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Verwende deine Güter auf gottgefällige WeiseDer Wachtturm 1964 | 1. Juli
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DEINE FINANZIELLEN MITTEL
Der Reiche wäre im Vorteil, könnte man Gott durch Geld bereichern. David sagte aber im Gebet: „Dein, Jehova, ist die Größe und die Stärke und der Ruhm und der Glanz und die Pracht; denn alles im Himmel und auf Erden ist dein.“ (1. Chron. 29:11) Da alles Jehova gehört, können wir ihn nicht bereichern; wir können aber unsere finanziellen Mittel zu seinem Ruhm und zu seiner Ehre verwenden. Das heißt nicht, daß wir unser Geld nur für die Verkündigung des Königreiches Gottes verwenden dürften oder jeden Pfennig in den Spendenkasten im Königreichssaal legen müßten. Nein, etwas von unserem Geld benötigen wir für unsere persönlichen Bedürfnisse oder für den Unterhalt der Familie. Das gehört ebenfalls zur gottgefälligen Verwendung unserer Güter, denn „jemand, der für die Seinigen, und besonders für seine Hausgenossen, nicht sorgt, [hat] den Glauben verleugnet“. — 1. Tim. 5:8, NW.
Die gottgefällige Verwendung unserer finanziellen Mittel verlangt auch nicht, daß wir asketisch leben. Sie verlangt nicht, daß der Christ auf alles verzichtet, was er nicht unbedingt braucht. Einen schönen Teppich für das Wohnzimmer oder ein Gemälde zu kaufen ist keine Verschwendung, wenn man das Geld dazu hat. Man könnte natürlich auch ohne diese Dinge auskommen, aber es wäre dennoch in den meisten Fällen kein Mißbrauch der vorhandenen Mittel. Was entscheidet denn, ob jemand sein Geld verschwendet oder nicht? Seine Verhältnisse, sein Einkommen, seine Bedürfnisse und der Zweck, dem der Gegenstand dienen soll. Gäbe ein Christ aber Geld aus für etwas, was er nie gebraucht und was sein Leben keineswegs bereichert, so würde er seine Mittel nicht gottgefällig verwenden. Da die Verhältnisse sehr verschieden sind, kann der eine durch die Anschaffung eines Gegenstandes sein Geld richtig verwenden, während für einen anderen die gleiche Anschaffung ein Luxus wäre.
Es gibt aber Möglichkeiten, sein Geld auszugeben, die ein Christ nie in Erwägung ziehen sollte. Jemand mag zum Beispiel sagen: „Ich habe ja genug Geld, ich kann es mir deshalb leisten, um Geld zu spielen.“ Um Geld zu spielen ist aber an sich verkehrt. Ein Christ sollte sein Geld deshalb nie auf diese Weise verwenden. Er schuldet Jehova Gott Rechenschaft für die Verwendung aller, nicht nur eines Teils seiner Güter. Wir dürfen nichts verschleudern.
Ein Gott hingegebener Christ, ob er nun reich oder arm ist, hat natürlich auch das Vorrecht, etwas von seinen Mitteln zur Förderung der Verkündigung der guten Botschaft von Gottes Königreich zu verwenden, die unter der Leitung der Watch Tower Bible and Tract Society durchgeführt wird. Er tut dies auf verschiedene Weise. Er trägt zum Beispiel die Kosten, die ihm infolge des Predigens der Königreichsbotschaft in seinem eigenen Gebiet erwachsen. Dazu mögen die Ausgaben für Hilfsmittel gehören, die er bei seiner Tätigkeit benötigt, für Fahrkosten usw. Darüber hinaus hat er das Vorrecht, etwas zum Unterhalt des Königreichssaales beizutragen, in dem Jehovas Zeugen zusammenkommen; denn diese Unkosten werden von jeder Versammlung selbst bestritten.
Im übrigen können jene, denen es möglich ist, der Watch Tower Bible and Tract Society of Pennsylvania direkt Spenden zukommen lassen. Wie werden diese Gelder verwandt? Auf gottgefällige Weise. Die Gesellschaft unterhält zum Beispiel Druckereien in Kanada, England, Frankreich, Dänemark, Deutschland, Griechenland, Indien, Japan, auf den Philippinen, in Australien, Südafrika, den Vereinigten Staaten und in anderen Ländern, um Bibeln und Hilfsmittel zum Bibelstudium herzustellen. Die im Hauptbüro und in den Zweigbüros beschäftigten Prediger erhalten monatlich eine Entschädigung von 14 Dollar. Alle, vom Präsidenten und den Vorstandsmitgliedern bis zum jüngsten Mitarbeiter, erhalten die gleiche Entschädigung. Sie widmen sich ausschließlich der Förderung der Interessen des Königreiches Gottes, und die Entschädigung hilft ihnen, gewisse persönliche Ausgaben zu decken und die Kosten zu bestreiten, die ihnen durch das Predigen der Botschaft in ihrem Gebiet entstehen.
