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„Fürsten werden nach Recht herrschen“Der Wachtturm 1952 | 1. März
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(sarím) über das Vieh des Königs. — 1. Mose 47:6, Elb u. Al.
15 Nach Josephs Tod setzte der neue Pharao Oberste der Fronen (Schmoller) oder Fronvögte (sarím) als Sklavenaufseher über die Hebräer. (2. Mose 1:11) Als die Israeliten in Palästina den Propheten Samuel baten, einen menschlichen König über sie zu setzen, warnte Samuel sie davor, dass ihr König Männer ausheben werde als Hauptleute (Al) oder Oberste (sarím) über Gruppen von tausend, hundert und fünfzig. Ihr erster König Saul machte seinen Cousin Abner zum Heerobersten (sar). Später machte er David zum Obersten (sar) über tausend Mann. — 1. Sam. 8:12; 14:50; 17:55; 18:13.
16, 17. (a) Was zeigt, ob Israel schon v o r einem König Fürsten (sarím) hatte? (b) Und nachdem sein König gestürzt war?
16 Man beachte indes folgendes: Schon ehe die Israeliten baten, dass ein menschlicher König über sie gesetzt werde, und ihn auch erhielten, hatten sie Männer, die Fürsten oder sarím genannt wurden. Draussen in der Wüste Sinai bestellte Mose auf den Rat seines Verwandten Jethro Oberste (sarím) über Gruppen von tausend, hundert und fünfzig, ja von zehn, damit sie als seine Richtergehilfen amteten. (2. Mose 18:21; 4. Mose 31:14, 48, 52, 54; 5. Mose 1:15) Mose wurde von Jehova Gott angewiesen, Heeroberste (sarím) über das Heer Israels zu setzen, um es zu führen. Und als Dathan und Abiram sich wider Mose in der Wüste auflehnten, beschuldigten sie ihn, er habe sich selbst zu einem Herrscher oder Fürsten über die Israeliten gemacht. — 5. Mose 20:9; 4. Mose 16:13, Elb u. KJ.
17 Im Lande der Verheissung, als die Richter noch ihres Amtes walteten und als noch kein menschlicher König über Israel herrschte, hatte jeder der zwölf Stämme seine Fürsten. Wir lesen von „Fürsten in Issaschar“ in den Tagen des Richters Barak und der Debora; von Obersten oder „Fürsten von [der Stadt] Sukkoth“ zur Zeit des Richters Gideon und von Obersten oder „Fürsten Gileads“ zur Zeit des Richters Jephtha. (Richt. 5:15; 8:6 und 10:18 Elb u. van Ess) Es gab auch „Fürsten Judas“ und „Fürsten Sebulons“ und „Fürsten Naphtalis“, wie David später in Psalm 68:27 sagt. Auch nachdem das Königreich Israel in zwei Phasen, durch Assyrien und Babylon, gestürzt worden war und die Israeliten aus der babylonischen Gefangenschaft nach Jerusalem zurückkehrten, um den Tempel Jehovas dort wieder aufzubauen, hatten sie Fürsten über sich, obwohl kein König aus Davids Geschlecht über sie regierte. Sowohl der Priester Esra wie der jüdische Landpfleger Nehemia erwähnen die Obersten (Fürsten, Al) und Vorsteher (alles sarím) über den wiederhergestellten Überrest der treuen Anbeter Jehovas. (Esra 9:1, 2, 14; Neh. 3:9-19; 4:16; 11:1; 12:31, 32) Doch beachte man ferner folgende Tatsache: Es gab auch Oberste (sarím) der Priester und Leviten, gleichwie es in den Tagen des Königreiches einen Anführer oder „Obersten der Leviten“ (SB) und priesterliche „Oberste [Regenten, KJ] des Heiligtums und Oberste [Regenten, KJ] des Hauses Gottes“ gegeben hatte. — Esra 8:24, 29; 10:5; 1. Chron. 15:22; 24:5.
