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Jehovas Organisation unterstützenDer Wachtturm 1955 | 1. Mai
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zu ihnen sandte, damit er ihre Beiträge entgegennehme, schrieb er darüber: „Dennoch, gleichwie ihr in allem überströmend seid, in Glauben und Wort und Erkenntnis und allem Ernst und in dieser Liebe von uns zu euch, daß ihr auch in diesem gütigen Geben überströmend sein mögt.“ (2. Kor. 8:7, NW) So verbindet Paulus das Geben von Geldmitteln mit Glauben, Erkenntnis und Liebe und empfiehlt es als einen Zustand geistiger Gesundheit. Er erinnerte sie an den Grundsatz, daß, wer sparsam sät, auch sparsam erntet, und ermunterte sie darauf: „Ein jeder tue, wie er es in seinem Herzen beschlossen hat, nicht unwillig oder aus Zwang, denn Gott liebt einen fröhlichen Geber.“ Obwohl das Geben gänzlich freiwillig war, braucht keiner zu denken, er könne sich nicht daran beteiligen, denn Paulus sagte: „Gott ist überdies mächtig, alle unverdiente Güte gegen euch überströmen zu lassen, so daß, während ihr allezeit für euch selbst volle Genüge habt in allem, ihr reichlich haben mögt für jedes gute Werk.“ — 2. Kor. 9:6-9, NW.
24. Welche Segnungen treten zutage durch die materielle Unterstützung der Organisation Jehovas?
24 Ihr Dienst, bestehend aus Gaben der Wohltätigkeit, gereichte nicht nur zur Unterstützung der materiellen Bedürfnisse der Organisation, sondern war zudem eine große Freude und ein Anlaß zur Lobpreisung des Namens Jehovas. „In allem werdet ihr bereichert zu jeder Art von Freigebigkeit, welche durch uns eine Dankesäußerung gegen Gott bewirkt; denn die Leistung dieses öffentlichen Dienstes erfüllt nicht nur völlig den Mangel der Heiligen, sondern bewirkt auch, daß sie reich werden an vielen Äußerungen des Dankes gegen Gott. Zufolge der Bewährung, die dieser Dienst verschafft, verherrlichen sie Gott, weil ihr der guten Botschaft über den Christus unterwürfig seid, wie ihr dies öffentlich erklärt, und weil ihr freigebig seid in eurem Beitrag an sie und alle.“ (2. Kor. 9:11-13, NW) Ebenso ist auch heute das freiwillige Geben der Zeugen Jehovas zur Unterstützung der weltweiten Organisation der wahren Anbeter ein Anlaß zur Freude und zum Ruhme Jehovas. Nicht unter Zwang, sondern freiwillig nehmen alle (indem viele von dem geben, was sie selbst benötigen) an der materiellen Förderung des Werkes wie auch durch ihr eigenes Wort des Zeugnisses teil.
25. Welche materielle Vorkehrung wird getroffen, damit Neuinteressierte sich versammeln können?
25 Tausende, ja vielleicht Millionen, werden noch kommen und den Chor der Lobpreisung Jehovas anschwellen lassen. Erwartungsvoll vorwärtsblickend, wird in den Zweigorganisationen der Gesellschaft und den örtlichen Königreichssälen schon Vorkehrung für sie getroffen. Wenn diese Menschen sich mit uns versammeln und geschult werden sollen für das Werk des Predigtdienstes, müssen Versammlungsstätten für sie beschafft und die Miete dafür bezahlt werden. Für diesen Zweck werden in den Königreichssälen Beitragskästchen aufgestellt, und die freiwilligen Gaben, die von den Brüdern eingehen, werden dazu gebraucht, die Auslagen der Versammlung zu bestreiten. Von dem Überschuß werden Beiträge — so wie die Versammlung dies beschließen mag — an den Fonds „Eure voraussichtlichen Beiträge“ der Zweigstelle der Gesellschaft von der Versammlung zugestellt. Die Brüder freuen sich, dies zu tun.
