich der messianischen Regierung unterordnen, die dann vollends die Macht ausüben und unbestritten herrschen wird. (Offb. 7:9-17) Vereint werden sie dann den göttlichen Souverän des Universums, Jehova, anbeten. Als seine „Menschen guten Willens“ werden sie von seinem messianischen Königreich in jeder Hinsicht unterstützt und gesegnet werden, aber auch ihre Mitmenschen werden ihnen beistehen. Wie erquickend wird der Friede sein, der dann auf der ganzen Erde herrschen wird! Welch ein weiser, gerechter und barmherziger König wird Jesus, der Messias, über die Menschen sein! In Jesaja 11:1-5, wo er als Nachkomme Isais aus Bethlehem, des Vaters König Davids, bezeichnet wird, lesen wir:
20 „Und ein Reis wird hervorgehen aus dem Stumpfe Isais, und ein Schößling aus seinen Wurzeln wird Frucht bringen. Und auf ihm wird ruhen der Geist Jehovas, der Geist der Weisheit und des Verstandes, der Geist des Rates und der Kraft, der Geist der Erkenntnis und Furcht Jehovas; und sein Wohlgefallen wird sein an der Furcht Jehovas. Und er wird nicht richten nach dem Sehen seiner Augen, und nicht Recht sprechen nach dem Hören seiner Ohren; und er wird die Geringen richten in Gerechtigkeit und den Demütigen des Landes Recht sprechen in Geradheit. Und er wird die Erde schlagen mit der Rute seines Mundes, und mit dem Hauche [Geist, NW] seiner Lippen den Gesetzlosen töten. Und Gerechtigkeit wird der Gurt seiner Lenden sein, und die Treue der Gurt seiner Hüften.“
21, 22. (a) Wie wird der König mit der „Rute seines Mundes“ schlagen und mit dem „Geist seiner Lippen“ töten? (b) Der heute unter welchen Menschen herrschende Friede wird im neuen System weiterbestehen, und wie wird in Jesaja 11:6-9 die Schönheit dieses Friedens beschrieben?
21 Mit der „Rute seines Mundes“ oder durch die autoritativen Befehle, die zum Schlagen aus seinem Munde hervorgehen, wird er die sichtbare, irdische Organisation Satans, des Teufels, des größten Feindes der Menschheit, zerschmettert haben, und mit dem „Geist seiner Lippen“ oder durch die unwiderstehliche wirksame Kraft, die von seinen Lippen ausgeht und durch die Ankündigung der göttlichen Richtersprüche zum Ausdruck kommt, wird er alle Gesetzlosen der Erde getötet haben. (Vergleiche Offenbarung 19:15, 16, 21.) Nur die echten Freunde des Friedens werden auf der Erde am Leben bleiben. Unter Gottes „Menschen guten Willens“ in der ganzen Welt herrscht schon jetzt, da die Vernichtung der bösen, nicht friedfertigen Menschen noch bevorsteht, ein erquickender Friede, und dieser Friede wird in dem gerechten System der Dinge unter dem Königreich des Messias weiterbestehen. Die folgenden Worte des Propheten Jesaja über die Schönheit dieses Friedens und dieser Harmonie, die wir in Jesaja 11:6-9 lesen und die sich jetzt schon in einem geistigen Sinne erfüllen, werden sich dann auch buchstäblich erfüllen:
22 „Und der Wolf wird bei dem Lamme weilen, und der Pardel bei dem Böcklein lagern; und das Kalb und der junge Löwe und das Mastvieh werden zusammen sein, und ein kleiner Knabe wird sie treiben. Und Kuh und Bärin werden miteinander weiden, ihre Jungen zusammen lagern; und der Löwe wird Stroh fressen wie das Rind. Und der Säugling wird spielen an dem Loche der Natter, und das entwöhnte Kind seine Hand ausstrecken nach der Höhle des Basilisken. Man wird nicht übeltun, noch verderbt handeln auf meinem ganzen heiligen Gebirge; denn die Erde wird voll sein der Erkenntnis Jehovas, gleichwie die Wasser den Meeresgrund bedecken.“
ENDLICH FRIEDE UND SICHERHEIT AUF DER GANZEN ERDE
23, 24. (a) Welche Verhältnisse, die unter der Regierung des alten Königs Salomo herrschten, werden wiederhergestellt werden? (b) Wer wird vom größeren Salomo zurückgerufen, um sich der dann auf Erden herrschenden Verhältnisse zu erfreuen?