18. War also ein König nötig, um sarím zu haben? Hatten diese alle politische Stellungen inne?
18 So sehen wir, dass unter dem theokratisch organisierten Volke Jehovas kein König regieren musste, damit es Fürsten oder sarím hatte. Auch waren diese nicht auf Regierungs-Oberste beschränkt, sondern sie wurden unter Männern ernannt, die mit militärischen Angelegenheiten, mit Rechtssachen und Dingen der Anbetung zu tun hatten. Jesaja, dessen Prophezeiung wir betrachten, benutzt das Wort sar 17 Mal und sagt uns, dass Christus Jesus der „Friedefürst“ genannt werden wird. — Jes. 9:6.
19. Was also könnte unser regierender König jetzt auf Erden haben, und wo würden sie ihr Amt ausüben und welcherlei Dienst tun?
19 Wenn wir das hebräische Wort sar in diesem Ausmasse seiner Bedeutung und dieser Verschiedenheit der Anwendung betrachten, können wir verstehen, wie der in Gerechtigkeit regierende himmlische König während dieser gefahrvollen Zeit seine sichtbaren Diener auf Erden haben kann und wie diese die Stellung einnehmen, die dem entspricht, was in Jesaja 32:1 als Stellung von Fürsten (sarím) erwähnt wird. Solch ein fürstliches Amt würden sie nicht innerhalb der politischen Systeme dieser Welt innehaben, denn, wenn sie auch in der Welt sind, sind sie doch kein Teil von der Welt. Noch würden sie irgendwelche kombinierte politisch-hierarchische Ämter innehaben, wie zum Beispiel die höhere Geistlichkeit des römisch-katholischen Religionssystems, so dass sie „Kirchenfürsten“ genannt werden. Der römisch-katholische Kult ist ein Teil von dieser Welt und begeht geistigen Ehebruch mit den politischen und kommerziellen Herrschern dieser Welt. Jene aber, die in offiziellen Stellungen auf Erden unter Jehovas König der Gerechtigkeit dienen, tun dies innerhalb der theokratischen Organisation. Sie vertreten ausschliesslich Gottes Königreich, und in diesem Dienst verwalten sie einzig und allein die Interessen seines Königreiches, was in der Tat ein fürstlicher Dienst ist!
IN DER ZEIT DER WIEDERHERSTELLUNG
20. (a) Hat der König, seitdem er zu herrschen begann, seine sarím gehabt, die auf Erden nach Recht herrschten? (b) Warum werden sie nicht „Fürsten“ genannt?
20 Sollen wir aus dem Umstand, dass Christus Jesus zur Zeit der Geburt des Königreiches im Jahre 1914 zu regieren begonnen hat, folgern, dass seine Fürsten seither in Gerechtigkeit sichtbar auf Erden geherrscht haben? Jawohl, doch vom Jahre 1919 an. Nun gut, weshalb finden wir denn nicht, dass Männer in der sichtbaren Organisation Jehovas als „Fürsten“ bezeichnet werden? Weil dieser Ausdruck in dieser Welt einen politischen Anstrich hat. Im Originalhebräischen der Bibel hat das Wort einen umfassenderen Sinn und kann auf verschiedene Dienstposten angewandt werden, in denen ein Mann Gottes als Anführer, Oberster oder Vorderster einer Abteilung des Dienstes oder einer Gruppe oder Klasse dient. In dieser Welt hat das Wort „Fürst“ einen etwas pompösen Klang, so dass es zu sehr aus seinen richtigen Proportionen heraussticht. Im hebräischen Text aber bedeutet das Wort nicht bloss Erhabenheit der Stellung einer Person, sondern auch schwere Verantwortlichkeit und harte Arbeit, um sie zu erfüllen. Beachtet nun, wie Gottes Wort vorausgesagt hat, dass treue christliche Zeugen Jehovas in solch verantwortungsvolle Stellungen hinsichtlich seines Königreiches gesetzt würden, und wie er dieses Wort erfüllt hat.