DER WOHLSTAND, WELCHER ZÄHLT
26. Wie hat die Christenheit den Reichtum, den sie im Namen Gottes eingesammelt hat, falsch angewandt und mißbraucht?
26 Die Organisationen der falschen Religion sammeln durch alle möglichen Mittel ungeheure Geldsummen ein. Dieses Geld wird dazu gebraucht, große, teure Gebäude zu bauen, deren Kosten gewöhnlich das Vermögen der Leute weit übertreffen, die sich darin versammeln. Außerdem wird eine Geistlichkeit unterhalten, die viel Geld kostet, und vielfach wird ein bezahlter Chor unterhalten. Jene Glieder der Herde, die an diese Systeme beisteuern, bewundern ihre Prachtbauten und denken, das zeuge von Wohlfahrt. Sie betrachten jene Leute als bedauernswert, die in weniger „eindrucksvollen“, weniger „scheueinflößenden“ Gebäuden zusammenkommen müssen. Doch was kann all dies zur Herrlichkeit Gottes beitragen? Können sich irgendwelche der schönsten und kostbarsten Kirchen von heute etwa mit dem Glanz und der Pracht des Salomonischen Tempels messen? Dennoch sagte der Erbauer jenes Hauses der Anbetung in seinem Gebet bei der Einweihung: „Aber sollte Gott wirklich auf der Erde wohnen? Siehe, die Himmel und der Himmel Himmel können dich nicht fassen; wieviel weniger dieses Haus, das ich gebaut habe!“ (1. Kön. 8:27) Wie doch die Christenheit den großen Reichtum, der in Gottes Namen eingesammelt wurde, falsch angewandt und mißbraucht hat! „Darf ein Mensch Gott berauben, daß ihr mich beraubet? Und ihr sprechet: Worin haben wir dich beraubt? In dem Zehnten und in dem Hebopfer [dem Beitrag, AÜ]. Mit dem Fluche seid ihr verflucht, und doch beraubet ihr mich, ihr, die ganze Nation!“ (Mal. 3:8, 9) All das Geld, das die Christenheit von ihren Anhängern erpreßt, bringt nicht Worte der Lobpreisung Jehovas auf deren Lippen, noch verleiht es ihnen den Trost seiner Vorsätze. Statt dessen wird der Reichtum der Christenheit götzendienerisch gebraucht. „Ihr denn, Haus Israel, so spricht der Herr, Jehova: Gehet hin, dienet ein jeder seinen Götzen. Aber nachher — wahrlich, ihr werdet auf mich hören und werdet meinen heiligen Namen nicht mehr entweihen mit euren Gaben und mit euren Götzen.“ — Hes. 20:39.
27. Worin besteht der Wohlstand der Zeugen Jehovas?
27 Andererseits tritt eine stets zunehmende Predigerorganisation von Zeugen Jehovas hervor, die im Dienste und der Lobpreisung ihres Gottes gründlich geschult sind. Dies ist ihr Wohlstand, und sie freuen sich an dem Anteil, den jeder an der freigebigen Unterstützung des Programms nimmt, das dies ermöglicht. Sie häufen nicht große Summen auf, um sich zu bereichern, noch lassen sie sich durch den Bedarf an Geld und die notwendigen Auslagen von dem eigentlichen Zweck ihrer Organisation ablenken. Auch steuern sie nicht etwas als „Zahlung“ für die in den Königreichssälen empfangenen Segnungen bei. Die Wahrheit, köstlicher als Gold und Silber, kann nicht gekauft werden. Und die Wahrheit bringt Liebe zu Gott mit sich, und die Liebe offenbart sich in freigebigem Spenden.