23 Unter dem Messias, Jesus, der „mehr als Salomo ist“, wird der Friede wiederhergestellt werden, der in dem vereinten Königreich Israel unter der Regierung des weisen Königs Salomo, des Sohnes Davids, herrschte, über die wir folgendes lesen: „Juda und Israel waren zahlreich, wie der Sand, der am Meere ist, an Menge; sie aßen und tranken und waren fröhlich. Und Juda und Israel wohnten in Sicherheit, ein jeder unter seinem Weinstock und unter seinem Feigenbaum, von Dan bis Beerseba, alle Tage Salomos.“ (1. Kö. 4:20, 25; Matth. 12:42) Eine solche Wohlfahrt und ein solcher Friede werden auf der ganzen Erde herrschen, wenn die erlösten Toten auferstehen werden. Der Messias, Jesus, der unter anderem auch den Titel „Friedefürst“ trägt, wird diese Menschen aus allen Nationen und Familien nicht aus dem Grab zurückrufen, damit sie den Rassenkampf, die internationalen Kriege, die Stammesfehden und die Familienstreitigkeiten, in die sie bis zu ihrem Tod verwickelt waren, in seinem Königreich wiederaufnehmen. Er sagte über seine Regierung folgendes:
24 „Wundert euch nicht darüber, denn die Stunde kommt, in der alle, die in den Gedächtnisgrüften sind, seine Stimme hören und herauskommen werden ... zu einer Auferstehung.“ — Joh. 5:28, 29.
25. Warum werden unter dem Königreich des Messias einige zum Gericht oder zur Verurteilung auferstehen, andere dagegen zum Leben?
25 Wozu wird die Auferstehung der einzelnen, die zum Leben auf Erden auferweckt werden, führen? Das hängt ganz von ihrer Handlungsweise ab. Es wird einem jeden die Gelegenheit geboten, endloses Leben auf einer paradiesischen Erde zu erlangen, und alle, die diese Gelegenheit wahrnehmen, werden dies tun, indem sie der messianischen Regierung von Herzen gehorsam sind. Alle, die nicht gewillt sind, sich dem für die Erde wiederhergestellten messianischen Königreich zu unterordnen und ihm zu gehorchen, werden für unwürdig befunden, überhaupt zu leben; sie werden zur Vernichtung verurteilt und für immer aus dem Dasein ausgelöscht. Alle dagegen, die lernen, gehorsam zu sein, werden aus dem vollkommenen menschlichen Opfer, das Jesus Christus als Lösegeld dargebracht hat, den vollen Nutzen ziehen. Sie werden als gehorsame menschliche Kinder des messianischen Königs zur Vollkommenheit emporgehoben werden. Auf diese Weise wird er auch ihr Vater, ihr Lebengeber, denn ein weiterer seiner Titel, die ihm prophetisch verliehen wurden, lautet Ewigvater. — Jes. 9:6, Fußnote.
26. Über welche Gebiete wird sich Jehovas messianisches Königreich erstrecken, und wozu werden sie gemacht werden?
26 Das messianische Königreich der Könige des alten Israel erstreckte sich nur über das im Nahen Osten gelegene Verheißene Land, das Gott diesem Volk gegeben hatte. Das messianische Königreich Jesu Christi, des Sohnes Gottes, wird dieses Gebiet wiedererhalten. Darüber hinaus wird es sich auch über ganz Afrika, Asien, Europa, Australien, Nord-, Mittel- und Südamerika, über die Antarktis und über alle Inseln des Meeres erstrecken, ja die ganze Erde wird ihm unterworfen sein. Sie wird zu einem Paradies der Wonne, zu einem Garten Eden, gemacht werden, denn alle Interessen der universellen Souveränität Jehovas in diesen Gebieten unseres Planeten werden Gottes messianischem König, Jesus Christus, anvertraut sein. (Luk. 23:43) Diese messianische Regierung wird dafür sorgen, daß alle irdischen Interessen Jehovas, des Schöpfers, zu seiner Ehre und zum ewigen Wohl der Menschen für immer gewahrt werden.
27. In welchen „Zeiten“ leben wir nun, und worum sollten wir uns deshalb bemühen?
27 Von der Wiederherstellung all dieser Dinge hat Gott durch den Mund seiner heiligen Propheten der alten Zeit gesprochen. (Apg. 3:21) Wir leben nun in den verheißenen „Zeiten der Wiederherstellung aller Dinge“. Bemühen wir uns, daß sie uns allen zum Segen werden!
-