21. Wann sollte er Menschen in solche Stellungen einsetzen gemäss Gottes Prophezeiung?
21 Gott sagte voraus, dass er dies in der Zeit tun werde, da er den treuen Überrest seines Volkes zu den Vorrechten seiner theokratischen Organisation wiederherstelle. Es ist beachtenswert, dass zur Zeit, da Jehovas gesalbter König, Christus Jesus, sich das erste Mal öffentlich seinem auserwählten Volke darstellte, es für dieses eine Zeit der Wiederherstellung war. Darum ging Jesus durch das Land Palästina und predigte: „Bereuet, denn das Königreich der Himmel hat sich genähert.“ Wo keine Reue vorhanden war, gab es für die unbussfertigen Juden keine Wiederherstellung. Das war auch der Grund, warum er in der Synagoge zu Nazareth die Prophezeiung Jesajas vorlas, die voraussagte, dass Jesus gesalbt wurde, „um Freilassung zu predigen den Gefangenen und Wiederherstellung des Gesichts den Blinden, um die Zerschlagenen unter Freilassung wegzusenden“. (Matth. 4:17 und Luk. 4:18, NW) Nur ein Überrest der Juden glaubte, bereute seine Sünden wider Jehovas Bund völlig, und die Glieder desselben wurden von der babylonischen Knechtschaft befreit, die ihre abgefallenen religiösen Führer ihnen aufgezwungen hatten. Sie wurden in die christliche Freiheit hineingeführt und erhielten Dienstvorrechte in Jehovas freier theokratischer Organisation. Dasselbe ist der Fall beim zweiten Kommen Christi in seinem Königreich.
22. In welcher Weise ist das von Christus geleitete Königreich eine Wiederherstellung? Was hat seine Aufrichtung für Jehovas Volk bedeutet?
22 Das Königreich Christi Jesu ist selbst eine Wiederherstellung der Herrschaft Jehovas über die Erde durch seinen gesalbten König. Es ist auch sein Mittel zur Wiederherstellung aller Menschen, die in Gottes Gunst kommen und ewiglich unter seiner Universalherrschaft leben möchten. Daran denkend, wie Gott sein Vorbild-Königreich in Israel im Jahre 607 v. Chr. durch das babylonische Reich stürzen liess, erinnerte der Apostel Petrus daran, dass Jehova verheissen hatte, das Königreich mit einem König aus Davids Geschlecht wiederherzustellen. So sagte er denn im Tempel zu den Juden: „Bereuet daher, und kehret um, damit eure Sünden ausgetilgt werden, so dass Zeiten der Erquickung kommen von der Person Jehovas, und dass er den für euch bestimmten Christus aussende, Jesus, den zwar der Himmel aufbehalten muss bis zu den Zeiten der Wiederherstellung aller Dinge, von denen Gott durch den Mund seiner heiligen Propheten der alten Zeit redete.“ (Apg. 3:19-21, NW) Demzufolge ist es seit der Aussendung Christi Jesu mit Königreichsmacht im Jahre 1914 für das Volk Jehovas auf Erden eine Zeit der Wiederherstellung gewesen. Nicht bloss eine Wiederherstellung verlorener Wahrheiten, nein, sondern auch eine Wiederherstellung der Königreichseinrichtung unter seinem Volke, eine Wiederherstellung der theokratischen Organisation, welche die universelle Souveränität Jehovas Gottes, des Königs der Ewigkeit, anerkennt und sich ihr unterwirft.
23. Warum hat diese Wiederherstellung seit 1919 für sie stattgefunden?
23 Warum sagen wir, dass diese Wiederherstellung für sein Volk auf Erden seit 1919 stattgefunden habe, wenn doch das Königreich im Jahre 1914 geboren wurde? Weil während des Ersten Weltkrieges, der 1914 begann, Jehovas gesalbte Überrestglieder auf Erden nicht das richtige Verständnis hatten. Sie waren immer noch befleckt mit babylonischen Dingen, und die theokratische Methode war unter ihnen nicht in Wirksamkeit. So gaben sie der Furcht Raum und liessen es geschehen, dass sich die herrschenden Elemente dieser Welt ungebührend in ihren Dienst einmischten, und so gerieten sie in die Knechtschaft Babylons und wurden aus Jehovas Organisation hinaus in die Verbannung getrieben. Im Jahre 1919 jedoch führte Jehova Gott um seines eigenen Namens willen ihre Befreiung herbei. Durch seinen Geist veranlasste er, dass sie sich in der Nachkriegszeit von neuem zum Königreichsdienste organisierten. Auf diese Weise machte er sie wieder zu seiner aktiven Organisation; und durch sein Wort und seinen Geist flösste er ihnen Mut und Unerschrockenheit für das Königreich und seinen König ein.