28. Wie drückt sich die Einheit aller in der Versammlung im Geben aus?
28 In den Versammlungen der Zeugen Jehovas nehmen nicht nur einige wenige an der Bestreitung der Auslagen der Organisation teil. Als weiteres Beispiel ihrer Einheit wird die Finanzierung des Werkes durch das vereinte Geben aller bewirkt. Wenn zum Beispiel fünfzig Personen in einem Königreichssaal zusammenkommen, und die Miete beträgt 125 DM im Monat, so bedeutet dies durchschnittlich 2,50 DM für jede Person. Einige werden mehr geben können und andere weniger, aber jene, die diesen Betrag nicht geben können, brauchen sich nicht zu schämen, aber auch nicht zu denken, sie könnten überhaupt nichts beitragen. Jesus erklärte dies deutlich, als er zeigte, wie sehr Jehova das ‚Scherflein der Witwe‘ schätzte. „Dann sah er, wie eine gewisse bedürftige Witwe zwei kleine Münzen von ganz geringem Wert dort einwarf, und er sprach: ‚In Wahrheit sage ich euch: Diese Witwe, wiewohl arm, hat mehr eingeworfen als sie alle. Denn alle diese warfen Gaben von ihrem Überfluß ein, aber diese Frau hat aus ihrem Mangel heraus den ganzen Lebensunterhalt eingeworfen.‘“ (Luk. 21:2-4, NW) Wer reichlich hat, gibt, was er kann; es tut ihm nicht weh, und es ist dem Herrn wohlgefällig. Wer aber von dem Wenigen gibt, das er besitzt, der zeigt seine Aufrichtigkeit in noch größerem Maße.
29. Wie kann gezeigt werden, daß die Segnungen, die eine materielle Unterstützung der Organisation begleiten, nicht auf jene beschränkt werden sollen, die mehr besitzen als andere?
29 Bei den falschen Religionen der Christenheit wird das Geben kleiner Beträge nicht geschätzt, noch wird dazu ermuntert, aber in Jehovas Organisation verhält es sich anders. Denkt daran, Paulus zeigte, daß das Geben materieller Dinge ein wichtiger Teil der christlichen Lebensanschauung ist, und daß alles mit Dank gegen Gott angenommen wird. Wiewohl das Predigen als Wohltätigkeitswerk die erste Sorge des Dieners Gottes ist, ist doch eine gewisse Anstrengung zur Unterstützung der Organisation durch wohltätige Gaben, wie klein diese auch sein mögen, für die geistige Gesundheit und Reife des Christen unerläßlich. Wie denn? Denke einen Augenblick an die geistigen Spenden, zum Beispiel an die Spende des Evangeliumsdieners, der nur eine Stunde im Monat auf das Predigen der guten Botschaft von Haus zu Haus verwenden kann. Gewiß wird dieser Beitrag zur Förderung des Königreiches, wiewohl klein, nicht abgelehnt, oder etwa? Oder sähe man etwa die Bemühungen eines Bruders, der in einem Monat nicht mehr als dies tun kann, so an, als ob sie ‚den Durchschnitt herabsetzten‘? Nein, alle sind froh, daß er am Königreichszeugnis teilgenommen hat, und erkennen an, daß etwas Gutes getan worden ist. Niemandem kommt es in den Sinn, seine eine Stunde mit den Tausenden zu vergleichen, die in dem betreffenden Monat auf das Predigen verwendet worden sind. Warum sollte der, der vielleicht nur 50 Pf oder eine D-Mark als wohltätige Gabe beisteuern kann, die Gabe mit den Gesamtauslagen der Versammlung vergleichen oder gar mit den großen Ausgaben, die die Zweigstelle jeden Monat hat? Wer nur einige wenige Stunden im Dienst sein kann, der bleibe nicht daheim, weil ‚die Pioniere ja viel mehr Zeit einsetzen können‘. Auch sollten die materielle Unterstützung der Organisation und die Segnungen, die solches Geben begleiten, nicht auf jene beschränkt bleiben, die begütert sind. Wenn niemand dem Rufe nach geistigem Geben zur Wiederherstellung der wahren Anbetung zu Beginn der Elia-Periode gefolgt wäre und niemand gepredigt hätte, so hätte es keine Ausdehnung zu Jehovas Lobpreis gegeben, und wie wäre da jemandem von uns die Wahrheit gebracht worden? Ebenso wenn in vergangenen Zeiten — wie auch in der Gegenwart — niemand in solch freigebiger Weise beigesteuert hätte, so wäre das Werk eingeschränkt gewesen, und es hätte sein können, daß wir heute den Wachtturm nicht lesen könnten. Aller Dank gebührt Jehova für die Reife seiner Organisation und für seinen Geist des Gebens, der auf seinem Volke ruht!
