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Gibt es ein Weiterleben nach dem Tode?Erwachet! 1973 | 22. August
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sie? Offensichtlich erschuf Gott sie nicht als solche, denn alle seine Werke sind vollkommen und gerecht. (5. Mose 32:4) Doch ebenso, wie die Bibel davon spricht, daß sich ein Engel wegen seines verleumderischen Widerstandes gegen Gott selbst zu Satan, dem Teufel, machte, so berichtet sie auch von anderen Geistgeschöpfen, die sich ihm in seinem Widerstand gegen Gott aus selbstsüchtigen Gründen anschlossen. Dies war in der Zeit vor der Sintflut der Tage Noahs, als sich diese Engel materialisierten und zur Erde kamen, um das Vergnügen des Geschlechtsverkehrs zu genießen, indem sie sich Töchter der Menschen zu Frauen nahmen. (1. Mose 6:1-6) Ihre Nachkommen, Bastarde, die teils Engel, teils Mensch waren, erwiesen sich als Riesen, die zu der Bosheit und der Gewalttätigkeit, die in den Tagen vor der Sintflut herrschten, beitrugen. Als die Sintflut hereinbrach, kamen diese Bastarde um, wohingegen sich ihre Väter, die Geister waren, entmaterialisieren und in die geistige Welt zurückkehren konnten. Dort befinden sie sich in Finsternis und in der Knechtschaft Satans, des Teufels. Als Jesus auf Erden war, stieß er wiederholt mit diesen bösen Wesen zusammen. — Luk. 8:26-35; 1. Petr. 3:19, 20; 2. Petr. 2:4.
Nur auf dieses Leben hoffen?
Bedeutet das, daß der Mensch keine Hoffnung für die Zukunft hat und daß der Tod allem ein Ende bereitet? Das trifft auf Adam und auf ähnliche willentliche Sünder zu, denn Gott stellte Adam keine Hoffnung in Aussicht, als er ihn dazu verurteilte, zum Staube zurückzukehren. Da Adam ein willentlicher Sünder war, verdiente er mit Recht die Strafe, die Gott ihm auferlegte. — 1. Mose 3:19.
Aber nicht alle Nachkommen Adams haben die gleiche Gesinnung wie er. Viele von ihnen lieben Gerechtigkeit, und doch sind sie scheinbar nicht besser daran als Adam. Aber das ist nicht der Fall, es wird einen Unterschied geben, und zwar aufgrund der Vorkehrung Gottes für eine Auferstehung. Gott sorgte in seiner Güte dafür, daß sein Sohn die Menschheit erlöste, die durch den Ungehorsam Adams praktisch der Sünde und dem Tod verkauft worden war. (Röm. 5:12) Dies tat Jesus, indem er zur Erde kam, als Mensch geboren wurde und dann sein Leben für die Menschheit niederlegte. Dadurch, daß Jesus das Menschengeschlecht erkaufte, öffnete er den Weg für die Beseitigung der Rechtsunfähigkeit der Menschheit, und nun hat er das Recht, die Menschheit von den Toten aufzuerwecken. — Matth. 20:28; 28:18.
Somit gibt es eine Hoffnung für die Menschheit. Sie ist nicht in der Platonischen Lehre von der Unsterblichkeit der Menschenseele begründet, sondern in der Auferstehung von den Toten, an die Jesus und auch seine Apostel glaubten und die sie lehrten. Als Jesus den Sadduzäern antwortete, die nicht an eine Auferstehung glaubten, sagte er, Gott sei „kein Gott der Toten, sondern der Lebendigen“. Er sagte voraus, daß „die Stunde [kommt], in der alle in den Gräbern seine Stimme hören werden; und herauskommen werden“. (Matth. 22:31-33; Joh. 5:28, 29, Herder) Und seine Apostel, besonders der Apostel Paulus, bezeichneten die Auferstehung der Toten immer wieder als eine Tatsache. Paulus sagte ausdrücklich, daß er auf die Auferstehung hoffe, und nicht, daß er seine Hoffnung darauf setze, daß der Mensch eine unsterbliche Seele hätte. Er schrieb: „Wenn wir aber nur in diesem Leben auf Christus hoffen, so sind wir elender als alle Menschen.“ „Was nützt es mir, wenn die Toten nicht auferstehen? Lasset uns (dann) essen und trinken; denn morgen werden wir tot sein!“ — 1. Kor. 15:19, 32; Apg. 17:31, 32; 24:15.
