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Schritt halten mit der Neuen-Welt-GesellschaftDer Wachtturm 1956 | 1. August
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17. Verliert ein Christ irgend etwas, wenn er mit der alten Welt endgültig bricht?
17 Nach Jesu Gespräch mit dem jungen Mann sagte Petrus: „Siehe! wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt.“ Jesus gab darauf die Antwort: „Wahrlich, ich sage euch Männern: Niemand hat Haus oder Brüder oder Schwestern oder Mutter oder Vater oder Kinder oder Felder verlassen um meinet- und um der guten Botschaft willen, der nicht hundertfältig empfange, jetzt in dieser Zeit Häuser und Brüder und Schwestern und Mütter und Kinder und Felder, mit Verfolgungen, und in dem kommenden System der Dinge ewiges Leben.“ In anderen Worten sagte Jesus zu Petrus, daß der Christ nichts verliere, wenn er die alte Welt aufgebe, noch verliert ein christlicher Zeuge Jehovas etwas, wenn er dasselbe tut, um Schritt zu halten mit der Neuen-Welt-Gesellschaft. Wir gewinnen all das, was wir aufgeben, hundertfach, ja mehr. Der gesalbte Überrest wird außerdem als Christi Brautklasse ein Leben der Herrlichkeit in den Himmeln erlangen, und den anderen Schafen des Herrn wird ewiges Leben auf einer paradiesischen neuen Erde zuteil werden, alles deswegen, weil sie den Glauben nicht preisgaben, sondern mit der Neuen-Welt-Gesellschaft gläubig vorwärts gingen, der neuen Welt entgegen.
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Schritt halten durch Anpassung an theokratische ErfordernisseDer Wachtturm 1956 | 1. August
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Schritt halten durch Anpassung an theokratische Erfordernisse
„Ich gebiete dir, das Gebot auf makellose und untadelige Weise bis zum Kundwerden unseres Herrn Jesus Christus zu beobachten.“ — 1. Tim. 6:13, 14, NW.
1. Welch große Verantwortung fiel den gesalbten Zeugen Jehovas und auch solchen zu, die nach dem Jahre 1914 Christen zu sein bekannten?
MIT der Aufrichtung des Königreiches Jehovas im Jahre 1914 fiel den gesalbten Zeugen Gottes, Jehovas, und allen, die sich zum Christentum bekannten, eine große Verantwortung zu. Würden sie sich nun aufmachen und diese gute Botschaft vom aufgerichteten Königreich auf der ganzen bewohnten Erde allen Nationen zu einem Zeugnis predigen, oder würde ihr Glaube versagen, wodurch sie zusammen mit der alten Welt in deren hoffnungslose Vergessenheit sänken? Glaube und Vertrauen in Jehova und in sein Wort waren ein Erfordernis, dem sie entsprechen mußten, ehe Gott sie als seine Zeugen gebrauchen konnte. Daher stellte Jesus die Frage: „Wird der Sohn des Menschen bei seiner Ankunft wirklich auf der Erde diesen Glauben finden?“ Auf das Jahr 1918 zurückblickend, in dem Jehova zu seinem Tempel kam, können wir Gott aufrichtig Dank sagen, daß er „diesen Glauben“ auf der Erde fand, den Glauben Abrahams. Er fand Männer und Frauen, die ihm als dem allmächtigen Gott Jehova völlig ergeben waren, ‚alle Dinge‘ dieser Welt aufgaben und bis in den Tod ihr Leben nicht liebten. — Luk. 18:8; Matth. 19:27; 24:14; Off. 12:11, NW.
2, 3. (a) Warum und wie wurde der gesalbte Überrest von Jehova gebraucht? (b) Welche Worte Jesajas begannen sich zu erfüllen?
2 Jene Jahre von 1914 bis 1918 waren Jahre der Prüfung. Der Feind hatte ihre irdische, sichtbare Organisation in beträchtlichem Umfang zertrümmert, konnte aber ihre Liebe und Ergebenheit Gott gegenüber nicht zunichte machen. Ihr Glaube an ihn blieb unvergänglich. Mit diesen Ergebenen begann Jehova eine neue irdische Organisation aufzubauen, eine Neue-Welt-Gesellschaft unter dem aufgerichteten Königreich Gottes. Diese Treuen als Gesamtheit gesehen setzte Jesus ‚über all seinen Besitz‘. Sogleich fühlten sie die Dringlichkeit ihrer Verantwortung für das ihnen Anvertraute. Und da sie von irgendwelchen Banden frei waren, die sie an das mystische Babylon gekettet hätten, konnten sie sofort an das vor ihnen liegende Werk herantreten, um ihren Auftrag zu erfüllen und die gute Botschaft des Königreiches Jehovas bis zu den Enden der Erde zu verkündigen. Da Gottes Geist auf ihnen ruhte und viel Arbeit zu tun war, erstand der gesalbte Überrest wieder zum Leben, und eine glänzende, von Gott gesegnete Zukunft lag vor ihm, da er den Kern der Neuen-Welt-Gesellschaft bildete. — Matth. 24:45-47, NW; Hes. 37:1-14; Off. 11:11.