AN DER PRODUKTION TEILHABEN
30, 31. Wie veranschaulicht das Beispiel vom Landwirt die Notwendigkeit jeder Tätigkeit in der Organisation?
30 Nicht nur entsprechen die Glieder der Versammlungen den Bedürfnissen der Ortsorganisation, sondern sie denken auch an das ausgedehnte Werk, das von jeder der über siebzig Zweigorganisationen der Gesellschaft in der ganzen Welt getan wird. Gleichwie in der Versammlung der ersten Christen die Beiträge an die leitende Körperschaft gesandt wurden, so unterstützen die Brüder in der ganzen Welt die Zentrale der Organisation Jehovas in ihrem Lande. Es kann in Wahrheit gesagt werden, daß Jehova die Hauptstütze seiner Organisation ist. Er kann alles Nötige beschaffen, sowohl für die Organisation wie auch für jene, die sie bilden. Er selbst ist der große Geber und Fruchtträger. „(Wie geschrieben steht: ‚Er hat ausgeteilt, gegeben hat er jenen mit geringen Mitteln, seine Gerechtigkeit bleibt ewiglich.‘ Er nun, der dem Säemann reichlich Samen darreicht und Brot zur Speise, wird euch den Samen zur Aussaat geben und mehren und wird die Erzeugnisse eurer Gerechtigkeit zunehmen lassen.)“ (2. Kor. 9:9, 10, NW) Doch alle Erzeugnisse tragen ihrerseits wieder zur Förderung der Produktion bei. Jehova gibt zwar eine Fülle materieller Speise, aber trotzdem muß der Landwirt arbeiten, um die Ernte hervorzubringen. Und wenn er den von Gott festgesetzten Regeln folgt, wird er genügend erhalten, nicht nur um sich selbst zu unterhalten, bis die Zeit für die nächste Aussaat kommt, sondern er wird auch Samen zur Aussaat haben. (Jes. 28:23-26) Denselben Zyklus finden wir in der theokratischen Ausdehnung der Organisation Jehovas.
31 Alle, die sich an Jehovas geistiger Speise erlaben und zur Reife gelangen, nehmen am Predigtwerk teil. Die geistige Speise ist in Fülle vorhanden, doch einige müssen ihre Zeit opfern, um sie herzustellen. (Apg. 6:1-4) Dies hat der Herr dadurch ermöglicht, daß er in seiner Freigebigkeit der Organisation Gaben an Menschen gegeben hat. Die Schriften zu schreiben und zu drucken, die die herrliche, die gute Botschaft enthalten, ist in der Tat ein Vorrecht. Aber die Verbreitung der Schriften ist für die Ernte ebenfalls notwendig und bringt ihre eigenen Segnungen mit sich. Bevor die Früchte der Mühe und Arbeit geerntet werden können, muß der Landwirt zuerst pflügen und den Boden eggen, besäen, bewässern und pflegen. So ist denn jede Tätigkeit in der Organisation nötig, und alle wirken zusammen, um die Einrichtung zu vervollständigen.
32. Wie wird in bezug auf die Herstellung der Schriften gezeigt, daß die Glieder der Organisation voneinander abhängig sind?
32 Außerdem können jene, die nicht imstande sind, am Herstellen der Schriften teilzunehmen, diesem Teil des Werkes finanziell beistehen. „Denn denen in Mazedonien und Achaia hat es wohlgefallen, ihre Dinge zu teilen durch eine Beisteuer für die Armen der Heiligen in Jerusalem. Es hat ihnen nämlich gefallen, so zu tun, und doch waren sie ihre Schuldner; denn wenn die Nationen ihrer geistigen Dinge teilhaftig geworden sind, so sind sie auch verpflichtet, diesen mit Dingen für den physischen Leib öffentlich zu dienen.“ Dies zeigt, wie alle Teile der Organisation voneinander abhängig sind, indem jeder Teil das Seine dazu beiträgt, das Bedürfnis der anderen zu decken. „Denn ich meine nicht, daß es für andere leicht ist, für euch aber hart, sondern daß mittels eines Ausgleichs euer Überfluß gerade jetzt ihrem Mangel abhelfen möge, damit ihr Überfluß auch eurem Mangel abhelfe, so daß Gleichheit entsteht. So steht geschrieben: ‚Die Person mit viel hatte nicht zu viel, und die Person mit wenig hatte nicht zu wenig.‘“ — Röm. 15:26, 27; 2. Kor. 8:13-15, NW.