24. Wie berührte dies ihre Augen, Ohren, Herzen und Zungen?
24 Christus Jesus anerkannte seinen Überrest als einen „treuen und verständigen Sklaven“ und setzte diesen Sklaven als Klasse über seine ganze irdische Habe. Durch die theokratische Organisation führte Jehova sie dann von einer Wahrheit zur andern, indem er ihnen die Augen ihrer Herzen und die Ohren ihres Verständnisses öffnete, damit sie diese Wahrheiten sehen und hören. Da diese Wahrheiten sie lehrten, vernünftig zu sein und gesund zu urteilen, handelten sie nicht mehr unbesonnen oder voreilig, sich dadurch in Sünde stürzend, sondern gewannen wahre Erkenntnis und redeten mit Verständnis, mit einer Bestimmtheit des Glaubens und mit dem Mut der Überzeugung, indem sie nimmermehr aus Furcht und Unsicherheit stammelten. Geradeso wie der dritte Vers der Prophezeiung Jesajas vorausgesagt hatte, dass es sein werde, wenn der König in Gerechtigkeit regiert und seine Fürsten nach Recht herrschen, so kam es: „Die Augen der Sehenden werden nicht mehr geblendet sein, und die Ohren der Hörenden werden aufmerken. Das Herz der Voreiligen wird lernen zu urteilen (Erkenntnis erlangen, Elb), und die Zunge der Stammelnden wird gewandt sein, klar zu reden.“ — Matth. 24:45-47, NW; Jes. 32:3, 4, ZB; 29:18, 19; 35:3-6.
25. Wegen welcher Personen, die zum Hindernis wurden, liess Gott sein Volk die Notwendigkeit theokratischer Organisierung sehen, und was verhiess er?
25 Weil die Glieder dieser Klasse damit beschäftigt waren, allen Nationen die gute Botschaft zu predigen, dass Gottes Königreich im Jahre 1914 aufgerichtet worden sei, wütete der grössere Assyrer, Satan, der Teufel, der nun aus dem Himmel hinausgeworfen war, stürmisch wider sie. Durch Verfolgung und Gesetze, die in böser Absicht geschmiedet wurden, sowie durch die Macht diktatorischer und totalitärer Regierungen suchte er ihre Organisation zu sprengen. Unter dem Überrest wehten immer noch ehrgeizige Personen, die eher in offiziellen Stellungen glänzen als mit den Königreichsinteressen wirken wollten, und diese bedeuteten daher für das Königreichszeugnis ein Hindernis. Somit führte Gott die Glieder seines Volkes zu der Einsicht, dass um ihrer Sicherheit, ihrer Einheit und harmonischen Tätigkeit willen die theokratische Organisation unter ihnen wiederhergestellt werden müsse. Dies bedeutete, dass sie ihre Organisation mit Gott als dem grossen Herrscher weiterführen mussten, da er an der Spitze ist und alle Geschöpfe auf Erden ihm als dem höchsten Souverän untertan sind, statt dass sie eine weltliche Demokratie oder Volksherrschaft nachahmen dürften. Jehova hatte diese Reinigung seines Überrestes gesalbter Zeugen vorausgesagt, als er zu seiner Vorbild-Organisation vor alters sprach: „Ha! ich werde mich letzen an meinen Widersachern [ich will mir Genugtuung verschaffen von meinen Feinden, SB] und Rache nehmen an meinen Feinden. Und ich werde meine Hand gegen dich wenden, und werde deine Schlacken ausschmelzen wie mit Laugensalz und hinwegschaffen all dein Blei [unedles Metall, Me]. Und ich werde deine Richter wiederherstellen wie zuerst und deine Räte [Ratgeber, Me] wie im Anfang. Danach wird man dich nennen: Stadt der Gerechtigkeit, treue Stadt.“ — Jes. 1:24-26.