Die Lehre, es gebe ein Weiterleben nach dem Tode, weil der Mensch eine unsterbliche Seele habe, widerspricht den deutlichen Erklärungen der Heiligen Schrift und ruft viele Schwierigkeiten hervor. Um nur eine zu erwähnen: Was geschieht mit den Heiden, wenn sie sterben? Was würde mit ihnen geschehen, wenn nach dem Tode alle in den Himmel oder in die Hölle kämen? Die Bibel sagt, daß nur die, die an Jesus glauben, gerettet werden können. (Joh. 3:16; Apg. 4:12) Werden diese Heiden ewig gequält werden? Die Bibel zeigt uns, daß Gott gerecht und liebevoll ist. Das wäre bestimmt nicht zutreffend, wenn die Heiden ein solches Geschick erleiden müßten. Einige entgegnen: „Gott wird sie wegen ihrer Unwissenheit retten, solange sie nach bestem Wissen und Gewissen handelten.“ Aber wenn Gott die Heiden wegen oder trotz ihrer Unwissenheit retten würde, warum hält er dann nicht die ganze Menschheit in Unwissenheit, um so alle zu retten? Für diese Schlußfolgerung läßt sich kein vernünftiger Grund und keine Schriftstelle anführen. Aber die biblische Hoffnung für die Heiden, die nie von Jesus hörten, ist die Auferstehung, durch die sie eine Gelegenheit haben werden, das Leben zu wählen. — Jes. 26:9.
Wir sehen also, daß der Mensch nicht ohne Hoffnung ist. Aber der Mensch hat nicht deshalb eine Hoffnung, weil er eine unsterbliche Seele hätte, sondern weil Gott die liebevolle und machtvolle Vorkehrung der Erlösung durch Christus geschaffen hat. Mittels dieser Vorkehrung können die Toten auferstehen und in der Zukunft unter Gottes Königreich Leben erlangen. — Matth. 6:9, 10.
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Der faszinierende WaldErwachet! 1973 | 22. August
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Der faszinierende Wald
HAST du schon einmal in einem jungen Kiefernwald gestanden, der so dicht war, daß du kaum dreißig Meter weit sehen konntest? Welch ein Genuß! Über einem streicht der Wind durch die Kiefernnadeln, und plötzlich wird man sich bewußt, daß Musik in der Luft ist, Musik, die der Wind in den Wipfeln der Bäume erzeugt.
Der Mensch bewundert die Bäume aus vielen Gründen. Er bewundert sie wegen ihrer Schönheit und ihrer ausgewogenen Formen, er bewundert, wie sich die Äste ausbreiten, und staunt über die Effekte von Licht und Schatten, die beim Bewegen der Blätter entstehen. Er ist auch von ihrer Größe beeindruckt. Die massiven Stämme einiger Bäume, die wie gewaltige Felsblöcke in den Boden gerammt zu sein scheinen, und die mächtigen Zweige, die manchmal so groß sind wie Bäume selbst, begeistern das Vorstellungsvermögen. Es ist wahr, ein Blauwal kann 34 Meter lang werden, aber wußtest du, daß es in Kalifornien mehrere Mammutbäume gibt, deren Stamm einen Umfang von 30 Metern oder mehr hat? Achtzehn Männer müßten mit ausgestreckten Armen um den Baum stehen, wenn sie einen Kreis darum bilden wollten. Der Anblick dieser Bäume erfüllt das Herz mit Bewunderung und Ehrfurcht.
Im Wald gibt es Bäume, die sehr leicht sind und deren Holz nur 0,04 Gramm pro Kubikzentimeter wiegt, und andere Bäume, die besonders schwer sind und deren Holz bis zu 1,5 Gramm pro Kubikzentimeter wiegt. Auch gibt es Bäume, die schnell wachsen und jedes Jahr über einen Meter höher werden. Auf der anderen
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