33. Bei welcher Gelegenheit handelten die Brüder von Philippi weislich und wurden dadurch gesegnet?
33 Außer dem Drucken der Literatur in vielen Zweigstellen gibt es noch viele weitere Ausgaben, die dazu nötig werden, das Ausdehnungsprogramm aufrechtzuerhalten, und auch an ihnen können sich die Brüder beteiligen und tun es auch. Paulus nahm am Kreisdienstwerk teil, als er schrieb: „Doch tatet ihr gut, mit mir Teilhaber zu werden an meiner Drangsal. In der Tat wißt ihr Philipper auch, daß im Anfang der Verkündigung der guten Botschaft, als ich aus Mazedonien wegging, keine Versammlung teilnahm mit mir am Geben und Empfangen außer ihr allein, denn auch in Thessalonich sandtet ihr mir etwas, nicht nur einmal, sondern zweimal, für meine Bedürfnisse.“ (Phil. 4:14-16, NW) Die Philipper Brüder handelten weise in bezug auf ihre Gelegenheiten und empfingen gewißlich einen Segen vom Herrn und werden in seinem inspirierten Worte günstig erwähnt. Viele von den Versammlungen erkennen heute diese Gelegenheit gleicherweise und helfen mit, diese notwendigen Auslagen zu decken.
34. Welche anderen Auslagen erwachsen den Zweigstellen, doch weshalb ist dies nicht zu bedauern?
34 Außer dem Kreisdienerwerk helfen auch die Hunderte von Missionarheimen, die von der Gesellschaft in der ganzen Welt unterhalten werden, das Ihrige am Ausdehnungsprogramm mit. Guten Beistand leisten auch die Sonderpioniere. Außer den Kosten für diese zwei Dienstzweige, die alle Zweigstellen haben, muß auch das Bethelheim selbst unterhalten werden samt denen, die liebevolle Arbeit leisten für die Brüder in dem ganzen Gebiet, welches es bedient. Dann gibt es auch Auslagen für die regelmäßigen größeren Zusammenkünfte, die stattfinden, nichts zu sagen von den vielen Rechtsfällen, welche Kosten verursachen, aber notwendig geworden sind zur ‚Verteidigung und gesetzlichen Befestigung der guten Botschaft‘. Dies sind alles Auslagen der Organisation, die wir nicht bedauern, denn die Fülle der Segnungen, die sie mit sich gebracht haben, kann nicht in Mark und Pfennig gemessen werden. Sie führen der ganzen Welt vor Augen, daß, wiewohl Jehovas Zeugen nicht die reichsten Leute sind, sie doch nicht zurückschrecken, das, was sie besitzen, für die rechte Sache auszugeben, und sie wissen, wie sie aus dem, was sie ausgeben, das Beste machen können. Und darüber hinaus zeigt es, daß Jehovas Geist auf seiner Organisation ruht, und da ist nichts Notwendiges, was nicht getan werden könnte und auch getan wird. Das erstaunliche Wachstum seiner Organisation heute ist nicht bewirkt worden, ohne daß Geld ausgegeben wurde; doch durch Jehovas unverdiente Güte geht die Ausdehnung immer noch weiter!
KÜNFTIGE WOHLFAHRT UNTERSTÜTZEN
35. Wie ermuntert Paulus zu Regelmäßigkeit im wohltätigen Geben?
35 Während a l l e an irgendeinem Teil des Predigtprogramms teilhaben, bemühen sie sich auch, an wohltätigem Geben teilzunehmen. So wie die von jedem Diener aufgewandte Zeit eine freiwillige Beisteuer ist, so ist sein Geben materieller Mittel eine Sache, die seiner eigenen Entscheidung obliegt. Gleichwie aber auf Regelmäßigkeit im Felde hingewirkt wird, so wird auch das regelmäßige Beiseitelegen von Geld, das zur Unterstützung der Organisation verwendet werden soll, vom Apostel angeraten. „Was nun die Sammlung für die Heiligen betrifft: gleichwie ich es für die Versammlungen von Galatien angeordnet habe, so tut auch ihr. Jeden ersten Tag der Woche möge jeder von euch bei sich zu Hause etwas beiseite legen, je nachdem er Gedeihen haben mag, damit nicht dann, wenn ich komme, Sammlungen veranstaltet werden.“ — 1. Kor. 16:1, 2, NW.