Die Gesellschaft unterhält auch die „Watch Tower Bible School of Gilead“ (Wachtturm-Bibelschule Gilead) in Brooklyn, New York. Die Studenten, die aus der ganzen Welt kommen, brauchen ihre Reise nicht zu bezahlen, haben Kost und Verpflegung frei, erhalten eine Entschädigung und werden zehn Monate unentgeltlich ausgebildet. Dann werden sie in alle Winkel der Erde ausgesandt, um in enger Zusammenarbeit mit ihren Mitchristen die so wichtige Königreichsbotschaft zu verkünden.
Die Gesellschaft unterstützt ferner die als Missionare und Sonderpioniere bekannten Verkündiger der Königreiches Gottes, damit sie ihre ganze Zeit dem Predigtwerk widmen können. Letztes Jahr gab die Gesellschaft 2 808 000 Dollar aus, um es diesen Predigern zu ermöglichen, die gute Botschaft auf der ganzen bewohnten Erde zu predigen. Weitere 495 000 Dollar verwandte sie, um den 1983 Kreis- und Bezirksdienern zu helfen, im Vollzeitdienst zu bleiben, Versammlungen zu besuchen, um sie geistig zu stärken sowie größere christliche Zusammenkünfte vorzubereiten. Alle diese Vollzeitverkündiger des Königreiches sowie andere Vollzeitdiener, die sogenannten allgemeinen und Ferienpioniere, erhalten die bibelerklärenden Schriften, die sie abgeben, zu Beiträgen, die unter den Herstellungskosten liegen, damit sie ihre Ausgaben besser bestreiten können. Auf diese Weise verwendet die Gesellschaft die Gelder die sie empfängt, um den christlichen Zeugen Jehovas zu helfen, das wichtige Predigtwerk, das nach Matthäus 24:14 vorhergesagt wurde, durchzuführen. Sie verwendet alle ihre Mittel auf gottgefällige Weise.
Um die weltweite Verkündigung des Königreiches zu fördern, unterstützen die Versammlungen der Zeugen Jehovas, je nach Möglichkeit, die Wachtturm-Gesellschaft durch Beiträge, die sie dieser überweisen. Aber auch einzelne Zeugen Jehovas und andere Personen, die dieses biblische Erziehungswerk fördern möchten, haben dieses Vorrecht. Sie können ihre Spende entweder an die Watch Tower Bible and Tract Society of Pennsylvania, 124 Columbia Heights, Brooklyn, New York 11201, oder, wenn sie außerhalb der Vereinigten Staaten wohnen, an das nächstgelegene Zweigbüro senden.
Die Gesellschaft schätzt es, wenn Einzelpersonen, die solche Beiträge spenden möchten, ihr um diese Zeit des Jahres mitteilen, welchen Betrag sie ihr im Laufe des kommenden Jahres zur Förderung der Ausbreitung der guten Botschaft zu überweisen gedenken. Die Gesellschaft betrachtet dies nicht als ein Versprechen, sondern als eine Schätzung dessen, was der einzelne von seinen finanziellen Mitteln zu geben hofft, sofern ihm Jehova entsprechend Gedeihen schenkt. Es hilft der Gesellschaft sehr, ihre Tätigkeit zu planen.
Der Gott hingegebene Christ ehrt Jehova mit seinen wertvollen Dingen ungeachtet seiner Verhältnisse. Wir verfügen alle über ein bestimmtes Maß an Zeit, Kräften und finanziellen Mitteln, mit denen wir Gott ehren können. Wenn daher Jehovas Zeugen in ihren Königreichssälen das Lied „Hingabe“ singen, dann ist es ihnen damit auch ernst. Sie verwenden alle ihre Güter auf gottgefällige Weise.
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„Eine entscheidende Stunde“Der Wachtturm 1964 | 1. Juli
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„Eine entscheidende Stunde“
● Die katholische Kirche, die vorgibt, die ganze Menschheit zu Christus bekehren zu wollen, verliert in Südamerika immer mehr an Boden. Bezeichnend hierfür ist folgende Meldung aus Rom, die in der New York Times vom 28. Februar 1964 erschien: „Papst Paul VI. bat dringend um mehr Priester für Lateinamerika, wo die katholische Kirche zur Zeit eine ‚entscheidende Stunde ihrer Geschichte‘ erlebe.“ Der Papst sprach weiter von „den Bedürfnissen und Gefahren“, denen sich die Kirche in Südamerika gegenübersehe und die den Bischöfen, zu denen er sprach, zur Genüge bekannt seien.
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