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  • Warum müssen sogar Kinder sterben?
    Erwachet! 1972 | 8. September
    • Er vermochte zwischen Recht und Unrecht zu unterscheiden. Er hatte ein Gewissen und war an Recht und Gerechtigkeit interessiert.

      Aus dem Schöpfungsbericht kann man auch die erstaunliche Schlußfolgerung ziehen, daß der Mensch dem Tier auch darin weit überlegen war, daß er nicht zu sterben brauchte!

      Die Tiere wurden geboren und starben nach einiger Zeit. Aber der Mensch war anders. Im Schöpfungsbericht wird nirgends gesagt, daß der Mensch sterben müßte — es sei denn, wenn er seinem Schöpfer ungehorsam wäre. Zum ersten Menschen sagte Gott, an dem Tage, da er ungehorsam sei, werde er „bestimmt sterben“. — 1. Mose 2:17.

      Wären der erste Mann und die erste Frau Gott gehorsam geblieben, dann hätten sie nicht zu sterben brauchen. Die Menschen hätten sich gemehrt, bis die Erde gefüllt gewesen wäre. (1. Mose 1:28) Ihr Körper hätte sich ständig erneuert, und sowohl die Männer als auch die Frauen hätten ihr Gehirn gebrauchen können, das einer Beanspruchung durch die Prozesse des Lernens, die um das Milliardenfache größer wäre als heute, gewachsen ist.

      Der Tod dringt ein

      Aber die Geschichte nahm einen anderen Verlauf. Das erste Menschenpaar war Gott ungehorsam. Es verscherzte sich das ewige Leben und konnte daher auch den Kindern kein solches Leben vererben. Der christliche Apostel Paulus erkannte an, daß die Vorgänge in Eden kein Mythos sind, sondern sich tatsächlich zugetragen haben. Er schrieb: „Durch e i n e n Menschen [ist] die Sünde in die Welt hineingekommen ... und durch die Sünde der Tod.“ — Röm. 5:12.

      Die Sünde ist von einer Generation auf die andere vererbt worden und damit auch der Tod. Deshalb schrieb der Apostel weiter: „So [hat sich] der Tod zu allen Menschen verbreitet ..., weil sie alle gesündigt hatten.“ (Röm. 5:12) Die einen sterben als Kinder, die anderen im hohen Alter an einer Krankheit, oder sie kommen bei einem Unfall ums Leben.

      Es gibt auch Personen, die wegen ihrer eigenen Handlungsweise vorzeitig sterben. Schnelle und rücksichtslose Autofahrer riskieren ihr eigenes Leben und das Leben anderer. Zigarettenraucher riskieren, an Lungenkrebs elendiglich zugrunde zu gehen. In dem heutigen System der Dinge, in dem Selbstsucht vorherrscht, sind die Menschen zu politischen, nationalistischen oder gar geschäftlichen Praktiken angefeuert worden, die vielen das Leben gekostet haben. Doch in der Bibel wird sogar für die Toten eine Hoffnung in Aussicht gestellt.

      Die Auferstehung — eine beglückende Hoffnung

      Die Bibel lehrt, daß die Menschheit durch Jesu Loskaufsopfer eine großartige Hoffnung erhalten hat. Als der Mensch Jesus sein Leben opferte, opferte er genau das, was Adam verloren hatte — das Leben eines vollkommenen Menschen auf der Erde. Er bezahlte für die sterbende Menschheit ein „Lösegeld“. Jetzt bestand wieder die Aussicht auf ewiges Leben. Deshalb konnte der Apostel Petrus mit Recht von Jesus sagen, er sei Gottes „Hauptvermittler des Lebens“. (Apg. 3:15) Durch ihn wird Gott die Toten auferwecken. Darüber schrieb Paulus, ein Apostel Christi „Es [wird] eine Auferstehung sowohl der Gerechten als auch der Ungerechten geben.“ — Apg. 24:15.

      Aber wie lange werden die Auferstandenen leben? Das hängt davon ab, wie sie handeln werden und ob sie Jesus, Gottes „Hauptvermittler des Lebens“, gehorchen werden. Die Auferstandenen werden ewig leben können, wenn sie Glauben üben und gehorsam sind.