36. Welche früheren Erfahrungen vieler, die in die Wahrheit kommen, werden verglichen mit der Lage der ersten Christen aus den Juden? und wie kann man die Sache ansehen?
36 Da alle Glieder des Volkes Jehovas aus dem gegenwärtigen bösen System der Dinge herausgekommen sind, wissen sie, was es bedeutet, Geld für die Dinge zu gebrauchen, die Jehova kein Lob bringen. Jene, die mit falscher Religion verbunden sind, haben gesehen, wie regelmäßig Kollektenteller herumgereicht werden; man hat sie wöchentlich mit ‚Briefumschlägen für Gaben‘ belästigt; in gewissen Ländern ist vielen der Lohn gekürzt worden zugunsten religiöser „Schenkungen“; sie haben „beigesteuert“ zu Taufen, Hochzeiten, Begräbnissen, besonderen Gebäudefonds, Missionarkassen usw. Einige haben, bevor sie in die Wahrheit gekommen sind, viel für die Befriedigung des Fleisches gebraucht, indem sie dem Tabakgenuß und anderen ähnlichen Gewohnheiten frönten. Wahrscheinlich keiner jener, die sich von den verderbenden Einflüssen Satans abgesondert haben, hat größere Erleichterung empfunden, als er in die Wahrheit kam, als die betreffenden Juden zu Beginn des Christentums. Beladen, wie sie waren, mit der schweren Bürde, die ihnen das abtrünnige Judentum aufgeladen hatte, und sehend, daß ihre Zehnten, obwohl von Gott befohlen, in Wirklichkeit dazu gebraucht wurden, Gott seines Lobes zu berauben, gehörten sie doch zu jenen, von denen nach ihrer Bekehrung in der Apostelgeschichte wie folgt berichtet wird: „Nicht einer sagte, daß irgend etwas von seinem Besitz sein eigen sei.“ Jetzt, da sie sehen konnten, daß ihre freiwilligen Beiträge zu Jehovas Lob gebraucht wurden, wollten sie nicht mit irgend etwas zurückhalten, was sie besaßen! Die Zeit, die sie früher auf die Ausübung der falschen Religionsbräuche oder das Frönen selbstischer Vergnügungen verwandt hatten, wird vom neuen theokratischen Diener freudig zurückgekauft und dem Dienste Jehovas gewidmet. Auch wird Geld, das oft im Übermaß dazu gebraucht wurde, das eigene Ich oder die Habsucht der „geheiligten“ Erpresser Satans zu befriedigen, freigebig der Unterstützung der Organisation Jehovas gewidmet. Es ist Jehovas Geist, der über sie gekommen ist und sie zu fröhlichen Gebern macht!