3 Die folgenden Worte der Prophezeiung Jesajas begannen sich zu erfüllen: „Stehe auf, leuchte! denn dein Licht ist gekommen, und die Herrlichkeit Jehovas ist über dir aufgegangen. Denn siehe, Finsternis bedeckt die Erde und Dunkel die Völkerschaften; aber über dir strahlt Jehova auf, und seine Herrlichkeit erscheint über dir. Und Nationen wandeln zu deinem Lichte hin, und Könige zu dem Glanze deines Aufgangs. Erhebe ringsum deine Augen und sieh! sie alle versammeln sich, kommen zu dir: deine Söhne kommen von ferne, und deine Töchter werden auf den Armen herbeigetragen. — Dann wirst du es sehen und vor Freude strahlen, und dein Herz wird beben und weit werden; denn des Meeres Fülle wird sich zu dir wenden, der Reichtum der Nationen zu dir kommen.“ „Und gebeugt werden zu dir kommen die Kinder deiner Bedrücker, und alle deine Schmäher werden niederfallen zu den Sohlen deiner Füße; und sie werden dich nennen: Stadt Jehovas, Zion des Heiligen Israels.“ Nach dem Jahre 1919, und besonders seit 1935, begannen sich große Mengen Menschen aus allen Nationen, Stämmen, Völkern und Sprachen zur Neuen-Welt-Gesellschaft zu scharen, um theokratische Unterweisung entgegenzunehmen. Gottes Universalorganisation wurde als „Stadt Jehovas, Zion des Heiligen Israels“ bekannt. — Jes. 60:1-5, 14; Off. 7:9; Micha 4:1-5.
4. Weshalb ist es notwendig, daß sich die Sanftmütigen Jehovas Anforderungen anpassen, und was sind einige dieser Erfordernisse?
4 Jetzt, da diese Sanftmütigen zur theokratischen Organisation Jehovas gekommen sind, ist es nur richtig, daß sie sich seinen Anforderungen anpassen, denn nur so werden sie mit der Neuen-Welt-Gesellschaft Schritt halten können. Zu den ersten Erfordernissen gehört die Notwendigkeit, die theokratische Organisation anzuerkennen, nämlich daß Jehova seine Herde durch die Klasse des „treuen und verständigen Sklaven“ mit geistiger Speise zur rechten Zeit versieht. Auch das Studium und die Gemeinschaft sind Erfordernisse, denen zu entsprechen Freude bringt. Sie sind ein Mittel, um mit dem stets zunehmenden Licht des Verständnisses, das durch die Neue-Welt-Organisation ausstrahlt, Schritt zu halten. Die Notwendigkeit, mit Gewohnheiten und Bestrebungen der alten Welt aufzuräumen, muß erkannt werden. Zank und Streit, Rassen- und Religionshaß, nationale Traditionen, Stolz und Konkurrenzsucht sowie zahllose andere trennende Theorien und Bräuche, die der alten Welt eigen sind, müssen als Dinge betrachtet werden, die man freudig beiseiteschiebt, als etwas, das zum vergehenden System der Dinge gehört. Alle Formen weltlicher Selbstsucht: Eifersucht, Neid, egoistische Bestrebungen, religiöse, sektiererische Kriege, gegenseitige Verfolgung, alle Äußerungen des Geistes des vergehenden Systems und seines Gottes Satans, müssen dieser alten Welt überlassen werden. Es gibt im neuen System der Dinge für sie keinen Platz. Und insofern, als wir uns diesen theokratischen Anforderungen anpassen, werden wir mit der Neuen-Welt-Gesellschaft Schritt halten können. — Jak. 3:13-18; 4:1-4; Matth. 24:45, 46, NW.
SELBSTBEHERRSCHUNG ÜBEN
5. Wie hilft uns Selbstbeherrschung, mit der Neuen-Welt-Gesellschaft Schritt zu halten?
5 Der neuen Welt entgegenzugehen, erfordert Selbstbeherrschung. Nachdem Mose viele Jahre lang fleißig und treu als Diener Jehovas gedient hatte, konnte er nicht in das verheißene Land eingehen, weil er einmal die Selbstbeherrschung verloren hatte. Er ließ sich zum Zorn hinreißen und verfehlte, in einem
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