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Die theokratische Organisation wiederhergestelltDer Wachtturm 1952 | 1. März
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Die theokratische Organisation wiederhergestellt
1. Wie wurden — nach der Wiederherstellung des Überrests im Jahre 1919 — Richter wiederhergestellt wie zuerst und Ratgeber wie im Anfang?
SO SOLLTE es eine Wiederherstellung der Richter geben wie zuerst, als Jehova König war in Israel, und eine Wiederherstellung der Ratgeber wie in ihrem theokratischen Anfang. Dies folgte auf die Wiederherstellung des treuen Überrests Jehovas im Jahre 1919, als dessen Glieder zurückkamen nach Zion, zur Kapitale Gottes, in der sein geliebter Sohn Jesus Christus seit 1914 regierte. Der König Jesus Christus amtete als Richter der Überrestglieder, um ihre Mängel und Flecken der Weltlichkeit zu enthüllen und sie zu reinigen und sie von dem bedrückenden Grossbabylon, der Weltorganisation Satans, zu befreien. Er amtete als ihr königlicher Ratgeber, indem er ihnen den Sinn des Wortes Gottes kundtat und so die Prophezeiung erfüllte: „Man nennt seinen Namen: Wunderbarer Rat [Ratgeber, Al].“ Unter der Leitung dieses himmlischen Auslegers prüfte der Überrest Gottes Wort sorgfältig und fand darin zu seiner Sicherheit ‚eine Menge Ratgeber‘. (Jes. 9:6, SB; Spr. 11:14; 15:22; 24:6) Jehova fegte durch den wiedergegebenen Richter Jesus Christus ihre Flecken, die sie durch Berührung mit Babylon empfangen hatten, hinweg. Gleich Gerichtsdienern sammelten des Richters Engel solche, die zum Hindernis wurden, sowie die Gesetzlosen und die Steine des Anstosses aus der Mitte des Überrests heraus. Der Richter offenbarte dem Überrest das Gericht Jehovas, des grossen Gesetzgebers, dass nämlich seine Organisation theokratisch, von Gott beherrscht ist, und dass die sichtbare Organisation seines Überrests auf Erden diesen Weg gehen muss.
2. Jehova ging nicht rückwärts, wie z. B. welcher Ernenner von Richtern?
2 Jehova Gott ging nicht etwa rückwärts, indem er gleich einem Reaktionär gehandelt und das umgestürzt hätte, was unter seinem Volk auf Erden wirklichen Fortschritt bedeutete. Er ist nicht wie der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, wenn dieser zu Richtern des Obersten Gerichts des Landes solche ernennt, die keine aufrichtige Wertschätzung haben für die fortschrittlichen Entscheidungen früherer liberaler Richter. Durch diese Entscheidungen haben Jehovas Zeugen in der Vergangenheit Siege erlangt, aber die neuen Richter suchen diese durch reaktionäre Urteile zu untergraben. Nein, Jehova ist nicht wie jener höchste Exekutivbeamte, wenn er Richter und Schiedsrichter an Appellationsgerichten ernennt, welche selbst den Grund und Boden hassen, auf dem Jehovas Zeugen gehen, und welche die Gesetze des [amerikanischen] Kongresses in den Wind schlagen und sie umzustossen suchen, indem sie es ablehnen, Jehovas Predigern der guten Botschaft vom Königreich irgendwelche geziemende Vorteile, Entlastungen und Entschädigungen zu gewähren. Jehova hebt sein Wort, seine Verfassung, für uns nicht auf, obwohl sie vor neunzehnhundert Jahren mit der Vollendung der Heiligen Schrift, der Bibel, vollständig war. Nein, er unterstützt sie, und sein grosser Richter, Jesus Christus, hält sich daran, statt umzuschwenken, sich dagegen zu stellen und sie umzustossen. Jene, welche heute die Gerichte Gottes Jehovas verkündigen, müssen ebenso handeln. Demzufolge haben wir jene Art von Richtern und Ratgebern wie zuerst, in der Kindheit der christlichen Versammlung.