37. Wer erkennt, daß Jehova seine Organisation nach seinem Namen genannt hat, und weshalb ist den Nationen bange?
37 Da Jehovas Geist auf seiner Organisation ruht, ist die von ihm verheißene Zeit der Wohlfahrt gekommen. Durch viele anscheinend unüberwindliche Verhältnisse hindurch hat er sie unterstützt und reich gesegnet. Ihre Ausdehnung kennt keine Grenzen! Von einer Höchstzahl zur anderen geht die Zahl der Diener Jehovas spiralenmäßig in die Höhe. Obwohl noch in unbedeutender Minderheit und in ihrer Kindheit, was Jahre betrifft, vollbringt die Neue-Welt-Gesellschaft ein Werk und erfreut sich eines Wohlstandes, der die Nationen des Systems der Dinge Satans überrascht und in Furcht versetzt. Die selbstischen Herrscher dieser Welt sind ganz bestürzt über das, was sie vor sich gehen sehen, und trauen ihren Augen kaum. Welche von ihnen können eine Regierung in Tätigkeit halten durch ein System freiwilliger Besteuerung? Aber die Neue-Welt-Gesellschaft ist für immer weltweit gerade auf dieser Grundlage gegründet. Welche der „Kirchen“ des Systems Satans kann ihre selbstgewählte Verantwortung gegenüber der Gesellschaft erfüllen, ohne beständig um Mittel zu betteln oder sie von jemandem zu erpressen? Aber das gegenwärtige unvergleichliche Wachstum der Zeugen Jehovas und der Trost und die Ermunterung, die sie Millionen Menschen in der ganzen Welt gebracht haben, sind das Ergebnis einer verhältnismäßig kleinen Zahl gewesen, die freiwillig von ihrer Zeit und ihrem Geld zur Unterstützung des ihnen von Gott aufgetragenen Werkes gespendet haben. Jehova hat seinen reichen Segen auf seine Organisation gelegt und eine solche Zunahme gewährt, daß nun 580 000 Evangeliumsdiener sein Lob bis an die Enden der Erde singen. Sie alle, geschult durch den „treuen und verständigen Sklaven“, leihen begierig ihre Unterstützung, damit noch weitere geschult werden, die erkennen, daß Jehova die Organisation stützt, auf die er seinen Namen gelegt hat.
38. Wie kann der andauernde Wohlstand der Organisation Jehovas jetzt und in der Zukunft unterstützt werden?
38 Tausende dieser Neuen strömen zur Familie Gottes und bieten sich für das Werk des Evangeliumsdienstes an. Wenn in den kommenden Jahren alle Brüder ihr großes Vorrecht, zu diesem Werke beitragen zu dürfen, erkennen — sei es auch nur in kleinem Maße direkt an die Gesellschaft und direkt für eigene Königreichssäle — und die Gelder dann hereinkommen, welches weit größere Ausdehnungswerk kann da noch durchgeführt werden, als bereits mit den Mitteln durchgeführt worden ist, die bis jetzt in solch großmütiger Weise beigesteuert wurden! Haben wir da nicht wunderbare neue Aussichten? „Bringet den ganzen Zehnten in das Vorratshaus, auf daß Speise in meinem Hause sei; und prüfet mich doch dadurch, spricht Jehova der Heerscharen, ob ich euch nicht die Fenster des Himmels auftun und euch Segen ausgießen werde bis zum Übermaß.“ „Dank sei Gott für seine unbeschreibliche freie Gabe!“ — Mal. 3:10; 2. Kor. 9:15, NW.
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Zwischen Brüdern bestehende Schwierigkeiten lösenDer Wachtturm 1955 | 1. Mai
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Zwischen Brüdern bestehende Schwierigkeiten lösen
● Gibt es in der christlichen Versammlung jemand, mit dem du schon seit langem in Streit lebst? Hast du den christlichen Grundsatz dabei angewandt, oder folgst du immer noch der Handlungsweise der alten Welt — erzählst anderen darüber, anstatt zu dem hinzugehen, der dir etwas angetan hat? Der christliche Grundsatz wurde von Jesus in Matthäus 18:15 (NW) umrissen: „Ferner, wenn dein Bruder eine Sünde begeht, so gehe hin und lege seinen Fehler zwischen dir und ihm allein offen dar. Wenn er auf dich hört, so hast du deinen Bruder gewonnen.“ Wenn das Problem nicht wichtig genug ist, um es auf diese Art zu lösen, warum läßt du es dann zu, daß es deinen Sinn belastet und du dich von deinem Bruder trennst?
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Unsterblichkeit der SeeleDer Wachtturm 1955 | 1. Mai
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Unsterblichkeit der Seele
● Ein bekanntes Buch über Religion sagt: „Daß die menschliche Seele nach dem Tode weiterleben wird und eine endlose bewußte Existenz besitzt, ist eine der grundlegenden Lehren des Christentums.“
Die Bibel sagt: „Die Seele, welche sündigt, die soll sterben.“ — Hes. 18:4, 20.
Wem glaubst du, der religiösen Theorie oder dem inspirierten Bericht?
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