      Heute gibt es auch Menschen, die an den Sohn Gottes glauben, und diese haben eine wundervolle Aussicht; Jesus sagte: „So sehr hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen einziggezeugten Sohn gab, damit jeder, der Glauben an ihn ausübt, nicht vernichtet werde, sondern ewiges Leben habe.“ — Joh. 3:16.

      Diesen Bibeltext kennen viele Personen auswendig, aber nur wenige haben darüber nachgedacht, was in diesem Text eigentlich gesagt wird. Darin wird nämlich nicht gesagt, Jesus habe sein Leben gegeben, damit die Menschen „Engel würden“ oder damit „alle guten Menschen in den Himmel kämen“, sondern damit sie „ewiges Leben“ hätten.

      Neue und gerechte Verhältnisse

      Ein solches ewiges Leben wird in Gottes gerechtem neuen System der Dinge, nach der „großen Drangsal“, in der die Erde von dem gegenwärtigen bösen System befreit werden wird, möglich sein. (Matth. 24:21) Für dieses gerechte neue System, das bald Wirklichkeit sein wird, haben alle Christen gebetet. Sie haben Gott die Bitte vorgebracht, in die Angelegenheiten der Erde einzugreifen und die heutigen Verhältnisse grundlegend zu ändern.

      Vielleicht sagst du jetzt: „Dafür habe ich noch nie gebetet.“

      Aber fast jeder, der behauptet, Christ zu sein, hat dafür gebetet. Überlege einen Augenblick, wie das Mustergebet, das Jesus seine Nachfolger beten lehrte, lautet — vielleicht nennst du es „Vaterunser“ oder „Unser Vater“. Nachdem du die Bitte vorgetragen hast, daß Gottes Name geheiligt werden möge, betest du vielleicht: „Es komme dein Reich. Dein Wille geschehe wie im Himmel also auch auf Erden.“ — Matth. 6:10, Rösch.

      Nur wenige Menschen sind sich darüber im klaren, welche Veränderungen die Erhörung dieses Gebetes zur Folge haben wird — wenn Gottes Wille wie im Himmel auch auf der ganzen Erde geschehen wird. Es erfordert, daß Gott das gegenwärtige System der Dinge mit seinen Kriegen, seiner Korruption und der Habsucht durch ein neues System ersetzt, durch ein System, das Bedingungen schafft, wie Gott sie ursprünglich in Eden geschaffen hatte, Bedingungen, die es dem Menschen ermöglichen, ewig in Frieden zu leben. Wenn auf der Erde solche Verhältnisse herrschen, werden die Toten auferstehen.

      Nun können wir die Verheißung besser verstehen, die wir in Offenbarung 21:2-4 lesen, eine Verheißung über großartige Segnungen, die die Menschen aus dem Himmel, von Gott, empfangen werden. Welche Änderungen werden diese Segnungen auf der Erde bewirken? Beachte, was eine laute Stimme im Himmel, vom Throne Gottes her, dem Apostel Johannes sagte: „Und er [Gott] wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen.“

      Da den Menschen die Verheißung, daß sie tatsächlich wieder Gelegenheit erhalten würden, auf der Erde ewig zu leben, zu schön erscheinen könnte, um sie zu glauben, fügte der Apostel Johannes seinem Bericht noch eine besondere Zusicherung hinzu, die er vom Himmel selbst erhielt. Er schrieb: „‚Siehe! Ich mache alle Dinge neu.‘ Auch sagt er: ,Schreibe, denn diese Worte sind zuverlässig und wahr.‘“ — Offb. 21:5.

      Die kommende „große Drangsal“

      Aber wirst du dabeisein, wenn die großartige Hoffnung auf ewiges Leben unter neuen, gerechten Verhältnissen, die die Bibel uns bietet, in Erfüllung gehen wird? Darüber solltest du ernsthaft nachdenken, denn wir leben kurz vor der „großen Drangsal“, in der Gott, der Allmächtige, dem gegenwärtigen System der Dinge ein Ende machen wird.

      Da ein großer Teil der Erdbevölkerung die göttliche Warnung, die in der Heiligen Schrift gegeben wird, nicht beachtet, werden viele ihr Leben verlieren. Der Schöpfer der Erde wird es nicht für immer dulden, daß seine Gesetze mutwillig verletzt werden, was heute so offensichtlich geschieht. Jeremia, ein Prophet Gottes, schrieb: „Und die von Jehova Erschlagenen werden schließlich an jenem Tage gewißlich von einem Ende der Erde bis zum anderen Ende der Erde sein.“ (Jer. 25:33) Die Heilige Schrift läßt erkennen, daß die von Jehova Erschlagenen keine Auferstehung haben werden, sondern „die richterliche Strafe ewiger Vernichtung erleiden“ werden. — 2. Thess. 1:7-9.