3. Wovon also macht uns die Wiederherstellung theokratischer Herrschaft frei?
3 Wenn wir mit Gottes Wort Schritt halten, so bedeutet dies Fortschritt. Von seinem Worte abzuweichen, bedeutet Reaktion, Rückschritt. Wir können dem Worte Gottes nie zuvorkommen. Jene, die ein Hindernis bilden für die theokratische Herrschaft, sind die Reaktionäre, denn sie suchen die Organisation des Volkes Gottes zurückzubringen zu den weltlichen Methoden, wodurch sie einst in Knechtschaft gehalten waren. Jehova Gott handelt fortschrittlich, wenn er seine Richter und Ratgeber seinem organisierten Volke wie in dessen Anfang, als Christus Jesus und seine Apostel zuerst unter ihm weilten, wiederherstellt. Die Wiederherstellung der theokratischen Herrschaft und theokratischer Vorkehrungen macht sie frei von babylonischem Rückschritt und wirkt zu ihrem Fortschritt im Verständnis und im Königreichsdienst.
4, 5. Wann wurde diese Herrschaft unter uns völlig wiederhergestellt, und wie unterwarfen sich ihr die Gruppen?
4 Die völlige Wiederherstellung zur theokratischen Einrichtung kam im Jahre 1938. Im Wachtturm vom 1. und 15. Juli 1938 veröffentlichte die Gesellschaft den Artikel „Organisation“ in zwei Teilen, um die theokratische Organisation zu erklären. Zeigend, wie sich ihr die Gruppen des Volkes Jehovas freiwillig unterzogen, wurde in Abschnitt 15, auf Seite 214, gesagt: „Nach und nach hat der Herr seinem Volke die wahre Bedeutung ‚seiner Organisation‘ offenbart, und nun geht aus der Schrift deutlich hervor, dass alle Diener in den verschiedenen Stellungen der Organisation des Überrests oder der Gesalbten des Volkes Gottes auf Erden befugterweise von der Gesellschaft als die sichtbaren Vertreter des Herrn im Tempel ernannt werden, und dass nicht jeder besonderen Gruppe die Verpflichtung obliegt, ihre Diener zu ernennen, wobei sie nach demokratischer Art für oder gegen sie stimmte. Die Gruppe des Volkes Gottes in London, England, hat vor einiger Zeit diese Sachlage erkannt und durch eine Resolution die Gesellschaft ersucht, Diener für die Gruppe zu ernennen. Demzufolge wurde in Befolgung der Schrift und im Einklang mit diesem Gesuch die Londoner Versammlung als eine Gruppe organisiert, die aus mehreren Teilgruppen besteht, und über alle Teilgruppen wurde ein Gruppendiener bestellt und ein Anführer oder Teilgruppendiener für jede der Teilgruppen, aus denen die Gruppe besteht. Die Gruppen Gross-Neuyork, Chicago und Los Angeles und weitere Gruppen sind so organisiert worden und werden jetzt so in ihrer Arbeit geleitet.“
5 In jenem Abschnitt wurde dann angeregt, dass alle Gruppen der Zeugen Jehovas, welche dies als die rechte und schriftgemässe Vorkehrung ansähen, eine Resolution folgenden Wortlauts fassen und sie dem Hauptbüro einsenden sollten: „Wir, die Gruppe des Volkes Gottes, das für seinen Namen herausgenommen ist, und die sich nun in [an dem und dem Orte] befindet, anerkennen, dass Gottes Regierung eine reine Gottesherrschaft ist, dass Christus Jesus sich im Tempel befindet und den vollen Befehl und die volle Gewalt über die sichtbare Organisation Jehovas wie auch über die unsichtbare innehat, und dass ‚Die Gesellschaft‘ [des Überrests] der sichtbare Vertreter des Herrn auf Erden ist. Daher stellen wir das Gesuch, dass ‚Die Gesellschaft‘ unsere Gruppe für den Dienst organisiere und deren verschiedene Diener bestelle, damit wir alle in Frieden, Gerechtigkeit,
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