      Eltern, die nicht bereit sind, gottgefällig zu handeln, werden selbst die Verantwortung tragen müssen, wenn sie und ihre kleinen Kinder in der kommenden „großen Drangsal“ ihr Leben verlieren werden, denn in dieser Drangsal werden alle Bösen von der Erde vertilgt werden; dann wird eine neue Ordnung, in der Gerechtigkeit und Frieden herrschen wird, errichtet werden.

      Heute sterben immer noch Menschen, jung und alt, wegen der von Adam ererbten Sünde, doch wir können aus dem Loskaufsopfer Christi Nutzen ziehen und den Belehrungen Gottes entsprechend handeln. Wir können Gott gehorsam sein, so daß wir die Aussicht haben, entweder die kommende „große Drangsal“ zu überleben oder nach der Drangsal auf einer gereinigten Erde unter gerechten Verhältnissen auferweckt zu werden. Welch ein Segen dazusein, wenn die verstorbenen Angehörigen — vielleicht deine Kinder — auferstehen! Groß wird die Freude sein. Welch eine herrliche Hoffnung die Bibel allen bietet, denen der Tod geliebte Menschen entrissen hat!

  • Das Nashorn — Opfer des Aberglaubens
    Erwachet! 1972 | 8. September
    • Das Nashorn — Opfer des Aberglaubens

      Vom „Awake!“-Korrespondenten in Südafrika

      DAS massive Horn auf der Nase des Nashorns sieht gefährlich aus. Sonderbarerweise ist es gerade dieses Horn, das dieses Tier in Gefahr gebracht hat. Wegen dieses Horns ist es nämlich rücksichtslos gejagt worden, denn in vielen asiatischen Ländern ist ein Aberglaube damit verbunden. Ja, man schreibt dem Nasenhorn dieses Tieres Wunderkräfte zu, und kleine Stücke des Horns werden teuer bezahlt.

      Das Zauberhorn

      Wenn Jäger, die die Jagderlaubnis besitzen, Nashörner schießen, werden die Hörner gewöhnlich Eigentum des Staates und später versteigert. In Kenia (Ostafrika) veranstaltet die Regierung jedes Jahr eine Auktion, auf der Nasenhörner versteigert werden, und Händler aus asiatischen Ländern ersteigern sie, um sie auszuführen. Im Jahre 1964 wurden für 1 Pfund (engl.) 7 Dollar bezahlt, im Jahre 1970 20 Dollar; bei jener Versteigerung wurden 1 100 Pfund gekauft.

      Diese Preise sind jedoch im Verhältnis zu den Schwarzmarktpreisen niedrig. Die hohen Gewinne, die Nasenhörner eintragen, veranlassen Wilddiebe, viel mehr Nashörner zu jagen als auf irgendeine andere Weise getötet werden. In Indien sind die Preise für Nasenhörner noch höher; 1961 bezahlte man für ein Pfund 150 Dollar und 1969 sogar 240 Dollar!

      Welche Eigenschaften des Nasenhorns dieses Dickhäuters veranlassen die Menschen, soviel dafür zu bezahlen? Einige glauben, es besitze medizinische Eigenschaften, es lindere rheumatische und andere Schmerzen. Andere glauben, wenn man ein solches Horn unter das Bett einer Schwangeren lege, würden ihre Geburtsschmerzen gelindert. Und der Besitzer eines solchen Horns mag es mehrmals für einen Betrag, der etwa 50 Dollar entspricht, für solche Zwecke ausleihen.

      Ferner werden aus Nasenhörnern Trinkbecher verfertigt, und diese sollen die Wirkung von tödlichem Gift abwehren oder das Vorhandensein von Gift offenbaren. Einige glauben, wenn sich in dem Getränk Gift befinde, springe der Becher, oder das Getränk beginne zu schäumen.

      Die Sitte, aus dem Horn des Nashorns „giftsichere“ Becher herzustellen, soll etwa gegen Ende des vierten Jahrhunderts u. Z. aufgekommen sein. Damals glaubte man, das

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